cover prinz achmed blue ray 2018 absolut medienAm 09. März 2018 erscheint Die Abenteuer des Prinzen Achmed von Lotte Reiniger bei Absolut Medien.

Das atemberaubend schöne Filmmärchen nach Motiven aus Tausendundeiner Nacht erscheint damit in Deutschland erstmals in HD restauriert und mit neu eingespielter Musik. Die Originalpartitur von Wolfgang Zeller wurde in einer fabelhaft-leichten Kammermusikbearbeitung von Jens Schubbe vom MDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Frank Strobel eingespielt. Als zweiter Soundtrack findet sich eine Livevertonung der Gebrüder Teichmann und Leopold Hurt.

Das legendäre Scherenschnitt-Abenteuer gehört zu den ersten abendfüllenden Trickfilmen der Filmgeschichte. Die Poesie der Bildkompositionen und seine genialen Figuren machen "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" noch immer zu einem Erlebnis. In den Jahren 1923 bis 1926 schnitt Lotte Reiniger für etwa 250.000 Einzelaufnahmen ihre vorgezeichneten Figuren aus schwarzem Karton. Sie verband die einzelnen Glieder mit Draht, um sie für die Aufnahmen zu animieren. Als Hintergründe verwendete sie transparente Lagen aus Butterbrotpapier mit kunstvollen Landschaften, Städten oder orientalische Interieurs. So entstanden auf dem Tricktisch fast 96.000 Frames für den Film.

Laut einer Umfrage des Deutschen Kinemathekenverbundes zählt "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" zu den 100 wichtigsten deutschen Filmen und wurde von der Internationalen Film Critics Society als einziger deutscher Film unter die »100 besten programmfüllenden Trickfilme aller Zeiten« gewählt. Lotte Reinigers (1899-1981) Gesamtwerk umfasst mehr als 50 Silhouettenfilme, von denen noch ca. 40 verfügbar sind. Ein Teil ihrer Filme ist verschollen. mehr

Titel: Die Abenteuer des Prinzen Achmed
Die Blu-ray enthält die vom Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main restaurierte Fassung mit zwei Filmmusiken und diversem Bonusmaterial.
ISBN: 978-3-8488-8505-3
EAN: 978-3-8488-8505-3
FSK: o.A.
Länge Spielfilm: 66 Minuten
Bild: PAL, s/w viragiert, 4:3
Ton: Dolby Digital Stereo (Orchestermusik) sowie Dolby Digital Stereo und Dolby 5.1 (Streichquintett)
Sprache: deutsche Zwischentitel
Untertitel: Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch
Regionalcode: codefree
Label: absolut Medien
Edition: Arte Edition

Textquelle und Bild: Absolut Medien GmbH, www.absolutmedien.de

das alte gesetz cover dvd absolut medien 250Am 16. Februar 2018 erscheint E. A. Duponts Das alte Gesetz als DVD-Veröffentlichung bei Absolut Medien. Der Film zählt zu den Klassikern des Weimarer Kinos.

Mitte des 19. Jahrhunderts: Baruch, der Sohn eines Rabbiners, will Schauspieler werden. Gegen den Willen seines Vaters verlässt er das osteuropäische Schtetl, in dem er aufgewachsen ist, und schließt sich einem Wandertheater an. Die österreichische Erzherzogin Elisabeth Theresia findet Gefallen an dem jungen Mann und verschafft ihm aus heimlicher Liebe ein Engagement am Wiener Burgtheater. Dort steigt Baruch zum umjubelten Bühnenstar auf, und eines Tages besucht sein Vater die Vorstellung. Der Rabbiner ist bewegt von der Schauspielkunst Baruchs, und es kommt zur Versöhnung zwischen den beiden. Baruch kehrt in das heimatliche Dorf zurück, wo seine Jugendliebe Esther auf ihn wartet. Baruch bleibt in Wien, wo er mit Esther ein assimiliertes Leben führt.

Die DVD beinhaltet zwei Vertonungen: Die Hauptmusik von Philippe Schoeller wird vom Orchester Jacobsplatz München (OJM) unter der Leitung von Daniel Grossmann gespielt. Die zweite Musik ist von dem bekannten Stummfilmpianisten Donald Sosin, unter Mitwirkung von der Klezmer-Violinistin, Alicia Svigals.

