kamera zeichnung 4 250Das Label Wicked Vision Distribution hat eine deutsche Blu-ray-Veröffentlichung von Paul Lenis "The Man Who Laughs" (USA 1928) für Sommer 2021 angekündigt.

Die aufwändige Universal-Produktion gilt als wichtige Inspirationsquelle für die auch heute noch überaus populäre "Monsterfilm"-Reihe des Filmstudios, zu denen "Dracula" (USA 1931) von Tod Brwoning und "Frankenstein" (USA 1931) von James Whale gehören. Das überaus stimmungsvoll und fesselnd inszenierte Werk wurde seinerzeit auch in Deutschland gezeigt, es existieren allerdings keine deutschen Kopien mehr. Anhand des 4K-Masters des beeindruckend restaurierten Films hat Wicked Vision die deutsche Fassung nun rekonstruiert (Trailer auf YouTube). Als Bonusmaterial ist ein Feature mit dem Filmwissenschaftler Prof. Dr. Marcus Stiglegger angekündigt, das die filmhistorische Bedeutung von "The Man Who Laughs" beleuchten wird. Wicked Vision im Internet

Lesetipp: Stummfilm Magazin hat sich mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger über die kommende Blu-ray-Veröffentlichung unterhalten. zum Interview
Bild: Stummfilm Magazin

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Das aktuelle Heft von "35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin" hat als Schwerpunktthema die legendäre  Schauspielerin Bette Davis.

Vorgestellt werden die verschiedenen Schaffensphasen der Hollywood-Diva von den 1930er bis in die 1960er Jahre. In dem 80 Seiten starken Heft werden zudem Phil Jutzis Wildwest-Film "Feuerteufel" (D 1920) und die "Rheinneckar-Western" beleuchtet. Zu entdecken sind auch ein Vergleich zwischen der fantasievollen Erstverfilmung des Märchenklassikers "Peter Pan" (USA 1924) und dem Theaterstück "Peter Pan oder der Junge, der nie erwachsen wurde" von 1904, eine Besprechung des Gangsterdramas "Regeneration" (USA 1915) von Raoul Walsh und eine Würdigung des Regisseurs George W. Hill. Abgerundet wird das Magazin durch verschiedene Rubriken und Kolumnen, darunter aktuelle Blu-ray-, DVD- und Buch-Besprechnungen.

"35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin", eine reich bebilderte, sowohl informative wie unterhaltsame Zeitschrift aus dem 35 Millimeter Verlag, widmet sich dem Kino von seinen Anfängen bis in die 1960-Jahre. Es erscheint alle drei Monate. Zum Online-Bestellshop geht es hier.
Bild: 35 Millimeter Verlag

opium dvd edition filmmuseum 250In der Reihe Edition Filmmuseum ist der Stummfilm "Opium" erschienen.

Der im Februar 1919 uraufgeführte Film des österreichischen Regisseurs Robert Reinert  (1872-1928) spielt in China, England und Indien, die stimmungsvollen Aufnahmen entstanden allerdings in Neubabelsberg und München. Der aufwändig gestaltete, mitunter bizzar wirkende Film besticht durch seine expressionistische Anmutung. Auf der Leinwand sind Eduard von Winterstein, Sybill Morel, Werner Krauß, Conrad Veidt und Loni Nest zu sehen.

Die Veröffentlichung enthält ein ausführliches Booklet mit Infos zum bislang wenig erforschten Lebensweg des Regisseurs und ein Fragment des verschollenem Monumentalfilms "Sterbende Völker" (D 1922), der ebenfalls von Robert Reinert inszeniert wurde. Die Musikbegleitung zu "Opium" stammt von Richard Siedhoff und Mykyta Sierov. mehr
Bild: Edition Filmmuseum

filmblatt 73 74 cover 250Die aktuelle Ausgabe von "Filmblatt" (Winter 2020/21, Nr. 73/74) befasst sich mit dem Weimarer Kino.

So schreibt Eleanor Halsall über "Kosmopoliten, Nationalisten, Visionäre. Indische Filmstudenten und Filmschaffende im Deutschland der Weimarer Republik". Jeanpaul Goergen beleuchtet deutsche Reisefilme der 1920er Jahre nach Persien und in den Irak und Heike Klapdor hat "Adieu, Mascotte" (D 1929, mit Lilian Harvey) unter die Lupe genommen.

Zudem gibt es Buch- und Blu-ray - bzw. DVD-Rezensionen, unter anderem zu den Paul Leni-Filmen "Das Wachsfigurenkabinett" (D 1924), "The Cat and the Canary" (USA 1927), "The Man Who Laughs" (USA 1928) und "The Last Warning".

