Die amerikanische Filmschauspielerin und Opernsängerin Geraldine Farrar starb vor 50 Jahren, am 11. März 1967, in Ridgefield (US-Bundesstaat Connecticut).

Ab Mitte der 1910er-Jahren trat Farrer in Stummfilmen auf, zumeist unter der Regie von Cecil B. DeMille. Er drehte auch ihren heute wohl noch bekanntesten Film, die Kinoadaption von Prosper Mérimées Roman Carmen (USA 1915); das Buch war auch Grundlage für Georges Bizets gleichnamiger Oper. Geraldine Farrer wurde am 28. Februar 1882 in Melrose im US-Bundestaat Massachusetts geboren. mehr

filmstreifen 09 250Der deutsche Schauspieler Heinz Rühmann wurde vor 115 Jahren, am 07. März 1902, in Essen als Heinrich Wilhelm Rühmann geboren. Er starb am 03. Oktober 1994 in Aufkirchen.

Rühmann gehörte im 20. Jahrhundert zu den beliebsten deutschen Filmdarstellern und spielte die Hauptrollen in zahlreichen Erfolgsfilmen. Schon in der Stummfilmzeit war er auf der Leinwand zu sehen, in Das deutsche Mutterherz (1926) und Das Mädchen mit den fünf Nullen (1927). Das 1930 gedrehte, genreprägende Tonfilmusical Die Drei von der Tankstelle bedeutete sein Karrieredurchbruch. mehr

der neue mensch dvd cover 2017 absolut medienAbsolut Medien hat auch im Frühjahr 2017 wieder eine spannende Veröffentlichung für Stummfilmfreunde in Vorbereitung. Zum 100. Jubiläum der Russischen Revolution werden auf der Doppel-DVD Der Neue Mensch - Aufbruch und Alltag im revolutionären Russland (Reihe Edition Suhrkamp) filmische Utopien jener Aufbruchsjahre, die dem Bürgerkrieg folgten und den "Neuen Menschen" schaffen wollten, veröffentlicht.

1917 machten sich die russischen Revolutionäre daran, "alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist", wie es bei Marx heißt.

Die auf der DVD-Edition enthaltenen Spiel-, Dokumentar- und Trickfilme aus den Jahren 1924 bis 1932 zeichnen das (Wunsch-)Bild der jungen UdSSR: Lebensfrohe, gesunde Arbeiter und Bauern erschaffen eine bessere, humane Gesellschaft. Der Neue Mensch tritt hervor, das Überkommene und Bourgeoise – ob Bürokraten, Alkoholiker oder Obdachlose – soll verschwinden.

Mit Witz und Pathos werden in Filmen wie "Bett und Sofa" oder "Der Weg ins Leben" sowie einigen cineastischen Entdeckungen der Alltag und die neuen Familien- und Heldenbilder präsentiert – bevor wenig später der Stalinismus die Utopie zunichtemacht.

Herausgeben wird die Edition von Reiner Rother und Alexander Schwarz mit neu eingespielter Musik von Richard Siedhoff und einem ausführlichen Booklet. Erscheinungstermin ist der 03. März 2017. mehr

Inhalt DVD 1:
Kino-Prawda Nr. 18 (Film-Prawda Nr. 18), 1924, 13:50 min.
Tretja meschtschanskaja (VT: Bett und Sofa), 1927, 91 min.
Samojedskij maltschik (Der Samojedenjunge), 1928, 10 min.
Grosny Wawila i tjotka Arina (Der schreckliche Wawila und Tante Arina), 1928, 7.30 min.
Oblomok imperii (VT: Der Mann, der das Gedächtnis verlor), 1929, 74 min.

Inhalt DVD 2:
Schisn w rukach (Das Leben in der Hand), 1931, 100 min.
Putjowka w schisn (VT: Der Weg ins Leben), 1931, 108 min.
Wlastelin byta (Beherrscher des Alltags), 1932, 15 min.

Online abrufbar in der Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung wird demnächst sein:
Turksib (VT: Turksib), 1929, 75 min.

Textquelle und Foto: Absolut Medien GmbH

babylon schriftzug 250Zu Ehren des kürzlich verstorbenen Orgelbaumeisters Hans Joachim Eichberg (1930-2017) zeigt das Berliner Babylon Kino am 12. März 2017 den Dokumentarfilm "Das Geheimnis von Babylon".

