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filmstreifen 09 250Vom 24. Februar bis 25. März 2018 findet in Wien das 19. Internationale Akkordeon Festival 2018 statt.

Das Musikfestival bietet, neben vielen weiteren Konzerten, an fünf Sonntagen auch Matinéen mit Stummfilmvorführungen. Zu sehen sind ein Kurzfilmprogramm mit Harold Lloyd, Bardelys The Magnificent (USA 1926), The Scarlett Letter (USA 1926), Der Fuhrmann des Todes (Schweden 1921) und The Cameraman (USA 1928). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Anlässlich des 50. Todestages des dänischen Filmschaffenden Carl Theodor Dreyer am 20. März 2018 veranstaltet das Zürcher Filmpodium vom 16. Februar bis 30. März 2018 eine umfassende Retrospektive.

Dreyer zählt zu den einflussreichsten Regisseuren des 20. Jahrhunderts. Zu seinen Meisterwerken aus der Stummfilmzeit gehört Die Passion der Jungfrau von Orleans, den er 1928 in Frankreich drehte, und der, neben vielen selten gezeigten Werken, in Zürich mit live Musikbegleitung zu sehen sein wird. Dreyer wurde am 03. Februar 1889 in Kopenhagen geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 01 250Das Cinefest in Hamburg widmet sich in 2018 einem "Meister des Weimarer Kinos – Joe May und das wandernde Bild" (Arbeitstitel).

Begleitet wird das Festival, das vom 17. bis 25. November 2018 stattfindet, erneut von einem filmhistorischen Kongress, der vom 22. bis 24. November 2018 angesetzt ist. Das vorbereitende interne Sichtungskolloquium terminiert vom 26. bis 29. April 2018.

Der hunderste Jahrestag der Gründung der Weimarer Republik ist für das Cinefest Anlass, Werk und Wirkung eines der bedeutendsten Filmschaffenden des Weimarer Kinos neu zu betrachten. Der in Wien geborene Regisseur und Produzent Joe May (1880-1954) kam 1911 mit einem Filmteil für die Revue "Rund um die Alster" im Neuen Operetten-Theater in Hamburg zum Kino. Später betrieb er ein eigenes Filmatelier in Berlin-Weißensee und ein Außengelände in Woltersdorf.

Er war Entdecker von Talenten (Regisseure Harry Piel und Fritz Lang, Autorin Thea von Harbou, Filmarchitekt Erich Kettelhut etc.) und Pionier zahlreicher Filmgenres wie Detektivfilm, Melodram und Rätselfilm. Vor allem wurde er durch Monumentalfilme wie den der Dreiteiler Veritas vincit (D 1918/19), die achtteilige Abenteuerserie Die Herrscherin der Welt (D 1919) und der Zweiteiler Das indische Grabmal (D 1921) bekannt. Nach Meisterwerken wie Asphalt (D 1928/29) und der Tonfilmkomödie Ihre Majestät die Liebe (D 1930) wurde er von den Nazis ins Exil gezwungen.

Neben seinen Filmen und denen seiner Frau Mia May (1884-1980) und Tochter Eva May (1902-22) stehen im Fokus von Festival und Kongress auch Werke seiner "Schüler", solche seiner internationalen Zeitgenossen sowie Pre-/Remakes.

Das Cinefest 2018 steht auch in Zusammenhang mit einem Online-Portal zur Weimarer Republik, das der Mitveranstalter Bundesarchiv mit Bildern, Plakaten und Dokumenten aus seinen Beständen aufbaut. mehr
Textquelle: Veranstalter Cinefest 2018; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 orange ohne soundAnlässlich des 125. Geburtstags des Schauspielers Conrad Veidt zeigt das Filmarchiv Austria eine umfassenden Retrospektive unter dem Titel: "Conrad Veidt - Dämon, Teufel, Held, Genie".

Die Filmreihe vom 11. Januar bis 28. Februar 2018 im Wiener Metro Kinokulturhaus umspannt eine Auswahl von ca. 40 Spielfilmen, die Veidts Karriere exemplarisch abbilden und anhand derer sich seine Entwicklung vom Stummfilm zum Tonfilm, vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit, vom Schurken hin zum stets auch an politische Ideale festhaltenden Charakterdarsteller ablesen lässt.

Veidt wurde am 22. Januar 1893 in Berlin geboren. Die künstlerische Karriere des Schulabbrechers begann bereits vor den Wirren des Ersten Weltkriegs, als er unter Max Reinhardt am Deutschen Theater in Kleinrollen auftrat. Nach 1918 wandte er sich, zunächst aus finanziellen Gründen, dem Kino zu, spielte unter Richard Oswald und Robert Reinert in populären Sitten- und Aufklärungsfilmen. Nach seinem Erfolg in Robert Wienes Caligari-Film gab es kein Halten mehr. Veidt wurde auf unheimliche Rollen festgelegt, gab den rachsüchtigen Maharadscha von Eschnapur in Das indische Grabmal oder in Orlacs Hände einen von Wahnvorstellungen getriebenen Pianisten.

