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filmstreifen 08 250 buntDas Filmmuseum Düsseldorf zeigt in Kooperation mit Stummfilm Magazin am Samstag, den 26. Oktober 2019, um 20:00 Uhr zwei Stummfilmklassiker aus der Weimarer Zeit: "Anders als die Andern" und "Ich möchte kein Mann sein".

Eingerahmt werden die beiden Filme durch Liveinterpretationen zeitgenössischer Lieder, gesungen von Lola Horn (Köln). Richard Siedhoff (Weimar) begleitet das Programm am Klavier. Eine Einführung hält Frank Hoyer (Köln), Herausgeber des Stummfilm Magazins.

Anlass für die Aufführung ist die Premiere von Richard Oswalds "Anders als die Andern" (D 1919, ca. 52 Minuten) vor hundert Jahren, am 28. Mai 1919. Weitere Gründe, in 2019 an "Anders als die Andern" zu erinnern, sind die 25 Jahre zurückliegende Streichung des § 175 aus dem Strafgesetzbuch am 11. Juni 1994 und das 50-jährige Jubiläum des Stonewall-Aufstandes am 27. und 28. Juni 1969 in der New Yorker Christopher-Street.

Oswalds Film ist einer der ersten, die das Thema Homosexualität offen behandeln. Gleich nach seinem Erscheinen entwickelte er sich zu einem Skandalfilm und entfachte neben anderen "sozialhygienischen Filmwerken" eine heftige Kulturdebatte. Nach Wiedereinführung der Filmzensur 1920 wurde er im selben Jahr verboten und die Kopien vernichtet. Magnus Hirschfeld drehte 1927 den Dokumentarfilm "Gesetz der Liebe" und verwendete für das Thema Homosexualität eine gekürzte Fassung von "Anders als die Andern". Die Originalfassung ist nicht mehr erhalten. Gezeigt wird eine neue digitale Rekonstruktion des Filmmuseums München aus dem Jahr 2019. Der Film wurde im Rahmen der Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik vorgestellt (mehr).

Im Anschluss ist "Ich möchte kein Mann sein" (D 1918, ca. 45 Minuten) von Ernst Lubitsch zu sehen, ein Film, der mit großer Lust an den Geschlechterverhältnissen rüttelt und dem seinerzeit beliebten "Backfisch der Nation", der Schauspielerin Ossi Oswalda, eine dankbare Hosenrolle bescherte. Lubitsch drehte mit Oswalda zwischen 1916 und 1920 insgesamt zwölf Filme. Von der Zensur wurde der Film im Juli 1918 mit einem Jugendverbot belegt.

Eintritt: 9,00 €; ermäßigt 7,00 €; mit Black-Box-Pass 6,00 €. Mehr Infos hier

Textquelle: Filmmuseum Düsseldorf; Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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