Im Jahr 2005 begann Eichberg mit der Restaurierung der am originalen Aufstellort erhaltenen, aber restaurierungsbedürftigen Kinoorgel im Babylon, unentgeltlich und mit viel Enthusiasmus. Über zehn Jahre später sind die Vorführungen in der Reihe "Stummfilm um Mitternacht" und viele andere Stummfilmereignisse, in denen die perfekt in Stand gesetzte Orgel zum Einsatz kommt, ein Kulturhighlight weit über die Grenzen von Berlin hinaus. mehr
Trailer auf YouTube
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

babylon kino 250In seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" zeigt das Berliner Babylon Kino im März 2017 vier Stummfilme des großen Leinwandkomikers Buster Keaton.

Am 04.02.2017 ist sein Meisterwerk The General von 1926 zu sehen. Am 11.02.2017 steht Three Ages (1923) und am 18.02.2017 Steamboat Bill, Jr. (1928) auf dem Programm. College aus dem Jahr 1927 wird dann am 25.02.2017 gezeigt. An der Babylon-Kinoorgel spielt Anna Vavilkina. mehr

Buster Keaton wurde am 04. Oktober 1895 in Piqua im US-Bundesstaat Kansas geboren.Er gehört zu den einflussreichsten und erfolgreichsten Stummfilmkomikern weltweit. Seine Erkennungszeichen sind ein Porkpie-Hut und der ernste Gesichtsausdruck. Er starb am 01. Februar 1966 in Woodland Hills (Kalifornien). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Die Schauspielerin Anny Ondra starb vor 30 Jahren, am 28. Februar 1987, in Dierstorf-Heide bei Hamburg.

In der Stummfilmära drehte die ihrerzeit überaus beliebte Darstellerin unter anderem zwei Filme mit Alfred Hitchcock: The Manxman und Blackmail (beide 1929, letzterer wurde auch in einer Tonfilmfassung veröffentlicht). Ab 1933 war sie mit dem Schwergewichts-Boxweltmeister Max Schmeling verheiratet. Sie wurde am 15. Mai 1902 in Tarnów (Galizien, Österreich-Ungarn) geboren. mehr

filmstreifen 02 250Schwerpunkt des 15. Stummfilmfestivals in Karlsruhe, das vom 8. bis 12. März 2017 stattfindet, ist „Friedrich Wilhelm Murnau und das Kino der Zwanziger Jahre“.

Mit dem diesjährigen Programm setzt sich die Veranstaltung zum zweiten Mal in seiner Geschichte mit dem einflussreichen Kinoregisseur, der die Filmgeschichte der 20-Jahre maßgeblich mitgeprägt hat, auseinander. Gezeigt werden unter anderem Murnaus Sunrise – A Song Of Two Humans (1927), Der Gang in die Nacht (1920) und Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (1922).

Mit einigen weiteren Filmen möchten die Veranstalter die Einflüsse und Verbindungslinien zu anderen Regisseuren, Drehbuchautoren und Genres aufzeigen, zum Beispiel mit Der Golem, wie er in die Welt kam (1920) und Der verlorene Schatten (1921). Mehr zum Festivalprogramm
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 06 250Der deutsche Schriftsteller Karl May wurde vor 175 Jahren, am 25. Februar 1842, in Ernstthal bei Zwickau geboren. Er starb am 30. März 1912 in Radebeul.

Seine Werke sind weltweit bislang ca. 200 Millionen mal gedruckt worden. Von ihm erfundenen Figuren wie Old Shatterhand und der Indianerhäuptling Winnetou beflügeln noch heute die Fantasie vieler Leser/innen und unterhalten seit Generationen Kino- und Fernsehzuschauer. Die Karl-May-Verfilmungen aus den 1960er-Jahren mit Pierre Brice als Winnetou, vielen Stars der damaligen Zeit und der kongenialen Musik von Martin Böttcher sind Legende. Karl May ist, zumindest im deutschsprachigen Raum, nach wie vor einer der bekanntesten Abenteuerschriftsteller.

Schon in der Stummfilmzeit wurden Handlungselemente zweier seiner Romane aus dem sogenannten Orientzyklus, die Bände "Von "Bagdad nach Stambul" und "Durch die Wüste", in drei Abenteuerstreifen auf die Leinwand gegossen: Der Erfolg der Bücher sollte auf der Leinwand fortgesetzt und in klingende Münze umgewandelt werden.

