muma forum logo 250Seit Mitte Januar 2022 gibt es mit dem MuMa-Forum ein Filmmuseum in Bielefeld.

Die Einrichtung widmet sich den vielfältigen Wechselwirkungen von Filmkunst und Filmtechnik. Dieser Ansatz spiegelt sich auch in der Namensgebung wider: Mit MuMa-Forum wird an Friedrich Wilhelm Murnau, den berühmten Regisseur von "Nosferatu" (D 1920) und "Der letzte Mann" (D 1924), und an Joseph Massolle, einem bedeutenden Pionier der Tonfilmtechnik, erinnert. Beide wurden in Bielefeld geboren und ihnen ist die Daueraustellung gewidmet.

Die aktuelle Sonderschau "Die große Illusion – Bielefelder Kinogeschichte(n) aus 125 Jahren" war bereits im Historischen Museum Bielefeld zu sehen, war aber wegen der Coronapandemie nur kurz für den Publikumsverkehr geöffnet. Die Schau geht der Faszination "Film" nach und zeigt, was im Kino vor und hinter den Kulissen passiert – früher und bis in unsere heutigen Tage. Der Bogen wird von den kulturellen bis zu den technischen Aspekten des Mediums gespannt, wobei auch immer wieder auf die Kinogeschichte von Bielefeld Bezug genommen wird.

Bei der feierlichen Eröffnung des MuMa-Forums am 16. Januar 2022 waren auch der Filmregisseur Volker Schlöndorff und der ehemalige Leiter der Berlinale, Dieter Kosslick, anwesend. Träger der Einrichtung ist die Stiftung Tri-Ergon Filmwerk, die bei der Realisierung von der Bundesbeautragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der NRW Stiftung, dem NRW-Heimatministerium und weiteren Geldgebern unterstützt wurde. mehr
Foto: MuMa-Forum/Stiftung Tri-Ergon Filmwerk

filmstreifen 09 250Seit 2021 ist das Nutzungsrecht an der Grabstätte des Schauspielers Willy Fritsch und seiner Frau Dinah Grace auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf ausgelaufen.

Heike Goldbach, die Autorin der Fritsch-Biografie Ein Feuerwerk an Charme. Willy Fritsch – Der Ufa-Schauspieler. Über eine große Filmkarriere in wechselhaften Zeiten hat eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um die Auflösung des Grabes zu verhindern. Für das Jahr 2022 ist der Erhalt noch gesichert, denn die Autorin hat das Nutzungsrecht übernommen. Um die Ruhestätte jedoch langfristig erhalten und pflegen zu können, bittet Heike Goldbach nun um Spenden, um das Andenken an Willy Fritsch zu bewahren: "Im Jahr 2023 jährt sich Willy Fritschs Todestag zum fünfzigsten Mal. Es wäre schade, wenn ausgerechnet zu diesem Jubiläum das Grab abgetragen werden müsste und am 13. Juli 2023 nicht mehr besteht. Deshalb bedanke ich mich schon heute bei Ihnen für Ihre Mithilfe! Ihre Spende wird selbstverständlich auf Wunsch namentlich gewürdigt", so Heike Goldbach. mehr

Der deutsche Schauspieler Willy Fritsch wurde am 27. Januar 1901 in Kattowitz als Wilhelm Egon Fritz Fritsch geboren. In der Stummfilmzeit war er unter anderem in den beiden Fritz-Lang-Klassikern "Spione" (1928) und "Frau im Mond" (1929) zu sehen. Er spielte an der Seite von Gerda Maurus, Rudolf Klein-Rogge, Paul Hörbiger, Fritz Rasp und vor allem Lilian Harvey. Mit ihr bildete er eines der beliebtesten Filmpaare der frühen Tonfilmzeit in Erfolgsproduktionen wie "Die drei von der Tankstelle" (1930), "Der Kongreß tanzt" (1931) und "Ein blonder Traum" (1932). Fritsch starb am 13. Juli 1973 in Hamburg. mehr
Foto: privat

filmstreifen 02 250Am Mittwoch, den 09. Februar 2022, ist um 18.30 Uhr Ernst Lubitschs "Die Austernprinzessin" (D 1919) im Murnau-Filmtheater zu sehen.

