orientalische bilder und klaenge buchcover schueren verlag 250Im Schüren-Verlag ist im Januar 2021 das Buch "Orientalische Bilder und Klänge" von Henriette Bornkamm erschienen.

Als sich Ende der 1920er Jahre in den USA und Europa der Tonfilm durchsetzte, erkannten ägyptische Geschäftsleute dessen Potenzial für die arabische Welt. Sie erwarben innovative Tontechnik aus Deutschland und schickten ägyptische Stipendiaten zur Ausbildung nach Berlin und Paris. Nach ihrer Rückkehr schufen diese gemeinsam mit europäischen Filmschaffenden eine Traumfabrik nach dem Vorbild Hollywoods.

In diesem Umfeld entstanden die ersten ägyptischen Tonfilme, die ab Mitte der 1930er Jahre weltweit zirkulierten. Manche dieser Spielfilme gelten in Ägypten als Klassiker, während sie in den europäischen Filmgeschichtsbüchern selten Erwähnung finden. Ausgehend von diesem Missverhältnis untersucht die Autorin die Entstehung, Verwertung und Rezeption dreier ägyptischer Tonfilme aus transnationaler Perspektive. mehr
Textquelle und Bild: Schüren Verlag

opium dvd edition filmmuseum 250In der Reihe Edition Filmmuseum ist für Ende Februar 2021 die DVD "Alice Guy Blaché" angekündigt.

Alice Guy-Blaché (1873-1968) gilt als erste Regisseurin der Filmgeschichte. 1896 drehte sie ihren ersten Film, den märchenhaften La Fée aux Choux. In den darauffolgenden 25 Jahren war sie für ca. 700 Filme als Regisseurin und/oder Produzentin verantwortlich.

Die Filmemacherin Katja Raganelli stellt auf der Doppel-DVD neben Guy Blanché noch Margery Wilson vor. Die seinerzeit populäre Darstellerin war auch als Regisseurin aktiv. Ihre Filme gelten als verschollen. mehr
Bild: Edition Filmmuseum

faust murnau edition filmmuseum cover dvd 250In der Reihe Edition Filmmuseum ist der Stummfilmklassiker "Faust. Eine deutsche Volkssage" erschienen.

Die Veröffentlichung des Filmmuseum München und des Goethe-Institut München wagt eine Rekonstruktion einer von der Filmproduktionsgesellschaft Ufa seinerzeit geplanten, aber nicht realisierten Filmfassung mit Zwischentitel des Literaturnobelpreisträgers Gerhart Hauptmann.

Die Musikbegleitung stammt von Richard Siedhoff. Screen Tests für ein nicht realisiertes "Faust"-Projekt von Ernst Lubitsch und ein 28-seitiges Booklet mit einem Text von Stefan Drössler runden die Veröffentlichung ab.

Der Stummfilmklassiker von Friedrich Wilhelm Murnau wurde am 14. Oktober 1926 uraufgeführt. Das optisch opulente Filmepos ist Murnaus letzte Produktion in Deutschland. An der Kamera war Carl Hoffmann, die Ausstattung stammte von Robert Herlth und Walter Röhrig. In den Hauptrollen sind Gösta Ekman, Emil Jannings und Camilla Horn, in Nebenrollen Wilhelm Dieterle und Hans Brausewetter zu sehen. mehr
Bild: Edition Filmmuseum

leinwand lyrik dvd zorro cover 250Für den 31. Dezember 2020 ist die DVD-Veröffentlichung von "Die Zunge des Zorro", einem Liveprogramm des Leinwand-Lyrikers Ralph Turnheim, angekündigt.

Der Silberling beinhaltet den Stummfilmklassiker "Das Zeichen des Zorro" (USA 1920) in einer digitalen Bearbeitung und mit zwei Tonspuren: Zum einen die Liveaufnahme einer Aufführung mit Leinwand-Lyrik und einer Klavierbegleitung von Stummfilmpianist Gerhard Gruber. Zum anderen kann ausschließlich eine Klaviermusik von Gerhard Gruber angewählt werden.

Die DVD steckt in einem schwarzen, eleganten Pappschuber mit Silberdruck. Als Bonus gibt es den Videomitschnitt der Begrüßung und des Publikumsgespräch vom Abend der Live-Aufzeichnung, ergänzt um zusätzliche Eindrücke vom Veranstaltungsort: dem ältesten Kinos der Welt, den Breitenseer Lichtspielen in Wien. Mit dabei ist ebenfalls ein Booklet mit vielen Hintergrundinfos.

Die auf 300 Exemplare limitierte DVD kann mit persönlicher Widmung und/oder Autogramm bestellt werden. Als zusätzliche Gadgets sind eine Sachertorte, persönlich gebacken von Ralph Turnheim, oder Popcorn im Angebot. Vorbestellungen sind über den Shop der Leinwand-Lyrik möglich. Einen kleinen Vorgeschmack auf die DVD gibt ein Video auf YouTube.
Bild: Leinwand-Lyrik/Ralph Turnheim

35 mm retro film magazin logo 250

Das aktuelle Heft von "35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin" hat als Schwerpunktthema das Wirken und Schaffen des Filmstudios Warner Bros.

Vorgestellt werden beispielsweise die Warner-Regisseure Michael Curtiz und Raoul Walsh. Aus der Riege der vielen prominenten Warner-Leinwandmim*innen haben sich die 35mm-Redakteur*innen einen Darsteller auf vier Pfoten herausgepickt, den seinerzeit überaus beliebte Filmhund Rin Tin Tin.

Gewürdigt werden auch Lon Chaney sen. und sein morbides Stummfilmdrama "The Penalty" (USA 1920). Der heute noch in Cineastenkreisen überaus beliebte Schauspieler schrieb als "Mann mit den tausend Gesichtern" Filmgeschichte. Abgerundet wird das Magazin durch verschiedene Rubriken und Kolumnen, darunter satte 11 Seiten mit aktuellen Blu-ray-, DVD- und Buch-Besprechnungen.

"35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin", eine reich bebilderte, sowohl informative wie unterhaltsame Zeitschrift aus dem 35 Millimeter Verlag, widmet sich dem Kino von seinen Anfängen bis in die 1960-Jahre. Es erscheint alle drei Monate. Der Umfang beträgt 80 Seiten. Zum Online-Bestellshop geht es hier.
Bild: 35 Millimeter Verlag

die kameraaugen des fritz lang buch cover 250Bei edition text+kritik ist das Buch "Die Kameraaugen des Fritz Lang – Der Einfluss der Kameramänner auf den Film der Weimarer Republik" erschienen.

Der Film der Weimarer Republik hat einen großen Einfluss auf die Filmgeschichte ausgeübt. International anerkannt sind bis heute besonders die bildgestalterischen Meisterleistungen dieser Jahre.

Die Sprache der bewegten Bilder emanzipierte sich im Film der Weimarer Republik von den tradierten Formen der Bildgestaltung aus Malerei und Fotografie, und auch die Spannung zwischen visueller Gestaltung und erzählerischer Dramaturgie, zwischen Kamera­ und Regiearbeit, beflügelte beide Seiten zu Innovation und Kreativität. Der Filmhistoriker Paul Rotha vertrat gar die These, dass jedes fotografische Mittel, das die dramatische Kraft der Einstellung unterstützt, seinen Ursprung in den Filmstudios der Weimarer Republik hat. Allerdings wurde bis heute nie genau analysiert, wie die Wirkung und Aussagekraft dieser Bilder handwerklich und künstlerisch hergestellt wurde und wie die sich rasant entwickelnde Filmtechnik zu immer neuen bildsprachlichen Experimenten führte.

Anhand von neun Filmausschnitten diskutiert Autor Axel Block die Frage, welchen Einfluss Kameramänner wie Karl Freund, Carl Hoffmann, Rudolph Maté, Günther Rittau und Fritz Arno Wagner auf den Film der Weimarer Republik ausübten und wie dabei die Zusammenarbeit mit den Regisseuren funktionierte. In den Blick kommen dabei nicht nur mehrere Filme Fritz Langs, darunter "Dr. Mabuse, der Spieler" (1921/22), "Metropolis" (1925/26) und "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" (1931), sondern auch weitere Klassiker wie F. W. Murnaus "Der letzte Mann" (1924), G. W. Pabsts "Die Liebe der Jeanne Ney" (1927) und Joseph von Sternbergs "Der blaue Engel" (1929/30).

Abgerundet werden die Analysen mit ihrem Fokus auf Bildgestaltung, Bewegung, Lichtführung und Korrespondenz zur Inszenierung und Dramaturgie mit einem umfangreichen Glossar, in dem zahlreiche Fachausdrücke und handwerkliches Grundwissen erläutert werden. Der Band umfasst 480 Seiten, kostet € 39,00 und hat die ISBN 978-3-96707-421-5. mehr
Textquelle und Bild: edition text+kritik

buchcover licht und schatten victor klemperer 250Erstmals vollständig gedruckt: Victor Klemperers Tagebuchnotizen über seine Filmleidenschaft und seine Kinobesuche.

Von Anfang an erlebt der Cineast mit, wie der Tonfilm 1929 in Deutschland Einzug hält. Nicht selten geht er mehrmals pro Woche ins Kino. Zunächst kritisch, lässt er sich schon bald von den neuen Möglichkeiten des "sprechenden Films" mitreißen.

Von den Nationalsozialisten aber wird das Medium immer weiter vereinnahmt, Klemperer schließlich durch das Kinoverbot für »Nichtarier« 1938 ganz aus den Lichtspielhäusern verbannt. Doch nicht einmal das kann ihn fernhalten. Das leidenschaftliche Bekenntnis eines Kinomanen, der den Tonfilm als Spiegel deutscher Geschichte mit allen Licht- und Schattenseiten begreift. "Klemperer ist ein Meister der pointierten Kurzkritik, dessen Filmbetrachtungen heute jedes Stadtmagazin zieren könnten.", schreibt  Knut Elstermann in seinem Vorwort. mehr

Aufbau Verlag, herausgegeben von Christian Löser
Gebunden mit Schutzumschlag, 363 Seiten
Preis: 24,00 € (D); 24,70 € (A)
ISBN 978-3-351-03832-8
Textquelle und Bild: Aufbau Verlag

Freunde und Förderer des deutschen Filmerbes e.V.

lars grein foerderverein murnau stiftung 250

Der Erhalt des filmischen Erbes ist eine der großen archivarischen und kulturellen Herausforderung unserer Zeit. Der Förderverein "Freunde und Förderer des deutschen Filmerbes e.V." unterstützt die Arbeit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die einen bedeutenden Teil des deutschen Filmerbes pflegt. Stummfilm Magazin stellt den Verein vor und hat sich mit dem Vorsitzenden Lars Grein (Foto) unterhalten. mehr

Von Cesare bis Major Strasser

caligari schriftzug 250

Anlässlich seines 125. Geburtstages im Januar 2018 und seines 75. Todestages im April 2018 würdigte Autorin Bettina Müller den legendären Schauspieler Conrad Veidt. mehr