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dff 250Eine Woche lang, vom 24. bis 31. August 2021, werden einige Filme, die bei Deutschlands größtem Stummfilmfestival gezeigt wurden, im Nachgang auch in Frankfurt am Main zu erleben sein.

Zu sehen sein werden im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum unter anderem "Flickan I Frack" ("Mädchen im Frack", Schweden 1926) mit einer Livemusikbegleitung von Uwe Oberg und "Das Wachsfigurenkabinett" (D 1924) von Paul Leni. Seit 2021 ist das DFF ein Kooperationspartner der Bonner Stummfilmtage und für die Kuratierung dessen Programms zuständig. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

burkhard goetze fotonachweis daniel wandtke 250Am 13. November 2021 wird im Nikolaisaal Potsdam nach vielen Jahrzehnten erstmals wieder die Originalmusik zum Stummfilmklassiker "Sumurun" erklingen.

Ernst Lubitsch drehte den aufwändigen Ausstattungsfilm im Jahr 1920 mit Pola Negri und Paul Wegener. Zudem ist der legendäre Regisseur selbst in der Rolle des "Buckligen" zu sehen.

Die Originalmusik von Victor Hollaender, eine Auftragskomposition der Ufa, galt lange als verschollen. Der Dirigent und Arrangeur Burkhard Götze entdeckte 2020 einen Klavierauszug und schuf anhand dieser eine Neuorchestrierung.

In Potsdam wird das Deutsche Filmorchester Babelsberg unter der Leitung von Burkhard Götze nun die Musikrekonstruktion live zum Film uraufführen. Eine Einführung hält der Filmjournalist Knut Elstermann. Der Kartenvorverkauf startet am 01. September 2021 um 11:00 Uhr. mehr

Lesetipp: Interview mit Burkhard Götze über die Originalmusik zu "Sumurun" mehr
Foto: Daniel Wandtke

achava festspiele thueringen 250 logoDie ACHAVA Festspiele Thüringen haben ihr Programm für 2021 bekanntgegeben.

Die Besucher*innen erwarten von 19. September bis 03. Oktober 2021 spannende, interessante und fröhliche Veranstaltungen, darunter auch eine Stummfilmaufführung mit live Musikbegleitung. Mit diesem kulturellen Angebot sollen auch die zwei Jubiläen „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ erfahrbar gemacht werden.

„Nach eineinhalb Jahren des `social distancing´ ist es heute umso wichtiger wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Nach dem Rückzug ins Private werden die globalen Themen wieder sichtbarer. Es besteht Handlungsbedarf: Klimaerwärmung, Kriege u.v.m. Die ACHAVA Festspiele möchten dabei weiterhin die Geschichte und Geschichten der Menschen, der Überlebenden, der Zeitzeugen, derer die erlebt haben, in den Fokus rücken. Solange es noch geht. In ein paar Jahren liegt es an uns, diese Berichte weiterzutragen, am Leben zu erhalten, gegen Geschichtsvergessenheit und Krieg und für den Dialog und Respekt.“, erläutert Martin Kranz, Intendant der Festspiele, den diesjährigen Schwerpunkt.

Am 03. Oktober wird das "Das Cabinet des Dr. Caligari" (D 1920) in Gera gezeigt. Der Hollywood-Filmkomponist Jeff Beal hat für den großen Weimarer Kinoklasssiker eine neue Musik komponiert, die vom Bundesjazzorchester live zu den expressiven Filmbildern gespielt wird. Einige kurze Stumm- bzw. Animationsfilme ergänzen den Abend. mehr
Bild: Veranstalter

regensburger stummfilmwoche

Dienstag, 10. August 2021: "Die Bergkatze" (D 1922) von Ernst Lubitsch
Livemusikbegleitung: Aljoscha-Zimmermann-Ensemble (München): Sabrina Zimmermann (Violine) und Mark Pogolski (Klavier)

Mittwoch, 11. August 2021: "Vampyr – Der Traum des Allan Gray" (D 1932) von Carl Theodor Dreyer
Livemusikbegleitung: Bertl Wenzl (Multiinstrumentalist)

Donnerstag, 12. August 2021: "Der General" (USA 1926) mit Buster Keaton
Livemusikbegleitung: Martin Rohrmeier (Piano)

Freitag, 13. August 2021: "Adieu Mascotte" (D 1929) mit Lilian Harvey
Livemusikbegleitung: Vsevolod Pozdejev (Piano)

Samstag, 14. August 2021: "Frau im Mond" (D 1929) von Fritz Lang
Livemusikbegleitung: Rainer J. Hofmann (Multiinstrumentalist). Die Aufführung findet mit Unterstützung des Kulturreferats der Stadt Regensburg, in Kooperation mit der Sternwarte Regensburg und im Rahmen des städtischen Jahresthemas "Nahsicht" statt.

Sonntag, 15. August 2021: "Blackmail" (GB 1929) von Alfred Hitchcock
Livemusikbegleitung: Aljoscha-Zimmermann-Ensemble (München): Sabrina Zimmermann (Violine) und Mark Pogolski (Klavier)

Bild: Arbeitskreis Film Regensburg e.V.

filmstreifen 04 250Am Freitag, den 06. August 2021, sind auf der Berliner Freilichtbühne an der Zitadelle Georges Méliès "Die Reise zum Mond" (F 1902) und Fritz Langs "Frau im Mond" (D 1929) mit Livemusik zu erleben.