Zur Restaurierung: Bereits 1984 edierte Lothar Schwab für die Deutsche Kinemathek eine Fassung des Films, die sich – soweit damals angesichts der Quellenlage möglich – der Originalfassung anzunähern suchte. Diese Rekonstruktion speiste sich aus Filmmaterialien, die bei Gosfilmofond in Moskau, dem Svenska Filminstitute in Stockholm, der Cinémathèque Royale in Brüssel, der Library of Congress und der Cinémathèque Francaise in Paris beschafft werden konnten. Vor einigen Jahren machte Prof. Cynthia Walk von der University of California, San Diego die Kinemathek darauf aufmerksam, daß inzwischen die Zensurkarte des Films gefunden wurde und eine Korrektur der bisherigen Fassung möglich sei, die den Film noch näher an die Intentionen von Dupont heranbringen, oder doch mindestens den Wortlaut der bisher nur über Rückübersetzungen zugänglichen Zwischentitel wiedergewinnen könne. Frau Prof. Walk war es auch, die den Kontakt zur Sunrise Foundation for the Education and the Arts herstellte, durch deren finanzielle Unterstützung die Neubearbeitung ermöglicht wurde. Eine erneute internationale Recherche förderte einige neue Materialien, u.a. im Narodni Filmovy Archiv und in der Cinémathèque Francaise zutage, die zusammen mit den unterdessen im Bundesarchiv-Filmarchiv aufbewahrten Nitrokopien der vorherigen Recherche erlaubten, den Film nun mit Hilfe digitaler Technik besser zu duplizieren, die Montage zu vervollständigen und auch die Farben der zeitgenössischen Virage wiederzugewinnen. mehr

Titel: Das alte Gesetz (D 1923)
Regie. Ewald André Dupont
Darsteller; Henny Porten, Ruth Weyher, Hermann Vallentin, Werner Kraus
Best. Nr.: 3012
ISBN: 978-3-8488-3012-1
Länge: 128 Minuten
Bild: S/W
Sprache: Deutsch
Untertitel: Englisch, Französisch, Litauisch, Russisch, Polnisch, Ungarisch und Ukrainisch
Label: ARTE Edition

Textquelle und Bild: Absolut Medien GmbH, www.absolutmedien.de

buchruecken 250Der Willy Haas-Preis zeichnet jährlich im Rahmen des cinefest – Internationales Festival des deutschen Film-Erbes bedeutende internationale Publikationen zum deutschsprachigen Film in den Bereichen Buch- und DVD-Edition aus.

2017 wird der nach dem deutsch-tschechischen Literaten, Drehbuchautor und Filmkritiker Willy Haas benannte Preis zum dreizehnten Mal vergeben. In diesem Jahr besteht die Jury aus Peter Bossen (Hamburg), Adelheid Heftberger (Potsdam ), Uli Jung (Trier), Heike Klippel (Braunschweig) und Fabian Tietke (Berlin). Die Juro/innen haben aus den Neuerscheinungen der letzten 24 Monate fünf Kandidaten pro Kategorie für den Preis nominiert, darunter den vom Filmarchiv Austria veröffentlichten Ausstellungskatalog Archiv der Schaulust. Eine Geschichte des frühen Kinos in der K.u.K. Ära 1896–1918.

Die jeweiligen Sieger in den beiden Kategorien werden bei der Eröffnung des 30. Internationalen Filmhistorischen Kongresses am 22 . November 2017 im Hamburger Kino Metropolis bekannt gegeben. Die Gewinner erhalten jeweils eine Urkunde sowie eine Original-Grafik des Künstlers und Filmmachers Franz Winzentsen. Weitere Informationen zur Preisverleihung und zum cinefest hier
Textquelle: Pressemitteilung Veranstalter cinefest; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Im Schüren Verlag ist vor Kurzem das Buch "The Great Gun of the Lantern. Lichtbildereinsatz sozialer Organisationen in Großbritannien (1875-1914)" erschienen.

Lichtbildvorträge wurden im ausgehenden 19. Jahrhundert von vielen sozialen Organsiationen – insbesondere in Großbritannien, dem Ursprungsland dieser präfilmischen Projektionsform – zur Aufklärung, aber auch zur Propaganda eingesetzt. Autorin Karen Eifler analysiert diese Präsentationspraxis am Beispiel von sieben in Großbritannien tätigen, teilweise konfessionellen Or­ganisationen. "The Great Gun of the Lantern" ist Band 75 aus der Reihe "Marburger Schriften zur Medienforschung" (ISBN 978-3-89472-955-4). mehr

DVD-Tipp: Auf der von der Edition Filmmuseum herausgegebenen Doppel-DVD "Screening the Poor 1888-1914" ist unter anderem die Rekonstruktion des englischen Lichtbildvortrages "The Magic Wand" aus dem Jahr 1889 über Armut in London enthalten. mehr 
Textquelle: Schüren Verlag GmbH

turksib cover dvd absolut medienIn Kürze veröffentlicht Absolut Medien den russischen Dokumentarfilm Turksib ("Der Stählerne Weg") von Wiktor Turin als "video on demand" und "Download".

Der legendäre Dokumentarfilm aus dem Jahr 1929 handelt vom schwierigen Bau der durch die kasachische Steppe führenden Anschlussstrecke aus Turkestan (damals Sammelbegriff für das sowjetische Mittelasien) zur Transsibirischen Eisenbahn. Die Turk-Sib-Bahn war neben dem Großkraftwerk Dnjeprostroi und dem Wolga-Don‑Kanal eines der drei Großprojekte in den ersten Jahren des Fünfjahrplanes von 1928/29 und ideal geeignet, das Aufbruchspathos und die radikalen Veränderungen auch in den "exotischen Weiten“ der Sowjetunion zu illustrieren. Breiten Raum nimmt die Darstellung der beiden zu verbindenden Räume ein: das an Kirgisien grenzende südliche Kasachstan, als große, noch zu entwickelnde Baumwollregion, und das nördliche Kasachstan, von dem aus durch den Bahnanschluss Getreide, Holz und Wolle aus Sibirien leichter zugänglich werden. Besonders aber rückt der Film die Menschen ins Bild, für die sich durch den Eisenbahnanschluss das Leben und die Arbeitsmöglichkeiten radikal verändern.

