35MM ausgabe 44 cover 250Seit 2014 widmet sich die Zeitschrift 35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin (35MM) dem Kino von seinen Anfängen bis ins Jahr 1965.

Die aktuelle Ausgabe #44 mit Erscheinungstermin Dezember 2021 hat als Schwerpunkthema "Metro-Goldwyn-Mayer", das weltberühmte Filmstudio mit dem Kürzel MGM und dem brüllenden Löwen im Logo. Stummfilm Magazin nahm das Heft zum Anlass für ein Gespräch mit Chefredakteur Clemens Williges, dem stellvertretenden Chefredakteur Marco Koch und dem Herausgeber Jörg Mathieu.

"Ein Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist das MGM-Kino der frühen 30er Jahre, mit Porträts der Regisseure George W. Hill und Jack Conway sowie einem Beitrag über die unverschämtesten Pre-Code-Filme der MGM. Daneben finden sich Einzelartikel zu den Filmen "Irrwege des Lebens" (1931), "Die Maske des Fu-Manchu" (1932), "Blinde Wut" (1936) und "Die Braut trug Rot" (1937). Ein zweiter Schwerpunkt ist das Kino der späten Jahre, mit Artikeln über Stewart-Granger-Western, Cinerama, Science-Fiction und die Miss-Marple-Filme der MGM British. Außerdem enthält das Heft einen ausführlichen Artikel zum Film Noir bei MGM", so Clemens Williges. Zum ganzen Interview
Bildnachweis: 35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Mit dem MuMa-Forum hat in Bielefeld ein neues Museum für Kinogeschichte eröffnet. Die Lippische Landes-Zeitung gibt einen Einblick und auch der WDR berichtet.

♦ Der NDR berichtet in einem Text- und Videobeitrag über das ehemalige Kino Eden in Lübeck, das bereits in der Stummfilmzeit eröffnet wurde und heute eine Eventlocation mit architektonischen und geschichtlichen Bezügen zum ehemaligen Lichtspielhaus ist. mehr

♦ Das Stadtmagazin "Inka" stellt das kommende Karlsruher Stummfilmfestival vor, das von 26. bis 30. Januar 2022 stattfindet. mehr

♦ Über den ARTE-Schwerpunkt zu "Vampire" im März 2022 und die damit verbundene Ausstrahlung von "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" (D 1922) berichtet quotenmeter.de. mehr

♦ kreis-anzeiger.de berichtet über eine Lesung von Peter Prange aus seinem aktuellen Buch "Der Traumpalast – Im Bann der Bilder". mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntDer amerikanische Filmschauspieler Oliver Hardy wurde am 18. Januar 1892 in Harlem (US-Bundesstaat Georgia) geboren.

Weltberühmt wurde er gemeinsam mit Stan Laurel (1890 – 1965) als Komikerduo Laurel und Hardy, das von 1921 bis 1951 in über 100 Filmkomödien zu sehen war. Ihr Kurzfilm The Music Box aus dem Jahr 1932 wurde mit einem Oscar prämiert. Im deutschsprachigen Raum ist das Paar auch unter den Namen "Stan & Ollie" und "Dick" & Doof" bekannt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntAm 17. Januar 1867 wurde in Laupheim der Filmunternehmer Carl Laemmle geboren.

1884 verließ der siebzehn Jahre alte Karl Lämmle das schwäbische Laupheim und wandert in die USA aus. 1912 gründete er als Carl Laemmle die Universal Studios und wurde schnell einer der erfolgreichsten Filmproduzenten Hollywoods. Von seiner Firma hergestellte Filme wie Törichte Frauen (1919), Der Glöckner von Notre Dame (1923) und Das Phantom der Oper (1925) sind herausragende Werke der Stummfilmzeit. Carl Laemmle starb am 24. September 1939 in Beverly Hills. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

geige farbig 250Das VOLTA Ensemble, das Kammerorchester der Hochschule für Musik und Theater München, spielt am Donnerstag, den 20. Januar 2022, um 19:00 Uhr in der Reaktorhalle (Luisenstraße 37a, 80333 München) zu zwei Klassikern des französischen Stummfilms.

