Potsdam: Boulevard des Films

Am 04. Juli 2024 wurde mit der Installation des "Boulevard des Films" in der Brandenburger Straße in Potsdam begonnen.

Insgesamt 55 quadratische Granitplatten mit Titeln wichtiger Filme, die in Potsdam gedreht wurden, werden im Zuge der Sanierung der Fußgängerzone eingebaut und so im Herzen der Stadt auf Potsdams reiches filmisches Erbe hinweisen. „Mit dem ‘Boulevard des Films’ holen wir den Film aus Babelsberg in die Mitte der Stadt“, so der Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert. 

Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam ist eine traditionsreiche deutsche Filmstadt. Nach mobilen Vorführungen um 1900 und dem ersten Kino mit festem Spielort im Jahr 1909 startete mit dem Bau des ersten Glasateliers als Filmstudio 1911 die bis heute andauernde Filmproduktion. Seit den ersten Dreharbeiten zum legendären Stummfilm "Der Totentanz" mit Asta Nielsen im Februar 1912 ist Potsdam mit einer aktiven Film- und Medienbranche sowie Kinos, Festivals, Filmlehre, -forschung, -tourismus und -archivierung ununterbrochen Filmstandort und beherbergt nahezu die gesamte Verwertungskette im Bereich Film. Seit 30. Oktober 2019 trägt Potsdam als einzige deutsche Stadt den Titel einer "UNESCO Creative City of Film“. Film ist Wirtschafts-, Image-, Kultur- und Bildungsfaktor für die Stadt. In mehr als 112 Jahren entstanden in den Babelsberger Filmstudios sowie bei unzähligen Drehs im gesamten Stadtgebiet mehrere hundert Kino- und Fernsehfilme, Trickfilme, Dokumentarfilme, Serien und Werbespots – vielfach national und international ausgezeichnet. 

Der “Boulevard des Films” ist ein Projekt des Bereichs Marketing der Landeshauptstadt Potsdam. Entwickelt wurde es 2018 im Kontext der ersten Planungen für die komplexe Rekonstruktion der Brandenburger Straße, konkretisiert im Jahr 2019 als Teil der Bewerbung Potsdams um den Titel "UNESCO Creative City of Film“.

Kriterien für die Auswahl der Filme waren: Bedeutung für den Standort (Kreativität aus Potsdam), gesellschaftliche Relevanz, Publikumserfolg/Kultcharakter des Films, besondere künstlerische oder technische Leistung sowie Auszeichnungen und Preise für die Werke. Zu den gewürdigten Filmen gehören auch einige Stummfilmproduktionen: “Der Totentanz” (D 1912), “Der Student von Prag” (D 1913), “Madame Dubarry” (D 1919), “Fridericus Rex” (D 1921/22), "Die Nibelungen" (D 1924), “Der letzte Mann” (D 1924), “Die Abenteuer des Prinzen Achmed” (D 1926) und “Metropolis” (D 1927). mehr
Textquelle: Pressestelle Stadt Potsdam

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