Die filmwissenschaftliche und -historische Zeitschrift "Filmblatt", herausgegeben von CineGraph Babelsberg, erscheint drei Mal im Jahr. Seit 25 Jahren widmet sich die Publikation bislang weniger beachteten Aspekten des deutschsprachigen Filmerbes. mehr
Bild: CineGraph Babelsberg

filmstreifen 01 250Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Sonderschau Die große Illusion – Bielefelder Kinogeschichte(n) aus 125 Jahren derzeit nicht für den Publikumsverkehr geöffnet.

Um die aufwändige Ausstellung im Historischen Museum Bielefeld dennoch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, geben die Macher*innen auf der Facebookseite der Schau immer wieder spannende Einblicke in die Räumlichkeiten und stellen Exponate vor. Zudem kann man in einem Onlineshop den Ausstellungskatalog und eine DVD bestellen.

Die Ausstellung geht der Faszination "Film" nach und zeigt, was im Kino vor und hinter den Kulissen passiert – früher und bis in unsere heutigen Tage. Der Bogen wird von den kulturellen bis zu den technischen Aspekten des Mediums gespannt, wobei auch immer wieder Bezug auf die Kinogeschichte von Bielefeld genommen wird. Eine besondere Würdigung erhalten zwei in Bielefeld geborene Kinopioniere: der Meisterregisseur Friedrich Wilhelm Murnau und der Filmtoningenieur Joseph Masolle.

Die Schau ist die bislang größte Sonderausstellung im Historischen Museum der Stadt Bielefeld und wird von der Stiftung Tri-Ergon Filmwerk mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren getragen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

orientalische bilder und klaenge buchcover schueren verlag 250Im Schüren-Verlag ist im Januar 2021 das Buch "Orientalische Bilder und Klänge" von Henriette Bornkamm erschienen.

Als sich Ende der 1920er Jahre in den USA und Europa der Tonfilm durchsetzte, erkannten ägyptische Geschäftsleute dessen Potenzial für die arabische Welt. Sie erwarben innovative Tontechnik aus Deutschland und schickten ägyptische Stipendiaten zur Ausbildung nach Berlin und Paris. Nach ihrer Rückkehr schufen diese gemeinsam mit europäischen Filmschaffenden eine Traumfabrik nach dem Vorbild Hollywoods.

In diesem Umfeld entstanden die ersten ägyptischen Tonfilme, die ab Mitte der 1930er Jahre weltweit zirkulierten. Manche dieser Spielfilme gelten in Ägypten als Klassiker, während sie in den europäischen Filmgeschichtsbüchern selten Erwähnung finden. Ausgehend von diesem Missverhältnis untersucht die Autorin die Entstehung, Verwertung und Rezeption dreier ägyptischer Tonfilme aus transnationaler Perspektive. mehr
Textquelle und Bild: Schüren Verlag

faust murnau edition filmmuseum cover dvd 250In der Reihe Edition Filmmuseum ist der Stummfilmklassiker "Faust. Eine deutsche Volkssage" erschienen.

Die Veröffentlichung des Filmmuseum München und des Goethe-Institut München wagt eine Rekonstruktion einer von der Filmproduktionsgesellschaft Ufa seinerzeit geplanten, aber nicht realisierten Filmfassung mit Zwischentitel des Literaturnobelpreisträgers Gerhart Hauptmann.

Die Musikbegleitung stammt von Richard Siedhoff. Screen Tests für ein nicht realisiertes "Faust"-Projekt von Ernst Lubitsch und ein 28-seitiges Booklet mit einem Text von Stefan Drössler runden die Veröffentlichung ab.

Der Stummfilmklassiker von Friedrich Wilhelm Murnau wurde am 14. Oktober 1926 uraufgeführt. Das optisch opulente Filmepos ist Murnaus letzte Produktion in Deutschland. An der Kamera war Carl Hoffmann, die Ausstattung stammte von Robert Herlth und Walter Röhrig. In den Hauptrollen sind Gösta Ekman, Emil Jannings und Camilla Horn, in Nebenrollen Wilhelm Dieterle und Hans Brausewetter zu sehen. mehr
Bild: Edition Filmmuseum

Freunde und Förderer des deutschen Filmerbes e.V.

lars grein foerderverein murnau stiftung 250

Der Erhalt des filmischen Erbes ist eine der großen archivarischen und kulturellen Herausforderung unserer Zeit. Der Förderverein "Freunde und Förderer des deutschen Filmerbes e.V." unterstützt die Arbeit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die einen bedeutenden Teil des deutschen Filmerbes pflegt. Stummfilm Magazin stellt den Verein vor und hat sich mit dem Vorsitzenden Lars Grein (Foto) unterhalten. mehr

Von Cesare bis Major Strasser

caligari schriftzug 250

Anlässlich seines 125. Geburtstages im Januar 2018 und seines 75. Todestages im April 2018 würdigte Autorin Bettina Müller den legendären Schauspieler Conrad Veidt. mehr