Zu "L'Assassinat du duc de Guise" (F 1908) wird die Originalmusik von Camille Saint-Saëns, zu "Entr'acte" (F 1924) die von Erik Satie erklingen. Die Musiker*innen spielen unter der Leitung von Prof. Mark Pogolski. Eine Einführung hält Stefan Drößler, Leiter des Filmmuseum München. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 06 250Die amerikanische Schauspielerin Carole Lombard starb am 16. Januar 1942 bei einem Flugzeugabsturz am Potosi Mountain (US-Bundesstaat Nevada).

In der Stummfilmzeit war sie in Filmen der Produktionsfirmen Fox Film Corporation und Pathé Exchange zu sehen. Ihre heute bekannteste Rolle spiele sie in dem Tonfilm Sein oder Nichtsein (USA 1942) unter der Regie von Ernst Lubitsch. Sie wurde am 06. Oktober 1908 als Jane Alice Peters in Fort Wayne (US-Bundesstaat Indiana) geboren. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250Der amerikanischer Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor Hal Roach wurde am 14. Januar 1892 in Elmira (US-Bundesstaat New York) geboren.

Die von seinem Studio produzierten Filme mit Harold Lloyd, Stan Laurel und Oliver Hardy und die Serie Die kleinen Strolche schrieben Filmgeschichte. Im Jahr 1984 wurde Roach mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet. Er starb im Alter von hundert Jahren am 02. November 1992 in Los Angeles. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 09 250Die deutsche Tänzerin, Kabarettistin und Schauspielerin Valeska Gert wurde am 11. Januar 1892 als Gertrud Valesca Samosch in Berlin geboren.

In der Stummfilmzeit war sie unter anderem in den deutschen Produktionen Die freudlose Gasse (1925), Alraune (1928), Tagebuch einer Verlorenen (1929) und Menschen am Sonntag (1930) zu sehen. 1939 emigrierte sie aus Nazideutschland. Nach dem zweiten Weltkrieg war sie in Deutschland als Kabarettistin tätig und spielte unter anderem in Rainer Werner Fassbinders TV-Serie Acht Stunden sind kein Tag. Volker Schlöndorff setzte ihr mit der Dokumentation "Nur zum Spaß, nur zum Spiel" ein filmisches Denkmal. Valeska Gert starb 1978 auf der Insel Sylt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

klavier 1 250Der deutsche Komponist Wolfgang Zeller starb am 11. Januar 1967 in Berlin.

Zeller schrieb unter anderem die Musik für Lotte Reinigers meisterhaften Silhouetten-Animationsfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed (D 1926). Während des Nationalsozialismus lieferte er auch für NS-Propagandafilme Kompositionen. Wolfgang Zeller wurde am 12. September 1893 in Biesenrode geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

Der Science-Fiction-Monumentalfilm wurde von Regisseur Fritz Lang in den Jahren 1925 und 1926 in Deutschland gedreht und ist einer der teuersten Filme seiner Zeit. Auf der Leinwand sind Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George zu sehen.

Das herausragende Werk der Filmgeschichte ist einer der Klassiker des Weimarer Kinos und des deutschen Expressionismus. Auch heute noch übt der Film Einfluss auf Filmschaffende aus und ist Gegenstand zahlreicher filmhistorischer Anlaysen. Er gehört zu den heute am meisten gezeigten deutschen Stummfilmen in Kinos, Konzertsälen und auf Festivals. Als erster Film weltweit wurde "Metropolis" in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.

Die bislang vollständigste, aufwändig restaurierte Fassung wurde am 12. Februar im Rahmen der Berlinale 2010 im Friedrichstadtpalast und in der Alten Oper Frankfurt zeitgleich aufgeführt. Die vielbeachtete Neuveröffentlichung ist durch einen spektakulären Kopienfund in Buenos Aires im Jahr 2008 möglich geworden; anhand dieser 16mm-Filmrollen konnte "Metropolis" restauriert und so seiner Uraufführungsfassung angenähert werden. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

absolut medien sonderaktion 2022 250Im Dezember 2021 wurde der Filmverlag absolut MEDIEN mit dem Deutschen Stummfilmpreis ausgezeichnet. Aus diesem Anlass hat der Filmverlag eine Aktion gestartet: Alle Stummfilme werden für kurze Zeit zum Sonderpreis angeboten.

