Um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwendet das Stummfilm Magazin Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

filmstreifen 04 250

Am Mittwoch, den 30. Oktober 2019, wird um 19:00 Uhr im Olympia-Kino in Leutershausen (Gemeinde Hirschberg) der Science-Fiction-Film Frau im Mond (D1929) gezeigt.

Fritz Langs letzte stumme Produktion wurde vor 90 Jahre, am 15. Oktober 1929, im Berliner Ufa-Palast am Zoo uraufgeführt und erhält durch das 50-jährige Jubiläum der ersten Mondlandung im Jahr 1969 besondere Aktualität.

Das Werk zählt zu den großen Klassikern des Weimarer Kinos und besticht auch heute noch durch seine sorgfältig ausgeführten Trickaufnahmen und das aufwändige Produktionsdesign. Auf der Leinwand sind Gerda Maurus, Willy Fritsch, Gustav von Wagenheim, Fritz Rasp und – in einer Nebenrolle – die legendäre österreichische Schauspielerin Tilla Durieux zu sehen. Das Drehbuch stammt von Thea von Harbou.

Am Klavier improvisiert Jens Schlichting, langjähriger Stummfilmpianist des Olympia-Kinos. Der 160 Minuten lange Film wird mit einer Pause gezeigt. Der Eintritt beträgt 14,- Euro inklusive einem Glas Secco. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Am 20. November 2019 ist in Köln Mutter Krausen's Fahrt ins Glück zu sehen. Die Aufführung findet im Rahmen der Ausstellung "Berliner Realismus – von Käthe Kollwitz bis Otto Dix" statt, die vom 10. Oktober 2019 bis 05. Januar 2020 im Käthe Kollwitz Museum Köln gezeigt wird.

Im Jahr 1929, am Ende der Stummfilmzeit, erlebte der soziale Realismus des Weimarer Kinos einen seiner großen Höhepunkte: Piel Jutzis "Mutter Krausen‘s Fahrt ins Glück" gilt als einer der wenigen geglückten Versuche, das Berliner Arbeitermilieu in Wedding getreu den damals populären Darstellungen von Heinrich Zille und Käthe Kollwitz wiederzugeben.

Die tragische Geschichte der Zeitungsausträgerin Mutter Krause und ihrer Familie, die mit einem Kleingangster zusammenleben muss, lobte der Filmkritiker Siegfried Kracauer seinerzeit als "frei von Sentimentalität": "Man hat dergleichen öfters in Filmen gesehen, aber gewöhnlich nur als gruselige Staffage für irgendein auserwähltes Schicksal, das in prunkhaften Vorderhäusen happy endigt."

Eine Einführung hält Daniel Kothenschulte, der den Film auch live am Piano begleitet. Die Ausstellung "Berliner Realismus – von Käthe Kollwitz bis Otto Dix" präsentiert mehr als 120 Werke – von Ölmalerei, Zeichnung und Druckgraphik über Plakatkunst und Photographie bis hin zum Film – und spannt gleichzeitig einen Bogen von den 1890er bis in die 1930er Jahre.

Bereits am 30.10.2019 ist ebenfalls im Zusammenhang mit der Ausstellung der frühe Tonfilm Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt? zu sehen. mehr
Textquelle: Käthe Kollwitz Museum Köln; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 bunt ohne soundDer amerikanische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor King Vidor (1894–1982) steht im Zentrum der Retrospektive der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin, die vom 20. Februar bis 01. März 2020 stattfinden.

Vidor nimmt einen zentralen Platz in der Geschichte des US-amerikanischen Kinos ein und hat als einer der wichtigsten Regisseure gegen Ende der Stummfilmära und während der nachfolgenden Blütezeit Hollywoods einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Ausloten des Potenzials der Filmsprache und die Auseinandersetzung mit den sozialen Fragen seiner Zeit begleiten sein gesamtes Œuvre.

louise kolm fleck filmarchiv at 250In einer von Anbeginn männlich dominierten Branche etabliert die Wiener Filmpionierin Louise Kolm-Fleck (1873–1950), Tochter des Besitzers des Wiener Stadtpanoptikums Louis Veltée, erstmals eine österreichische Filmproduktion, gründet mit der Vitafilm den damals größten Atelierkomplex Europas, schreibt zumindest zwei Dutzend Drehbücher und führt weit über 100 Mal Regie.

