filmstreifen 06 250Der deutsche Filmpionier und Kameramann Guido Seeber starb am 2. Juli 1940 in Berlin. Er wurde am 22. Juni 1879 in Chemnitz geboren.

Neben seinem Interesse an der technischen Weiterentwicklung des Mediums Film, war er als tricktechnisch versierter Kameramann an bedeutenden Stummfilmen beteiligt, wie etwa an "Der Student von Prag" (D 1913), "Die freudlose Gasse" (D 1925) und "Geheimnisse einer Seele" (D 1926). mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

stummfilmtage bonn 250aDer Förderverein Filmkultur Bonn e.V. kann das 36. Bonner Sommerkino unter Auflagen realisieren: Die Internationalen Stummfilmtage werden vom 06. bis 16. August 2020 stattfinden.

Wie die Organisator*innen mitteilen, ist es nach Prüfung und Anpassung des Veranstaltungskonzepts gelungen, eine Variante des größten deutschen Stummfilmfestivals zu planen, die sämtliche coronabedingten Hygiene- und Sicherheitsgebote berücksichtigt.

Wie gewohnt werden im Arkadenhof der Universität Bonn elf Abende lang herausragende Produktionen aus der Frühzeit des Kinos mit live-musikalischer Begleitung zu erleben sein – Open Air und bei freiem Eintritt. Das Programm wird derzeit finalisiert und bis Mitte Juli 2020 bekanntgegeben. Das Platzangebot im Hof muss auf 500 Personen beschränkt werden.

filmstreifen 04 250Der US-amerikanische Filmkomiker Ben Turpin starb am 01. Juli 1940 im Alter von 70 Jahren  in Santa Monica an einem Herzleiden.

Der am 19. September 1869 in New Orleans geborene Turpin war überwiegend in Stummfilmen zu sehen. In seinen mehr als 200 Filmen fiel er vor allem durch sein schielendes rechtes Auge und den großen Oberlippenbart auf. Er drehte mit Charles Chaplin, Ernst Lubitsch, Stan Laurel & Oliver Hardy, Buster Keaton und anderen. mehr
Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

murnau filmtheater 250Am Donnerstag, den 02. Juli 2020, nimmt das Murnau-Filmtheater in Wiesbaden seinen Spielbetrieb wieder auf.

Das Publikum darf sich auf ein ausgewähltes Programm mit je einer Vorstellung von Mittwoch bis Freitag und je zwei Vorstellungen am Wochenende freuen. Es zeigt eine vielfältige und anspruchsvolle Filmauswahl, darunter auch Stummfilme aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. So sind am 05. Juli 2020 die zwei Lubitsch-Komödien "Als ich tot war" (D 1915) und "Die Austerprinzessin" (D 1919) zu sehen. mehr

filmstreifen 06 250Charlie Chaplins "Goldrausch" wurde am 26. Juni 1925 in Los Angeles uraufgeführt.

Mit "Goldrausch" schuf Chaplin ein Meisterwerk der Stummfilmära, gespickt mit komischen und sentimentalen Momenten. Unvergesslich sind etwa der sogenannte Brötchentanz, den Chaplin - in seiner Paraderolle als Tramp - seinem Publikum vorführt und auch die Szene, in der der hungernde Tramp seinen Schuh isst.

Im Jahr 1942 brachte Chaplin den Film in einer Tonfassung erneut in die Kinos. Vom American Film Institute wurde "Goldrausch" in die Liste der 100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten aufgenommen. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDas Münchner Filmmuseum hat für kurze Zeit Der Student von Prag (D 1926) auf der Videoplattform vimeo online gestellt. Es handelt sich um die Neuverfilmung der Fassung von 1913, die als eine der ersten Autorenfilme der Kinogeschichte gilt.

Auf der Leinwand sind Conrad Veidt, Werner Krauß, Elizza La Porta, Agnes Esterhazy und Fritz Alberti zu sehen. Regie führte Henrik Galeen. Am Drehbuch war auch Hanns Heinz Ewers beteiligt, auf dessen literarischer Vorlage die Geschichte beruht. 

Als Begleitung zur Restaurierung des Filmmuseums München ist eine Musik von Stephen Horne zu hören. Zum Film geht es unter https://vimeo.com/filmmuseummuenchen. Den Trailer zur Stummfilmreihe kann man hier anschauen.
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

klagenfurter filmmuseum kinodia 2020 250 1Seit den Anfängen der Kinematographie gehörten auch die Standbilder zum Kino. Vom „Herzlich willkommen“ über Hinweise wie „Die Wochenschau läuft nach dem Hauptfilm“ bis zu Ermahnungen „Es wird gebeten, die Vorführung nicht durch unangebrachte Äußerungen zu stören“ begleiteten die Kinodia die Vorstellung.

