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Im Vorfeld der Internationalen Stummfilmtage 2015 in Bonn wurde der Kurator des Festivals, Stefan Drößler vom Filmmuseum München, vom Deutschlandradio interviewt.

Thematisiert wurde im Gespräch nicht nur das aktuelle Programm in Bonn, sondern auch die Rezeption von Stummfilmen durch ein an Tonfilme gewohntes Publikum und die Restaurierungsbemühungen des Filmmuseums München im Zusammenhang mit dem filmischen Nachlass von Orson Welles. mehr

Stummfilmpianist Stephan Graf von Bothmer spielt Walter Ruttmanns " Berlin - Die Sinfonie der Großstadt“ von November 2015 bis April 2016 an insgesamt vier Terminen im Berliner Wintergarten Varieté.

Der im Jahr 1927 entstandene Dokumentar- und Montagefilm Berlin – Die Sinfonie der Großstadt zeigt chronologisch einen Tag in Berlin in dynamisch zusammengeschnittenen Aufnahmen und Bildkompositionen. Die Uraufführung war am 23. September 1927. Der Film ist heute einer der populärsten Streifen aus der Stummfilmzeit. Die Termine im Wintergarten Varieté Berlin sind: 

Dienstag, 10.11.2015, 20 Uhr
Dienstag, 19.01.2016, 20 Uhr
Dienstag, 08.03.2016, 20 Uhr
Dienstag, 05.04.2016, 20 Uhr

Weitere Informationen zu den Aufführungen und dem Ticket-VVK hier

Im Rahmen des "Open-Air Kino Wien" wird am Samstag, den 01. August 2015, um 21:30 Uhr "Menschen am Sonntag" aus dem Jahr 1930 gezeigt.

Robert Siodmak und Edgar Georg Ulmer führten die Regie bei diesem Klassiker des Weimarer Kinos. Das Drehbuch von Menschen am Sonntag schrieb Billy Wilder. Live begleitet wird der Film in Wien von Chrono Popp & Hans Holler. Ticket- und weitere Informationen hier

Vom 06. bis 15. August 2015 findet die 33. Regensburger Stummfilmwoche im MuseumsCafé/Klosterhof des Historischen Museums statt.

Bei Regen werden die Filme im "Leeren Beutel" gezeigt. Zu sehen sind unter anderem Der große Sprung (Regie Arnold Fanck, 1927), Dr. Mabuse, der Spieler (Regie: Fritz Lang (1922), Ludwig der Zweite, König von Bayern (Regie: Wilhelm Dieterle, 1929) und Alfred Hitchcocks The Lodger (1927). Die Filme werden live begleitet von Tal Balshai und Stella Maria Adorf, Rainer J. Hofmann, Bertl Wenzl, Markus Stark und Aljoscha-Zimmermann-Ensemble. mehr

filmstreifen 02 250In den Monaten August und September ist der Name der Black Box im wahrsten Sinne des Wortes Programm: Die Leinwand bleibt dunkel, denn das Kino des Düsseldorfer Filmmuseums legt aus finanziellen Gründen in 2015 eine Sommerpause ein.

Die bereits zu Jahresbeginn festgesetzten Termine bleiben dabei bestehen; die Vorstellungen in der Reihe Psychoanalyse und Film werden wie geplant stattfinden:
Freitag, 28.8.2015, 19:00 Uhr: "Bal - Honig" (Regie: Semih Kaplanoglu)
Freitag, 25.9.2015, 19:00 Uhr: "Fack ju Göthe" (Regie: Bora Dagtekin)
Auch die Stationen der Filmgeschichte, vorgestellt vom Freundeskreis des Filmmuseums, werden wie im Programmheft angekündigt noch bis zum 18. August 2015 gezeigt. Die Dauerausstellung und Öffnungszeiten des Filmmuseums bleiben von der Kinoschließung unberührt.

Am 26. September 2015 öffnet dann die Black Box für das Internationale Düsseldorfer Orgelfestival nicht nur die Pforten, sondern auch Die Büchse der Pandora. Regisseur Georg Wilhelm Pabst drehte den Stummfilmklassiker im Jahr 1929 mit der bezaubernden Louise Brooks in der Hauptrolle. Die musikalische Begleitung übernimmt Matthias Haarmann an der Welte-Kinoorgel. (Quelle: Filmmuseum Düsseldorf; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer)

lang stern berlin 250Das Babylon Kino in Berlin zeigt im Sommermonat August drei große deutsche Stummfilmklassiker mit live Musikbegleitung: "Metropolis", "Berlin - Die Sinfonie der Großstadt" und "Nosferatu".

Alle drei Filme werden von Cameron Carpenter an der Kinorgel begleitet. Das Programm:
Samstag, 01.08.2015, 20:00 Uhr: Metropolis (1926, Regie: Fritz Lang)
Samstag, 08.08.2015, 20:00 Uhr: Berlin - Die Sinfonie der Großstadt (1927, Regie: Walter Ruttmann)
Samstag, 15.08.2015, 20:00 Uhr: Nosferatu (1922, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau)

Tickets können direkt über die Internetseite des Babylon erworben werden. mehr

Das Bild zeigt den Stern für Fritz Lang auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

"Goodbye Johnny": Der deutsche Schauspieler und Sänger Hans Albers starb vor 55 Jahren, am 24. Juli 1960, in Kempfenhausen (Bayern).

In der Stummfilmära war er in ca. hundert Filmen zu sehen, oftmals als Schurke oder Liebhaber. Seine bekanntesten Streifen aus dieser Zeit sind Vorderhaus und Hinterhaus (1925) von Richard Oswald und Asphalt (1929) von Joe May. Mit Beginn des Tonfilmzeitalters wurde er einer der beliebtesten deutschen Schauspieler. Einige der von ihm in Filmen interpretierten Lieder wie "Auf der Reeperbahn", "Goodbye Johnny" und "Jawohl, meine Herr´n" sind Evergreens geworden. Trotz seiner recht offenen Ablehnung des Nationalsozialismus wirkte er an einigen aufwändigen Spielfilmen aus der Nazizeit mit, unter anderem in den Agfacolor-Filmen Münchhausen und Große Freiheit Nr.7. Albers wurde als Hans Philipp August Albers am 22. September 1891 in Hamburg geboren. mehr

Paul Lenis vom Expressionismus beeinflusster Stummfilmklassiker „Das Wachsfigurenkabinett“ (1924) wird derzeit von der Deutschen Kinemathek in Berlin digital restauriert.

Die finanziellen Mittel dafür stammen aus dem Etat der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, die Anfang 2015 eine Million Euro für die Digitalisierung ausgewählter Filmprojekte bereitgestellt hat. Die Summe ist deutlich zu wenig, um das filmische Erbe zu bewahren, erläutert Rainer Rother, künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek, in einem Interview mit der Berliner Zeitung. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 25. Juli 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" Wallace Worsleys "Der Glöckner von Notre Dame".

In den Hauptrollen dieses 1923 in den USA gedrehten Stummfilmdramas mit Horrorelementen sind Lon Chaney sen. ("Der Mann mit den 1.000 Gesichtern"), Patsy Ruth Miller, Norman Kerry und Kate Lester zu sehen. Erzählt wird die tragische Geschichte des buckligen Quasimodo zur Tänzerin Esmeralda. Worsleys Der Glöckner von Notre Dame, der ersten abendfüllenden Verfilmung von Victor Hugos weltberühmten gleichnamigen Roman, wurde am 30. August 1923 in der Carnegie Hall in New York uraufgeführt. Live an der Kinoorgel im Berliner Babylon-Kino spielt Anna Vavilkina. mehr

Arkadenhof 2012 3 250 thilo beuVom 06. bis 16. August 2015 finden zum 31. Mal die Internationalen Stummfilmtage in Bonn statt.

An elf Abenden werden Stummfilme aus Filmarchiven der ganzen Welt mit live-musikalischer Begleitung, in Openair-Atmosphäre und bei freiem Eintritt im Arkadenhof der Universität Bonn präsentiert. Das Festival startet am Donnerstag, den 06. August 2015, mit der neu restaurierten Fassung des Stummfilmklassikers Varieté (1925) von Ewald André Dupont.

Das Programm des Festivals wurde wieder von Stefan Drößler, dem Leiter des Filmmuseums München, kuratiert. Für filmhistorisch Interessierte sind besonders die geplanten Vorträge im Bonner LVR-Museum am 09. und 16. August 2015 interessant. Das gesamte Programm der 31. Stummfilmtage in Bonn findet man hier

Das Bild zeigt den Arkakdenhof während der Stummfilmtage 2012 bei laufender Vorführung. Foto: Thilo Beu, Bonn

murnau stern berlin 250Wie Spiegel Online und andere Medien berichten, wurde von bislang Unbekannten der Schädel von Friedrich Wilhelm Murnau aus der Grabkammer der Familie auf dem Friedhof in Stahnsdorf bei Berlin gestohlen. Die polizeilichen Ermittlungen laufen.

Friedrich Wilhelm Murnau, am 28. Dezember 1888 in Bielefeld als Friedrich Wilhelm Plumpe geboren und am 11. März 1931 in Santa Barbara gestorben, gilt als einer der bedeutensten Regisseure der Kinogeschichte und beeinflusste Generationen von Filmemachern. Er drehte unter anderem Nosferatu (1922), Der letzte Mann (1924), Faust – eine deutsche Volkssage (1926) und Sonnenaufgang – Lied von zwei Menschen. Letzterer, 1927 in den USA gedreht, wird bei Umfragen unter Filmkritikern immer wieder unter die bedeutensten zehn Filme der Kinogeschichte gewählt.

Die Totenmaske Murnaus, die lange Zeit im Besitz von Greta Garbo war, ist im Filmmuseum Berlin ausgestellt. mehr mehr

Das Bild zeigt den Stern für F. W. Murnau auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Zwei Stummfilme aus dem Bestand der Murnau-Stiftung laufen bei den UFA Filmnächten vom 20. bis 22. August in Berlin: das Südsee-Melodram "Tabu" (1931), Friedrich Wilhelm Murnaus letzter Film, und "Ihr dunkler Punkt" (1928) mit dem Ufa-Traumpaar Lilian Harvey und Willy Fritsch. Zum Abschluss wird "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" (1926) aus dem Archiv des Deutschen Filminstituts gezeigt.

„Mein besonderer Dank gilt Bertelsmann und der heutigen UFA, die dem deutschen Filmerbe mit den UFA Filmnächten im Berliner Kulturleben ein wunderbares Forum bieten. Für das Publikum wird die Aktualität dieser Meisterwerk erlebbar. So lässt sich einer interessierten Öffentlichkeit vermitteln, wie wichtig und dringend Pflege und Digitalisierung des analogen Filmerbes sind,“ so Ernst Szebedits, Vorstand der Murnau-Stiftung.

Karten für die Vorstellungen gibt es im Vorverkauf:
Donnerstag, 20. August 2015, 21.00 Uhr: Tabu (1931) von Friedrich Wilhelm Murnau
Freitag, 21. August 2015, 21 Uhr: Ihr dunkler Punkt (1928) von Johannes Guter
Samstag: 22. August 2015, 21 Uhr: Die Abenteuer des Prinzen Achmed (1926) von Lotte Reiniger

Mit den UFA Filmnächten 2015 ehren Bertelsmann und UFA zum fünften Mal die Avantgarde der Filmkunst, die in ihrer Zeit auch für die historische UFA tätig war, und machen das weltweit einmalige filmische Erbe aus den 1920er Jahren zugänglich, das Regisseure wie Fritz Lang, Joe May, Friedrich Wilhelm Murnau, Ernst Lubitsch und viele andere oder visionäre Produzenten wie Erich Pommer hinterlassen haben. Die Filmkunst dieser Zeit prägt bis heute das Filmschaffen massiv, unabhängig von allen technischen oder zeitgeistlichen Entwicklungen und birgt dennoch eine ganz eigene ästhetische Kraft. Wie jedes Jahr bei den UFA Filmnächten werden alle Filme von prominenten Paten aus der Filmbranche eingeführt. Das erfolgreiche Format findet 2015 bereits zum dritten Mal auch in Brüssel statt. (Quelle: Text Murnau-Stiftung Wiesbaden) mehr

Am 13. Juli 1945, vor 70 Jahren, verstarb die US-amerikanische Schauspielerin und Filmproduzentin Alla Nazimova in Los Angeles.

Nazimova, wie sie in der Stummfilmzeit verkürzt genannt wurde, war russischer Herkunft und wurde am 22. Mai in Jalta (Krim) geboren. Sie spielte unter anderem mit Rudolph Ventino und Anna May Wong. Legendär ist der von ihr 1922/23 nach dem Theaterstück von Oscar Wilde produzierte Film Salome, der durch seine artifizielle Ausstattung auch heute noch beeindruckt. mehr

jannings stern berlin 250Das Babylon Kino in Berlin zeigt am 18. Juli 2015 um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" Friedrich Wilhelm Murnaus "Tartüff".

In den Hauptrollen dieses 1925 gedrehten Stummfilmklassikers des Weimarer Kinos sind Emil Jannings, Lil Dagover und Werner Kraus zu sehen. Der Titel und die Geschichte des Films beziehen sich auf das Theaterstück "Tartuffe" von Molière aus dem Jahr 1664. Murnau inszenierte mit Tartüff eine gelungene Mischung aus Kostümfilm, Krimi und Komödie. Am 18. Juli 2015 spielt Anna Vavilkina live an der Kinoorgel im Babylon. mehr

Das Bild zeigt den Stern für Emil Jannings auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Der Bühnenbildner, Szenenbildner und Regisseur Paul Leni wurde am 08. Juli 1885 in Stuttgart geboren Er schuf mit einigen seiner Werke Meilensteine des expressionistischen Films.

Leni arbeitete in Deutschland als Szenenbildner für Ernst Lubitsch und führte unter anderem bei dem prominent besetzten Episodenfilm Das Wachsfigurenkabinett (1923), der aller Wahrscheinlickeit nach Douglas Fairbanks sen. zu seinem expressionistisch angehauchten Der Dieb von Bagdad aus dem Jahr 1924 inspirierte, Regie. In Hollywood verbuchte er mit den kommerziell und künstlerisch erfolgreichen Filmen Spuk im Schloß (The Cat and the Canary, 1927), Der Chinesenpapagei (The Chinese Parrot, 1927) und The Man Who Laughs (1928) große Erfolge. Paul Leni starb am 02. September 1929 in Hollywood. mehr

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Kinotipps, Festivals, Filmreihen und mehr ... den Stummfilm-Kalender für Dezember 2018 findet man hier

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