Im Zentrum der deutschen Produktionen Auf den Trümmern des Paradieses, Die Todeskarawane und Die Teufelsanbeter, die allesamt 1920 gedreht wurden, steht der Abenteurer Kara Ben Nemsi, von Carl de Vogt in allen drei Filmen gespielt. Ebenfalls durchgängig dabei war Meinhart Maura als Hadschi Halef Omar und in verschiedenen Nebenrollen der spätere Dracula-Darsteller Bela Lugosi. Regie bei "Auf den Trümmern des Paradieses" und "Die Todeskarawane" führte der Österreicher Josef Stein, "Die Teufelsanbeter" drehte der in Istanbul geborene Ertugrul Moussin-Bey, der nach einer Schaffensperiode im Berlin der 1910er- und 1920er-Jahre einer der bedeutensten Filmschaffenden der Türkei werden sollte.

Aufgrund der ökonomischen Erfolglosigkeit der "Kara Ben Nemsi-Filmtrilogie" musste die eigens zur Produktion der Karl-May-Filme gegründete "Ustad-Film"-Produktionsgesellschaft Konkurs anmelden. Nach aktuellem Forschungsstand sind alle drei Stummfilme verschollen. Für Filmfreunde ist der deutsche Tonfilm Durch die Wüste von 1936 damit die erste verfügbare Verfilmung eines Karl-May-Romans, die erfreulicherweise in einer ansprechenden DVD-Veröffentlichung der Reihe "Schätze des deutschen Tonfilms" (Spirit Media/Koch Media) vorliegt.

Filmografie der Karl-May-Stummfilme:

Auf den Trümmern des Paradieses (Deutschland 1920)
Regie: Josef Stein
Drehbuch: Marie Luise Droop
Kamera: Josif Rona
Besetzung: Carl de Vogt, Meinhart Maur, Gustav Kirchberg, Dora Gerson, Cläre Lotto, Tronier Funder, Anna von Palen, Bela Lugosi
Uraufführung: 07.10.1920 in Dresden

Die Todeskarawane (Deutschland 1920)
Regie: Josef Stein
Drehbuch: Erwin Báron, Marie Luise Droop
Kamera: Gustave Preiss, Otto Stein
Besetzung: Carl de Vogt, Meinhart Maur, Gustav Kirchberg, Dora Gerson, Bela Lugosi, Claire Lotto, Arthur Kraußneck, Anna von Palen
Uraufführung: 18.11.1920 in Dresden

Die Teufelsanbeter (Deutschland 1921)
Regie: Ertugrul Moussin-Bey
Drehbuch: Marie Luise Droop
Besetzung: Carl de Vogt, Meinhart Maur, Tronier Funder, Gustav Kirchberg, Erwin Báron, Fred Imler, Bela Lugosi, Ilja Dubrowski
Uraufführung: vermutlich am 02.01.1921 in Würzburg

Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

zischler kafka geht ins kino buchcover 2017 250Am 09. März 2017 erscheint Hanns Zischlers Buchklassiker Kafka geht ins Kino in einer überarbeiteten und erweiterten Fassung im Galiani-Verlag Berlin.

Der Autor ergründet in seinem Werk die Faszination, die das Kino auf den Schriftsteller Franz Kafka (1883–1924) ausgeübt hat, und stellt Querverweise zu dessen künstlerischen Schaffen her. Dem 216 Seiten umfassenden Buch, dass 1996 zum ersten Mal erschienen ist, liegt in der Neufassung eine DVD mit Stummfilmen bei, die Kafka in seinen Tagebüchern oder anderen Aufzeichnungen erwähnt hat.

"Kafka geht ins Kino" wird am 27.02.2017 im Literarischen Colloquium Berlin vorgestellt. Am 28.02.2017 folgt eine Diskussionsveranstaltung in Kooperation mit dem Centrum Judaicum, ebenfalls im Literarischen Colloquium Berlin, in dessen Rahmen auch der Dokumentar-Stummfilm "Shiwath Zion" ("Rückkehr nach Zion", Palästina 1921) gezeigt wird. Mehr dazu hier

Das Münchner Filmmuseum präsentiert anlässlich der Wiederveröffentlichung des Buches die Filmreihe „Mit Kafka im Kino“. Gestartet wird sie am 18. April 2017 mit Steven Soderberghs im Jahr 1991 entstandenen Spielfilm Kafka. Am 20. April 2017 sprechen dann Hanns Zischler und Stefan Drößler vom Filmmuseum München über die Kinoleidenschaft von Kafka und die neue DVD-Edition „Kafka geht ins Kino“ (Edition Filmmuseum, Ausgabe 95). Vom 21. bis 23. April 2017 sind viele Stummfilme, die Kafka gesehen hat und ihn mitunter inspiriert haben, mit Live-Musikbegleitungen von Richard Siedhoff und Günter A. Buchwald zu sehen. Das ganze Münchner Programm mit einem ausführlichen Einleitungstext von Hanns Zischler findet man hier als PDF.

"Kafka geht ins Kino" von Hanns Zischler; Galiani-Berlin; ISBN: 978-3-86971-105-8; 216 Seiten; gebunden mit Schutzumschlag; Preis: Deutschland 39,90 Euro/Österreich 41,10 Euro; Verlagsinformation zum Buch
Bild: Mit Genehmigung des Verlags

filmstreifen 04 250Mit "Altweiber" startet am 23. Februar 2017 die heiße Phase des Karnevals. In Köln, der Hochburg des Frohsinns, wurde vor 90 Jahren der Stummfilm "Der Bettler vom Kölner Dom" gedreht, dessen Handlung in der närrischen Zeit angesiedelt ist.

In dem unterhaltsam inszenierten Krimi sind Originalaufnahmen vom Kölner Karnevalsumzug 1927 eingeschnitten. Unter der Regie von Rolf Randolf spielte Carl de Vogt die titelgebende Hauptrolle. Der Film liegt in einer hervorragenden Veröffentlichung der Edition Filmmuseum vor. mehr

Nosferatu D 1922 011 1 filmarchiv austria1947 veröffentlichte der emigrierte Soziologe und Filmkritiker der Frankfurter Zeitung, Siegfried Kracauer (1889–1966), in Princeton seine Untersuchung "From Caligari to Hitler. A Psychological History of the German Film", die ganz entscheidend unser Verständnis des deutschen Stummfilms geprägt hat.

Für Kracauer spiegelt Film gesellschaftliche Entwicklungen wider, sei es offen oder indirekt und verschlüsselt. Im deutschen Film vor 1933 sieht er „Kollektivdispositionen" einer kulturellen Verunsicherung: Das Chaos nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des Kaiserreichs wird reflektiert in Geschichten von Identitätsverlusten, übermächtigen Tyrannenfiguren und der Betonung des Schicksalhaften. Der Angst vor der Moderne, die mit Althergebrachtem bricht, wird mit einer indifferenten Flucht zurück in die Natur begegnet. Ansätzen zu Realismus und Neuer Sachlichkeit fehlt der Mut zur Hinterfragung politischer Ursachen. Als im deutschen Film zu Beginn der Tonfilmzeit vereinzelt engagierte Filme der politischen Linken entstehen und psychologische Studien gesellschaftliche Strömungen durchleuchten, ist es zu spät: Eskapistische Träume und nationalistische Geschichtsklitterung ebnen den Weg in die Hitler-Diktatur.

Anders als die Andern D 1919 001d filmarchiv austriaSicherlich hat Kracauers einseitige Interpretation, die mit einer Forderung nach politischer Stellungnahme einhergeht, in manchen Fällen die Sicht auf einzelne Filme verengt oder gar verzerrt. Dennoch ist das Gesamtbild, das er zeichnet, für das Verständnis der Zeit sehr erhellend und lässt durchaus auch Rückschlüsse auf heutige Entwicklungen zu. Die Filmreihe versucht, anhand von ausgewählten Filmbeispielen, die nach Themenblöcken gruppiert sind, Kracauers Positionen nachvollziehbar zu machen. Dabei werden eigene Gewichtungen vorgenommen und auch Filme herangezogen, die Kracauer in seinen Schriften nicht erwähnt, die aber seine Argumentationen unterstreichen.

Die von Stefan Drößler vom Filmmuseum München kuratierte Retrospektive "Von Caligari zu Hitler" wird in zwei Teilen gezeigt, der zweite Teil folgt im April 2017. Desweiteren startet im Rahmen der Retrospektive eine Vorlesungsreihe von Klaus Davidowicz und Frank Stern an der Universität Wien. Die Lehrveranstaltung findet im METRO Kinokulturhaus statt.