Bald schon rief Hollywood nach dem privat alles andere als dämonischen Schauspieler, doch in Folge des beginnenden Tonfilmzeitalters und seines Akzents kehrte er wieder nach Deutschland zurück – bis er nach der Machtübernahme der Nazis gezwungen war, das Land gemeinsam mit seiner dritten Ehefrau Richtung England und später USA zu verlassen. Er spielte den Jew Süss in Lothar Mendes' Verfilmung von Lion Feuchtwangers Roman als Gentleman, brachte als geheimnisvoller Fremder das Leben in einer schäbigen Familienpension in The Passing Of The Third Floor Back wieder ins Lot und landete schließlich als sinistrer Großvesier Jaffar in einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht (Der Dieb von Bagdad). In Michael Curtiz' Casablanca brillierte er als deutscher Agent an der Seite von Hollywood-Traumpaar Bergman & Bogart – und erhielt dabei mehr Gage als die beiden. Veidt verstarb am 03. April 1943 während eines Golfspiels an einem Gehirnschlag. Erich Pommer über Veidt: „Schwer zu entscheiden, was an ihm mehr zu bewundern war: sein Künstlertum oder seine Menschlichkeit!“

Gezeigt werden im Metro Kinokulturhaus neben vielen Tonfilmen unter anderem auch die Stummfilme Anders als die Andern (D 1919), Unheimliche Geschichten (D 1919), Das Cabinet des Dr. Caligari (D 1919), Der Reigen (D 1920), Der Gang in die Nacht (D 1920), Das indische Grabmal (D 1921), Lucrezia Borgia (D 1922), Orlacs Hände (A 1925), Die Brüder Schellenberg (D 1926), Der Student von Prag (D 1926) und The Man Who Laughs (USA 1928). mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria; Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

fb leuchtreklame 250Die Deutsche Kinemathek in Berlin zeigt vom 24. November 2017 bis 22. April 2018 die Sonderausstellung Die Ufa – Geschichte einer Marke.

Vor hundert Jahren, am 18. Dezember 1917, wurde die Ufa (Universum Film AG) auf Betreiben von General Erich Ludendorff von einem Konsortium unter der Leitung von Emil Georg von Stauß, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, ins Leben gerufen. Die Gründung des Unternehmens war eine Reaktion auf die ausländische Filmpropaganda und -produktion während des Ersten Weltkriegs.

Mit der Schau im Berliner Museum für Film und Fernsehen sollen die Strategien veranschaulicht werden, mit denen das Wirtschaftsunternehmen auf ästhetische und technische Entwicklungen sowie gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen in seiner langen Geschichte reagierte.

Die Ufa veranwortete in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ebenso visionäres Kino wie perfide und menschenverachtende Propaganda. In ihren Produktionen spiegeln sich Jahrzehnte deutsche Geschichte wider. Besonders in der Stummfilmzeit kamen aus den Ufa-Studios einige der bedeutensten Werke der Kinogeschichte, darunter Fritz Langs Metropolis (D 1927) und Friedrich Wilhelm Murnaus Der letzte Mann (D 1924). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

papst stern berlin 250Vom 05. Januar bis 28. Februar 2018 zeigt das Filmmuseum München eine Retrospektive mit Filmen des österreichischen Filmregisseurs Georg Wilhelm Pabst.

Papst, meist als G. W. Pabst bezeichnet, gehört zu den prägensten und erfolgreichsten Regisseuren des Weimarer Kinos. Zu seinen stummen Werken, die auch im Rahmen der Münchner Filmreihe gezeigt werden, zählen Die freudlose Gasse (1925, der einzige gemeinsame Film von Greta Garbo und Asta Nielsen), Geheimnisse einer Seele (1926), Die Liebe der Jeanne Ney (1927), Abwege (1928), Die Büchse der Pandora und Tagebuch einer Verlorenen. Die beiden letzten Filmen drehte er 1929 mit der amerikanischen Schauspielerin Louise Brooks, die durch die Werke zu einer Stilikone der 1920er-Jahre wurde.

Auch zu Beginn der Tonfilmära konnte Papst mit Westfront 1918 (1930), Die Dreigroschenoper (1931) und Kameradschaft (1931) vielbeachtete Produktionen vorlegen. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten arbeitete er einige Zeit in Frankreich und den USA, drehte nach seiner Rückkehr ins Nazi-Deutschland dann aber auch dort Filme. mehr 
Das Bild zeigt den Stern für Georg Wilhelm Papst auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmmuseum potsdam tanzausstellung 2017 2018 foto julietta l wehr 250Das Filmmuseum Potsdam zeigt bis zum 22. April 2018 die Sonderausstellung „Alles dreht sich … und bewegt sich. Der Tanz und das Kino“.

