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metro 1 250Der deutsche Szenenbildner Erich Kettelhut wurde vor 125 Jahren, am 01. November 1893, in Berlin geboren.

Kettelhut war als Ausstatter an bedeutenden Stummfilmen der Weimarer Zeit beteiligt, unter anderem an den Joe-May-Produktionen Die Herrin der Welt (1919), Das indische Grabmal (1921) und Asphalt (1929) und an den Fritz Lang-Streifen Dr. Mabuse, der Spieler (1922), Die Nibelungen (1924) und Metropolis (1927).

Seine vorletzte Mitwirkung an einem Film ist gleichzeitig die letzte Regiearbeit von Fritz Lang: Die 1000 Augen des Dr. Mabuse aus dem Jahr 1960. Kettelhut starb am 13. März 1979 in Hamburg. 2009 erschien das von Werner Sudendorf herausgegebene Buch "Erich Kettelhut – Der Schatten des Architekten – Erinnerungen". mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Die deutsche Filmschauspielerin Marga Lindt wurde vor 130 Jahren, am 01. November 1888, als Margarethe Constanze Tinchen Sauer in Coburg geboren.

Lindt trat vor ihrer Filmkarriere als Pantominin bei Zirkusvorstellungen auf. Ab 1918 war sie in vielen Folgen des Filmserials Harry Hill zu sehen. Mit dem Harry-Hill-Darsteller Valy Arnheim war sie zeitweise verheiratet. Sie starb am 27. August 1969 in Obermaßfeld-Grimmenthal (Thüringen). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 01 250Vom 02. bis 11. November 2018 findet die erste Ausgabe von "Remake. Frankfurter Frauen Film Tage" statt.

Ganz im Sinne der Arbeit der Kinothek Asta Nielsen e.V., dem Veranstalter der Filmschau, werden dabei Filme von Frauen sowie Filme von Relevanz für die Wahrnehmung und Reflexion der Geschlechterverhältnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Veranstaltungsformat gibt der Arbeit der Kinothek einen neuen Rahmen, um weibliche Filmarbeit aus Gegenwart und Geschichte, darunter auch Werke aus der Frühzeit des Kinos, zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen und die Aufführung von Filmen in ihren Originalformaten zu pflegen.

Thematisch geht Remake 2018 von dem Doppeljubiläum "100 Jahre Frauenwahlrecht" und "50 Jahre feministische Filmarbeit" aus und steht im Zusammenhang mit der Ausstellung und Veranstaltungsreihe Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht des Historischen Museums Frankfurt. Parallel beginnt Remake 2018 eine Rückschau auf die Entwicklung feministischer Filmfestivals: Den Auftakt macht der Women's Event ' 72 des Edinburgh International Film Festival. Ein drittes Element von Remake ist eine Personale, die sich der Wiederentdeckung und Sicherung der Werke einer Filmemacherin aus dem Rhein-Main-Gebiet widmet. mehr 

Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

100 jahre stummfilm klassiker logo 250

In diesem und in den kommenden Jahren feiern einige der bemerkenswertesten und bedeutendsten Filme, entstanden in der Zeit der Weimarer Republik, ihr hundertstes Entstehungsjahr.

Die erste deutsche parlamentarische Demokratie von 1918 bis 1933 bildete die gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und künsterlischen Rahmenbedingungen für eine der interessantesten Perioden der internationalen Filmgeschichte.

Stummfilme wie Robert Wienes expressionistischer Horrorfilm Das Cabinet des Dr. Caligari (1920), Friedrich Wilhelm Murnaus Vampirgeschichte Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (1922) und Fritz Langs Science-Fiction-Monumentalfilm Metropolis (1927) entstanden in dieser Zeit, sind vielzitierte Meilensteine der Filmgeschichte und ziehen auch heute noch ein weltweites Publikum in ihren Bann.

Mit der Initiative "100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik" möchte Stummfilm Magazin Interesse und Begeisterung für den frühen Film wecken und zu einer Auseinandersetzung mit ihm anregen. In jedem Kampagnenjahr stellt Stummfilm Magazin mehrere bedeutende deutsche Stummfilme in den Mittelpunkt seiner Berichterstattung.

Die Initiative von Stummfilm Magazin startet Amfang November 2018, hundert Jahre nach der Ausrufung der Weimarer Republik.

filmstreifen 06 250Die Landeshauptstadt München sucht für das Kulturreferat, Münchner Stadtmuseum, Filmmuseum zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Mitarbeiter/in im Filmmuseum.