Vertont wird das Geschehen auf der Leinwand mit einer Live-Musik-Improvisation des Jazz-Ensembles Küspert & Kollegen. Es spielen der Echo-Preisträger Bastian Jütte am Schlagzeug, Henning Sieverts, der zu den bedeutendsten europäischen Kontrabassisten zählt, der Saxophonist und Klarinettist Till Martin (Preis der deutschen Schallplattenkritik, Bayerischer Kunstförderpreis) und an der Gitarre Werner Küspert, der Kopf und Komponist des Ensembles. mehr
Foto: Küspert & Kollegen

roter vorhang 10 250Mit Publikum vor Ort: Die Berliner Museumsinsel ist nach einer coronabedingten digitalen Ausgabe im Jahr 2020 erneut Spielort der UFA Filmnächte.

Vom 25. bis zum 27. August 2021 werden an drei Abenden unter freiem Himmel, vor spektakulärer Kulisse und begleitet von Livemusik Meisterwerke des Weimarer Kinos präsentiert, die allesamt internationale Kinogeschichte geschrieben haben. Das Stummfilmfestival findet parallel auch im Netz statt: Mit Livestreams, einer runderneuerten Website und digitalen Programminformationen.

roter vorhang 10 250Zu einem sowohl komödiantischen wie gruseligen Bühnenerlebnis lädt der Theatersommer Wismar von 16. Juli bis 07. Augut 2021 ein.

Das von Autor und Regisseur Holger Mahlich geschriebene Stück "Nosferatu – Ein Drehtag des Grauens" erinnert an die Dreharbeiten zu "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" (D 1922), die vor hundert Jahren auch in Wismar stattfanden.

Versprochen wird ein Theatererlebnis "voll amüsanter Einblicke in die Attitüden von Künstlern und ihre großen und kleinen Affären in der glamourösen Kinowelt der damaligen Zeit". Spielort ist die gotische St. Georgen Kirche in der Wismarer Altstadt.

Friedrich Wilhelm Murnaus Horrorfilm zählt zu den großen Klassikern des Weimarer Kinos und gehört heute zu den populärsten Stummfilmen. Die Darstellung von Max Schreck als grotesk-dämonischer Vampir ist eine Ikone des Horrorfilms. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

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Vom 29. August bis 08. September 2021 findet die 3. Weimarer Stummfilm-Retrospektive statt. Sie steht unter dem Motto "Im Kreise der Unsterblichen" und rückt Filme, die vor hundert Jahren in Weimar in die Kinos kamen, ins Rampenlicht.

Ein Highlight wird am Samstag, den 04. September 2021, die Uraufführung einer neuen Musik von Richard Siedhoff zu Fritz Langs Klassiker "Der müde Tod" (D 1921) sein. Es sind zwei Vorführungen (16:00 und 20:00 Uhr) angesetzt. Burkhard Götze dirigiert die Staatskapelle Weimar.

Festival-Trailer auf YouTube

Richard Siedhoff, Träger des Deutschen Stummfilmpreises 2020 für seine Rekonstruktion der Originalmusik zu "Der Golem, wie er in die Welt kam" (D 1920), hat seine im spätromantischen Stil angesiedelte Komposition für kleines Orchester angelegt. Auch in 2021 ist Stummfilm Magazin Medienpartner der Weimarer Retrospektive. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmspule 250 5Der weltweit erste Film, der sich mit Homosexualität beschäftigt, erschien 1919 in Deutschland: Der Stummfilm "Anders als die Andern", es folgen weitere Filme, Verbote, Skandale und Debatten.

Inzwischen hat sich eine ganze Reihe deutscher Filmemacher*innen mit der Queer-Thematik beschäftigt. Die Darstellung queerer Protagonist*innen hat sich über die Jahrzehnte verändert, ebenso die Rezeption der Filme.

Die 3satKulturdoku "Queer Cinema. Eine Reise durch 100 Jahre deutschen Film" von Daniel Konhäuser blickt am Samstag, den 17. Juli 2021, um 19.20 Uhr zurück auf hundert Jahre deutsche, queere Filmgeschichte, skizziert aktuelle Diskurse genauso wie die Debatten von damals. In der 3sat-Mediathek ist die Dokumentation bis zum 2. Juli 2022 abrufbar.

Zu Wort kommen der Aktivist und Filmemacher Rosa von Praunheim, der Regisseur und ehemalige Panorama-Leiter der Berlinale Wieland Speck, Professor*in Skadi Loist, der Regisseur und Drehbuchautor Faraz Shariat, die Journalistin und Verlegerin der queeren Magazine "Siegessäule" und L-MAG Manuela Kay, Filmemacherin und Drehbuchautorin Angelina Maccarone sowie die Schauspieler Rick Okon und Brix Schaumburg. mehr
Textquelle: 3sat-Pressemitteilung; Foto: Stummfilm Magazin

filmmuseum potsdam fotonachweis F J Leopold FMP 250Das älteste Filmmuseum Deutschlands ist seit vier Jahrzehnten im Marstall beheimatet, dem ältesten Gebäude in Potsdams historischer Innenstadt.

Mit seinem Kino, den Ausstellungen und Sammlungen bewahrt und vermittelt es das filmische Erbe der über hundertjährigen Geschichte des Film- und Medienstandorts. Fünf politische Systeme umfasst diese Epoche – Kaiserzeit, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, DDR, Gesamtdeutschland – und ebenso den Wandel der Studios und Firmen von der Bioscop über Ufa und DEFA bis zum Studio Babelsberg. Die Geschichte filmtechnischer Innovationen und Gewerke gehört dazu, zahllose Künstlerbiografien und natürlich die Filme selbst, die – vor den Toren der modernen Großstadt Berlin produziert – unser Leben mit Bildern, Tönen und Geschichten begleitet haben.