filmstreifen 08 250Am Sonntag, den 19. November 2017, findet ab 11:00 Uhr im LVR-LandesMuseum in Bonn in der Reihe "Cinekids" ein Stummfilm-Workshop für Kinder ab zehn Jahre statt.

Unter dem Titel "Eine Reise durch die Stummfilmzeit" wird die Entstehung des Kinos anhand früher Filmbeispiele erläutert. Zudem können die Kinder einen Kurzfilm mit Intrumenten selbst vertonen. Geleitet wird der Kurs von Barbara Lenz. Um Anmeldung gibt gebeten, der Eintritt beträgt 3,- Euro. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

papst stern berlin 250Vom 05. Januar bis 28. Februar 2018 zeigt das Filmmuseum München eine Retrospektive mit Filmen des österreichischen Filmregisseurs Georg Wilhelm Pabst.

Papst, meist als G. W. Pabst bezeichnet, gehört zu den prägensten und erfolgreichsten Regisseuren des Weimarer Kinos. Zu seinen stummen Werken, die auch im Rahmen der Münchner Filmreihe gezeigt werden, zählen Die freudlose Gasse (1925, der einzige gemeinsame Film von Greta Garbo und Asta Nielsen), Geheimnisse einer Seele (1926), Die Liebe der Jeanne Ney (1927), Abwege (1928), Die Büchse der Pandora und Tagebuch einer Verlorenen. Die beiden letzten Filmen drehte er 1929 mit der amerikanischen Schauspielerin Louise Brooks, die durch die Werke zu einer Stilikone der 1920er-Jahre wurde.

Auch zu Beginn der Tonfilmära konnte Papst mit Westfront 1918 (1930), Die Dreigroschenoper (1931) und Kameradschaft (1931) vielbeachtete Produktionen vorlegen. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten arbeitete er einige Zeit in Frankreich und den USA, drehte nach seiner Rückkehr ins Nazi-Deutschland dann aber auch dort Filme. mehr 
Das Bild zeigt den Stern für Georg Wilhelm Papst auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Die Russische Revolution im Jahr 1917 gehört zu den einschneidensten historischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts.

Das Filmmuseum München würdigt das in 2017 genau hundert Jahre zurückliegende Geschehen mit einer Retrospektive. Zu sehen sind ab dem 24. Oktober 2017 unter anderem die einflussreichen Stummfilme "Der Fall des Hauses Romanov" (Sowjetunion 1927) von Esfir Shub, Oktober (Sowjetunion 1928) von Sergej Eisenstein und Das Ende von Sankt Petersburg (Sowjetunion 1927) von Vsevolod Pudovkin. Programmheft als PDF

Auch das Filmarchiv Austria in Wien widmet vom 14. bis 25. Oktober 2017 dem Ereignis eine Filmschau unter dem Titel "Oktober 1917. Die Russische Revolution im Sowetkino". Die Reihe versucht den Weg zur Oktoberrevolution und ihren Folgen in Form von Spielfilmen, die in der Sowjetunion entstanden sind, nachzuzeichnen. Es wurden Filme ausgewählt, die das reale Leben der Menschen vor dem jeweiligen historischen Hintergrund reflektieren. Der erste, im September 2017 zu sehende Teil der Schau endet mit dem 1918 einsetzenden Bürgerkrieg. Der zweite Teil, der im November 2017 gezeigt wird, schildert den Weg vom Bürgerkrieg zum Sowjetstaat von dessen Anfängen bis zu seinem Ende. mehr

DVD-Tipps zu 100 Jahre Russische Revolution:

1917 russische revolution dvd cover absolutmedien 250Aktuell ist bei Absolut Medien die Dokumentation "1917 – Die Russische Revolution" (Frankreich 2007) von Paul Jenkins mit vielen historischen Filmauschnitten erschienen. Erstaunlicherweise wurden viele wichtige Etappen der Revolution auf Zelluloid festgehalten. Aufnahmen aus russischen, amerikanischen und europäischen Archiven, Tagebuchaufzeichnungen, Kunstwerke und Fotografien sowie zahlreiche Briefwechsel (Lenin, Kerenski, Trotzki ua.) erlauben einen neuen Blick auf das Revolutionsgeschehen.mehr  