Eine Einführung in die turbulente Gesellschaftssatire, in der Ossi Oswalda in der titelgebenden Hauptrolle alle Register ihres beträchtlichen komödiantischen Talents zieht, hält der Medienwissenschaftler Sebastian Schnurr. Der Film wird mit eingespielter Musik von Aljoscha Zimmermann & Ensemble gezeigt.

Noch bis zum April 2022 präsentiert das Murnau-Filmtheater anlässlich des Festjahrs „2021 – Jüdisches Leben in Deutschland“ eine Reihe von Werken von der Stummfilmzeit bis zu den ersten Tonfilmproduktionen Anfang der 1930er Jahre und dem Übergang zur NS-Herrschaft. Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem Verein 321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V. und der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden statt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

sabrina hausmann mark pogolski fotonachweis viola bender 250Ein Leinwandkonzert für Klein und Groß findet am Sonntag, den 06. Februar 2022, um 16:00 Uhr im Kammermusiksaal des Bonner Beethovenhauses statt.

Sabrina Hausmann und Mark Pogolski, gemeinsam das Aljoscha Zimmermann Ensemble, spielen und erläutern musikalische Melodien und Leitmotive zu drei Kurzfilmen der Animationsfilmpionierin Lotte Reiniger. Gezeigt werden die Märchen und Fabeln "Kalif Storch", "Aschenputtel" und "Däumelinchen". Die Scherenschnitttechnik von Lotte Reiniger begeistert in seiner vollendeten Form und ausdrucksstarker Erzählweise sowohl Filmliebhaber*innen als auch Konzertfreund*innen aller Altersgruppen.

Die Kompositionen stammen vom 2009 verstorbenen Stummfilmmusiker Aljoscha Zimmermann. Die Musiker*innen erzählen, wie die Musik zur "gesprochenen" Sprache des Films wird und bringen dem Publikum spielerisch die Handlung der Filme und auch die Geschichte des Stummfilms näher.  mehr
Textquelle: Förderverein Filmkultur Bonn e.V.; Foto: Viola Bender

metro 1 250Im Februar 2022 sind drei Klassiker von Fritz Lang in der Dommetropole zu erleben. Es sind die letzten Stummfilmproduktionen des Meisterregisseurs, bevor er mit "M" (D 1931) seinen ersten Tonfilm drehte.

Am 05. Februar 2022 wird "Frau im Mond" (D 1929) mit einer Livemusikbegleitung des Pianisten Matthias Hirth im Filmforum NRW, das im Museum Ludwig beheimatet ist, gezeigt. Als Einstimmung in den Film unterhält sich Redakteurin und Moderatorin Gisela Steinhauer mit Philine Maurus-Bujard, Tochter der Hauptdarstellerin Gerda Maurus, und der Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Lisa Gotto.

Der Agentenfilm "Spione" (D 1928) ist an gleicher Stelle am 09. Februar 2022 zu sehen. Die musikalische Begleitung steuert der Stummfilmmusiker und Komponist Richard Siedhoff, Preisträger des Deutschen Stummfilmpreises, bei. Redakteurin und Moderatorin Gisela Steinhauer spricht vor dem Film mit dem Literaturwissenschaftler Dr. Andre Kagelmann und der Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Lisa Gotto.

Am 16. und 17. Februar 2022 wird dann in der Kölner Philharmonie der Science-Fiction-Monumentalfilm "Metropolis" (D 1927) mit dem Gürzenich-Orchester unter Leitung von François-Xavier Roth, in Zusammenarbeit mit IRCAM und mit einer computer-musikalischen Realisation von Thomas Goepfer präsentiert. Gespielt wird in Uraufführung eine überarbeitete Komposition von Martin Matalon aus dem Jahr 2010. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250Der Filmemacher und Maler Oskar Fischinger starb am 31. Januar 1967 in Los Angeles. Er wurde am 22. Juni 1900 in Gelnhausen (Hessen) geboren.