Besucher/innen jeden Alters sind eingeladen, in die vielschichtige Welt des Tanzens einzutauchen. Historisch begibt sich die Ausstellung auch zurück bis in die Kindertage des Films: Hier findet sich unter anderem der Reformtanz als frühe feministische Ausdrucksform im Spannungsfeld von gesellschaftlichem Fortschritt und willkürlich wütender Zensur, die die frühe Verbindung von Tanz und Kamera in die Schmuddelecke zu verbannen sucht. Zudem zelebriert die Stummfilmikone Asta Nielsen ihren abgründigen Apachen-Tanz auf großer Leinwand und durch ein Guckloch können aufgrund ihres erotischen Inhalts zensierte Tanzeinlagen beobachtet werden.

Partys und Tanzstunden ergänzen die Ausstellung und laden zum Mitmmachen ein. Ein umfangreiches Programm an Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen stellt den Tanz in Beziehung zu Politik und Hochkultur, zu Glamour, Kitsch und Undergroundbewegungen. Neben vielen Tonfilmvorführungen, darunter Silhouetten (Österreich 1936) unter Mitwirkung von Lotte Reiniger, gibt es auch drei Stummfilmpräsentationen:
05.08.2017 Abgründe (Schweden 1910) mit Asta Nielsen in ihrer ersten Filmrolle
30.09.2017 Salome (USA 1922) mit Alla Nazimova in der Titelrolle
10.01.2018 Der Gang in die Nacht (Deutschland 1921) von Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau
Mehr zur Ausstellung hier

tanz und kino potsdam 2017 2018 katalog schueren 250Begleitend zur Schau ist im Schüren Verlag das Buch "Alles dreht sich ... und bewegt sich – Der Tanz und das Kino" erschienen. Die reichhaltig und farbig bebilderte Publikation greift unterschiedlichstes Material aus Europa und den USA auf. Neben Spielfilmen werden Dokumentarfilme, Kurzfilme, Zensurausschnitte und frühe Projektionsformen dokumentiert. Aus dem Inhalt:
• Die tanzende Gesellschaft: Kino im Dreivierteltakt. Die dramaturgische Funktion des Walzers im Spielfilm
• Filmchoreographien und Geschlechterordnungen im Tango-Tanzfilm
• Tanz der Jugend im Film – von der Disco zur Clubkultur
• Verhüllte Ekstase. Kleidung und Tanz im Film
• Solistinnen und Rebellinnen. Tanz und Frühes Kino dies- und jenseits der Bühne: Frühe Filmbeispiele und Tanz auf Youtube
• Tänzerische Filmperspektiven in den 1920er Jahren in Deutschland
• Gebieten über Körper – Tanz und Macht: Der Tanz der ‚minderwertigen Frau’ im deutschen Film der 1930er Jahre
• Studio Spektakel. Der Tanz im klassischen Hollywood-Musical
• Backstage. Tanz als Arbeit Tanz als Arbeit im Filmmusical
• Der Gigolo im Film u.v.m.

"Alles dreht sich ... und bewegt sich – Der Tanz und das Kino"
Herausgegeben von Ursula von Keitz und Philipp Stiasny
Schüren Verlag
240 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen
ISBN 978-3-89472-617-1
24,90 € 

Verlagsinformation 

Buchkritik von Hans Helmut Prinzler

Textquellen: Filmmuseum Potsdam, Schüren Verlag; Fotos: Julietta L. Wehr (im Vordergrund ist Brigitte Helm in Fritz Langs "Metropolis" von 1927 zu sehen), Schüren Verlag (Buchcover)

Wer am Wochenende zufällig in der Nähe des Genfer Sees weilt, kann dem "Tramp" einen Besuch abstatten.

Das ehemalige, idyllisch gelegene Domizil von Kinolegende Charlie Chaplin wurde mehrere Jahre lang aufwändig in ein Museum umgebaut und ist seit dem 16. April 2016 für alle Interessierten geöffnet. In zwei Themenwelten werden interessante Einblicke in das private Leben und künstlerische Schaffen des Ausnahmekünstlers gegeben. 30 naturalistisch gestaltete Wachsfiguren von Chaplin und seinen Weggefährt/innen zeichnen ein lebensechtes Bild von seinem Werdegang. Ein Café und ein Museumsshop ergänzen den Ausstellungsbereich. Webseite Facebook

Pordenone 2018

Das international bedeutende Stummfilmfestival "Le Giornate del Cinema Muto" wird jedes Jahr in Pordenone/Italien veranstaltet. Es findet in 2018 vom 06. bis 13. Oktober statt. mehr

Regensburg 2018

Vom 14. bis 19. August 2018 findet die 36. Regensburger Stummfilmwoche statt. mehr

Leinwand-Lyrik

leinwand lyrik ralph turnheim 250 4

Er ist der wohl einzige professionelle Stummfilmerzähler im deutschensprachigen Raum. Stummfilm Magazin hat sich mit Ralph Turnheim unterhalten. mehr

Stummfilm-Quiz

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Testen Sie Ihr Stummfilmwissen mit dem Quiz rund um Stummfilmregisseure. 15 Fragen warten hier auf Sie.

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