logo dff Cinegraph Babelsberg e.V. startet mit den aktuellen Coronalockerungen wieder seine Filmreihe "Wiederentdeckt" im Berliner Zeughauskino.

Am Freitag, den 02. Juli 2021, ist um 18:00 Uhr Erwin Barons "Der falsche Prinz" (D 1922) zu sehen, eine Produktion der Ufa-Kulturabteilung nach dem gleichnamigen Kunstmärchen von Wilhelm Hauff. Von dem Film haben sich nur zwei der drei Akte erhalten, die Handlung des zweiten Aktes wurde anhand der Zensurkarte rekonstruiert.

Als Vorfilm gibt es "Der verliebte Sultan" (D 1922) von Theodor Leißner und Erich Stöcker zu sehen. Eine Einführung in die Filme hält Annette Dorgerloh. Am Flügel spielt Peter Gotthardt. Die Plätze sind begrenzt, eine Ticketreservierung ist zwingend notwendig. mehr
Textquelle: Cinegraph Babelsberg e.V.; Foto: Stummfilm Magazin

heimkino 250Von 01. bis 04. Juli 2021 sind auf dem Vimeo-Channel des Filmmuseums München Filme von Walter Ruttmann aus seiner Schaffensphase von 1921 bis 1927 abrufbar. Der bedeutende deutsche Experimentalfilmer starb vor 80 Jahren, am 15. Juli 1941, in Berlin.

Zu sehen sein wird in aufwändigen Restaurierungen des Filmmuseums München die avantgardistisch-abstrakte Filmreihe Lichtspiel Opus 1, Lichtspiel Opus II, Lichtspiel Opus III und Lichtspiel Opus IV. Außerdem werden die Werbefilme Das Wunder, Der Sieger, Das wiedergefundene Paradies, Der Aufstieg, Spiel der Wellen und Dort wo der Rhein ... gezeigt, die Ruttmann zusammen mit dem Werbefilmproduzenten Julius Pinschewer realisierte.

Filme von Walter Ruttmann, darunter seine zwei heute wohl bekanntesten Werke Berlin. Die Sinfonie der Großstadt (D 1927) und Melodie der Welt (D 1929), sind auf einer Doppel-DVD in der Edition Filmmuseum erschienen. Den Vimeo-Channel des Filmmuseums München findet man unter https://vimeo.com/filmmuseummuenchen, mehr zu Walter Ruttmann und "Lichtspiel Opus 1" hier auf Stummfilm Magazin.
Bild: Stummfilm Magazin

filmstreifen 09 250Der Veranstalter hat in einer offiziellen Mitteilung auf der Facebook-Seite von "35 Millimeter - Das Retro Filmmagazin" bekanntgegeben, dass die Musik- und Kinoreihe "Cinefonie" nach ihrem Start vor sechs Jahren nun eingestellt wird.

"2021 mussten wir 6 geplante Konzert-Termine absagen. Da diese Reihe keinerlei Förderung und finanzieller Unterstützung unterliegt, ist sie nicht mehr haltbar. Den größten Erfolg feierte die Reihe auf dem Colors of Pop-Festival 2017. Mit 11 Künstlern und ca. 150 Besuchern eine der größten Veranstaltungen im Rahmen des Festivals. Wir bedanken uns bei allen Künstlern, die uns über Jahre unterstützt haben, bei den Spielstättenbetreibern für ihren Mut und bei unseren vielen Helfern für die tatkräftige Unterstützung. Adios CINEFONIE ... Ein Kulturprojekt weniger im Saarland", so die Organisatoren. mehr
Textquelle: Veranstalter "Cinefonietag"; Foto: Stummfilm Magazin

arte logo 250Noch bis 30. Juni 2021 ist in der Arte-Mediathek der französische Stummfilm Die Herrin von Atlantis zu sehen.

Jacques Feyder drehte die erste Verfilmung von Pierre Benoits Abenteuerroman "L'Atlantide" im Jahr 1920. In die französischen Kinos kam das aufwändige und stimmungsvoll inszenierte Werk am 28. Mai 1921. Der fast drei Stunden lange Film wurde überwiegend im algerischen Sahara-Gebiet realisiert.

"L’Atlantide" ist in einer im Jahr 2018 veröffentlichten Restaurierung von Lobster Films in Zusammenarbeit mit CNC, Cinémathèque Francaise und Eye Filmmuseum abrufbar. Eine Musikbegleitung ist nicht vorhanden.

1932 wurde der Roman nochmals von Georg Wilhelm Pabst verfilmt, mit Brigitte Helm in der Hauptrolle und in drei Sprachfassungen: deutsch, französisch und englisch. Weitere Kinofassungen des Stoffes gibt es aus den Jahren 1948 und 1961. mehr
Bild: Arte TV

filmstreifen bunt11 250In seiner Reihe "Stummfilm + Musik" zeigt das Kino "Black Box" im Filmmuseum Düsseldorf am Samstag, den 26. Juni 2021, den experimentellen Dokumentarfilm "Der Mann mit der Kamera" (
UdSSR 1929).