Berühmt wurde er als Pionier des abstrakten Films, etwa mit seinen Werken "Silhouetten" (1920), "Stäbe" (1920), "Studien 1" bis "Studien 4" (1921–1925) und "Spiralen" (1925). Fischinger arbeitete auch für einige (Werbe-)Filme als Trickspezialist. Ab Mitte der 1930er Jahre emigierte er in die USA und widmete sich dann dort auch der Malerei. Sein Bruder Hans Fischinger war ebenfalls in der Filmproduktion tätig. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 30. Januar 1922 wurden die ersten zwei Teile des vierteiligen Historienfilms "Fridericus Rex" im Berliner Ufa-Palast am Zoo uraufgeführt.

"Dass das Kinopublikum sich in den Jahren 1922 und 1923 gern in siegreiche preußische Zeiten zurückversetzen ließ, darf nicht verwundern. Die schmerzhafte Niederlage im Ersten Weltkrieg lag gerade einmal vier Jahre zurück. Auch die Figur des weisen Monarchen, der sich als 'erster Diener des Staates' ganz einsetzte und sein Land ebenso mutig wie intelligent zu neuer Größe führte, muss tiefsitzende Sehnsüchte der Zeitgenoss*innen befriedigt haben, in einer Zeit der Hyperinflation und des Ruhrkampfes.", so unser Autor Arndt Pawelczik in seiner Würdigung für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik. Hier geht es zur ganzen Filmbesprechung.

Hörtipp: Der Podcast "Auf den Tag genau" beschäftigt sich in seinem Audiobeitrag vom 31.01.2022 mit "Fridericus Rex". mehr
Bild: Stummfilm Magazin

computer maus 250 11Am 02. Februar 2022 geht die Webseite filmwissen.online an den Start.

Das Angebot richtet sich an alle Filmfreund*innen und wartet mit vielen spannenden und unterhaltsamen Fragen und Infos auf, darunter auch zum frühen Filmerbe. Die Seite ist eine gemeinsame Aktion von Deutscher Filmakademie, DFF - Deutschen Filminstitut & Filmmuseum, Filmmuseum Düsseldorf, Filmmuseum Potsdam, Haus des Dokumentarfilms, Deutsche Kinemathek und CineGraph.

filmwissen.online entstand im Rahmen von "dive in. Programm für digitale Interaktionen" der Kulturstiftung des Bundes und wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm "Neustart Kultur" sowie vom Kuratorium junger deutscher Film und HessenFilm und Medien. mehr

ernst lubitsch stern berlinDer deutsch-amerikanische Regisseur Ernst Lubitsch wurde am 29. Januar 1892 in Berlin geboren. Er starb am 30. November 1947 in Los Angeles.

Lubitschs Œu­v­re, insgesamt über 70 Kinowerke, verbinden oftmals turbulent Komödiantisches mit einer genauen Beobachtung gesellschaftlicher und zwischenmenschlicher Befindlichkeiten. Nach einer intensiven und erfolgreichen Schaffensphase in Deutschland emigrierte Lubitsch 1922 in die USA und gehörte auch dort zu den profiliertesten Regisseuren seiner Zeit. Vor allem in seinen US-amerikanischen Produktionen kultivierte er seine Erzählweise und filmischen Ausdrucksmittel zum sogenannten "Lubitsch Touch". Kurz vor seinem Tod erhielt er einen Ehrenoscar für sein herausragendes Wirken in der Filmbranche. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Ernst Lubitsch auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin

filmmuseum duesseldorf 250 1Die Black Box, das Kino im Filmmuseum Düsseldorf, hat auch im Frühjahr 2022 wieder Filmperlen aus der Frühzeit des Kinos in seiner traditionsreichen, monatlichen Reihe "Stummfilm + Musik" am Start.

Am Samstag, den 29. Januar 2022, um 20:00 Uhr ist "Das Mädchen mit der Hutschachtel " (UdSSR 1927) von Regisseur Boris Barnet zu sehen. Matthias Haarmann aus Köln begleitet an der historischen Welte-Kinoorgel.