Ebenfalls bei Absolut Medien ist vor Kurzem die Filmzusammenstellung "Der Neue Mensch – Aufbruch und Alltag im revolutionären Russland" von Rainer Rother und Alexander Schwarz erschienen. Die Doppel-DVD zeigt die filmischen Utopien in den Aufbruchsjahren nach der Revolution, die nichts geringeres als die Schaffung eines "Neuen Menschen" im Fokus hatten. mehr

Die Edition Filmmuseum hat im Jahr 2014 Tri pesni o Lenine ("Drei Lieder über Lenin") von Dziga Vertov auf einer Doppel-DVD veröffentlicht. Enthalten sind auch Kinopravda No. 21, Kinopravda No. 22 und eine Dokumenation über Vertov. mehr  Beim gleichen Label ist zudem eine Doppel-DVD mit deutschen (Musik-)Fassungen von Sergej Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin" und "Oktober" erhältlich. mehr  

Bild: Absolut Medien GmbH

fb leuchtreklame 250Im November 2017 gibt es, nach der erfolgreichen Premiere im Oktober 2015, eine Neuauflage des Stummfilmfestivals "Kino Varieté" in der Komischen Oper in Berlin.

Am Samstag, den 11.11.2017, widmet sich die Veranstaltungsreihe ab 19:30 Uhr dem Thema "Voyage Oriental". Gezeigt wird der berühmte Silhouetten-Trickfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed (1926, Regie: Lotte Reiniger). Eingebettet ist das poetische-märchenhafte Meisterwerk in ein buntes Rahmenprogramm aus Musik und Show, so wie es vor allem in den 1920-er Jahren in vielen großen Kinos üblich war.

Die Eintrittskarte für den Film am 11.11.2017 beinhaltet auch die anschließende Party mit DJ Yuriy Gurzhy ab 22:30 Uhr am gleichen Ort sowie das Symposium "Roter Rummel " am Sonntag, den 12.11.2017, um 14:00 Uhr. Das Symposium beleuchtet die Russische Revolution und ihre Folgen in Kunst und Gesellschaft; es wird gemeinsam vom Deutschen Historischen Museum und der Komischen Oper Berlin durchgeführt (für das Symposium gibt es auch ein Kombi-Ticket ausschließlich für das Rahmenprogramm). Am Abend des 12.11.2017 steht dann um 19:30 Uhr der Spielfilm Arsenal (1929, Regie: Oleksandr Dowschenko) im Zentrum der zweiten "Kino Varieté"-Show. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmmuseum potsdam tanzausstellung 2017 2018 foto julietta l wehr 250Das Filmmuseum Potsdam zeigt bis zum 22. April 2018 die Sonderausstellung „Alles dreht sich … und bewegt sich. Der Tanz und das Kino“.

Besucher/innen jeden Alters sind eingeladen, in die vielschichtige Welt des Tanzens einzutauchen. Historisch begibt sich die Ausstellung auch zurück bis in die Kindertage des Films: Hier findet sich unter anderem der Reformtanz als frühe feministische Ausdrucksform im Spannungsfeld von gesellschaftlichem Fortschritt und willkürlich wütender Zensur, die die frühe Verbindung von Tanz und Kamera in die Schmuddelecke zu verbannen sucht. Zudem zelebriert die Stummfilmikone Asta Nielsen ihren abgründigen Apachen-Tanz auf großer Leinwand und durch ein Guckloch können aufgrund ihres erotischen Inhalts zensierte Tanzeinlagen beobachtet werden.

Partys und Tanzstunden ergänzen die Ausstellung und laden zum Mitmmachen ein. Ein umfangreiches Programm an Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen stellt den Tanz in Beziehung zu Politik und Hochkultur, zu Glamour, Kitsch und Undergroundbewegungen. Neben vielen Tonfilmvorführungen, darunter Silhouetten (Österreich 1936) unter Mitwirkung von Lotte Reiniger, gibt es auch drei Stummfilmpräsentationen:
05.08.2017 Abgründe (Schweden 1910) mit Asta Nielsen in ihrer ersten Filmrolle
30.09.2017 Salome (USA 1922) mit Alla Nazimova in der Titelrolle
10.01.2018 Der Gang in die Nacht (Deutschland 1921) von Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau
Mehr zur Ausstellung hier