Filmpionier Dziga Vertov 
setzt in diesem 1926 begonnenen Meisterwerk die von der Kamera eingefangenen Bilder zu einem neuen, außergewöhnlichen Blick auf die Sowjetunion im gesellschaftlichen und kulturellen Aufbruch der 1920er Jahre zusammen.

Live vertont wird der Film vom Rolf Springer Trio. Es vereinigt Stilelemente des Jazz, Elektro, Punk und der improvisierten Musik und macht so die Vielfalt der Bilder und Eindrücke auch musikalisch erlebbar. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntAm Samstag, den 26. Juni 2021, wird um 19:00 Uhr im nostalgischen Tonfilm-Theater in Münsingen Der Zirkus (USA 1928) gezeigt.

Charlie Chaplin erhielt für seine sentimentale Komödie einen Ehrenoscar. Live am Klavier begleitet wird der Film vom Mehrstetter Pianisten Frieder Gundert. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250Im Rahmen von "Verso Sud", dem Festival des italienischen Films, erinnert die Kinothek Asta Nielsen an Regisseurinnen des italienischen Südens.

Die Filmgeschichte des italienischen Südens, zumal im Hinblick auf Regisseurinnen, ist innerhalb Italiens deutlich weniger präsent als die des Nordens, im Ausland ist sie nahezu unbekannt. Das Festivalspecial "Comizi tra donne" begibt sich erstmals auf einen Streifzug durch die Filmgeschichte von Frauen im italienischen Süden. Dabei wird eine lebendige Filmproduktion sichtbar, die von der Stummfilmzeit bis in die Gegenwart reicht. Dieser Streifzug findet in zwei Teilen statt. Das Programm beginnt Ende Juni 2021, ein zweiter, umfassenderer Teil wird 2022 folgen.

Die 26. Ausgabe von "Verso Sud" findet von 26. Juni und 12. Juli im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt/Main statt, mit einigen Wiederholungsvorstellungen in der zweiten Juli-Hälfte. Genauere Information zum Programm und ausführliche Texte zu allen Filmen finden man im Festivalkatalog, der hier als PDF abrufbar ist. mehr
Textquellen: Kinothek Asta Nielsen, DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin

kinomuseum klagenfurt 1911Am 03. Juli 2021 öffnet das Kinomuseum am Lendkanal wieder seine Tore und präsentiert, neben seinen erweiterten Sammlungen, auch die Sonderschau „125 Jahre Kino in Klagenfurt“, die an drei Jubiläen erinnert.

Vor 125 Jahren: Am 28. Dezember 1895 zeigen die Gebrüder Lumière in Paris erstmals öffentlich ihre Filme und verlangen dafür Eintritt. Das Ereignis wird zu einer Sternstunde des Kinos. Elf Monate später, am 29. November 1896, sind die "Lebenden Photographien" auch in Klagenfurt angekommen.

"Durch den „Kinematographen ist es möglich, ganze Szenen aus dem menschlichen Leben voller Naturtreue, Lebendigkeit und Beweglichkeit wiederzugeben", schwärmt die Kärntner Zeitung von damals über die ersten Vorführungen eines Wanderkinos im Saal des Hotel Sandwirt. Dieses Ereignis wird zum Schwerpunkt der Sonderschau 2021.

filmspuele lila 250"Homunculus" von Regisseur Otto Rippert ist ein mehrteiliges deutsches Filmserial von 1916, das in seiner optischen Gestaltung Elemente des expressionistischen Films der Weimarer Republik vorwegnimmt.

"Die Geburt des Homunculus", der erste Teil der Reihe, wurde am 22. Juni 1916 im Marmorhaus Berlin uraufgeführt. Die insgesamt sechs Folgen der Serie handeln von einem künstlichen Menschen, der mit sich und der Welt hadert. "Homunculus" kann als eine frühe Variation des "Frankenstein"- als auch des "Golem"-Themas gesehen werden.

Von dem Film waren über Jahrzehnte nur wenige Fragemente, im wesentlichen aus dem vierten Teil der Serie, zugänglich. Im Rahmen der Stummfilmtage Bonn 2014 wurde eine deutlich über drei Stunden lange Rekonstruktion aller sechs Episoden präsentiert, die vom Filmmuseum München durchgeführt wurde. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 04 250Am 24. und 25. Juni 2021 ist die aktuelle Restaurierung des Dokumentarspielfilms "Mit dem Motorrad über die Wolken" in Wien zu sehen.

