lubitsch stern berlin 250In der Reihe "Lecture & Film" mit Filmvorführungen und Expertenvorträgen über den Regisseur Ernst Lubitsch und seine Filme wird am 20. April 2017 die Komodie Die Puppe im Kino des Filmmuseum Frankfurt/Main gezeigt.

Ergänzend zum Film, den Lubitsch 1919 mit Ossi Oswalda in der Hauptrolle drehte, analysiert Elisabeth Bronfen, Lehrstuhlinhaberin am Englischen Seminar der Universität Zürich, unter dem Titel "Ein Spiel verzauberter Blicke. Die Puppe von Ernst Lubitsch" das Werk. mehr

"Lecture & Film" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Kulturamts der Stadt Frankfurt am Main. mehr zur Veranstaltungsreihe

Lubitschs Œu­v­re, insgesamt über 70 Kinowerke, verbindet oftmals turbulent Komödiantisches mit einer genauen Beobachtung gesellschaftlicher und zwischenmenschlicher Befindlichkeiten. Nach einer intensiven und erfolgreichen Schaffensphase in Deutschland emigrierte Lubitsch 1922 in die USA und gehörte auch dort zu den profiliertesten Regisseuren seiner Zeit. Vor allem in seinen US-amerikanischen Produktionen kultivierte er seine Erzählweise und filmischen Ausdrucksmittel zum sogenannten "Lubitsch Touch". Kurz vor seinem Tod erhielt er einen Ehrenoscar für sein herausragendes Wirken in der Filmbranche. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Ernst Lubitsch auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Am 16. April 2016 öffnete in der Schweiz das Museum "Chaplin´s World" zum ersten Mal seine Pforten.

Das ehemalige Domizil von Kinolegende Charlie Chaplin am Genfer See wurde über mehrere Jahre aufwändig in ein Museum umgebaut und ist seitdem für alle Interessierten geöffnet. In zwei Themenwelten werden interessante Einblicke in das private Leben und künstlerische Schaffen des Ausnahmekünstlers gegeben. 30 naturalistisch gestaltete Wachsfiguren von Chaplin und seinen Weggefährt/innen zeichnen ein lebensechtes Bild von seinem Werdegang. Ein Café und ein Museumsshop ergänzen den Ausstellungsbereich. mehr

filmstreifen 06 250Die Dokumentarfilminitiative und das Filmbüro NW laden am 26. und 27. April 2017 zum Symposium "Das NRW-Filmerbe: Archivierung, Digitalisierung und Veröffentlichung" in das  Filmforum NRW in Köln ein.

Die Organisatoren werfen anlässlich der Veranstaltung die (rhetorische) Frage auf, ob es überhaupt ein NRW-Filmerbe gibt. Und ob es nicht ausreichend wäre, wenn die Erhaltung des deutschen Filmerbes vor allem auf der Bundesebene diskutiert und organisiert werden würde.

Am Beispiel von NRW soll an den zwei Symposiumstagen gezeigt werden, dass es unterschiedliche Filmgeschichten in den Bundesländern gibt mit spezifischem Vorkommen und Relevanzen. Zudem wird explizit die Perspektive der Filmemacher/innen und Produzent/innen berücksichtigt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

cover kafka geht ins kino 250Ende April 2017 erscheint bei Edition Filmmuseum die DVD "Kafka geht ins Kino“ (Ausgabe 95).

Die 4er-Box lehnt sich an Hanns Zischler aktuell überarbeitete Neuauflage seines Filmbuchklassikers "Kafka geht ins Kino" an und vereint alle erhaltenen Filme, die sich Franz Kafkas Tagebüchern und Korrespondenzen zuordnen lassen. Der Schriftsteller war ein begeisterter Kinogänger.

Die Filme der Edition reichen von Wochenschauen über historische Ereignisse bis hin zu frühen Melodramen, Kriminalfilmen und Komödien. Die Filme wurden von Filmarchiven in Amerika, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Russland und Tschechien restauriert und mit neuen Begleitmusiken von Günter A. Buchwald und Richard Siedhoff versehen.

