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filmrestaurierung 250 11Vom 25. bis 28. Oktober 2018 findet im Filmhaus am Potsdamer Platz zum dritten Mal das Filmerbe-Festivals „Film:ReStored“ statt.

Augesrichtet wird die Veranstaltung des Kinematheksverbundes von der Deutsche Kinemathek. Neben Filmvorführungen, Referaten und Diskussionen wird im Rahmen des Festivals auch der Kinopreis des Kinematheksverbundes verliehen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 01 250Angeregt durch gemeinsame Praterausflüge setzten sich die Dichter des "Jungen Wien" schon früh mit optisch-mechanischen Verfahren auseinander.

Das literarische Schaffen von Arthur Schnitzler, Hermann Bahr, Richard Beer-Hofmann, Felix Salten und Hugo von Hofmannsthal fällt mit der Frühgeschichte des Kinos zusammen. Sie waren von den ästhetischen wie ökonomischen Möglichkeiten des neuen Mediums beeinflusst und trugen zu seiner weiteren Etablierung bei. Theoretische Reflexionen, Drehbücher und Regiearbeiten zeugen von einem intensiven Austausch zwischen Dichtung und Film.

Einen besonderen Eindruck dieser Inspiration und Faszination liefert das vom Filmarchiv Austria rekonstruierte historische Kaiserpanorama im Foyer des Metro Kinokulturhaus mit original Stereobildern, die bereits Schnitzler ins Staunen versetzt haben. "Panorama, solche Reisesehnsucht", schwärmt er in seinen Aufzeichnungen, bis 1927 sollte er über 200 solcher Besuche dokumentieren. Die Ausstellung ist vom 13. April bis 29. Juni 2018  zu sehen.

Anlässlich der Präsentation des Kaiserpanoramas präsentiert das Filmachriv Austria – ebenfalls im Metro Kinokulturhaus – vom 03. bis 26. April 2018 die Retrospektive "Jung-Wien, im Kino mit Schnitzler, Hofmansthal, Salten und Zweig". Gezeigt wird eine Auswahl an Filmen, die sich an Vorlagen jener Autoren orientieren, die um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert als "Kaffeehausliteraten" berühmt-berüchtigt waren. Unter der Federführung des Schriftstellers, Kritikers und Herausgebers der Wochenzeitung "Die Zeit", Hermann Bahr, traf sich eine "Schule junger meist Wiener Litteraten [sic!]" im damals auch als »Café Größenwahn« bezeichneten Griensteidl im Palais Herberstein am Michaelerplatz, das zu einem Umschlagplatz künstlerischer Ideen wurde. Mit der von Bahr postulierten Überwindung des Naturalismus rücken plötzlich das Traumhafte, Stimmungsvolle, Ästhetische, Neue und Utopische ins Zentrum des Interesses dieses Künstlerzirkels. Gleichzeitig beginnt das Medium Film wie ein Lauffeuer Menschen auf der ganzen Welt mit seinen technischen Möglichkeiten in den Bann zu ziehen.

Auch die Literaten des Jung-Wien standen dem neuen Medium durchaus offen gegenüber – davon zeugen die Aufzeichnungen über zahlreiche, leider inzwischen verschollene Stummfilme aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, an denen sie in der einen oder anderen Form beteiligt waren. Die von Florian Widegger kuratierte Retrospektive zeigt unter anderem "Der Glücksschneider" (R: Hans Otto Löwenstein, A 1916), "Der junge Medarus" (R: Mihály (aka Michael) Kertész, A 1923), "Die kleine Veronika (R: Robert Land, A/D 1930, restaurierte Fassung), "Der Rosenkavalier" (R: Robert Wiene, A 1926, restaurierte Fassung) und "Die Zirkusgräfin" (R: Felix Dörmann, A 1912). mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen g 1 250Im Wiener Metro Kinokulturhaus wird vom 19. April bis 2. Mai 2018 die Retrospektive "Suche Arbeit, mache Alles – Armut, sozialer Abstieg und Arbeitslosigkeit im Film" gezeigt.