Das Filmmuseum München ist eine Abteilung des Münchner Stadtmuseums und organisiert tägliche Filmvorführungen im eigenen Kinosaal. Es verfügt über eine eigene Filmsammlung und verwaltet die Werke bekannter Filmemacher/innen. Große Beachtung finden seine Rekonstruktionen von Klassikern der Filmgeschichte, insbesondere aus der Stummfilmzeit, die auf Filmfestivals und in Kinematheken in aller Welt gezeigt werden.

Die Aufgabenschwerpunkte der ausgeschriebenen Stelle sind unter anderem das Erschließen und Betreuen der Filmdokumentensammlung des Filmmuseums, die wissenschaftliche Recherche für die Restaurierung und Rekonstruktion der Bestände des Filmmuseums in Archiven und Datenbanken, das Mitgestalten und Betreuen des Filmprogramms, das Klären von Aufführungsrechten, das Betreuen von Künstlern und Gästen, das Betreuen der Filmveranstaltungen durch Einführungen, Moderationen und Publikumsgespräche, das Beraten von Benutzerinnen und Benutzern der Film- und Filmdokumentensammlung (Fachöffentlichkeit) und das Verfassen von filmwissenschaftlichen Texten für das Programmheft. zur Stellenanzeige
Textquelle: Landeshauptstadt München; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

die nibelungen siegfrie 02 quelle friedrich wilhelm murnau stiftung 250Am Samstag, den 03. November 2018, wird um 15:00 Uhr im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden der erste Teil von Fritz Langs Epos Die Nibelungen mit eingespielter Originalmusik von Gottfried Huppertz gezeigt.

Die Verfilmung des mittelhochdeutschen Nibelungenliedes gehört zu den monumentalen Produktionen des Weimarer Kinos. Lang und Autorin Thea von Harbou konzipierten den zwischen 1922 und 1924 entstandenen Film in zwei Teilen: Siegfried und Kriemhilds Rache.

Als Vorlage diente nicht die populäre Oper Richard Wagners, sondern die ursprüngliche nordische Volkssage. Diese Entscheidung spiegelt sich auch in ästhetischen Gesichtspunkten – wie der Architektur und den Kostümen – wider, als auch in der Musikbegleitung. Statt Motive aus Wagners Oper zu verwenden, komponierte Gottfried Huppertz eine neue Musik. In sieben Gesängen bzw. Akten werden im ersten Teil der Aufstieg und Fall des niederländischen Thronnachfolgers Siegfried beschrieben, der einen Drachen tötet, den Nibelungenschatz erbeutet und seine große Liebe Kriemhild befreit. Doch das Schicksal wendet sich gegen den Helden. Mit der Vorführung würdigt das Murnau-Filmtheater den 125. Geburtstag des Filmausstatters Erich Kettelhut.

Am Samstag, den 10. November 2018, um 15.00 Uhr ist dann der zweite Teil "Die Nibelungen: Kriemhilds Rache" zu sehen. mehr
Textquelle und Foto: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

filmrestaurierung 250 03Der 27. Oktober ist "Welttag des audiovisuellen Erbes". Die Unesco hat den Tag im Jahr 2005 ausgerufen, in Deutschland wird er seit 2007 begangen.

Die Unesco will mit dem Welttag auf die Notwendigkeit zum Erhalt von analogen und digitalen Medien, wie zum Beispiel Fotos, Filme und Tonaufnahmen, aufmerksam machen. Deutschland ist mit über zwanzig Beiträgen im "Memory of the World"-Register der UNESCO berücksichtigt, darunter die Gutenberg-Bibel, Goethes literarischer Nachlass und – als erster Film weltweit – Fritz Langs monumentaler Science-Fiction-Film Metropolis aus dem Jahr 1927. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 01 250Das cinefest in Hamburg widmet sich in 2018 einem "Meister des Weimarer Kinos – Joe May und das wandernde Bild".

Begleitet wird das Festival, das vom 17. bis 25. November 2018 stattfindet, erneut von einem filmhistorischen Kongress, der vom 22. bis 24. November 2018 angesetzt ist.

Der hunderste Jahrestag der Gründung der Weimarer Republik ist für das Cinefest Anlass, Werk und Wirkung eines der bedeutendsten Filmschaffenden des Weimarer Kinos neu zu betrachten. Der in Wien geborene Regisseur und Produzent Joe May (1880–1954) kam 1911 mit einem Filmteil für die Revue "Rund um die Alster" im Neuen Operetten-Theater in Hamburg zum Kino. Später betrieb er ein eigenes Filmatelier in Berlin-Weißensee und ein Außengelände in Woltersdorf.

Er war Entdecker von Talenten (Regisseure Harry Piel und Fritz Lang, Autorin Thea von Harbou, Filmarchitekt Erich Kettelhut etc.) und Pionier zahlreicher Filmgenres wie Detektivfilm, Melodram und Rätselfilm. Vor allem wurde er durch Monumentalfilme wie den der Dreiteiler Veritas vincit (D 1918/19), die achtteilige Abenteuerserie Die Herrscherin der Welt (D 1919) und der Zweiteiler Das indische Grabmal (D 1921) bekannt. Nach Meisterwerken wie Asphalt (D 1928/29) und der Tonfilmkomödie Ihre Majestät die Liebe (D 1930) wurde er von den Nazis ins Exil gezwungen.

Neben seinen Filmen und denen seiner Frau Mia May (1884-1980) und Tochter Eva May (1902-22) stehen im Fokus von Festival und Kongress auch Werke seiner "Schüler", solche seiner internationalen Zeitgenossen sowie Pre-/Remakes.

Das Cinefest 2018 steht auch in Zusammenhang mit einem Online-Portal zur Weimarer Republik, das der Mitveranstalter Bundesarchiv mit Bildern, Plakaten und Dokumenten aus seinen Beständen aufbaut. mehr
Textquelle: Veranstalter Cinefest 2018; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Nach dem Hessischen Kinokulturpreis 2018 erhält das Murnau-Filmtheater in Wiesbaden eine weitere Auszeichnung.

Am Freitag, den 26.10.2018, wurden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Berliner Filmhaus am Potsdamer Platz zum 19. Mal die Kinopreise des Kinematheksverbundes vergeben. Auszeichnungen in vier Kategorien zeichnen die Arbeit von Kommunalen Kinos und filmkulturellen Initiativen aus, die für außergewöhnliche Filmprogramme stehen. Ihr Engagement für die Weiterentwicklung des Kinos als Ort der Vielfalt, als kultureller Treffpunkt und Kulturgut wird damit gleichermaßen gewürdigt.

filmklappe blau 250 orange ohne soundDie amerikanische Film- und Theaterschauspielerin Diana Serra Cary, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Baby Peggy, wurde vor 100 Jahren, am 26. Oktober 1918, in Merced im US-Bundesstaat Kalifornien geboren.

Sie ist eine der letzten lebenden Stummfilmstars. Bereits mit zarten Alter von drei Jahren – im Jahr 1921 – war sie vor der Filmkamera tätig. Innerhalb kürzester Zeit spielte sich Baby Peggy in die erste Liga der Kinderstars im Hollywood der 1920er-Jahre. mehr und mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmrestaurierung 250 10Zum UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes würdigt das Filmmuseum Potsdam in einer Filmreihe vom 27. Oktober 2018 bis 04. November 2018 den geheimnisvollen, unsichtbaren Kanon der unvollendeten Filmmeisterwerke.

Mit Hilfe von Dokumentationen, die eine Rekonstruktion wagen, mit Neuauflagen und rekonstruierten Fragmenten sowie in Gesprächen und Einführungen wird einen Blick auf eine andere Filmgeschichte und deren Autoren geworfen. In der Reihe wird auch Erich von Stroheims Queen Kelly (USA 1929/1985) mit Gloria Swanson in der Hauptrolle gezeigt.

Schon zu Beginn seiner Karriere wurde von Stroheim der Beiname "the man you love to hate" verpasst. Seine Filme zelebrieren Bosheit, Hochmut, Lust und Perversion. Fast alle seiner Werke wurden gnadenlos gekürzt und verstümmelt. Mit den Worten "hier ist ein Verrückter am Drücker" stoppte Gloria Swanson, Filmstar und Produzentin, das Vermächtnis Stroheims. Zu Recht befürchtete sie, dass Queen Kelly nicht die Zensur passieren würde. In der Tat ließ Stroheim bei der Geschichte von einer puritanischen Klosterschülerin, die ein Bordell erbt, keine expliziten Details wie Nacktszenen oder Alkoholexzesse aus.

