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"100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik"

Infomationen zur Initiative von Stummfilm Magazin finden Sie hier

Der Erfinder William Kennedy Laurie Dickson starb vor 80 Jahren, am 28. September 1935, in Twickenham (England).

Dickson entwickelte in den Laboratorien von Thomas Alva Edison den Kinetographen, eine der ersten Filmkameras, und das Kinetoskop, den weltweit ersten Filmbetrachter. Er wurde am 03. August 1860 in Le Minihic-sur-Rance (Frankreich) geboren. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 03. Oktober 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" das Sozialdrama "Menschen untereinander".

Regisseur Gerhard Lamprecht drehte diesen sogenannten "Zillefilm" im Jahr 1926 und schilderte darin eindrücklich die menschlichen Schicksale in einem Berliner Mietshaus. In Haupt- und Nebenrollen sind Alfred Abel, Aud Egede-Nissen und Käte Haack zu sehen. Live begleitet wird Menschen untereinander am 03.10.2015 von Anna Vavilkina an der Kinoorgel. mehr

Das Babylon zeigt am 17. Oktober 2015 einen weiteren Film von Gerhard Lamprecht: Unter der Laterne aus dem Jahr 1928.

Die amerikanische Schauspielerin Clara Bow starb vor 50 Jahren, am 27. September 1965, in Los Angeles. Sie wurde am 29. Juli 1905 in Brooklyn geboren.

Sie drehte 1927 den Stummfilm It und gilt damit als das erste sogenannte It-Girl. Zuvor war sie durch ihre Filmproduktionsfirma Paramount schon zu einem der bekanntesten Flapper der USA aufgebaut worden. mehr

Am Mittwoch, den 30. September 2015 wird um 19.30 Uhr in der Aula 1 der Universität zu Köln  "Die vier Teufel" aus dem Jahr 1911 gezeigt.

Die Regie bei diesem frühen dänische Stummfilm führten Robert Dinesen und Carl Rosenbaum. An der Kamera war Alfred Lind, der 1910 mit "Abgründe" einen Meilenstein der internationalen Kinogeschichte ablichtete. Gezeigt wird am 30.09.2015 eine ca. 40-Minuütige, viragierte Fassung von "Die vier Teufel". Live am Klavier spielt Wilfried Kaets. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 26. September 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" Leinwandlegende Gloria Swanson in "Manhandled".

Regisseur Allan Dwan drehte den US-Film im Jahr 1924. In Manhandled sind neben Gloria Swanson, einem der großen amerikanischen Stars der Stummfilmzeit, auch Tom Moore, Lilyan Tashman, Ian Keith und Arthur Housman zu sehen. Live begleitet wird der Film am 26.09.2015 von Anna Vavilkina an der Kinoorgel. mehr

Gloria Swanson, als Gloria May Josephine Svensson am 27. März 1899 in Chicago geboren, drehte unter anderem mit Erich von Stroheim, Billy Wilder und Raoul Walsh. Sie war insgesamt sechs Mal verheiratet. An die Schauspielerin erinnern zwei Sterne auf dem Hollywood Boulevard. Sie starb am 04. April 1983 in New York City.

Der Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Erich von Stroheim wurde vor 130 Jahren, am 22. September 1885, als Erich Oswald Stroheim in Wien geboren.

Neben seiner jahrzehntelangen Schauspielarbeit führte von Stroheim in der Stummfilmzeit unter anderem bei Blinde Ehemänner (Blind Husbands, 1919), Törichte Frauen (Foolish Wives, 1922), Gier (Greed, 1924) und Die lustige Witwe (The Merry Widow, 1925) Regie. Er galt als detailversessen und exzentrisch und überwarf sich wiederholt mit dem amerikanischen Studiosystem. Er starb am 12. Mai 1957 in Maurepas bei Paris. mehr

Im Rahmen des Internationalen Düsseldorfer Orgelfestival zeigt das Black Box Kino im Düsseldorfer Filmmuseum am 26. September 2015 um 20.00 Uhr G. W. Papsts "Die Büchse der Pandora".

In dem 1929 gedrehten Stummfilm brilliert die amerikanische Schauspielerin Louise Brooks. In weiteren Rollen sind Fritz Kortner Kortner, Francis Lederer und Carl Goetz zu sehen. Die Büchse der Pandora entstand nach Frank Wedekinds Theaterstück „Lulu“ und gilt als eines der Meisterwerke des Weimarer Kinos. Der Film ist auch bemerkenswert, weil er eine der ersten Spielfilmproduktionen war, in dem eine lesbische Frau gezeigt wurde. Matthias Haarmann (Köln) begleitet an der Welte-Kinoorgel. mehr

Im Rahmen des Architektursommers Rhein-Main wird die von der Murnau-Stiftung aufwändig restaurierte Fassung von Metropolis am 25. September um 20:45 Uhr gezeigt.