Vor einem Diapositiv fürchteten sich die Filmvorführer, denn es bedeutete Stress in der Kabine: „Entschuldigen Sie bitte die kurze Unterbrechung“. Aber das Kinodia konnte noch mehr: Für die Geschäfte im Ort waren die Informationen auf der Leinwand eine günstige Alternative zu einem kostspieligen Werbefilm. Ob Tankstelle, Seifenfabrik oder Trachtenstube, das Publikum sah die lokale Werbung auf jener Leinwand auf der sich auch die großen Filmstars tummelten. Auch Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz und die Feuerwehr warben mit einem Kinodia für ihre Angelegenheiten. Die 8,5 mal 8,5 cm großen Diapositive zwischen zwei dünnen Glasplatten sind inzwischen aus den Kinosälen verschwunden, aber die elektronischen Nachkommen der Kinodia gibt es noch immer.

Das Klagenfurter Kinomuseum präsentiert in seiner Sonderschau 2020 eine kleine Geschichte der Kinodia aus den 1930er- bis 1970er-Jahren. Als Besonderheit wurde das Museum erweitert und zeigt ab 18. Juli 2020 "Kinodia" stilecht auf der Leinwand des Open-Air-Kinos im Burghof.

Das Kinomuseum, gemeinsam mit der Lendcanaltramway und dem Stadtverkehrsmuseum, ist ab 04. Juli 2020 jeweils samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. mehr
Textquelle und Bild: Klagenfurter Filmmuseum

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" sind hier zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Die Berliner Zeitung berichtet über die Blu-ray/DVD-Neuerscheinung der vielbeachteten Restaurierung von "Die Stadt ohne Juden" (Österreich 1924). mehr

♦ Über das musikalische Schaffen des Filmkomikers Charlie Chaplin schreibt die Neue Zürcher Zeitung. mehr

♦ Die Internetseite Onetz fragt "Schwarz-Weiß-Kino: Wie rassistisch ist Hollywood?" und erwähnt dabei auch den umstrittenen Stummfilm "The Birth Of A Nation" (USA 1916) von D.W. Griffith. mehr

♦ Die Ufa-Filmnächte werden in 2020 online übertragen, berichtet filmecho filmwoche. Zu sehen sein werden drei deutsche Klassiker des Stummfilms.

♦ Über die Schließung des tradtitionsreichen Berliner Kinos "Colosseum" schreibt die Webseite "tratsch-klatsch". mehr

♦ Die Leipziger Volkszeitung stellt Tobias Rank vor, der mit seinem Wanderkino unterwegs ist. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

"Das Metropolis Orchester Berlin lädt am Sonntag, den 21. Juni 2020, per Livestream zu einer musikalischen Reise durch die Kinogeschichte Berlins von den Stummfilmzeiten bis zu den ersten Tonfilmen ein.

Das Konzert "Berlin – Filmstadt der 20er-Jahre" wird aus dem ehemaligen Stummfilmkino Delphi in Berlin übertragen und ist auf den Internetkanälen www.facebook.com/MetropolisOrchesterBerlin und www.youtube.com/theaterimdelphi zu sehen. Start ist um 20:00 Uhr.
Foto: Metropolis Ochester Berlin

filmklappe blau 250 neuDer amerikanischer Schauspieler und Regisseur Charley Chase starb am 20. Juni 1940 im Alter von 46 Jahren in Hollywood.

Der haupstsächlich als Filmkomiker bekannte Chase drehte unter anderem mit dem Regisseur Mack Sennett, der als Vater der Slapstick-Komödie gilt. Chase war unter anderem zusammen mit Charlie Chaplin und dem Komikerduo Stan Laurel & Oliver Hardy auf der Leinwand zu sehen. Er inszenierte mehreren Folgen von "Die kleinen Strolche". Charley Chase führte bei ca. 150 Filmen Regie und war in ca. 275 Filmen als Darsteller zu sehen. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Die kulturellen Aktivitäten von Bertelsmann unter der Dachmarke Culture@Bertelsmann gehen auch in Zeiten räumlicher Distanz weiter: Ab sofort wird das internationale Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen seine Kulturformate in den digitalen Raum verlagern.

Geplant sind bis zum Herbst 2020 vielfältige Streaming-Angebote, Live-Übertragungen und interaktive Projekte rund um Musik, Filme und Literatur. Auch Rückblicke auf frühere Kulturprojekte wie Konzerte, Lesungen und Ausstellungen werden präsentiert.

Das Angebot findet auf der Website (www.bertelsmann.de/culturedigital) und dem YouTube-Kanal (www.youtube.com/bertelsmann) des Konzerns statt. In den sozialen Medien sind die Kulturaktionen vor allem auf www.facebook.com/Bertelsmann und zahlreichen Partnerkanälen unter dem Hashtag #BertelsmannCultureDigital zu finden.

Im Hochsommer steht Culture@Bertelsmann ganz im Zeichen des Stummfilmfestivals UFA Filmnächte, das aus gegebenem Anlass ausschließlich im Netz stattfinden wird, statt wie sonst mit tausenden Gästen unter freiem Himmel auf der Berliner Museumsinsel. Vom 20. bis zum 22. August 2020 werden drei legendäre Stummfilme in voller Länge als Livestream präsentiert und für jeweils 24 Stunden kostenfrei im Netz abrufbar sein.