Fotos aus den 1930er-Jahren, auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise mit Millionen Erwerbslosen, zeigen Frauen und Männer, die ein von Hand beschriftetes Schild halten, auf dem steht: »Habe Hunger, Suche Arbeit, Mache Alles«. Davon leitet sich der Titel der Retrospektive ab, die sich historisch wie aktuell mit den Geschichten von arbeitslosen Menschen auseinandersetzt.

Erzählt wird etwa von Männern, die in einer sicher scheinenden Hierarchie von oben nach ganz unten schlittern, von Frauen, die als Filmemacherinnen das Elend ihrer Zeit in dokumentarischen Bildern festhalten. Dazwischen Jobcenter, Sozialamt und Schnellvermittlungsbörse. Prekäre Lebensverhältnisse, aber oftmals blitzt auch Zivilcourage auf – und der Mut zur Veränderung.

Die Filmreihe ist kuratiert von Brigitte Mayr und Michael Omasta und findet in Kooperation mit "Synema – Gesellschaft für Film und Medien" und Unterstützung der Arbeiterkammer Wien statt. Gezeigt werden unter anderem die Stummfilme "Der letzte Mann" (R: F.W. Murnau, D 1924), "Jeneits der Strasse" (R: Leo Mittler/Albrecht Viktor Bl um, D 1929), "The Crowd" (R: King Vidor, US 1928) und "Um´s tägliche Brot – Hunger in Waldenburg" (R: Piel Jutzi, D 1929). mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

variete filmmuseum potsdam 250Ergänzend zur Ausstellung "Max Beckmann. Welttheater" (noch bis 10. Juni 2018) im Museum Barberini wird im Filmmuseum Postdam ein Begleitprogramm gezeigt, das wie Max Beckmanns Gemälde in die Welt des Zirkus und des Varietés entführt.

Hinzu kommen Kinofilme, die bei Beckmann selbst großen Eindruck hinterlassen haben sowie dokumentarische Porträtfilme über ihn. Einige Highlights des Begleitprogramms:

10. März 2018, 19.30 Uhr
Varieté (D 1925) von Ewald André Dupont
Das Drama um Verführung und sexuelles Begehren, Eifersucht und Totschlag ist angesiedelt an der Schwelle zwischen Expressionismus und neusachlichem Realismus und verblüfft durch die Virtuosität einer vollkommen »entfesselten« Kamera, die die innere Zerrissenheit des von Emil Jannings gespielten Hochseilartisten Huller vor Augen führt. Für eine junge Frau verlässt Huller seine Familie und steigt mit der neuen Partnerin zum umjubelten Star der Varieté-Theater – darunter der Berliner Wintergarten – auf. Ihr Salto mortale begeistert das Publikum, doch als Eifersucht und Misstrauen die Beziehung vergiften, entwickelt sich ihr Hochseilakt zu einem lebensgefährlichen Thriller. An der Welte-Kinoorgel: Peer Kleinschmidt

12. Mai 2018, 19.30 Uhr
Der Zirkus (USA 1928) von Charlie Chaplin
Chaplins letzter Stummfilm: Der Tramp wird in einen Taschendiebstahl verwickelt. Auf der Flucht vor einem Polizisten landet er im Zirkuszelt, wo er unbeabsichtigt zum Star des Abends wird – und sich unglücklich in die Tochter des grimmigen Direktors verliebt. An der Welte-Kinoorgel: Susanne Schaak

08. Juni 2018, 19.30 Uhr
Die Apachen von Paris D/F 1927 von Nikolai Malikoff
In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts erfreut sich der »Apachentanz« großer Beliebtheit. Die wilden Tanzdarbietungen von Mitgliedern Pariser Unterwelt erhalten Einzug sowohl in das Kino Einzug als auch in das malerische Werk Max Beckmanns. Als Vorfilm wird das unidentifizierte Fragement "Der Apachentanz" gezeigt. Am Klavier: Peter Gotthardt

Bei Vorlage einer Eintrittskarte des Museums Barberini oder der Filmvorführungen im Filmmuseum erhalten Besucher/-innen wechselseitig ermäßigten Eintritt. Mehr Infos hier
Textquelle und Foto: Filmmuseum Potsdam

filmstreifen 01 250Das Cinefest in Hamburg widmet sich in 2018 einem "Meister des Weimarer Kinos – Joe May und das wandernde Bild" (Arbeitstitel).