"Metropolis" wurde von Regisseur Fritz Lang in den Jahren 1925 und 1926 in Deutschland gedreht und ist einer der teuersten Filme seiner Zeit. Das herausragende Werk der Filmgeschichte ist ein Klassiker des deutschen Expressionismus. Auch heute noch übt der Film Einfluss auf Filmschaffende aus und ist Gegenstand von filmhistorischen Anlaysen. Als erster Film weltweit wurde "Metropolis" in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Es spielen Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George. Die bislang vollständigste, aufwändig restaurierte Fassung des monumentalen Stummfilms "Metropolis" am 12. Februar im Rahmen der Berlinale 2010 im Friedrichstadtpalast und in der Alten Oper Frankfurt zeitgleich aufgeführt. Die vielbeachtete Neuveröffentlichung ist durch einen spektakulären Kopienfund in Buenos Aires im Jahr 2008 möglich geworden; anhand dieser 16mm-Filmrollen konnte "Metropolis" restauriert und so seiner Uraufführungsfassung angenähert werden.

Sebastian Schnurr von der Murnau-Stiftung gibt am 25.09.2015 eine Einführung in das Werk. Die Vorstellungen beim Architektursommer, der vom 20. bis 26. September 2015 verantaltet wird, finden open-air am Rheinufer auf dem Kies-Menz Gelände (Wiesbaden/Mainz-Kastell) statt. Der Eintritt ist frei. mehr

Greta Garbo wurde vor 110 Jahren, am 18. September 1905, in Stockholm als Greta Lovisa Gustafsson geboren. Die Filmschauspielerin ist eine Ikone des internationalen Films.

Neben ihren legendären Hollywoodklassikern wie "Anna Karenina" (1927), "Mata Hari" (1931) und "Ninotschka" (1939) dreht Garbo in Deutschland an der Seite von Asta Nielsen den berühmten Stummfilm Die freudlose Gasse (1925) unter der Regie von G.W. Pabst. Bei der Oscarverleihung 1955 wurde sie mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet. Greta Garbo starb am 15. April 1990 in New York. mehr

Der Filmpionier Louis Aimé Augustin Le Prince verschwand am 16. September 1890, vor 125 Jahren, auf unerklärliche Weise mutmaßlich vor oder während einer Zugfahrt von Dijon nach Paris.

Er machte im Jahr 1888 mit "Roundhay Garden Scene" den ersten mit einer Filmkamera gedrehten Film der Geschichte. Louis Le Prince wurde am 28. August 1842 in Metz geboren. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 19. September 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" das Sozialdrama "Die Verrufenen".

Regisseur Gerhard Lamprecht, der ab 1963 erster Direktor der Deutschen Kinemathek in Berlin war, drehte den Film im Jahr 1925 und ließ sich während der Produktion von Heinrich Zille beraten. In Haupt- und Nebenrollen sind Aud Egede-Nissen, Bernhard Goetzke, Mady Christians, Arthur Bergen und Frigga Braut zu sehen. Live begleitet wird Die Verrufenen, dessen Handlung auf einen authentischen Fall zurückgeht, am 19.09.2015 von Anna Vavilkina an der Kinoorgel. mehr

Der deutsche Schauspieler Carl de Vogt wurde vor 130 Jahren, am 14. September 1885, in Köln geboren.

Er spielte unter anderem in dem Fritz-Lang-Zweiteiler Die Spinnen (1919/1920), Manfred Noas Nathan der Weise (1922) und Karl Grunes Schlagende Wetter (1923). Aufgrund seiner NSDAP- und SA-Mitgliedschaften erhielt de Vogt nach 1945 zeitweise Berufsverbot. Seine letzte Rolle spiele er in dem Bryon-Edgar-Wallace-Krimi Der Würger von Schloss Blackmoor (1963). Er starb am 16. Februar 1970 in Berlin.  mehr

filmmuseum piv 250Das Filmmuseum Düsseldorf präsentiert in seinem Black-Box-Kino von September bis Dezember 2015 ein hochkarätiges Stummfilmprogramm mit live Musikbegleitetung.

Am 26. September wird um 20.00 Uhr G. W. Papsts Die Büchse der Pandora mit Louise Brooks in der Hauptrolle gezeigt. Die Vorführung findet im Rahmen des Internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals statt. An der Welte-Kinoorgel spielt Matthias Haarmann.

Am 31. Oktober ist dann ab 20.00 Uhr Robert Wienes Das Cabinet des Dr. Caligari aus dem Jahr 1919 in der Black Box geöffnet. Die zwei französischen Kurzfilme Emak Bakia von Man Ray und Ballet Mecaniqué von Fernand Legér und Dudley Murphy werden am 12. November um 20.00 Uhr auf der Leinwand zu sehen sein. Ein Kurzfilmprogramm unter dem Titel "Staub und Kratzer" steht am 13. November 2015 um 20.00 Uhr auf dem Programm. 1926 entstand der russische Film "Ein Sechstel der Erde" von Dziga Wertow, der einen Tag später, am 14. November 2015, um 20.00 Uhr zur Aufführung kommt. Um 22.15 Uhr ist dann am gleichen Abend und an gleicher Stelle Munraus Nosferatu wieder am Spuken.