Ergänzend zur Veröffentlichung präsentiert das Münchner Filmmuseum die Filme in seinem Kino mit der Reihe „Mit Kafka im Kino“. Das Programm mit einem ausführlichen Einleitungstext von Hanns Zischler findet man hier als PDF.
Textquelle und Bild: Edition Filmmuseum

cover 1917 die russische revolutionDie Russische Revolution, die sich in 2017 zum hundertsten Mal jährt, war eines der bedeutendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Das kollektive Bild über Abläufe und Hintergründe speist sich auch aus den eindrucksvollen Szenen des Stummfilms Oktober, meisterhaft inszeniert von Sergei M. Eisenstein im Jahr 1928.

Dass es tatsächlich anders verlief, schildert Filmemacher Paul Jenkins in seiner 2007 entstandenen Dokumention "1917 – Die Russische Revolution", die nun in der Reihe ARTE Edition (absolut medien) auf DVD erscheint. Jenkins konnte auf zahlreiche, wenig gesehene und beachtete Dokumente und Aufnahmen zurückgreifen.

Erstaunlicherweise wurden viele wichtige Etappen der Revolution im Film festgehalten. Aufnahmen aus russischen, amerikanischen und europäischen Archiven, Tagebuchaufzeichnungen, Kunstwerke und Fotografien sowie zahlreiche Briefwechsel (Lenin, Kerenski, Trotzki u.a.) erlauben einen neuen Blick auf das Revolutionsgeschehen. Viele dieser Quellen wurden für die Dokumentation erstmals genutzt und werfen neue Fragen auf: Wer waren die eigentlichen Akteure dieser Revolution? Welche Rolle haben Großbritannien, Frankreich und Deutschland gespielt? Wurde die Machtübernahme durch die Bolschewiki tatsächlich von den Offizieren der russischen Armee gefördert, um Russland vor dem Chaos zu retten? "1917 – Die Russische Revolution“ legt Material vor, das zu einem neuen Verständnis der Revolution beiträgt. mehr

Passend zur Dokumentation ist vor Kurzem die DVD "Der Neue Mensch – Aufbruch und Alltag im revolutionären Russland“ (absolut medien) erschienen. mehr und mehr
Textmaterial & Bild: absolut medien GmbH

Die kanadische Schauspielerin und Filmproduzentin Mary Pickford wurde vor 125 Jahren, am 08. April 1892, als Gladys Louise Smith in Toronto geboren.

Sie zählt noch heute zu den populärsten Stars des frühen Kinos. Ihre Filmkarriere begann 1909 unter D. W. Griffith. Sie spielte unter anderem in den Stummfilmen Der kleine Lord (USA 1921), Rosita (USA 1923) von Ernst Lubitsch und, zusammen mit Douglas Fairbanks sen., in The Goucho (USA 1927).

Pickford war zudem Gründungsmitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences ("Oscarverleihung") und der Filmgesellschaft United Artists. Sie starb am 29. Mai 1979 in Santa Monica (US-Bundesstaat Kalifornien). mehr

filmstreifen 09 250Bei der 41. Rostocker Stummfilmnacht am 07. April 2017 wird um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche der Stummfilm Juha gezeigt.

Der finnische Regisseur Aki Kaurismäki dreht den Film im Jahr 1999. Live musikalisch begleitet wird das Werk, das auf dem gleichnamigen Roman von Juhani Aho basiert, von Alexander Kraut. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 orange ohne soundDas Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum Berlin zeigt am Freitag, den 07. April 2017, um 18.30 Uhr den deutschen Stummfilm "Der Unüberwindliche".

In der jüngst restaurierten Produktion aus dem Jahr 1928 spielte Luciano Albertini, ein Star des italienischen und deutschen Sensation- und Historienfilms, die Hauptrolle. Für die Spezialeffekte/Animationen von "Der Unüberwindliche" war Oskar Fischinger verantwortlich, für die Kameraarbeit unter anderem Guido Seeber.

Am Flügel im Zeugahuskino vertont Peter Gotthardt live das Geschehen auf der Leinwand. Eine Einführung in das Werk gibt Ivo Blom. mehr

In der Historischen Stadthalle in Wuppertal wird am 05. April 2017 der Stummfilm Der General gezeigt.