Begleitet wird das Festival, das vom 17. bis 25. November 2018 stattfindet, erneut von einem filmhistorischen Kongress, der vom 22. bis 24. November 2018 angesetzt ist. Das vorbereitende interne Sichtungskolloquium terminiert vom 26. bis 29. April 2018.

Der hunderste Jahrestag der Gründung der Weimarer Republik ist für das Cinefest Anlass, Werk und Wirkung eines der bedeutendsten Filmschaffenden des Weimarer Kinos neu zu betrachten. Der in Wien geborene Regisseur und Produzent Joe May (1880-1954) kam 1911 mit einem Filmteil für die Revue "Rund um die Alster" im Neuen Operetten-Theater in Hamburg zum Kino. Später betrieb er ein eigenes Filmatelier in Berlin-Weißensee und ein Außengelände in Woltersdorf.

Er war Entdecker von Talenten (Regisseure Harry Piel und Fritz Lang, Autorin Thea von Harbou, Filmarchitekt Erich Kettelhut etc.) und Pionier zahlreicher Filmgenres wie Detektivfilm, Melodram und Rätselfilm. Vor allem wurde er durch Monumentalfilme wie den der Dreiteiler Veritas vincit (D 1918/19), die achtteilige Abenteuerserie Die Herrscherin der Welt (D 1919) und der Zweiteiler Das indische Grabmal (D 1921) bekannt. Nach Meisterwerken wie Asphalt (D 1928/29) und der Tonfilmkomödie Ihre Majestät die Liebe (D 1930) wurde er von den Nazis ins Exil gezwungen.

Neben seinen Filmen und denen seiner Frau Mia May (1884-1980) und Tochter Eva May (1902-22) stehen im Fokus von Festival und Kongress auch Werke seiner "Schüler", solche seiner internationalen Zeitgenossen sowie Pre-/Remakes.

Das Cinefest 2018 steht auch in Zusammenhang mit einem Online-Portal zur Weimarer Republik, das der Mitveranstalter Bundesarchiv mit Bildern, Plakaten und Dokumenten aus seinen Beständen aufbaut. mehr
Textquelle: Veranstalter Cinefest 2018; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Wer am Wochenende zufällig in der Nähe des Genfer Sees weilt, kann dem "Tramp" einen Besuch abstatten.

Das ehemalige, idyllisch gelegene Domizil von Kinolegende Charlie Chaplin wurde mehrere Jahre lang aufwändig in ein Museum umgebaut und ist seit dem 16. April 2016 für alle Interessierten geöffnet. In zwei Themenwelten werden interessante Einblicke in das private Leben und künstlerische Schaffen des Ausnahmekünstlers gegeben. 30 naturalistisch gestaltete Wachsfiguren von Chaplin und seinen Weggefährt/innen zeichnen ein lebensechtes Bild von seinem Werdegang. Ein Café und ein Museumsshop ergänzen den Ausstellungsbereich. Webseite Facebook

Pordenone 2018

Das international bedeutende Stummfilmfestival "Le Giornate del Cinema Muto" wird jedes Jahr in Pordenone/Italien veranstaltet. Es findet in 2018 vom 06. bis 13. Oktober statt. mehr

Regensburg 2018

Vom 14. bis 19. August 2018 findet die 36. Regensburger Stummfilmwoche statt. mehr

Leinwand-Lyrik

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Er ist der wohl einzige professionelle Stummfilmerzähler im deutschensprachigen Raum. Stummfilm Magazin hat sich mit Ralph Turnheim unterhalten. mehr

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