Zum Abschluss der Filmreihe im Düsseldorfer Filmmuseum wird Buster Keaton in College am 20. Dezember ab 15.00 Uhr für Unterhaltung sorgen. Das Programm kann hier als PDF angeschaut werden.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

"Tartüff" in der Komischen Oper Berlin: Friedrich Wilhelm Murnaus Klassiker ist am Samstag, den 17. Oktober, um 19:30 Uhr als Stummfilmkonzert zu erleben. Begleitet wird der Film von Giuseppe Becces Originalfilmmusik, neu orchestriert und bearbeitet von Detlev Glanert, einem der meistgespielten zeitgenössischen Komponisten.

Aktuelle Nachrichten aus dem Jahr 1925, kurze Werbe- und Kulturfilme sowie Musik- und Tanznummern aus diversen Offenbach-Operetten stimmen im Vorprogramm auf den Hauptfilm ein. In Tartüff, basierend auf der gleichnamigen Gesellschaftskomödie von Molière, versucht eine gierige Haushälterin, das Erbe ihres alternden Hausherrn zu erschleichen. Dessen Enkel gelingt es, als Betreiber eines Wanderkinos verkleidet, das Intrigenspiel der Haushälterin zu vereiteln.

Die Tartüff"-Vorstellung gehört zu der Reihe „Kino Varieté“, mit der Stummfilm als multimediales Gesamterlebnis präsentiert wird. Am 16. und 17. Oktober präsentiert die Komische Oper Berlin in Kooperation mit ZDF/arte den Stummfilm so, wie er das große Publikum in den 1910er und 20er Jahren in die Kinos zog: als wilden, revueartigen Mix aus Wochenschauen, kurzen Reiseberichten, Werbe-, Kultur- und Spielfilmen und live dargebotenen Tanz-, Gesangs- und Musikeinlagen. Die beiden Abende orientieren sich in ihrer Dramaturgie an den heute mitunter kurios wirkenden Abfolgen der damaligen Kino-Revuen und versetzen sie zugleich durch neukomponierte Filmmusiken und Liveauftritte von Künstlern der Komischen Oper Berlin ins Heute. Im Zentrum steht jeweils ein ca. 70-minütiger Hauptfilm. Stummfilmkino als lebende Juke-Box! Karten für Raoul Walshs Regeneration (1915), einem der ersten abendfüllenden Gangsterstreifen der Filmgeischte, am Freitag, den 16. Oktober, sowie "Tartüff" am Samstag, den 17. Oktober, sind online erhältlich. (Textquelle: Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung) mehr

Am Samstag, den 12. September 2015, um 20 Uhr sind die "Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino" zu Gast beim Beethovenfest Bonn. Seit 2011 kooperieren beide Festivals und präsentieren alljährlich im Rahmenprogramm des Beethovenfests ein Stummfilmkonzert in der Post Tower Lounge.

In diesem Jahr ist mit Joachim Bärenz einer der dienstältesten Stummfilmpianisten Deutschlands beim Beethovenfest zu erleben. Seit über 45 Jahren begleitet er Stummfilme und trat auf zahlreichen Stummfilmfestivals in der ganzen Welt auf. Joachim Bärenz gilt als brillanter Improvisator, bearbeitet aber auch Originalkompositionen und setzt zeitgenössische Motivkompilationen ein. Zudem war er lange Zeit Pianist in der Tanzabteilung der Folkwang Hochschule, wo er unter anderem mit Pina Bausch zusammenarbeitete. Für seine Verdienste um die Stummfilmvertonung erhielt er 2003 den Preis der Filmkritik. 2013 wurde er bei den Internationalen Stummfilmtagen für seine Begleitung des Films Ehegeschichten, in der er laut Jury „Zitate aus allen Bereichen der Musikgeschichte integriert, die er in einem lebendigen musikalischen und improvisatorischen Prozess bestechend vielseitig variiert“ hatte, mit dem 2. Preis des vom Beethovenfest gestifteten Ad-Hoc-Livemusikpreis ausgezeichnet.

In der Post Tower Lounge wird Joachim Bärenz den Eröffnungsfilm des diesjährigen Bonner Sommerkinos, Varieté von Ewald André Dupont, am Flügel begleiten. Das digital restaurierte Drama aus dem Jahr 1925 über einen Trapezartisten, der wegen einer verführerischen jungen Tänzerin Frau und Kind verlässt, fesselte das Publikum der Stummfilmtage sowohl mit seinen spektakulären Kamerafahrten wie auch mit dem differenzierten Spiel der Darsteller, allen voran des Protagonisten Emil Jannings, der als einziger deutscher Schauspieler jemals den Oscar als bester Hauptdarsteller gewann.

Durch die Aufführung von "Varieté" mit der Musik von Joachim Bärenz setzen das Beethovenfest Bonn und die "Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino" ihre mit dem Ziel, die Virtuosität der Stummfilmmusiker gebührend zu würdigen, begründete Kooperation fort. Die Veranstaltung ist ausreserviert; wenige Restkarten sind am Samstag um 19.45 Uhr in der Post Tower Lounge erhältlich. (Textquelle: www.internationale-stummfilmtage.de)

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