Der amerikanische Schauspieler und Filmregisseur Buster Keaton drehte die berühmte Komödie im Jahr 1926. Legendär ist die Szene, in der eine echte Lokomotive von einer Brücke ins Tal stürzt. Die aufwändige Produktion war kein Erfolg an den Kinokassen, brachte Keaton in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten und läutete sein Karriereende ein. Mitte des 20. Jahrhunderts erlebten er und seine Filme eine Renaissance.

"Der General" wird am 05.04.2017 in Wuppertal von Wilfried Kaets live musikalisch vertont. mehr

filmstreifen 04 250Der Kriminalfilm Schloß Vogelöd wird am 02. und 05. April 2017 im Kino der Murnau Stiftung in Wiesbaden gezeigt.

Anlass für die Vorführungen ist der 120. Geburtstag von Hauptdarstellerin Olga Tschechowa, die am 26. April 1897 in Alexandropol (damals Russisches Kaiserreich, heute Gjumri in Armenien) geboren wurde. Schloss Vogelöd, im Jahr 1921 von Friedrich Wilhelm Murnau inszeniert, war ihr Debütfilm. Der Story beruht auf dem gleichnamigen Kriminalroman von Rudolf Stratz. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

In der Peter- und Paulskirche Köngen wird am Freitag, den 31. März 2017, um 20:00 Uhr Der müde Tod von Fritz Lang gezeigt.

In der Hauptrolle des 1921 gedrehten Film ist Lil Dagover zu sehen. Das Drehbuch verfasste Thea von Harbou in Zusammenarbeit mit dem Regisseur. Live musikalisch begleitet wird der Stummfilmklassiker von Stiftsmusikdirektor Frank Oidtmann an der Krichenorgel. Der Eintritt ist frei. mehr

cinema sessions filmarchiv austria kinoanarchie 03 2017 250Im Wiener Metro Kinokulturhaus werden am Mittwoch, den 29. März 2017, um 20:15 im Rahmen der Reihe "Cinema Sessions" frühe Stummfilme (1902-1907) unter dem Slogan "Kinoanarchie" gezeigt. "Cinema Sessions" widmet sich damit bereits zum zweiten Mal diesem Thema.

Das frühe Kino war Schaulust pur. "Das ist keine Bühne und kein Bild, das ist Leben!", resümierte Walter Serner in seiner Beschreibung des damals frisch aus der Schaustellerei entstandenen Kinos, das langsam, aber sicher auch die Provinzen eroberte und die Sinne auf eine Weise einnahm, wie keine andere Kunst zuvor.

Fragmente des Lebens in allen Facetten: rasend bunt und übermütig, rührend, verrucht, zum Brüllen komisch. Bürgerliche Konventionen wurden unterlaufen, Benimm und Sitten auf der Leinwand gesprengt. Die Pariser Filmproduktion der Pathé Frères wurde dabei zum Synonym für dieses ungefilterte Kino der Attraktionen. Schaustücke von nur wenigen Minuten – Manifeste der neuen Sehkultur – verhandelten die elementaren Themen und zogen auch formal alle Register der jungen, anarchischen Kinokunst. Tempo, Farbe, Feuer, Erotik prasselten auf den Zuschauer ein, speziell im Fall der Wiener Saturn durchaus auch mit kritisch­ironischen Untertönen. Damit positionierte sich das Kino endgültig als Gegenkultur und brachte Sittenwächter, Bewahrungspädagogen und staatliche Ordnungshüter gegen sich auf, bis um 1910 seine anarchische Kraft schließlich zu versiegen begann. Die zügellosen Laufbilder wurden gebremst, teilweise aufgrund verstärkter Restriktionen, teilweise aufgrund von Selbstzensur seitens der Kinounternehmer, die nun die bürgerliche Hochkultur für sich als neue, erfolgsversprechende Projektionsfläche entdeckten.