Im Rahmen der Viennale 2019 widmet sich das Filmarchiv Austria dem Leben der ersten österreichischen Regisseurin, das sich wie eine Parabel auf die österreichische Filmgeschichte liest: der rasante Aufstieg des Stummfilms, die goldene Zeit in den frühen 1920er-Jahren, der Wechsel zum Tonfilm, die Vertreibung österreichischer Filmschaffender durch die Nationalsozialisten, das Vergessenwerden nach 1945.

filmspuele lila 250Am 27. Oktober 2019, dem UNESCO Welttag des audiovisuellen Erbes, feiern CineGraph und das Musikensemble "Tuten und Blasen" im Hamburger Kino Metropolis, das in diesem Jahr sein 40. Jubiläum begeht, mit einer livemusikalisch begleiteten Aufführung des Stummfilms "Der Himmel auf Erden" 35 Jahre CineGraph-Lexikon, 30 Jahre CineGraph e.V. und 30 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit CineGraph und "Tuten und Blasen".

Alfred Schirokauer dreht die Komödie "Der Himmel auf Erden" 1926/27 unter der künstlerischen Oberleitung von Reinhold Schünzel. Auf der Leinwand zu sehen sind neben Schünzel auch Adele Sandrock, Otto Wallburg, Charlotte Ander, Erich Kaiser-Titz, Emmy Wyda und Paul Morgan.

Der Abgeordnete Traugott Bellmann wettert gegen die Sittenlosigkeiten in den Nachtlokalen, wobei er zwar die Zustimmung seiner Frau, nicht aber seines Schwiegervaters, eines Sektfabrikanten, erhält. Dazu hat er das Pech, dass ihm am Tage nach seiner Philippika der Rechtsanwalt seines verstorbenen Bruders eröffnet, dass ihm dieser das berüchtigte Nachtlokal "Himmel auf Erden" und 500.000 Mark mit der Klausel hinterlassen habe, dort jeden Abend Punkt 9 Uhr anwesend zu sein, was dann zu zahlreichen komischen Verwicklungen führt. mehr
Textquelle: Veanstalter, Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Anlässlich des 100. Geburtstags des koreanischen Kinos, 1919 kam mit "Uirijeuk gutu" die erste koreanische Filmproduktion in die dortigen Kinos, zeigt das Berliner Arsenal Kino eine Reihe an Filmen aus dessen Frühzeit.

Das Programm, kuratiert von Sulgi Lie und Ansgar Vogt, nimmt eine weitgehend unbekannte erste Periode der koreanischen Filmgeschichte in den Blick. Die Reihe "Spring on the Korean Peninsula: Koreanisches Kino 1934–1962" präsentiert elf Filme, die im Zeitraum von 1934 bis 1962, also noch vor der endgültigen Konsolidierung der südkoreanischen Filmindustrie in den frühen 60er Jahren, auf der koreanischen Halbinsel realisiert wurden. Unter der japanischen Kolonialherrschaft (1910–1945) entstanden in Korea nur wenige Filme. Im Koreakrieg (1950–1953) wurden zudem weite Teile der koreanischen Filmgeschichte zerstört.

Was vom frühen koreanischen Filmerbe erhalten und zugänglich ist, beeindruckt durch ein vielfältiges Genré-Spektrum zwischen Melodramen, Coming-of-Age--Geschichten, Kriegsfilmen, Komödien und Film Noirs. Verbindendes Element der Filme des Programms sind die oftmals eigenständigen Frauenfiguren, die gegen gesellschaftliche Repressionen aller Art versuchen, ihre Autonomie zu behaupten.

