ARTE: "Erpressung" in TV und Mediathek

In der Nacht von 12. auf 13. August 2024 wird um 00.00 Uhr "Erpressung" mit einer neuen Musikfassung in Erstausstrahlung gezeigt. Vom 11. August 2024 bis 30. Oktober 2024  ist der britische Klassiker zudem in der ARTE-Mediathek abrufbar.

"Blackmail" wird anlässlich des 125. Geburtstags von Alfred Hitchcock ausgestrahlt. Alice White, die junge Tochter eines Zeitungs- und Tabakhändlers in der Londoner Innenstadt, ist mit dem aufstrebenden Scotland-Yard-Inspektor Frank Webber verlobt. Doch als Frank seine Geliebte nach einem heftigen Streit in einem Restaurant allein zurücklässt, nimmt Alice Reißaus. In einem Akt aus Naivität und Rebellion lässt sie sich zu später Stunde von dem charmanten Künstler Crewe in dessen Atelier einladen. Doch was als harmloser Flirt beginnt, endet in einem Alptraum: Als Crewe versucht, Alice zu vergewaltigen, ersticht sie den Mann mit einem Messer. Unbemerkt kann Alice den Tatort verlassen. Doch der zwielichtige Herumtreiber Tracy hat ihr tödliches Rendezvous mit Crewe beobachtet. Am nächsten Tag, als der Mord bereits in aller Munde ist, taucht Tracy im Laden der Familie White auf, um Alice zu erpressen. Doch er hat nicht mit der Entschlossenheit ihres Freundes Frank gerechnet, der als Inspektor den Fall offiziell untersucht und alles daran setzt, den Erpresser zu überführen und Alice zu beschützen. 

Alfred Hitchcocks Stummfilmklassiker gilt als einer der besten britischen Filme der späten 1920er Jahre. Thematisch überraschend aktuell, erzählt Hitchcock in "Erpressung" eine #MeToo-Geschichte unter den Vorzeichen seiner Zeit und lässt seine Protagonistin erfolgreich gegen verschiedene Formen von männlicher Übergriffigkeit, Gewalt und Erpressung kämpfen – in starken Bildern, die noch heute beeindrucken. 

Die Basel Sinfonietta unter der Leitung von Titus Engel hat die von ZDF/ARTE bei Komponist Moritz Eggert beauftragte neue Filmmusik zu Hitchcocks Stummfilmklassiker eingespielt. Moritz Eggert stellt dem Film eine Musik zur Seite, die illustriert und emotionalisiert, dabei aber auch künstlerische Eigenständigkeit entwickelt: ein Werk, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart, Stummfilmklassiker und zeitgenössische Musik durchdringen und spiegeln. mehr
Textquelle: ARTE G.E.I.E.

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