In Anlehnung an die aktuelle Ausstellung Archiv der Schaulust im Metro Kinokulturhaus folgt nun der zweite Teil dieser anarchistischen Ausgabe der Cinema Sessions mit ausgewählten, wunderbaren Dokumenten aus der schrillen Zeit des Attraktionskinos. Mit Live-Musikbegleitung von J.A.X. (Jakob Schauer), Wiener Klangkünstler, Produzent und DJ, Mitglied des Elektroakustischen Kammermusik Ensembles (EKAME) und seit 2012 Teil des Drum & Bass Kollektivs Vollkontakt. Bis 31. Juli täglich bis 21:00 sind Jakob Schauers Klanginstallationen in den Räumen der Ausstellung »Archiv der Schaulust« im METRO Kinokulturhaus zu erleben. Kuratiert ist die Vorstellung am 29.03.2017 von Ernst Kieninger vom Filmarchiv Austria.
Textquelle und Foto: Filmarchiv Austria

filmstreifen 15Zum zweiten Mal wird zu den Dresdner Stummfilmtagen in das Kino der "Technischen Sammlungen Dresden" eingeladen.

Unter dem Motto "Internationale Stummfilmproduktionen - zum Lachen, Staunen und Fürchten" werden vom 30. März bis 01. April 2017 insgesamt sechs Produktionen mit Livemusik gezeigt. Der Eintritt pro Film beträgt 8 Euro (ermäßigt 7 Euro), das Reservierungstelefon lautet 0351/4887272. Mehr Infos zum Festival hier.

Programmübersicht
Donnerstag, 30.03.2017, 19:00 Uhr: Das Himmelsschiff (Dänemark 1918)
Donnerstag, 30.03.2017, 21:00 Uhr: Varieté (Deutschland 1925)
Freitag, 31.03.2017, 19:00 Uhr: Der Mieter (Großbritaninien 1927)
Freitag, 31.03.2017, 21:00 Uhr: Ausgerechnet Wolkenkratzer! (USA 1923)
Samstag, 01.04.2017, 19:00 Uhr: Der General (USA 1926)
Samstag, 01.04.2017, 21:00 Uhr: Berlin - Die Sinfonie der Großstadt (Deutschland 1927)

filmstreifen 02 250Roscoe „Fatty“ Arbuckle wurde vor 130 Jahren, am 24. März 1887, in Smith Center (US-Bundesstaat Kansas) geboren.

Fatty ("Dickerchen") Arbuckle war einer der großen Komödianten der Stummfilmära. Zu seinen Filmpartnern gehörten Charlie Chaplin, Buster Keaton, Ben Turpin, Stan Laurel und Oliver Hardy. Er starb am  29. Juni 1933 in New York City. mehr

filmstreifen 08 250Der deutsche Schauspieler Rudolf Lettinger starb vor 80 Jahren, am 21. März 1937, in Berlin.

Er war unter anderem in Fritz Langs Abenteuer-Zweiteiler Die Spinnen (1919/20), Das Cabinet des Dr. Caligari (1920) von Robert Wiene, Nathan der Weise (1922) von Manfred Noa und Luther – Ein Film der deutschen Reformation (1928) von Hans Kyser zu sehen. Er wurde am 26. Oktober 1865 in Hamburg geboren. mehr

Tanz und Kino

filmmuseum potsdam tanzausstellung 2017 2018 foto julietta l wehr 250

Das Filmmuseum Potsdam zeigt bis zum 22. April 2018 die Sonderausstellung „Alles dreht sich … und bewegt sich. Der Tanz und das Kino“. mehr

Virtuelle Ausstellung

filzinger foto dif

Die Online-Ausstellung "Das Kino des Ersten Weltkriegs: Einsichten in eine transnationale Mediengeschichte" zeigt mit historischem Film- und Fotomaterial, wie Filmausschnitte, Fotografien und Plakate, ein umfassendes Bild der Filmgeschichte des Ersten Weltkriegs zeichneten. mehr

Pordenone 2017

Das international bedeutendste Stummfilmfestival "Le Giornate del Cinema Muto" wird jedes Jahr in Pordenone/Italien veranstaltet. Es findet in 2017 vom 30. September bis 07. Oktober statt. mehr ...

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