Die Filmreihe wird am Freitag, den 20. März 2017, um 18:00 im Metro Kinokulturhaus offiziell eröffnet:
• 18:00 Einführungsvorlesung »Von Caligari zu Hitler – Unterhaltung und Propaganda« von Frank Stern und Klaus Davidowicz
• 19:00 DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM (D 1920), Regie: Paul Wegener und Carl Boese, mit Live-Musik von Richard Eigner aka Ritornell
• 20:30 Podiumsdiskussion mit Klaus Davidowicz, Karola Gramann, Drehli Robnik, Heide Schlüpmann und Frank Stern, Moderation: Melanie Letschnig

Alle Filme der Retrospektive in der Übersicht

Motivkomplex TYRANNEN UND CHAOS

DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM
(Paul Wegener, D 1920)
MO 20.3., 19:00 | SO 2.4., 18:30

NOSFERATU. EINE SYMPHONIE DES GRAUENS
(Friedrich Wilhelm Murnau, D 1922)
MO 27.3., 19:00 | DO 30.3., 21:00

HOMUNCULUS
(Otto Rippert, D 1916)
Österreichische Erstaufführung der rekonstruierten Fassung
SA 1.4., 19:00

DAS CABINET DES DR. CALIGARI
(Robert Wiene, D 1920)
SO 26.3., 19:00 | DI 28.3., 21:00

DR. MABUSE, DER SPIELER
(Fritz Lang, D 1922)
Teil 1: FR 24.3., 20:30 | DO 30.3., 18:00 Teil 2: SO 26.3., 20:30 | FR 31.3., 18:00

Motivkomplex SCHICKSAL, STRASSEN- UND TRIEBFILME

DER MÜDE TOD
(Fritz Lang, D 1921)
SA 25.3., 18:30

VON MORGENS BIS MITTERNACHTS
(Karlheinz Martin, D 1921)
zusammen mit DIE FLAMME (Ernst Lubitsch, D 1922)
FR 31.3., 20:45

SCHATTEN – EINE NÄCHTLICHE HALLUZINATION
(Artur Robison, D 1923) FR 31.3., 18:30

DER LETZTE MANN
(Friedrich Wilhelm Murnau, D 1924)
MI 29.3., 18:30 | SO, 2.4., 16:30

Motivkomplex NATURMYSTIFIZIERUNG

NERVEN
(Robert Reinert, D 1919)
DO 23.3., 20:00

ALGOL
(Hans Werckmeister, D 1920) MO 27.3., 18:00

WEGE ZU KRAFT UND SCHÖNHEIT – EIN FILM ÜBER MODERNE KÖRPERKULTUR
(Wilhelm Prager, D 1925)
DI 28.3., 19:00

DER HEILIGE BERG
(Arnold Fanck, D 1925)
SO 26.3., 16:30

Motivkomplex DIE MODERNE

DER TUNNEL
(William Wauer, D 1915)
SA 1.4., 16:30

ICH MÖCHTE KEIN MANN SEIN
(Ernst Lubitsch, D 1918)
zusammen mit ANDERS ALS DIE ANDEREN
(Richard Oswald, D 1919)
Vorführungstermin(e) werden nachgereicht

WUNDER DER SCHÖPFUNG
(Hanns Walter Kornblum, D 1925)
SA 25.3., 18:00

METROPOLIS
(Fritz Lang, D 1926)
SA 25.3., 20:30

Motivkomplex REALISMUS UND NEUE SACHLICHKEIT

DIE VERRUFENEN
(Gerhard Lamprecht, D 1925)
DO 30.3., 18:45

GEHEIMNISSE EINER SEELE
(Georg Wilhelm Pabst, D 1926)
SA 25.3., 16:30

BERLIN. DIE SINFONIE DER GROSSSTADT
(Walther Ruttmann, D 1927)
FR 24.3., 19:00 | FR 31.3., 20:15

MENSCHEN AM SONNTAG
(Robert Siodmak/Edgar G. Ulmer, D 1930)
SA 1.4., 18:00

Text & Fotos (oben "Nosferatu" von 1922, unten "Anders als die Anderen" von 1919): Filmarchiv Austria

fb leuchtreklame 250Der Abend "Ma(i)nhatta – Stummfilm – Musik – Varieté" lädt zu einer Zeitreise ein: jede Menge Film, eine Band, Sänger, Tänzer, Rollkunstläufer ... ein Kinoerlebnis der besonderen Art am Freitag, den 24. Februar 2017, um 19.30 Uhr im Frankfurter Opernhaus.

Neben Frankfurter „Aktualitäten“ aus der Stummfilmzeit werden Charlie Chaplins The Immigrant (1916), das filmische Poem Manhatta (1921) von Charles Sheeler und Paul Strand sowie das Gangsterdrama Regeneration von Raoul Walsh (1915) gezeigt. Während die Musik zum zuletzt genannten Film von Peter Reiter-Schaub (seit 1999 Pianist der hr-Bigband) stammt, hat den Live-Soundtrack zu den übrigen Werken der Komponist Uwe Dierksen geschrieben, der u.a. seit 1983 als Posaunist im Ensemble Modern tätig ist. Seine Musik orientiert sich am Music-Hall-Sound der 1910er Jahre, fusioniert ihn mit modernen Jazz-Elementen und atmet zugleich das swingende Amüsement und den Maschinendampf der Metropolen von einst.

Zu den Mitwirkenden des Abends zählen neben den Musiker der hr-Bigband und des Ensemble Modern unter anderem die Sänger Elizabeth Reiter (Sopran) und Ludwig Mittelhammer (Bariton) aus dem Ensemble bzw. Opernstudio der Oper Frankfurt sowie die Rollkunstläufer Rollʼs Royce Hanau.

Mit "Ma(i)nhatta" wird im Frankfurter Opernhaus, unweit der damaligen Kinosäle rund um die Kaiserstraße, eine versunkene Kinokultur visuell und musikalisch erlebbar. Denn: In vielen Lichtspielhäusern der Stummfilmzeit war der Hauptfilm oftmals in ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm eingebettet.

Am Veranstaltungstag findet um 18 Uhr im Chagallsaal eine Einführung unter dem Titel "Vor`m Film" mit Uwe Dierksen (Komponist), Nina Goslar (arte-Filmredaktion), Christian Setzepfandt (Frankfurter Stadtführer) und Mareike Wink (Oper Frankfurt) statt.

"Ma(i)nhatta" wird in Kooperation mit ZDF/arte und mit freundlicher Unterstützung der Aventis Foundation veranstaltet. Die Dramaturgie des Abends liegt bei Mareike Wink und Nina Goslar (als Gast). Weitere Informationen und einen Videoclip  findet man hier.

Karten sind unter www.oper-frankfurt.de  oder im telefonischen Vorverkauf unter 069–212 49 49 4 erhältlich.
Textquelle: Pressemitteilung Oper Frankfurt. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

murnau stern berlin 250Jazz trifft auf Stummfilmklassiker: Der Pianist Michael Wollny improvisiert mit Eric Schaefer am Schlagzeug und dem ältesten Orchester Norwegens, dem Norske Blåseensemble, am 24. Februar 2017, um 19.30 Uhr, im Foyer der Versicherungskammer Bayern in München zu Nosferatu– Eine Symphonie des Grauens.

Mit der eindrucksvollen Inszenierung seiner gespenstischen Hauptfigur gehört der Film von Friedrich Wilhelm Murnau zu den wichtigsten Werken des Kinos der Weimarer Republik. Der Klassiker ist eine Adaption von Bram Stokers Roman Dracula und erzählt von der Reise eines jungen Maklers nach Transsylvanien im Jahr 1838: Thomas Hutter macht sich auf den Weg, um dem lichtscheuen Grafen Orlok ein Haus in seiner Heimatstadt zu verkaufen. Als der Graf ein Bild von Hutters Frau entdeckt, ist wie gebannt von ihrer Schönheit und macht sich umgehend auf den Weg zu ihr …

Mit dem Filmkonzert der Versicherungskammer Kulturstiftung wird Murnaus Meisterwerk durch eine zeitgenössische Improvisation neu zum Leben erweckt: Michael Wollny, Eric Schaefer und das Norske Blåseensemble treten in einen spontanen Dialog mit den expressionistischen Bildern. Eine Konzerteinführung gibt Prof. Gerd Baumann von der Hochschule für Musik und Theater München. Das Filmkonzert ist eine Veranstaltung der Versicherungskammer Kulturstiftung in Kooperation mit dem Lenbachhaus.

Veranstaltungsort:Foyer der Versicherungskammer Bayern, Warngauer Str. 30, München
Tickets: Wenige Restkarten an der Abendkasse.
Mehr Infos hier

Textquelle: Pressemitteilung Versicherungskammer Kulturstiftung. Das Bild zeigt den Stern für F. W. Murnau auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

lubitsch stern berlin 250In der Reihe Lecture & Film: Schnell wie der Witz – Die Filme von Ernst Lubitsch wird im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main am 19. Februar 2017 um 18:00 Uhr der Stummfilm Die Augen der Mumie Mâ gezeigt.

Ernst Lubitsch drehte das Drama 1918 mit Pola Negri, Emil Jannings und Harry Liedtke. Uwe Oberg begleitet am Klavier das Geschehen auf der Leinwand. Als Vorfilm wird der kurze Wochenschau-Ausschnitt "Ebert bei Anna Boleyn" von 1920 gezeigt. mehr

Zum Inhalt von "Die Augen der Mumie Mâ": Auf einer Reise durch den Orient möchte sich der Maler Alfred Wendland das Grab der Mumie Mâ ansehen. Er sucht vergeblich einen Ortskundigen, der ihn dorthin bringt, macht sich schließlich alleine auf den Weg und trifft in der Grabkammer auf den Wächter Radu, der dort eine schöne Ägypterin versteckt hält. Die junge Frau sieht Mâ täuschend ähnlich. Wendland gelingt es, die junge Frau zu retten und nach Europa zu bringen, wo sie als Tänzerin auftritt. Doch die Rache der Pharaonen lässt nicht lange auf sich warten.

"Lecture & Film: Schnell wie der Witz – Die Filme von Ernst Lubitsch" ist eine Veranstaltungsreihe des Deutschen Filmmuseums, des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe Universität und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie" (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe Universität und des Kulturamts der Stadt Frankfurt.

Mit Material einer Pressemitteilung des Deutschen Filmmuseums
Das Bild zeigt den Stern für Ernst Lubitsch auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Die freudlose Gasse D 1925 027 1 valeska gert Valeska Gert (1892 – 1978) machte ihren ganzen Leib, einschließlich ihres Gesichts und ihrer Stimme, zum Instrument ihrer kompromisslos expressiven Kunst.

Anhand ausgewählter Fotografien und Filmaufnahmen wirft das Filmarchiv Austria mit der Retrospektive und Ausstellung "Valeska Gert: Gesicht – Körper – Bewegung" vom 10. März bis 02. April 2017 ein Streiflicht auf die Rollen, die sie in den verschiedenen Phasen ihres Schaffens verkörpert hat.

Sie war Tänzerin, Kabarettistin, Schauspielerin und zuweilen auch Nachtklubbesitzerin. "Grotesktanz", "Tanzpantomime", "getanzte Zeitsatire" – schon die Begriffe, die die zeitgenössische Kritik für ihre Kunst fand, zeigen, dass ihre Darbietungen die konventionellen Genregrenzen sprengten. Ihre Nummern, die meist nur wenige Minuten dauerten, waren präzise Konkretionen des von Tempo und Urbanität geprägten Zeitgefühls der Weimarer Republik.

Virtuelle Ausstellung

filzinger foto dif

Die Online-Ausstellung "Das Kino des Ersten Weltkriegs: Einsichten in eine transnationale Mediengeschichte" zeigt mit historischem Film- und Fotomaterial, wie Filmausschnitte, Fotografien und Plakate, ein umfassendes Bild der Filmgeschichte des Ersten Weltkriegs zeichneten. mehr

Regensburg 2017

Vom 10. bis 19. August 2017 findet im Klosterhof des Historischen Museums die 35. Regensburger Stummfilmwoche statt. mehr

Bonn 2017

die kleine veronika foto foerderverein filmkultur bonn eV

Vom 10. bis 20. August 2017 finden die 33. Internationalen Stummfilmtage im Arkadenhof der Bonner Universität statt. mehr

Ausstellung in Wien zur Frühgeschichte des Kinos

archiv der schaulust filmarchiv wien 250 2

In der aktuellen Schau "Archiv der Schaulust" präsentiert das Filmarchiv Austria erstmals seine einzigartige Sammlung zur Geschichte des Kinos in der Donaumonarchie. Die Ausstellung läuft bis zum 31. Juli 2017. mehr

Pordenone 2017

Das international bedeutendste Stummfilmfestival "Le Giornate del Cinema Muto" wird jedes Jahr in Pordenone/Italien veranstaltet. Es findet in 2017 vom 30. September bis 07. Oktober statt. mehr ...

Newsletter