Im Rahmen der Reihe ist am Donnerstag, den 17. Oktrober 2019, um 20:00 Uhr "Chun-Eui Sipjaro"  zu sehen. Der älteste verfügbare Film der koreanischen Filmgeschichte wurde stumm gedreht. Eine Einführung hält Sulgi Lie, Eunice Martins geleitet am Flügel, Sprecher der deutschen  Fassung ist Matthias Scherwenikas. mehr
Textquelle. Arsenal Kino Berlin, Foto. Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDas Filmmuseum Düsseldorf zeigt in Kooperation mit Stummfilm Magazin am Samstag, den 26. Oktober 2019, um 20:00 Uhr zwei Stummfilmklassiker aus der Weimarer Zeit: "Anders als die Andern" und "Ich möchte kein Mann sein".

Eingerahmt werden die beiden Filme durch Liveinterpretationen zeitgenössischer Lieder, gesungen von Lola Horn (Köln). Richard Siedhoff (Weimar) begleitet das Programm am Klavier. Eine Einführung hält Frank Hoyer (Köln), Herausgeber des Stummfilm Magazins.

filmstreifen 09 250Von Donnerstag, den 05. Dezember 2019, bis Sonntag, den 08. Dezember 2019, findet in Zürich wieder das IOIC Stummfilm-Festival statt

Es feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Spielstätte des "Marathons des Zelluloids" ist wie gehabt der Kunstraum Walcheturm. Das Kürzel IOIC steht für "Institute of Incoherent Cinematography". Mehr Infos unter www.ioic.ch und www.walcheturm.ch.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 01 250Das XVI. Internationale Festival des deutschen Film-Erbes, das in 2019 vom 16. bis 24. November stattfindet, steht unter dem Motto "Dr. Seltsam oder: Aus den Wolken kommt das Glück – Film zwischen Polit-Komödie und Gesellschafts-Satire".

Das Thema der Filmtage ist der Film zwischen Polit-Komödie und Gesellschafts-Satire. Die Veranstaltung möchte die Spannweite eines kritisch-unterhaltsamen Genres und die Grenzen zu Lustspiel und ernster Kritik erkunden.

Neben vielen Tonfilmklassikern sind auch wieder Stummfilmvorführungen eingeplant, so stehen Die Stadt ohne Juden (Österreich 1924, Regie: Hans Karl Breslauer) und Chemi bebia (SU/GE 1929, Regie: Kote Mikaberidze) auf dem Programm.

cinefest versteht sich als Forum für Cineast*innen, Filmhistoriker*innen, Archivar*innen und Techniker*innen im Rahmen eines Festivals, das bekannte und vergessene Filmklassiker sowie verloren geglaubte Schätze des deutschsprachigen Film-Erbes präsentiert. Teil der Veranstaltung in Hamburg ist der traditionelle Internationale Filmhistorische Kongress. mehr
Quelle: Veranstalter Cinefest 2019; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Hamburg:

filmstreifen 08 250 buntEin Highlight des Filmfestivals "Remake. Frankfurter Frauen Film Tage", das vom 26. November bis 01. Dezember 2019 stattfindet, ist ein festliches CineConcert mit der Welturaufführung einer Filmmusik zu Hindle Wakes.

Im Auftrag der Kinothek Asta Nielsen e.V. hat die renommierte niederländische Komponistin und Pianistin Maud Nelissen eine neue Musik für den Film, eine der bemerkenswertesten britischen Produktionen der 1920er-Jahre, geschrieben.

Beim Filmkonzert am Donnerstag, den 28. November 2019, im Großen Saal des Schauspiels Frankfurt sind unter der Leitung von Maud Nelissen die international bekannten Musiker*innen Daphne Balvers, Franceso Ferrarini, Lucio Degani und Rombout Stoffers zu hören. Es wird eine 35mm-Kopie des British Film Institute gezeigt.

10. IOIC Stummfilm-Festival in Zürich

Der "IOIC-Stummfilm-Marathon" findet vom 05. bis 08. Dezember 2019 unter dem Motto "Marathon des Zelluloids" statt. mehr

Blu-ray/DVD-Veröffentlichung

das indische grabmal 1921 cover 2019 250

In der cinefest-edition ist aktuell Joe Mays Das indische Grabmal als Blu-ray und DVD erschienen. mehr

Fragen über Fragen

quiz 250 6

Bei diesem Kino-Rätsel von Stummfilm Magazin dreht sich alles rund um frostig-kalte Stummfilm-Klassiker. Zum Quiz