Ernst Lubitschs "Sumurun" (D 1920) wird dann am 26. Februar 2022 gezeigt. "Menschen am Sonntag" (D 1930) von Robert Siodmak und Edgar E. Ulmer steht am 26. März 2022 auf dem Programm. Der legendäre Hollywoodstar Rudolph Valentino ist am 30. April 2022 in seinem letzten Spielfilm, George Fitzmaurice' Wüstendrama "Der Sohn des Scheichs" (USA 1926), zu erleben und Buster Keaton setzt am 21. Mai 2022 den "General" (USA 1926) unter Dampf.

Nach Veranstaltungsbeginn ist kein Einlass mehr möglich. Für den Besuch des Düsseldorfer Filmmuseums und seines Kinos gilt ein Hygienekonzept (mehr dazu hier und hier). Internetseite des Filmmuseum Düsseldorf

Tipp: Kennen Sie schon den virtuellen Rundgang durch das Museum? Hier geht es zum 360-Grad-Erlebnis.
Foto: Stummfilm Magazin

kuespert werner 250 aAm Sonntag, den 30. Januar 2022, um 11:00 Uhr begleitet das Jazz-Ensemble Küspert & Kollegen "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens". Die Aufführung findet im Rahmen des 48. Internationalen Filmwochenende Würzburg statt.

"Nosferatu" wird in 2022 hundert Jahre alt: Friedrich Wilhelm Murnaus Horrorfilm hatte am 04. März 1922 in Berlin seine Uraufführung. Der Vampirfilm zählt zu den großen Klassikern des Weimarer Kinos und ist ein Meilenstein des Horrorgenre. Die Darstellung von Max Schreck als grotesk-dämonischer Vampir ist eine Ikone des Horrorfilms und vielzitiert in der Populärkultur. Stummfilm Magazin würdigt das "Nosferatu"-Jubiläum mit einem ausführlichen Special.

Küspert & Kollegen setzt sich aus international renommierten und kinoerfahrene Musikern zusammen, die hohe Kunstfertigkeit mit viel Gefühl für die Filmsituationen verbinden. Zum Ensemble gehören der Echo-Preisträger Bastian Jütte am Schlagzeug, Dietmar Fuhr, der zu den bedeutendsten europäischen Kontrabassisten zählt, Saxophonist und Klarinettist Till Martin (Preis der deutschen Schallplattenkritik, Bayerischer Kunstförderpreis) und der Kopf und Komponist des Ensembles, Werner Küspert, an der Gitarre. mehr
Foto: Küspert & Kollegen/Renate Weingärtner

dff 250Am Wochenende von 28. bis 30. Januar 2022 findet zum zweiten Mal die Filmschau "Filmerbe – Digital. Film Preservation Weekend" des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum statt.

Die Reihe gibt einen Einblick in die digitalisierten Schätze aus dem Filmarchiv des DFF, die durch das Förderprogramm Filmerbe realisiert werden konnten. Dazu gehören auch Stummfilmproduktionen: So sind der Sensationsfilm "Mister Radio (D 1924) mit Luciano Albertini, eine längeres Fragment von "Das große Licht" (D 1920) mit Emil Jannings und Margarete Schön und das beeindruckende Drama "Zuflucht" (D 1928) mit Henny Porten und Franz Lederer zu entdecken.

Archiv- und Projektmitarbeiter*innen stellen die Werke der FIlmreihe vor und liefern dazu Hintergrundinformationen. Außerdem erläutern sie die Herausforderungen der Digitalisierungsarbeit. Jedem Programm ist ein kurzer Werbefilm der Firma Insel-Film vorangestellt, die in den 1950er und 60er Jahren in der BRD marktführend war. mehr
Textquelle: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 01 250Am 25. Januar 1917 wurde vor Pressevertretern die erste Folge der Filmreihe Es werde Licht! erstmalig präsentiert. Die Premiere vor einem öffentlichen Kinopublikum fand am 01. März 1917 statt.