tanz und kino potsdam 2017 2018 katalog schueren 250Begleitend zur Schau ist im Schüren Verlag das Buch "Alles dreht sich ... und bewegt sich – Der Tanz und das Kino" erschienen. Die reichhaltig und farbig bebilderte Publikation greift unterschiedlichstes Material aus Europa und den USA auf. Neben Spielfilmen werden Dokumentarfilme, Kurzfilme, Zensurausschnitte und frühe Projektionsformen dokumentiert. Aus dem Inhalt:
• Die tanzende Gesellschaft: Kino im Dreivierteltakt. Die dramaturgische Funktion des Walzers im Spielfilm
• Filmchoreographien und Geschlechterordnungen im Tango-Tanzfilm
• Tanz der Jugend im Film – von der Disco zur Clubkultur
• Verhüllte Ekstase. Kleidung und Tanz im Film
• Solistinnen und Rebellinnen. Tanz und Frühes Kino dies- und jenseits der Bühne: Frühe Filmbeispiele und Tanz auf Youtube
• Tänzerische Filmperspektiven in den 1920er Jahren in Deutschland
• Gebieten über Körper – Tanz und Macht: Der Tanz der ‚minderwertigen Frau’ im deutschen Film der 1930er Jahre
• Studio Spektakel. Der Tanz im klassischen Hollywood-Musical
• Backstage. Tanz als Arbeit Tanz als Arbeit im Filmmusical
• Der Gigolo im Film u.v.m. Dieses Buch begleitet eine aktuelle Ausstellung im Filmmuseum Potsdam.

"Alles dreht sich ... und bewegt sich – Der Tanz und das Kino"
Herausgegeben von Ursula von Keitz und Philipp Stiasny
Schüren Verlag
240 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen
ISBN 978-3-89472-617-1
24,90 € 

Verlagsinformation 

Buchkritik von Hans Helmut Prinzler

Textquellen: Filmmuseum Potsdam, Schüren Verlag; Fotos: Julietta L. Wehr (im Vordergrund ist Brigitte Helm in Fritz Langs "Metropolis" von 1927 zu sehen), Schüren Verlag (Buchcover)

filmstreifen 06 250Vom 18. bis 26. November 2017 findet in Hamburg das cinefest 2017 – XIV. Internationales Festival des deutschen Film-Erbes statt. Es behandelt in diesem Jahr das Thema "Zwischen Revolution und Restauration Kultur und Politik 1789 - 1848 im Spiegel des Films".

Die Epoche zwischen der Französischen Revolution 1789 und der Wiederherstellung der »guten alten Ordnung« nach dem Scheitern der demokratischen Revolution in Deutschland 1848 bewegte Zeitgenossen sowie Künstler und Literaten späterer Jahre.

Das zeigt sich in den Werken revolutionärer Autoren wie Georg Forster und Georg Büchner. Während Heinrich Heine im revolutionären Paris an der deutschen Gegenwart verzagte, entwickelten Schiller und Goethe sich vom Sturm und Drang zum höfischen Establishment. In der Romantik fand sich die Verklärung der Vergangenheit ebenso wie düstere Brechungen der damaligen Gegenwart (E.T.A. Hoffmann). Ähnliche Entwicklungen traten auch in anderen europäischen Ländern auf (Percy & Mary Shelley).

Werke und Biografien dieser Künstler wurden oft von Filmschaffenden aufgegriffen, um ihre Realität unter den unterschiedlichsten Regimen zu behandeln. Die »Klassische Literatur« diente ihnen dabei auch als Verkleidung, um akute gesellschaftliche Probleme darzustellen. So spiegeln die Filme häufig die Zerrissenheit zwischen Kultur und Politik. cinefest und Kongress reflektieren damit in doppelter Brechung die filmischen Bearbeitungen künstlerischer und literarischer Werke einer politisch bewegten Zeit.

Festival und Filmhistorischer Kongress reflektieren Werke, die vor, während oder nach einem Exil in wechselnden Sprachräumen entstanden und stellen sie in einen kulturhistorischen Zusammenhang.