An beiden Tagen wird die Musikerin Elaine Loebenstein den Film am Klavier live begleiten. Die Vorstellung am 24. Juni findet um 20 Uhr im Rahmen des Frühlingskinos im Augarten statt. Am 25. Juni wird um 19.30 Uhr das Metro Kinokulturhaus bespielt.

"Mit dem Motorrad über die Wolken" wurde von Lothar Rübelt (1901–1990), einem der bedeutensten österreichischen Fotografen des 20. Jahrhunderts, gedreht und besticht durch seine beeindruckenden Bergaufnahmen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 01 250Die deutsche Animationsfilmerin Lotte Reiniger starb am 19. Juni 1981 in Dettenhausen bei Tübingen.

Reinigers bekanntestes Werk ist der Scherenschnittfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed aus dem Jahr 1926. Der visuell beeindruckende Märchenfilm wurde nach Motiven von Erzählungen aus Tausendundeine Nacht inszeniert und ist der älteste noch erhaltene abendfüllende Animationsfilm der Kinogeschichte. Reiniger wurde am 02. Juni 1899 in Berlin als Charlotte Reiniger geboren. mehr

Hörtipp: In einem Podcast stellt Daniela Dietrich, die im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum die Museumspädagogik leitet, die Meisterin des Silhouettenfilms vor.
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 01 250Vom 04. bis 22. August 2021 veranstaltet das Filmmuseum München im Hof des Stadtmuseums Internationale Stummfilmtage.

Unter dem Slogan „Sommer im Hof!“zeigt das Open-Air-Event ausgewählte Stummfilmraritäten, darunter "Der Golem, wie er in die Welt kam" (D 1920), "Kosmische Reise" (SU 1936), "Alraune" (D 1928) und "Ist das Leben nicht wunderbar?" (USA 1924). Alle Filme werden mit live Musikbegleitung gezeigt. Das ganze Programm kann hier als PDF abgerufen werden.

Trailer auf Vimeo

Am 07. und 08. August 2021 gibt es begleitende Veranstaltungen im Kinosaal des Museums. Es gelten besondere Bedingungen und Hygieneauflagen zum Kinobesuch. Karten gibt es für fünf Tage im voraus nur an der Abendkasse. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

tv geraet 250Noch bis 23. Juni 2021 kann in der Arte-Mediathek "Das Salz Swanetiens" (1930) abgerufen werden.

Während in anderen Regionen der Sowjetunion zum Ende der 1920er Jahre schon die Moderne Einzug gehalten hat, ist das Leben in Oberswanetien, einem Hochgebirgstal im Kaukasus (heutiges Staatsgebiet Georgien), noch von uralten Traditionen und Bräuchen geprägt. Die Bewohner pflegen ihren Alltag in der von imposanten Wehrtürmen umgebenen Gemeinde und leben von der Schafzucht und der Arbeit im Steinbruch. Aufgrund der Witterungsbedingungen ist das Tal die meiste Zeit des Jahres von der Außenwelt abgeschnitten, was die Beschaffung des für Mensch und Tier lebenswichtigen Salzes zu einer gefahrvollen Aufgabe macht. Eine neue Straße soll Abhilfe schaffen.

logo dffMehr als 3000 Apparate finden sich in den Gerätesammlungen des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum.

Darunter sind natürlich Filmkameras und -projektoren, aber auch Lichttechnik, Kinoausstattung und mannigfaltige Gerätschaften aus der Vor- und Frühgeschichte des Kinos. Thomas Worschech, der Leiter der Gerätesammlung, präsentiert in einem ca. 17-minütigen Video auf YouTube eine kleine Auswahl der Apparaturen, die in analoger Zeit im Kino und im Filmstudio im Einsatz waren. mehr
Textquelle und Bild: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

filmstreifen 01 250Das VOLTA Ensemble der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) hat sich im Sommersemester 2021 dem Stummfilm "Die Puppe" (D 1919) von Ernst Lubitsch gewidmet.

Im April 2021 spielten die Studierenden der Hochschule die Musik aus dem Ballett "Coppelia" von Leó Delibes in einer Bearbeitung von HMTM-Dozent Mark Pogolski zu "Die Puppe" ein. Die Musikaufnahme wird nun gemeinsam mit dem Film im Zeitraum vom 18. bis 21. Juni 2021 auf dem Youtube-Kanal der HMTM veröffentlicht. Das Projekt wird unterstützt von der Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung, dem Lizenzgeber des Films.

Zeughauskino Berlin

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Um Lust und Lachen im amerikanischen Stummfilm der 1920er Jahre geht es in der Filmreihe "Flapper, It-Girls, Funny Ladies", die von 17. September bis 19. Dezember 2021 im Zeughauskino Berlin zu sehen ist. mehr

Jubiläum

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Das international bedeutende Stummfilmfestival "Le Giornate del Cinema Muto" wird jedes Jahr in Pordenone veranstaltet, in 2021 zum 40. Mal. mehr