"Es werde Licht" begründete in Deutschland das seinerzeit sehr erfolgreiche Genre des Sitten- und Aufklärungsfilms. Der Vierteiler wurde von 1916 bis 1918 von Richard Oswald produziert. Zudem war er, neben Lupu Pick und E. A. Dupont, an den Drehbüchern beteiligt und führte bei allen Folgen die Regie. In der Kinoreihe sind unter anderem Werner Krauß, Conrad Veidt, Reinhold Schünzel, Bernd Aldor und Theodor Loos zu sehen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 01 250Vom 15. bis 28. Februar 2022 wird im Metro Kinokulturhaus die Filmreihe "Faszination Verbrechen – Krimis made in Austria" gezeigt. Ab 04. Februar 2022 ist ein Teil der Filme auch auf www.filmarchiv.at abrufbar.

Ergänzend zu einer Retrospektive anlässlich des 90. Todestages von Edgar Wallace präsentiert das Filmarchiv Austria im Februar 2022 eine von Florian Widegger kuratierte Auswahl an in Österreich gedrehten Krimis aus den Anfängen der Filmgeschichte.

Die Entwicklung des Kriminalfilms findet zeitnah mit jener der Kriminalliteratur statt. Zwar etabliert sich diese als Gattung bereits ab dem frühen 19. Jahrhundert, einen richtigen Run erlebt sie allerdings erst rund 100 Jahre später, als AutorInnen wie Arthur Conan Doyle, Agatha Christie – und Edgar Wallace – mit ihren Romanen nicht nur die Bedürfnisse unzähliger Leser*innen nach Schuld und Sühne befriedigen, sondern auch an Bedeutung als Unterhaltungsmedium für die Industriegesellschaft gewinnen. Es mag kein Zufall sein, dass sich das Genre gerade in den 1920er Jahren, in denen große Not und politische Unsicherheit herrschen, ausformuliert und damit auch die Probleme der Zeit, soziale Fragen und unter der gesellschaftlichen Oberfläche schwelende Tendenzen abarbeitet – im Buch wie im Film.

Die Spannbreite an Krimimotiven in den gezeigten Filmen ist vielfältig: Vom "gemeinen" Mordverdacht, mit dem sich ein unschuldiger Herr aus besseren Kreisen konfrontiert sieht und den es zu entkräften gilt, über eine groß angelegte Kunstfälschungsaktion bis hin zu betrügerischen Machenschaften im Ölgeschäft reicht die Palette. Inhaltlich wie formal sind die Filme häufig beflügelt von neuen Stil- und Denkrichtungen, dem Expressionismus auf der einen Seite und der Psychoanalyse auf der anderen – exemplarisch und meisterhaft: Robert Wienes Klassiker "Orlac´s Hände" (AT 1924). Aber auch die Neue Sachlichkeit hinterlässt ihre Spuren, indem sich die Geschichten, die die Filme erzählen, zunehmend an die Lebensrealität des Publikums anpassen und sie an jene Orte führen – in Vorstädte und Nachtlokale –, an denen Sehnsüchte und Wünsche (vermeintlich) wahr werden. Verbrechen mag sich im richtigen Leben nicht auszahlen, im Kino ist es seit jeher eine unversiegbare Quelle der Inspiration. mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria; Foto: Stummfilm Magazin

stummfilmfestiva karlsruhe logoDas 19. Karlsruher Stummfilmfestival findet von 26. bis 30. Januar 2022 statt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die überwiegend in der Festhalle Durlach durchgeführt wird, werden Komödien und Slapstickfilme stehen. Eröffnet wird der Reigen mit dem Ernst-Lubitsch-Film "The Marriage Circle" (USA 1924). Mauritz Stillers stilvolle Komödie Erotikon (Schweden 1920) und "Das Eskimobaby" mit Asta Nielsen (D 1918) stehen ebenfalls auf dem Programm. Und Charlie Chaplins "Die Kur" (USA 1925) wird im Rahmen eines Kurzfilmprogramms rund um das Thema "Alkohol" zu sehen sein. Mehr Informationen unter www.stummfilmfestival-karlsruhe.de

Neuerscheinung

der mann der lacht wicked vision cover a 250

Am 27. Juni 2022 erscheint "Der Mann, der lacht" (1928) als Collector’s Edition bei Wicked Vision. mehr

Spendenaktion

filmspule 250 4

Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm ist 100. mehr

Berlin

stummfilmtage bonn 250a

Mit einer Sonderausstellung bis 04. Juli 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr