beethoven cover blu ray absolut medien 250Am 04. Dezember 2020 erscheint die Box "Fantastische Filmklassiker" mit Produktionen aus dem Rechtepool der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.

Die Zusammenstellung beinhaltet die restaurierten Fassungen von "Das Cabinet des Dr. Caligari" (D 1920), "Der Golem, wie er in die Welt kam" (D 1920), "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" (D 1922), "Metropolis" (D 1927), "Frau im Mond" (D 1929) und  – als einzigen Tonfilm – den Ufa-Jubiläumsfilm "Münchhausen" (D 1943).

Die sechs Stummfilme sind mit Musikeinspielungen profilierter Musiker*innen/Ensembles versehen. Die Spieldauer beträgt über 900 Minuten. mehr
Bild: Universum Spielfilm/Leonine, Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

beethoven cover blu ray absolut medien 250Bei absolut Medien ist Hans Otto Löwensteins "Beethoven" in einer vom Filmarchiv Austria restaurierten Fassung erschienen.

Der österreichische Stummfilm, zum 100. Todestag des Komponisten 1927 entstanden, zeichnet die wichtigsten Stationen im Leben von Ludwig van Beethoven nach. Das Biopic verknüpft die Vita mit den bekanntesten Werken seines künstlerischen Schaffens. Fritz Kortner in der Titelrolle zeichnet Beethoven als prometheische Lichtgestalt und Rebell, der die historischen Erschütterungen seiner Zeit in großen Sinfonien verarbeitet. Seine Musik bewegt auch so, weil in ihr die Tragik nachklingt, die sein Leben überschattet. 

Die neue Musikfassung von Malte Giesen zitiert alle im Film genannten Beethoven-Werke und verarbeitet sie in origineller, zwischen Kintopp und Kunstmusik changierenden Bearbeitung für kleines Orchester. „Die Idee ist, aus Beethoven-Werken eine Art ‚komponierte Interpretation‘ zu entwickeln, mit Techniken, die an die Ästhetik und Philosophie meiner Generation anknüpfen, wie Remix, Sampling, Shuffling, auch der Mix Orchester/Elektronik kommt hier zum Einsatz. So stelle ich mir die hypothetische Frage: Wie hätte Beethoven komponiert, wenn es schon Elektronik gegeben hätte?“ mehr
Textquelle und Bild: absolut Medien GmbH

filmstreifen 06 250Im Karl-May-Verlag erscheint im November 2020 das Buch "100 Jahre Karl May im Kino – Von der Stummfilmzeit bis heute".

Autor Stefan von der Heiden beleuchtet auf 200, üppig illustrierten Seiten die filmischen Umsetzungen der Karl-May-Bücher. May (1842-1912) ist nach wie vor einer der bekanntesten Abenteuerschriftsteller im deutschsprachigen Raum. Seine Werke sind weltweit bislang ca. 200 Millionen mal gedruckt worden. Die Karl-May-Verfilmungen aus den 1960er-Jahren mit Pierre Brice als Winnetou, vielen Stars der damaligen Zeit und der kongenialen Musik von Martin Böttcher sind Legende.

Schon in der Stummfilmzeit wurden Handlungselemente zweier seiner Romane aus dem sogenannten Orientzyklus, die Bände "Von "Bagdad nach Stambul" und "Durch die Wüste", in drei Abenteuerstreifen auf die Leinwand gegossen. Im Zentrum der deutschen Produktionen Auf den Trümmern des Paradieses, Die Todeskarawane und Die Teufelsanbeter, die allesamt 1920 gedreht wurden, steht der Abenteurer Kara Ben Nemsi, von Carl de Vogt in allen drei Filmen gespielt. Ebenfalls durchgängig dabei war Meinhart Maura als Hadschi Halef Omar und in verschiedenen Nebenrollen der spätere Dracula-Darsteller Bela Lugosi. Regie bei "Auf den Trümmern des Paradieses" und "Die Todeskarawane" führte der Österreicher Josef Stein, "Die Teufelsanbeter" drehte der in Istanbul geborene Ertugrul Moussin-Bey, der nach einer Schaffensperiode im Berlin der 1910er- und 1920er-Jahre einer der bedeutensten Filmschaffenden der Türkei werden sollte.

Aufgrund der ökonomischen Erfolglosigkeit der "Kara Ben Nemsi-Filmtrilogie" musste die eigens zur Produktion der Karl-May-Filme gegründete "Ustad-Film"-Produktionsgesellschaft Konkurs anmelden. Nach aktuellem Forschungsstand sind alle drei Stummfilme verschollen. Für Filmfreunde ist der deutsche Tonfilm Durch die Wüste von 1936 damit die erste verfügbare Verfilmung eines Karl-May-Romans, die erfreulicherweise in einer ansprechenden DVD-Veröffentlichung der Reihe "Schätze des deutschen Tonfilms" (Spirit Media/Koch Media) vorliegt.

"100 Jahre Karl May im Kino - Von der Stummfilmzeit bis heute"
Autor: Stefan von der Heiden
127 farbige und 104 schwarz-weiße Abbildungen
Format: 22,0 x 19,5 cm
Karl-May-Verlag
ISBN: 978-3-7802-3089-8
Preis: 29,00 € (Luxusausgabe mit Balacron-Kunstleder 39,00 €)
www.karl-may.de 

Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

film farbe flaeche schueren verlag 250Viele erinnern sich aus ihrer Jugend an die Slapstick-Serien im Vorabendprogramm, die bis Ende der 1990er Jahre regelmäßig ausgestrahlt wurden, wie zum Beispiel "Väter der Klamotte", "Die kleinen Strolche", "Hier wackelt die Leinwand", "Es darf gelacht werden", "Spaß mit Charlie Chaplin" und "Wenn die Korken knallen".

Veröffentlichungen über die Geschichte des Fernsehens in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR sowie über TV-Serien haben sich allerdings mit diesen Serien bisher kaum befasst. Autor Norbert Aping schließt diese Lücke mit dem Buch "Es darf gelacht werden – Von Männern ohne Nerven und Vätern der Klamotte: Lexikon der Slapstick-Serien im deutschen Fernsehen Ost und West".

In lexikalischer Form werden die Serien, ihre Resonanzen, Hintergründe und "Macher“" vorgestellt, ebenso die berühmten bekannten und weniger bekannten Komiker der verwendeten Originalfilme. Ein Vorwort hat der Stummfilmmusiker Stephan Graf von Bothmer Stephan beigesteuert. mehr
Textquelle und Bild: Schüren Verlag

35 mm retro film magazin logo 250

Das aktuelle Heft von "35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin" hat als Schwerpunktthema "Alkohol und Drogen".

Auch für Stummfilmfans bietet das Magazin wieder einigen Lesestoff: So wird Robert Reinerts aufwändiges, dem Expressionismus zugewandtes Drama Opium (D 1919) vorgestellt. Interessant ist auch ein Vergleich von Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmmeisterwerk Sunrise – A song of two humans (USA 1927) mit dessen literarischer Vorlage "Die Reise nach Tilsit" (1917) von Hermann Sudermann. Abgerundet wird das Magazin durch verschiedene Rubriken und Kolumnen, darunter aktuelle Blu-ray/DVD-Besprechnungen.

"35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin", eine reich bebilderte, sowohl informative wie unterhaltsame Zeitschrift aus dem 35 Millimeter Verlag, widmet sich dem Kino von seinen Anfängen bis in die 1960-Jahre. Es erscheint alle drei Monate. Der Umfang beträgt 80 Seiten. Zum Online-Bestellshop geht es hier.
Bild: 35 Millimeter Verlag

schueren verlag geschichte film band 1 2020 250Im Schüren-Verlag erscheint aktuell "Von den Anfängen des Films bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges: Der internationale Film von 1895 bis 1945", der die dreibändige Einführung in die Filmgeschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart abschließt.

Der nun vorliegende Band behandelt die ersten fünfzig Jahre seit Erfindung des Films unter besonderer Berücksichtigung nationaler Entwicklungen. Die Einführung in die Filmgeschichte bietet einen kompakten Überblick über die Epochen der internationalen Filmgeschichte und verdeutlicht die historischen, gesellschaftlichen, technologischen und regionalen Hintergründe ebenso wie die ästhetischen Merkmale. Anhand von Beispielfilmen werden die Erläuterungen vertieft und veranschaulicht. Die Bände richten sich an interessierte Filmliebhaber ebenso wie an Studierende. mehr
Textquelle und Bild: Schüren-Verlag

blu ray der letzte mann 2020 cover 250Am 23. Oktober 2020 erscheint Friedrich Wilhelm Murnaus Der letzte Mann (D 1924) in einer von der Murnau-Stiftung restaurierten Fassung auf Blu-ray und DVD.

Unter der Regie von Friedrich Wilhelm Murnau brilliert der Schauspieler Emil Jannings in der Rolle eines vom Schicksal gebeutelten Hotelpotiers. An seiner Seite sind Maly Delschaft, Georg John und Max Hiller zu sehen.

Legendär wurde der FIlm insbesondere durch die Kameraarbeit von Karl Freund, die als "entfesselten Kamera" in die Kinogeschichte einging. Blu-ray und DVD erscheinen beim Label Leonine.

Freunde und Förderer des deutschen Filmerbes e.V.

lars grein foerderverein murnau stiftung 250

Der Erhalt des filmischen Erbes ist eine der großen archivarischen und kulturellen Herausforderung unserer Zeit. Der Förderverein "Freunde und Förderer des deutschen Filmerbes e.V." unterstützt die Arbeit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die einen bedeutenden Teil des deutschen Filmerbes pflegt. Stummfilm Magazin stellt den Verein vor und hat sich mit dem Vorsitzenden Lars Grein (Foto) unterhalten. mehr

Von Cesare bis Major Strasser

caligari schriftzug 250

Anlässlich seines 125. Geburtstages im Januar 2018 und seines 75. Todestages im April 2018 würdigte Autorin Bettina Müller den legendären Schauspieler Conrad Veidt. mehr