Anders als im Film am Ende angegeben, wurde der Bau der Turksibstrecke nicht erst 1931, sondern schon im April 1930 vollendet und als große Errungenschaft gefeiert: „Wir stellen das neue Leben auf die Gleise!“ schrieb die Presse bei der Eröffnung. Diesem für die Region epochalen Ereignis kommt der Film nochmal ein halbes Jahr zuvor: Er zeigt den Erfolg und die Bedeutung der Bahnverbindung und die "Transformation des archaischen zum Neuen Menschen" bereits im Oktober 1929 in den russischen Kinos, Anfang 1930 auch in Deutschland – wo er begeistert aufgenommen wurde

"Turksib" ging weit über die damals üblichen Kulturfilme und ethnografischen Reisefilme hinaus. Er sollte bald darauf in den engagierten sowjetischen Dokumentarfilmen wie "Dschim Schwante" (auch: "Sol Swanetii"; "Das Salz Swanetiens", Regie: Michail Kalatosow 1930), "Drugaja Schisn" "(Das andere Leben", Regie: Juri Scheljabuschski, 1930, über Aserbaidschan) oder "Dwa Okeana" ("Zwei Ozeane", Regie: Wladimir Schnejderow, 1933, zur erstmaligen Befahrung der Nordost-Route durchs Eismeer) seine Fortsetzung finden. "Turksib" erweiterte die von Dsiga Wertows entwickelte Form des emotionalen Dokumentarfilms zu einem „filmischen Statement von neuem sozialem Optimismus“, so Sergej Kapterew im Pordenone-Katalog 2013.

Der Regisseur Wiktor Turin war mit Auslandserfahrung und als Reemigrant ein seltener Fall innerhalb der neuen Generation junger sowjetischer Filmschaffender. Er wurde 1895 in Sankt Petersburg geboren, studierte am M.I.T. in den USA und arbeitete ab 1916 in der Drehbuchabteilung von Vitagraph in Hollywood. 1921 kehrte er zurück und ging in die Ukraine, wo er vor "Turksib" drei Filme realisieren konnte, danach aber nur noch einen weiteren, bis zu seinem frühen Tod 1945. "Turksib" wurde sein experimentellster und bekanntester Film. Gedreht hat Turin ihn für die 1928 gegründete Organisation Wostokkino. Sie sollte das Filmwesen in den südlichen und mittelasiatischen Regionen der Russischen Sowjetrepublik fördern, zu der der Drehort Kasachstan bis 1936 gehörte. Wostokkino wurden 1930 nach der faktischen Liquidierung der ukrainischen Studios WUFKU und Ukrainfilm auch alle ukrainischen Filme ab 1929/30 zugeschrieben.

"Turbsib" hatte nach den Experimenten Robert Flahertys, Walter Ruttmanns und Dsiga Wertows in den 1920er Jahren dem künstlerischen Dokumentarfilm mit zum Durchbruch verholfen. John Grierson, der die englische Fassung 1930 in Großbritannien herausbrachte, und Basil Wright etwa haben die große Bedeutung für die britische soziale Dokumentarfilmbewegung und ihren Film Night Mail (1936) betont. Vor allem wegen der dynamischen Kamera und Montage, aber auch wegen seiner klaren politisch-sozialen Botschaft einer neuen Epoche und eines "Neuen Menschen" wird "Turksib" zum Kanon der wichtigsten Dokumentarfilme der Weltkinematografie gerechnet. mehr

Titel/Originaltitel: Turksib (Stalnoi put)
Musik: Richard Siedhoff
Herausgeber: Rainer Rother, Alexander Schwarz
ISBN: 978-3-8488-5616-9
EAN: 978-3-8488-5616-9
FSK: Info
Länge: 71
Bild: S/W
Sprache: Russisch
Untertitel: deutsche Untertitel
Label: absolut MEDIEN
Reihe: absolut on demand

DVD-Tipp: Im Frühjahr 2017 wurde die Doppel-DVD Der Neue Mensch - Aufbruch und Alltag im revolutionären Russland in der Reihe Edition Suhrkamp/Absolut Medien veröffentlicht.

Textquelle und Bild: Absolut Medien GmbH, www.absolutmedien.de

100 Jahre UFA

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Im Dezember 1917 wurde die Ufa gegründet. Verschiedene Veranstaltungen und Termine in 2017 und 2018 thematisieren das Wirken des legendären Filmunternehmens. mehr

Stummfilme bei Arte

Der deutsch-französische TV-Sender Arte hält auf seiner Internetseite immer wieder Stummfilme in voller Länge zum sofortigen Anschauen bereit. Außerdem berichtet das Magazin "Stumm" jeden Monat über den frühen Film. mehr