absolut MEDIEN schreibt auf seiner Internetseite: "Stummfilme sind Zeugen ihrer Zeit, ihrer Hoffnungen, Haltungen und Erwartungen und damit eine so spannende wie vergnügliche Seherfahrung, die das heutige Empfinden frisch auslotet und unseren Blick auf das Morgen neu justiert. Stummfilme sind mehr als eine Nische, ein großer ästhetischer wie intellektueller Gewinn und somit eine stets willkommene Anregung. Dieses schöne Wirken wurde jetzt mit dem Deutschen Stummfilmpreis 2021 ausgezeichnet – vielen Dank dafür! Deshalb: Meisterwerke von Ernst Lubitsch, Robert Wiene, Lotte Reiniger, D. W. Griffith, Julien Duvivier, Robert Flaherty, Wsewolod Pudovkin und vieler anderer für kurze Zeit zum Sonderpreis. Nur für Privatkunden!" mehr
Textquelle und Bild: absolut MEDIEN GmbH

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ rbb24 stellt die historische Kinoorgel im Filmmuseum Potsdam und deren Einsatzmöglichkeiten vor. mehr

♦ Anlässlich des 120. Geburtstags von Marlene Dietrich am 27. Dezember 2021 zählt die Deutsche Welle fünf Dinge auf, die man von der Leinwandikone lernen könne. mehr

♦ Die Berliner Morgenpost berichtet über den Verkauf des traditionsreichen Babelsberger Filmstudios an einen amerikanischen Investor. mehr

♦ Der Stummfilmstar Pola Negri wurde vor 125 Jahren, am 03. Januar 1897, geboren. Deutschlandfunk stellt die Schauspielerin vor. mehr

♦ Die Frankfurter Rundschau stellt die DVD "Bauten, Bürger und ein Bembel: Historische Frankfurter Imagefilme 1909-1968" vor. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

kopfhoerer 250Der Podcast "Auf den Tag genau" präsentiert seit Anfang Januar 2020 täglich eine Zeitungsnachricht aus der Welt vor hundert Jahren.

"Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von damals bewegten", so die Macher des Angebots. Auch der Stummfilm ist ein immer wieder aufgegriffenes Thema; hier ein Auswahl von Beiträgen zum frühen Film:
09. September 2021: Feuilletonstreit zwischen Lubitsch und Polgar
17. September 2021: Asta Nielsen beklagt, dass sie ihre Filmkostüme selbst finanzieren müsse
26. September 2021: Treffen mit Charlie Chaplin auf einer Soiree in Berlin
07. Oktober 2021: Bergfilme zwischen Fiktion und Dokumentarischem
09. Oktober 2021: Verriss von Fritz Langs "Der müde Tod"
zum Podcast "Auf den Tag genau"
Foto: Stummfilm Magazin

filmklappe blau 250 neuDer Stummfilmstar Pola Negri wurde am 03. Januar 1897 als (Barbara) Apolonia Chalupec in Lipno (damals Russisches Kaiserreich, heute Polen) geboren.

In der Stummfilmära war sie außerordentlich populär und drehte in Deutschland und den USA mit Regisseuren wie Raoul Walsh, Mauritz Stiller und – vor allem – Ernst Lubitsch. Letzterer besetzte sie überaus erfolgreich in den Titelrollen von Carmen (Deutschland 1918) und Madame Dubarry (Deutschland 1919). Zu ihren Leinwandpartnern gehörten Emil Jannings, Harry Liedtke, Paul Wegener, Reinhold Schünzel und Adolphe Menjou. Negri starb am 01. August 1987 in San Antonio (USA). mehr
Bild: Stummfilm Magazin

tv geraet 250 Noch bis 07. Januar 2022 kann in der Arte-Mediathek der französische Stummfilm "Karottenkopf" abgerufen werden.

Lügen, Unordnung, Geschwätz. Drei Dinge, die Monsieur Lepic über alles hasst und ausgerechnet diese verkörpern für ihn seine Frau. Der in diesen Ehekrieg hineingeborene Sohn François, "Karottenkopf" genannt, führt das unglückliche Leben eines Prügelknaben ... Julien Duvivier Verfilmung des berühmten Romans von Jules Renard kam 1925 in die Kinos.

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm wird 100. mehr

Aktuelle Preisträger

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. mehr

Berlin

stummfilmtage bonn 250a

Mit einer Sonderausstellung bis 02. Mai 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr