Um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwendet das Stummfilm Magazin Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

filmstreifen 05 250Die neue Stummfilm-Saison auf ARTE, für alle Liebhaber dieses Genres und für alle, die es bei dieser Gelegenheit für sich entdecken möchten: Zwei Klassiker und zwei Wiederentdeckungen bietet das kommende Mai-Programm und stellt damit vier neue Stummfilmrestaurierungen vor.

Den Auftakt macht der französische Art-Déco-Film L‘Inhumaine von Marcel L‘Herbier, frisch restauriert vom Originalnegativ und mit neuer Musik des bekannten Perkussionisten Aidje Tafial. Einen Ausflug ins große Historienkino der 1910er Jahre gestattet der deutsche Monumentalfilm Die Pest in Florenz von Otto Rippert, begleitet von einer kongenialen elektronischen Musik von Uwe Dierksen.

Von Florenz geht die Stummfilm-Reise dann nach Berlin: Die Stadt der Millionen war einer der erfolgreichsten Ufa-Kulturfilme und hat das deutsche Kino der 20er Jahre bereichert. Er liegt nun in einer vervollständigten Fassung vor, die auf ARTE ihre Fernsehpremiere erlebt. „Die Stadt der Millionen“ nimmt das Publikum mit zu einer lehrreichen und amüsanten Stadterkundung Berlins.

Der große Abschluss dann mit einem Stummfilm, der durch die rekonstruierte Originalmusik von Gottfried Huppertz zu neuem Leben erwacht: Zur Chronik von Grieshuus, eine großartige, düstere Familiensaga nach Theodor Storm, zu der Gottfried Huppertz im Jahr 1925 eine hochromantische Musik für großes Orchester geschrieben hat. Auch dieser Film erlebt auf ARTE seine Fernsehpremiere.

04. Mai 2015, 00.05 Uhr: Die Unmenschliche
11. Mai 2015, 00.05 Uhr: Die Pest in Florenz
18. Mai 2015, 23.35 Uhr: Die Stadt der Millionen. Ein Lebensbild Berlins (Erstausstrahlung)
25. Mai 2015, 23.35 Uhr: Zur Chronik von Grieshuus (Erstausstrahlung)
(Quelle: Pressetext Arte; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer)

Die deutsche Filmschauspielerin Erna Morena wurde vor 130 Jahren, am 24. April 1885, als Ernestine Maria Fuchs in Wörth am Main geboren.

Sie war auch als Drebuchautorin und Filmproduzentin tätig. Morena spielte unter anderem in Algol - Tragödie einer Macht (Regie: Hans Werckmeister, 1920), Von morgens bis mitternachts (Regie: Karlheinz Martin, 1920), Das indische Grabmal (Regie: Joe May, 1921), Fridericus Rex (Regie: Arzen von Cserépy, 1921/22) und Der Berg des Schicksals (Regie: Arnold Fanck, 1924). Sie starb am 20. Juli 1962 in München. mehr

Das hätten sich die Brüder Skladanowsky oder ihre französischen "Kollegen", die Brüder Lumiere, vor 120 Jahren, dem Jahr ihrer ersten öffentlichen Filmvorführungen, nicht träumen lassen: Immer und überall bewegte Bilder anschauen - und das ohne großen Aufwand. Vor allem mobile Computer und Videoportale haben dies in den letzten Jahren möglich und populär gemacht.

Am 23. April 2005 wurde das erste Video auf dem Videoportal YouTube von YouTube-Mitgründer Jawed Karim hochgeladen. Der erste Kommentar auf YouTube zu einem Film war übrigens "interesting ...". Viele Stummfilmfreunde nutzen YouTube als Fundgrube um Stummfilm(fragmente) abzurufen oder sich über Neuerscheinungen zu informieren.

Das Black Box Kino im Filmmuseum Düsseldorf zeigt am Samstag, den 25. April 2015, um 20 Uhr "Orlac´s Hände" mit Conrad Veidt in der Hauptrolle.

Caligari-Regisseur Robert Wiene drehte mit Orlac´s Hände einen der ersten Filme zum Thema Transplantation. Die expressionistisch anmutenden Szenenbildner schufen Hans Rouc, Karl Exner und Stefan Wessely. Neben Veidt spielen Alexandra Sorina und Fritz Kortner. Begleitet wird der 1924 entstandene und in Wien gefilmte Klassiker von Frederik Weißel aus Hannover und Mirko Gibson aus Osnabrück an Schlagzeug, Synthesizer, Klavier und Computer.

1935 drehte Karl Freund in den USA ein Remake mit Peter Lorre unter dem Titel Mad Love. "Orlac´s Hände" wird in der Reihe "Stummfilm und Musik" des Düsseldorfer Filmmuseums gezeigt. mehr

babylon schriftzug 250Das Babylon Kino in Berlin zeigt am 25. April 2015 um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" G. W. Papsts "Die Büchse der Pandora".

In dem 1929 gedrehten Stummfilm brilliert die amerikanische Schauspielerin Louise Brooks. In weiteren Rollen sind Fritz Kortner Kortner, Francis Lederer und Carl Goetz zu sehen. Die Büchse der Pandora entstand nach Frank Wedekinds Theaterstück „Lulu“ und gilt als eines der Meisterwerke des Weimarer Kinos. Der Film ist auch bemerkenswert, weil er eine der ersten Spielfilmproduktionen war, in dem eine lesbische Frau gezeigt wurde. Live an der Kinoorgel im Babylon spielt Anna Vavilkina. mehr  Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Im Rahmen des "Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund/Köln" werden am Sonntag, den 19. April 2015, um 11 Uhr im Dortmunder "Kino im U" zwei Filme der deutschen Schauspielerin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin Rosa Porten präsentiert.

Gezeigt werden "Wandas Trick" (Deutschland, 1918) und "Der neueste Stern vom Variété" (Deutschland, 1917). Die musikalische Begleitung erfolgt durch Ute Völker (Akkordeon) und Angelika Sheridan (Flöte). Eine Einführung hält die Filmhistorikerin Annette Förster aus Amsterdam.

Die Filmschauspielerin Rosa Porten wurde am 19. Februar 1884 in Düsseldorf geboren. Stummfilmstar Henny Porten (1890-1960) war ihre jüngere Schwester. Zusammen mit den Filmregisseuren Dr. Franz Eckstein, ihrem Ehemann, und Franz Porten, ihrem Vater, führte Rosa Porten unter dem Pseudonym Dr. R. Portegg auch Filmregie. Zudem verfasste sie Drehbücher, etwa für Filme ihrer prominenten Schwester. Mit Beginn der Tonfilmära bis zu ihrem Tod war Rosa Porten, bis auf eine Produktion im Jahr 1950, nicht mehr in der Filmindustrie aktiv. Sie starb am 07. Mai 1972 in München. Infos zum Programm des Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund/Köln

Der britischer Filmkomiker Sydney Chaplin starb vor 50 Jahren, am 16. April 1965, in Nizza (Frankreich).

Er wurde am 15. März 1885 als Sydney John Hill in London geboren. Er war der ältere Bruder von Charlie Chaplin, einem der berühmtesten Filmschaffenden des zwanzigsten Jahrhunderts, und ebenfalls Filmkomiker. mehr

Greta Garbo starb vor 25 Jahren, am 15. April 1990, in New York. Die am 18. September 1905 in Stockholm als Greta Lovisa Gustafsson geborene Filmschauspielerin ist eine Ikone des internationalen Films.

Neben ihren legendären Hollywoodklassikern wie "Es war", "Anna Karenina", "Mata Hari" und "Ninotschka" dreht Garbo in Deutschland an der Seite von Asta Nielsen den berühmten Stummfilm Die freudlose Gasse (1925) unter der Regie von G.W. Pabst. Bei der Oscarverleihung 1955 wurde Garbo mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am 18. April 2015 um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" Fritz Langs "Metropolis".

Der aufwändige Science-Fiction-Film wurde in den Jahren 1925 und 1926 in Deutschland gedreht und ist einer der teuersten Filme seiner Zeit. Das herausragende Werk der Filmgeschichte ist ein Klassiker des deutschen Expressionismus. Auch heute noch übt der Film Einfluss auf Filmschaffende aus und ist Gegenstand von filmhistorischen Anlaysen. Als erster Film weltweit wurde "Metropolis" in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. In den Hauptrollen sind Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George zu sehen. Live an der Kinoorgel im Babylon spielt Anna Vavilkina. mehr

Luis Trenker, vor allem bekannt geworden als Schauspieler und Bergsteiger, ist vor 25 Jahren, am 12. April 1990, in Bozen/Italien gestorben.

Trenker war unter anderem an den Stummfilmen Der Berg des Schicksals (1924), Der heilige Berg (1926), Der große Sprung (1927) und "Der Kampf ums Matterhorn" (1928) beteiligt. Er arbeitete unter anderem mit dem Regisseur Arnold Fanck und der Schauspielerin und Regisseurin Leni Riefenstahl zusammen. Trenker wurde als Alois Franz Trenker am 04. Oktober 1892 in St. Ulrich in Gröden geboren. mehr

Der französische Filmproduzent, -darsteller und -regisseur Gaston Méliès starb vor 100 Jahren, am 09. April 1915, in Ajaccio/Korsika. Er wurde 12. Februar 1852 in Paris geboren.

Méliès war ein älterer Bruder von Georges Méliès, dessen Film er in den USA vertrieb. Später gründete er ein eigenes Filmstudio. Sowohl in den Filmen seines Bruders als auch in seinen eigenen Produktionen war er als Darsteller zu sehen. mehr

Die US-amerikanische Schauspielerin Theda Bara starb am 7. April 1955 in Los Angeles.

Sie wurde am 29. Juli 1885 in Cincinnati als Theodosia Burr Goodman geboren und gilt als das erste Sexsymbol des Stummfilms. Ihre erste Rolle war ein erotisch-verführerischer Vampir in "A Fool There Was" aus dem Jahr 1915. In der Folgezeit wurde sie durch aufwändige Marketing-Maßnahmen zur „lasterhaftesten Frau der Welt“ stilisiert. Sie zog sich, nachdem sie in ca. 40 Filmen mitgespielt hatte, im Jahr 1926 aus dem Filmgeschäft zurück. mehr

zwischentitel livemusik 2Das Filmforum NRW im Kölner Museum Ludwig zeigt am Sonntag, den 12. April 2015, um 15.00 Uhr Fritz Langs ersten Mabuse-Film.

Gezeigt werden beide Teile von Dr. Mabuse, der Spieler in einer von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung restaurierten Fassung aus dem Jahr 2000. Der Film wurde 1922 mit Rudolf Klein-Rogge in der titelgebenden Hauptrolle gedreht. Live am Klavier im Filmforum spielt Günter A. Buchwald. Prof. Dr. Lisa Gotto von der ifs (internationale filmschule köln) wird eine Einführung in das Werk geben. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit KölnMusik statt. mehr

babylon kino 250Das Babylon Kino in Berlin zeigt am 11. April 2015 um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" den Dokumentarfilm "Nanuk, der Eskimo".

Robert Flahertys Nanuk, der Eskimo aus dem Jahr 1922 ist ein Klassiker des Dokumentarfilms und des ethnographischen Kinos. 1989 wurde der Film in das National Film Registry aufgenommen, dem Auswahlverzeichnis US-amerikanischer Filme, die in geschichtlicher, kultureller oder ästhetischer Hinsicht als besonders erhaltenswert eingestuft werden. Live an der Kinoorgel im Babylon spielt Anna Vavilkina. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Am 02. April 2015 ist in Porto der portugisische Filmregisseur und Drehbuchautor Manoel de Oliveira gestorben. Von 2001 bis zu seinem Tod mit 106 Jahren galt er als ältester noch aktiver Regisseur weltweit und zudem als der letzte, der schon zur Stummfilmzeit in der Filmbranche aktiv war.

Er wurde am 11. Dezember 1908 geboren. Sein erste Regiearbeit war die noch als Stummfilm gedrehte Dokumentation "Douro, faina fluvial" aus dem Jahr 1931. Oliveira drehte im Laufe seiner Karriere mit Catherine Deneuve, John Malkovich, Michel Piccoli und Marcello Mastroianni. Unter anderem auf den Filmfestspielen von Venedig, Cannes und Montreal wurde er geehrt. mehr und mehr

"Kino-Pravda" online

filmrestaurierung 250 03

Das Österreichische Filmmuseum hat die erhaltenen "Kino-Pravda"-Arbeiten von Dziga Vertov im Netz veröffentlicht. mehr

Pordenone 2018

filmstreifen gelb 03 250

Das international bedeutende Stummfilmfestival "Le Giornate del Cinema Muto" wird jedes Jahr in Pordenone/Italien veranstaltet. Es findet in 2018 vom 06. bis 13. Oktober statt. mehr