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filmstreifen gelb 02 250Der Willy Haas-Preis zeichnet jährlich im Rahmen des cinefest – Internationales Festival des deutschen Film-Erbes bedeutende internationale Publikationen zum deutschsprachigen Film in den Bereichen Buch- und DVD-Edition aus.

2019 wird der nach dem deutsch-tschechischen Literaten, Drehbuchautor und Filmkritiker Willy Haas benannte Preis zum sechzehnten Mal vergeben. Die internationale Jury besteht in diesem Jahr aus Peter Bossen (Hamburg), Judith Ellenbürger (Hamburg), Oliver Hanley (Potsdam), Uli Jung (Trier) und Fabian Tietke (Berlin).

Die Juror*innen haben aus den Neuerscheinungen der letzten 24 Monaten je Kategorie sechs Kandidaten für den Preis nominiert, darunter die DVD-Veröffentlichung Der Gang in die Nacht (D 1920) und die Blu-ray/DVD-Dual-Format Edition "Der Hund von Baskerville (D 1929). Der endgültige Sieger wird im Rahmen der Eröffnung des 32. Internationalen Filmhistorischen Kongresses am 20. November 2019 im Hamburger Kino Metropolis bekanntgegeben. Die Gewinner erhalten jeweils eine Urkunde sowie eine Original-Grafik des Künstlers und Filmmachers Franz Winzentsen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

kuespert werner 250 aAm Sonntag, den 20. Oktober 2019, ist in Grünstadt Harold Lloyds Filmkomödie Ausgerechnet Wolkenkratzer! zu sehen.

Lloyd gilt neben Charles Chaplin und Buster Keaton als bedeutendster Komiker des amerikanischen Stummfilms. Sein bekanntestes Werk ist Ausgerechnet Wolkenkratzer! ("Safety Last") aus dem Jahr 1923. Die amerikanische Komödie wurde von Hal Roach produziert und ist legendär für die Szene, in der Lloyd am Zeiger einer Hochhaus-Uhr baumelt. Der Schauspieler erhielt 1953 einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk.

Musikalisch begleitet wird der Film vom Jazz-Ensemble Küspert & Kollegen. Es setzt sich aus international renommierten und kinoerfahrene Musikern zusammen, die hohe Kunstfertigkeit mit viel Gefühl für die Filmsituationen verbinden. Zum Ensemble gehören der Echo-Preisträger Bastian Jütte am Schlagzeug, Dietmar Fuhr, der zu den bedeutendsten europäischen Kontrabassisten zählt, und der Saxophonist und Klarinettist Till Martin. Landleader ist der Komponist und Gitarrist Werner Küspert (Foto). mehr
Foto: Küspert & Kollegen/Renate Weingärtner

filmstreifen 04 250Anlässlich des 100. Geburtstags des koreanischen Kinos, 1919 kam mit "Uirijeuk gutu" die erste koreanische Filmproduktion in die dortigen Kinos, zeigt das Berliner Arsenal Kino eine Reihe an Filmen aus dessen Frühzeit.

Das Programm, kuratiert von Sulgi Lie und Ansgar Vogt, nimmt eine weitgehend unbekannte erste Periode der koreanischen Filmgeschichte in den Blick. Die Reihe "Spring on the Korean Peninsula: Koreanisches Kino 1934–1962" präsentiert elf Filme, die im Zeitraum von 1934 bis 1962, also noch vor der endgültigen Konsolidierung der südkoreanischen Filmindustrie in den frühen 60er Jahren, auf der koreanischen Halbinsel realisiert wurden. Unter der japanischen Kolonialherrschaft (1910–1945) entstanden in Korea nur wenige Filme. Im Koreakrieg (1950–1953) wurden zudem weite Teile der koreanischen Filmgeschichte zerstört.

Was vom frühen koreanischen Filmerbe erhalten und zugänglich ist, beeindruckt durch ein vielfältiges Genré-Spektrum zwischen Melodramen, Coming-of-Age--Geschichten, Kriegsfilmen, Komödien und Film Noirs. Verbindendes Element der Filme des Programms sind die oftmals eigenständigen Frauenfiguren, die gegen gesellschaftliche Repressionen aller Art versuchen, ihre Autonomie zu behaupten.

Im Rahmen der Reihe ist am Donnerstag, den 17. Oktrober 2019, um 20:00 Uhr "Chun-Eui Sipjaro"  zu sehen. Der älteste verfügbare Film der koreanischen Filmgeschichte wurde stumm gedreht. Eine Einführung hält Sulgi Lie, Eunice Martins geleitet am Flügel, Sprecher der deutschen  Fassung ist Matthias Scherwenikas. mehr
Textquelle. Arsenal Kino Berlin, Foto. Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 2Der deutsche Film- und Bühnenschauspieler Bernhard Goetzke starb am 07. Oktober 1964 in Berlin.

In der Stummfilmzeit war er an vielen bedeutenden Produktionen beteiligt, wie Veritas vincit (D 1919), Unheimliche Geschichten (D 1919), Madame Dubarry (D 1919), Das indische Grabmal (D 1921), Der müde Tod (D 1921), Dr. Mabuse, der Spieler (D 1921) und Die Nibelungen (D 1924).

Seine Schauspielerkarriere konnte er in der Tonfimzeit fortsetzen und war auch in den NS-Propagandafilmen Jud Süß (D 1940) und Ich klage an (D 1941) zu sehen. Er wurde am 05. Juni 1884 in Danzig geboren. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Die amerikanische Film- und Theaterschauspielerin Jeanne Eagels starb am 03. Oktober 1929 in New York.

Neben ihren zahlreichen Bühnenengagements war sie ab Mitte der 1910-Jahre in Stummfilmproduktionen zu sehen, unter anderem an der Seite von Leslie Howard und John Gilbert. Für ihren vorletzten Film, die Tonfilmproduktion The Letter (USA 1929), wurde sie – als erste Person überhaupt – posthum für einen Oscar nominiert. Eagels wurde am 26. Juni 1890 in Kansas City geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen bunt 10 250Der Regisseur, Theatermann und Schauspieler Ralph Arthur Roberts wurde am 02. Oktober 1884 als Robert Arthur Schönherr in Meerane geboren. Er starb am 12. März 1940 in Berlin.

Er war unter anderem in Gerhard Lamprechts Buddenbrooks (D 1923), Hans Steinhoffs Die Tragödie eines Verlorenen (D 1927) und Erich Schönfelders Der Biberpelz (D 1928) zu sehen. Der vielseitige Künstler schrieb und komponierte 1912 den Evergreen Auf der Reeperbahn nachts um halb eins. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen bunt 10 250Der Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur Joe Stöckel wurde am 27. September 1894 in München geboren.

Bereits während der Stummfilmzeit war er in zahlreichen Produktionen als Darsteller zu sehen, etwa in Die Geier der Goldgruben (D 1920) und Die Rache des Mexikaners (D 1920), bei denen er auch Regie führte. Internationale Resonanz hatte er als Produzent und Hauptdarsteller des stummen Filmserials "Joe Marco, der Mann der Kraft". Stöckel starb am 14. Juni 1959 in seiner Geburtsstadt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1In der Rubrik "Stumme News" stellt Stummfilm Magazin aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" vor. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Die Uraufführung der restaurierten Fassung von "La Roue" (F 1923) wurde auch in den Medien vielfach besprochen. So berichteten unter anderem 3Sat, WeltNMZ, FAZ, Freitag und Tagesspiegel.

♦ Einen Ausblick auf das 33. Internationale Filmfestival Braunschweig, das vom 19. bis 24. November 2019 veranstaltet wird, findet man hier. Zu sehen gibt es dort auch Stummfilme mit Livemusikbegleitung.

♦ Die Hessenschau berichtet in einem Filmbeitrag über das Wanderkino – Laster der Nacht, das seit 20 Jahren unterwegs ist und Stummfilme live musikalisch begleitet.

♦ Am 18. September 1919 eröffnete der Berliner UFA-Palast am Zoo mit Ernst Lubitschs opulentem Historiendrama "Madame Dubarry". Genau hundert Jahre später wurde das Ereignis mit einer Stummfilmvorführung eben jenes Filmes gewürdigt. Berichte dazu gibt es unter anderem von der Deutschen Welle und dem WDR (Stichtag).

♦ Stummfilmkomponist und -musiker Richard Siedhoff wurde anlässlich einer Filmvorführung in Dietzenbach über seine Arbeit interviewt.
Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Am Samstag, den 28. September 2019, wird um 20:00 Uhr im Kino des Filmmuseums Düsseldorf Faust – eine deutsche Volkssage mit live Musikbegleitung gezeigt.

Der Stummfilmklassiker von Friedrich Wilhelm Murnau wurde am 14. Oktober 1926 uraufgeführt. Murnaus Interpretation nimmt nicht nur Goethes omnipräsente, klassische Dramen-Version in den Blick, sondern setzt sich intensiv mit der Faustsage, also in erster Linie der Geschichte des Doktor Fausten aus dem 16. Jahrhundert und der Interpretation von Christopher Marlowe, auseinander.

Was Murnau an filmischen Mitteln für seine Zwecke einsetzte, war auf dem Höhepunkt seines Schaffens und seine letzte Produktion in Deutschland. Die Ausstattung stammte Robert Herlth und Walter Röhrig, an der Kamera war Carl Hoffmann. In den Hauptrollen sind Gösta Ekman, Emil Jannings und Camilla Horn, in Nebenrollen Wilhelm Dieterle und Hans Brausewetter zu sehen.

Im Vorprogramm wird "Camilla Horn sieht sich als Gretchen in Murnaus Stummfilm" (D 1981) gezeigt. Der Kurzfilm beobachtet die Schauspielerin Camilla Horn während einer Vorführung von "Faust – eine deutsche Volkssage", in dem sie 55 Jahre zuvor das Gretchen spielte. Die Aufführung findet in Kooperation mit IDO, dem 14. Internationalen Düsseldorfer Orgelfestival, statt. Dominik Gerhard (Essen) begleitet an der Welte-Kinoorgel. mehr
Textquelle: Filmmuseum Düsseldorf; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntAm Dienstag, den 24. September 2019, ist im Kino des Filmmuseums Düsseldorf ein Programm mit Kurzfilmen der französischen Avantgarde-Filmerin Germaine Dulac zu sehen.

Gezeigt werden "Antoinette Sabrier" (F 1927), "La Coquille et Le Clergyman" ("Die Muschel und der Kleriker", F 1927) und "Thèmes et Variations" ("Themen und Variationen", F 1927). Eine Einführung hält Océane Gonnet (Filmforum – Freundeskreis des Filmmuseums), Markus Goosmann aus Düsseldorf begleitet live am Klavier. Die Filme werden im Rahmen der Reihe "Stationen der Filmgeschichte" gezeigt. mehr 
Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

koelner dom 250Am 23. September 2019 wird in der Volksbühne Köln die Dokumenation "Filmreise in das alte Köln 2" auf großer Leinwand gezeigt.

Der Film von Hermann Rheindorf enthält unter anderem sehr frühe, teilweise noch nie veröffentlichte Filmimpressionen aus der Dommetropole. Die verwendeten historischen Aufnahmen umfassen einen Zeitraum von 1896 bis 1931, darunter Karnevalsszenen aus dem Jahr 1911. Als Vorprogramm findet die Verleihung des "Rheinlandtalers" für Verdienste um die Kölner Geschichte statt.

Vom ersten Teil der Filmreihe (Trailer), der vor zehn Jahren erschienen ist, wurden 20.000 DVDs verkauft. Auf YouTube gibt es eine Vorschau zur aktuellen Veröffentlichung. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmmuseum piv 250Das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum erhält den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten Volker Bouffier.

Der Preis, der seit 2003 vergeben wird und seither jedes Jahr eine*n besondere*n Schauspieler*in auszeichnet, wird im Jubiläumsjahr des Hessischen Film- und Kinopreises, der dieses Jahr 30 wird, erstmals an eine Institution, an das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, verliehen.

Ministerpräsident Volker Bouffier möchte seine Entscheidung in Zeiten, in denen Streamingdienste den Markt mehr und mehr dominieren, als "ein innovatives Signal" verstanden wissen, das das Kino und den Film als Kunst in Zeiten heftiger Transformation stärkt. "Das DFF ist für mich dabei der ideale Träger des Ehrenpreises", schreibt Boufffier in einem Brief an das DFF. Es sei "eine Institution, deren Anliegen und Aufgabe es ist, gemeinsam mit dem Publikum Filmkultur lebendig zu halten".

filmstreifen 08 250Der schwedische Filmregisseur Victor Sjöström wurde am 20. September 1879 in Årjäng geboren.

Er gehört zu den einflussreichsten Filmschaffenden der Stummfilmzeit. Sein Drama Der Fuhrmann des Todes (Schweden 1921) ist ein herausragendes Werk des frühen Kinos und wurde 2012 von schwedischen Filmkritikern zum besten schwedischen Film gewählt. Er starb am 03. Januar 1960 in Stockholm. mehr

Buchtipp: Der 35 Millimeter-Verlag hat unter dem Titel "Victor Sjöström – Film Can Be Art" die erste deutschsprachige Monografie über den Meisterregisseur veröffentlicht. Das Buch enthält neben verschiedenen Abhandlungen – etwa zur Biografie, den gestalterischen und motivischen Merkmalen des Regisseurs und der Entwicklung der Produktionsfirma Svenska Bio (später Svensk Filmindustri) – eine umfassende, kommentierte Filmografie aller seiner Regiearbeiten. Es kann über die Homepage des Verlags bestellt werden.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 18. September 1919 wurde im Berliner Ufa-Palast am Zoo das Historiendrama "Madame Dubarry" uraufgeführt. Die Premierenfeier war gleichzeitig auch die offizielle Eröffnung des Kinos.

Unter der routinierten Regie von Ernst Lubitsch zogen Emil Jannings, Pola Negri, Harry Liedtke und Rheinhold Schünzel alle Register ihres darstellerischen Könnens, wobei der Regisseur nicht nur bei der Schauspielerführung, sondern auch bei den Massenszenen eine sichere Hand bewies.

Der unterhaltsame Film mit vielen Schauwerten war nicht nur in Deutschland, sondern auch international ein Erfolg. Autor Arndt Pawelczik stellt für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik das Werk vor. Aktueller Veranstaltungstipp

filmstreifen gelb 03 250Die Stadt Wuppertal ehrt in 2019 die in Elberfeld geborene Dichterin Else Lasker-Schüler (1869–1945).

Im Rahmen der Feierlichkeiten ist noch bis zum 29. September 2019 die Ausstellung „Komm mit mir in das Cinema – Else geht aus XI“ im Wuppertaler Rex-Filmtheater zu sehen. Der Hintergrund für die Schau: Die Autorin war eine begeisterte Kinogängerin und schrieb etwa das Exposé für das nicht realisierte Stummfilmprojekt "Pumm Pascha". mehr und mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Jubiläum

100 jahre caligari

Im Februar 1920 fand in Berlin die Premiere des expressionistischen Meisterwerks "Das Cabinet des Dr. Caligari" statt. Das Werk gilt als eines der bedeutensten der Kinogeschichte und als ein Schlüsselwerk des deutschen FIlms. mehr

Zürich 2020

Das Filmpodium in Zürich zeigt anlässlich seines Stummfilmfestivals noch bis 15. Februar 2020 Kostbarkeiten aus der Frühzeit des Kinos. mehr

Jubiläum

zwischentitel september 2019

In 2020 wird der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven gewürdigt. Bereits während der Stummfilmzeit beschäftigten sich Filmemacher mit dem Ausnahmemusiker. mehr