Das Filmmuseum Potsdam präsentiert am Sonntag, den 28.10.2018, um 19:00 eine restaurierte Version von 1985, die Stroheims Originalmanuskript folgt. Das nie gedrehte Ende von "Queen Kelly" wurde darin durch Texttafeln und Standbilder ersetzt. Eine Einführung in den Film hält Thembi Linn Hahn.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

richard siedhoff 2 250Anlässlich des anstehenden 130. Geburtstags von Friedrich Wilhelm Murnau vertont das Metropolis Orchester Berlin  Kino drei herausragende Werke des einflussreichen Meisterregisseurs.

Zu sehen ist im Berliner Babylon Kino am Mittwoch, den 31.Oktober 2018, um 19:30 Uhr Nosferatu – eine Symphonie des Grauens (D 1922) mit der von Hans Brandner neu eingerichteten Originalmusik von Hans Erdmann. Am Freitag, den 02. November 2018, wird der Film nochmals mit Livemusikbegleitung um 19:30 Uhr und 22:00 Uhr für gruselige Stimmung sorgen.

Der letzte Mann aus dem Jahr 1924 steht am Montag, den 05.November 2018, auf dem Programm. Die Musiker spielen eine brandneue Komposition von Richard Siedhoff (Foto), einem der profiliertesten Stummfilmmusiker unserer Tage. Zu einem Der Gang in die Nacht (D 1921) wird dann am 01. Dezember 2018 eingeladen. Auch hier erklingt eine Komposition von Richard Siedhoff. Die Vorführung findet im Berliner Zeughaus-Kino statt und und markiert den Veröffentlichungstermin für die DVD (Edition Filmmuseum) zum Film.

Tipp: Weitere fünf Murnau-Filme (Faust - eine deutsche Volkssage, Phantom, Tartüff, Sunrise – A Song Of Two Humans und Tabu) werden in der Babylon-Reihe "Stummfilm um Mitternacht" live von Anna Vavilkina an der Kinoorgel begleitet. mehr

Friedrich Wilhelm Murnau, auch knapp als F. W. Murnau bezeichnet, wurde am 28. Dezember 1888 als Friedrich Wilhelm Plumpe in Bielefeld geboren und starb am 11. März 1931 bei einem Autounfall in Kalifornien. Er zählt zu den bedeutendsten Filmregisseuren.
Foto: privat

filmrestaurierung 250 03Vom 25. bis 28. Oktober 2018 findet im Filmhaus am Potsdamer Platz zum dritten Mal das Filmerbe-Festivals „Film:ReStored“ statt.

Ausgerichtet wird die Veranstaltung des Kinematheksverbundes von der Deutschen Kinemathek. Neben Filmvorführungen, Referaten und Diskussionen wird im Rahmen des Festivals auch der Kinopreis des Kinematheksverbundes verliehen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Nosferatu 03 Quelle Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung 250Am Sonntag, den 28. Oktober 2018, und am Mittwoch, den 31. Oktober 2018, wird im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden F. W. Murnaus Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens mit eingespielter Originalmusik von Hans Erdmann gezeigt.

Mit "Nosferatu schuf" Murnau nicht nur einen der ersten Vorläufer des Horrorfilmgenres und späterer Dracula-Verfilmungen, sondern auch eines der vielschichtigsten Meisterwerke des filmischen Expressionismus.

Der Wisborger Makler Knock sendet seinen Mitarbeiter Thomas Hutter nach Transsylvanien aus, um dort mit dem düsteren Grafen Orlok über eine Immobile zu verhandeln. Im unheimlichen Schloss angekommen, entpuppt sich der Bewohner als blutdürstiges Schattenwesen. mehr
Textquelle und Foto: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

filmstreifen 08 250Die Kanadierin May Irwin – Sängerin, Schauspielerin und Vaudeville-Star – starb vor achtzig Jahren, am 22. Oktober 1938, in New York.

Weltberühmt wurde sie als Darstellerin beim ersten Kuss der Filmgeschichte in dem US-amerikanischen Kurzfilm The Kiss von William Heise (USA 1896). Ihr Gegenüber war der ebenfalls als Theaterschauspieler tätige John C. Rice. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Weimarer Republik

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Bonn 2019

Vom 15. bis 25. August 2019 finden die 35. Internationalen Stummfilmtage im Arkadenhof der Bonner Universität statt. mehr