Den Auftakt macht Fritz Langs effektreicher Science-Fiction-Film "Frau im Mond" von 1929 mit einer musikalischen Interpretation von Star-DJ Jeff Mills. Tags darauf folgt "Menschen am Sonntag" von Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer und Billy Wilder (1929/1930), zu dem DJ Raphaël Marionneau die Musik beisteuert. Am dritten Abend wird Lotte Reinigers "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" von 1926 gezeigt, der älteste noch erhaltene abendfüllende Animationsfilm der Geschichte, musikalisch begleitet von dem Ensemble Trioglyzerin. Prominente Filmpaten vermitteln dem Publikum den historischen Hintergrund der jeweiligen Filme. mehr
Textquelle: Bertelsmann SE & Co. KGaA, übermittelt durch news aktuell; Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

stephan graf von bothmer 250 1 birgit meixnerAm Freitag, den 19. Juni 2020, um 19:30 Uhr vertont der Stummfilmmusiker Stephan Graf von Bothmer "Das Zeichen des Zorro".

Der actionreiche Abenteuerstreifen kam vor hundert Jahren, am 27. November 1920, in die Kinos. Die erste Produktion der Filmfirma United Artists machte Douglas Fairbanks sen. in der Rolle des degenschwingenden Helden zum Hollywoodstar.

Das Stummfilmkonzert mit Stephan Graf von Bothmer wird als Livestream übertragen und ist auf dem Internetkanälen https://www.youtube.com/user/StephanvonBothmer und https://www.facebook.com/stephan.von.bothmer zu sehen. Am Sendeort in Berlin ist Publikum zugelassen, es gibt allerdings nur wenige Tickets. Mehr Infos zum Termin und Ticketkauf findet man hier.
Foto: Birgit Meixner

filmstreifen 08 250 buntDas Münchner Filmmuseum hat für kurze Zeit den Abenteuerfilm Die weiße Wüste auf der Videoplattform vimeo online gestellt.

Der Tierhändler, Filmproduzent und Autor John Hagenbeck, am 15. Oktober 1866 in Hamburg geboren und mit dem Tierparkgründer Carl Hagenbeck verwandt, gründete 1918 in Berlin die John-Hagenbeck-Film GmbH. Ab 1919 produzierte die Firma Unterhaltungsfilme, die die Zuschauer in eine Welt voller Abenteuer und mitunter wilder Tiere entführte. Bis 1923 fertigte die John-Hagenbeck-Film vierzehn Spielfilme und neun Trickfilme an, darunter auch "Die weiße Wüste" (D 1922) mit Carl de Vogt und Eduard von Winterstein. Carl Hagenbeck starb am 16. Dezember 1940 in Colombo/Sri Lanka.

Als Begleitung zur Restaurierung des Filmmuseums München ist eine Musik von Peter Eisheuer zu hören. Zum Film geht es unter https://vimeo.com/filmmuseummuenchen. Den Trailer zur Stummfilmreihe kann man hier anschauen.
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

trio transformer 250Am Samstag, den 20. Juni 2020, um 19:00 Uhr öffnet mit einer Stummfilmvorführung das Kino im Filmmuseum Potsdam nach längerer Corona-Pause wieder seine Pforten.

Gezeigt wird Paul Lenis Episoden-Horrorfilm "Das Wachsfigurenkabinett" (D 1924) mit Emil Jannings, Conrad Veidt und Werner Krauß. Es spielt das Trio Transformer.

Ein junger, namenloser Dichter wird vom Besitzer eines Wachsfigurenkabinetts beauftragt, Geschichten über seine drei eindrücklichsten Exponate zu verfassen. Der Kalif von Bagdad Harun ar-Raschid, Iwan der Schreckliche und Jack the Ripper bedrohen in den folgenden drei Episoden den träumenden Dichter, der sich jeweils als Held seiner eigenen Geschichten imaginiert – an seiner Seite die hübsche Tochter des Panoptikumsbesitzers.

filmstreifen 04 250Der Filmkomiker Stan Laurel wurde am 16. Juni 1890 in Ulverston (England) als Arthur Stanley Jefferson geboren. Er starb am 23. Februar 1965 in Santa Monica (US-Bundesstaat Kalifornien).

Zusammen mit Oliver Hardy bildetete er das weltweit bekannte Komikerduo Laurel und Hardy, in Deutschland auch als  "Dick und Doof" bekannt. Schon vor seiner Zusammenarbeit mit Hardy trat er in zahlreichen Stummfilmen auf. Er wurde 1961 mit einem Ehrenoscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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Jubiläum

100 jahre caligari

Im Februar 1920 fand in Berlin die Premiere des expressionistischen Meisterwerks "Das Cabinet des Dr. Caligari" statt. Der Film gilt als einer der bedeutensten der Kinogeschichte und als ein Schlüsselwerk des deutschen Films. mehr und Caligari-Quiz