Teil des Festivals ist der 30. Internationale Filmhistorische Kongress (23. – 25. November 2017, Gästehaus der Universität Hamburg), bei dem die Themen des Festivals in Vorträgen und Diskussionen vertieft werden. Mögliche Themenkomplexe beim Kongress:

- Vergleich von Verfilmungen einer literarischen Vorlage in verschiedenen Epochen/politischen Gesellschaften / Spiegelung der Gegenwart in der (Literatur)Geschichte
- Ausweichen auf klassische Texte, um aktuelle (politische) Probleme zu thematisieren (z.B. DEFA-Film nach 1965)
- Sprache & Literatur als Medium nationaler Bewegungen
- Analyse von doppelten Brüchen: historisch und bei den Verfilmungen (Bsp.: »Nathan der Weise«, der Stoff ist aus 12. Jh., das Stück bezieht sich auf 19. Jh., Verfilmungen auf das 20. Jh.)
- Zentraleuropäische Adaptationen (Österreich, Frankreich, England, Tschechoslowakei, Italien, etc.)
- Revolution 1848 als europäisches Phänomen / nationale Künstler und deren Werk-Adaptationen

Der Fokus soll dabei auf Künstler und Literatur aus der Zeit liegen und nicht auf Werken, die später die historischen Ereignisse abbilden und reflektieren. Dabei soll der Ansatz nicht biografisch sein (keine Vorträge über die Lebensläufe der Künstler oder Filmmacher). Reine Historiendramen, Theaterinszenierungen sowie Verfilmungen über das Leben politischer Personen (Napoleon, Königin Luise, etc.) sollen beim Kongress nicht behandelt werden. Die Vorträge sind auf ca. 20 Minuten angesetzt, mit anschließender Diskussion. Die Konferenzsprache ist Deutsch oder Englisch (es gibt keine Live-Übersetzung). Referenten erhalten den Festival-Katalog sowie eine Kongressakkreditierung, die auch zum Besuch der Kinoveranstaltungen vom 22. – 26.11. berechtigt. Auswärtige Referenten können in der Regel mit einem Reisekostenzuschuss unterstützt werden. Im Anschluss an den Kongress sollen die überarbeiteten Vorträge in einem Buch veröffentlicht werden (Abgabetermin der Texte 31.12.2017), das im Herbst 2018 erscheint. Gerne können Vorschläge für Vorträge in Form eines Abstracts (ca. 1500 Zeichen) und einer Kurzbiografie bis zum 1. Juni 2017 an kongress (at) cinegraph.de geschickt werden. Weitere Themenvorschläge sind willkommen.

Zur Vorbereitung auf Festival und Kongress findet vom 11.– 14. Mai 2017 eine Sichtungsveranstaltung in Berlin statt. Für weitere Informationen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

XIV. cinefest – Internationales Festival des deutschen Film-Erbes und der 30. Internationale Filmhistorische Kongress werden veranstaltet von CineGraph Hamburg und dem Bundesarchiv in Zusammenarbeit mit zahlreichen nationalen und internationalen Institutionen. mehr
Textquelle: Veranstalter; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Wer am Wochenende zufällig in der Nähe des Genfer Sees weilt, kann dem "Tramp" einen Besuch abstatten.

Das ehemalige, idyllisch gelegene Domizil von Kinolegende Charlie Chaplin wurde mehrere Jahre lang aufwändig in ein Museum umgebaut und ist seit dem 16. April 2016 für alle Interessierten geöffnet. In zwei Themenwelten werden interessante Einblicke in das private Leben und künstlerische Schaffen des Ausnahmekünstlers gegeben. 30 naturalistisch gestaltete Wachsfiguren von Chaplin und seinen Weggefährt/innen zeichnen ein lebensechtes Bild von seinem Werdegang. Ein Café und ein Museumsshop ergänzen den Ausstellungsbereich. Webseite Facebook

Luther Jahr: Der Reformator im deutschen Stummfilm

Vom 31. Oktober 2016 bis 31. Oktober 2017 wird das Luther Jahr begangen: Aufgrund seiner historischen Bedeutung und Medienwirksamkeit hat sich auch das frühe deutsche Kino dem berühmten und einflussreichen Kirchenmenschen und Bibel-Übersetzer zugewandt. mehr

Stummfilm-Quiz

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Testen Sie Ihr Stummfilmwissen mit dem Quiz rund um Stummfilmregisseure. 15 Fragen warten hier auf Sie.

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