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filmstreifen 08 250Zunächst als jüngstes, dann als bedeutendstes Medium des 20. Jahrhunderts hat es sich das Kino immer wieder zur Aufgabe gemacht, gesellschaftliche Entwicklungen, politische Ereignisse oder einfach nur Stimmungslagen einzufangen und in Laufbilder zu verwandeln.

Zum österreichischen Republiksjubiläum im November 2018 versammelt die Retrospektive "Kinoresonanzen" im Metro Kinokulturhaus noch bis zum 06. Dezember 2018 Beispiele, wie diese Übersetzung ins Medium Film in den letzten 100 Jahren stattgefunden hat. Die Auswahl eint eine gewisse zeitliche Unmittelbarkeit (manchmal auch Dringlichkeit): Statt auf Geschichtsforschung oder Vergangenheitsbewältigung zu fokussieren, befinden sich FilmemacherInnen und ZuschauerInnen gleichermaßen "mittendrin" im Geschehen. Etwa im Roten Wien der 1920er- und 1930er-Jahre, als die Republik zahlreichen inneren Konflikten ausgesetzt war – und in größter Not ein "Sonnenstrahl" den Blick dafür frei machte, wie das Zusammenleben auch sein könnte. mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria/Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Das Jahr 1918 erlebte jene tiefgreifende historische Zäsur in gesellschaftspolitischer Hinsicht, die an der damals noch nicht sehr fernen Jahrhundertwende scheinbar spurlos vorübergegangen war.

Obwohl sich das industrielle Zeitalter bereits im 19. Jahrhundert wie eine mächtige Kontinentalplatte in den Boden Europas grub und für sozial bedingte Eruptionen sorgte, schien die feudale Lebensweise führender Schichten davon kaum berührt.

Die Filmschau "Zeitenwende", die noch bis zum 06. Dezember 2018 im Metro Kinokulturhaus gezeigt wird, gibt sich in Form historischer Bilddokumente aus den Nachfolgestaaten auf Spurensuche nach der verlorenen Zeit, die Spielfilme spannen den Bogen von den Filmpionieren bis in die 1980er-Jahre. Gäste aus Prag, Belgrad und Skopje werden ihre historischen Filmjuwelen vorstellen. mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria/Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Am Samstag, den 01. Dezember 2018, werden im Tonfilm-Theater in Münsingen "The Kid" (USA 1921) und "The Tramp" (USA 1915) gezeigt.

"The Kid" ist Chaplins erster Langfilm. Sein junger Filmpartner, Jackie Coogan, wurde durch das tragikomische Werk zum Kinderstar. Der Kurzfilm "The Tramp" stammt aus der  Essanay-Phase von Chaplin.

Live musikalisch begleitet wird das Werk von Hans-Jörg Lund. Neben dem Film ist auch die außergewöhnliche Location einen Besuch wert: Das "Truppen Tonfilm Theater" wurde 1936 in einer Kaserne in Münsingen eröffnet und in den 1960er-Jahre geschlossen. Hans-Joachim Kraft hat als neuer Betreiber das Kino im Jahr 2017 zu neuem Leben erweckt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen gelb 02 250Bei der Eröffnung des 31. Internationalen Filmhistorischen Kongresses am 21. November 2018 in Hamburg fand traditionell auch die Verleihung der Willy Haas-Preise statt.

Die Auszeichnung würdigt bedeutende internationale Buch- und DVD-Veröffentlichungen zum deutschsprachigen Film bzw. zum Film in Deutschland. So zeichnete die Jury unter anderem den von Karin Herbst-Meßlinger, Rainer Rother und Annika Schaefer herausgegebenen Band "Weimarer Kino – neu gesehen" aus. Das ergänzend zur gleichnamigen Berlinale-Retrospektive entstandene Buch stellt weniger bekannten Filme der Weimarer Republik vor.

Eine Empfehlung ("Shortlist") wurde zudem für die DVD-Editionen Das alte Gesetz (D 1923, Regie: E. A. Dupont) und Hunger in Waldenburg (D 1030, Regie: Phil Jutzi), beide bei Absolut Medien erschienen, ausgesprochen.

Der Internationale Filmhistorische Kongress findet im Rahmen von cinefest statt und wird von CineGraph und dem Bundesarchiv veranstaltet. Weitere Informationen zum Kongress und der Preisverleihung hier.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntDie britische Frauenrechtlerin Helen Pankhurst wird am Dienstag, den 27. November 2018, um 18:00 Uhr im Historischen Museum Frankfurt aus ihrem aktuellen Buch "Deeds Not Words" lesen.

Die Autorin ist Urenkelin von Emmeline Pankhurst und die Enkelin von Sylvia Pankhurst, zwei exponierten Frauerechtlerinnen der britischen Suffragettenbewegung. Vor der Lesung werden drei kurze Newsreel-Ausschnitte mit Emmeline und Sylvia Pankhurst gezeigt: "Trafalgar Square Riot" (GB 1913), "Palace Pandemonium" (GB 1914) und "Trafalgar Square Meeting" (GB 1916). Die Veranstaltung der Kinothek Asta Nielsen e.V. in Kooperation mit dem Historischen Museum Frankfurt findet im Rahmen von "Remake On Location" statt und wird in englischer Sprache durchgeführt. mehr

Ebenfalls in der Reihe "Remake On Location" wird am Donnerstag, den 29. November 2018, um 20:15 Uhr im Wiesbadener Murnau-Filmtheater Die Suffragette (D 1913) mit Asta Nielsen gezeigt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Der deutsche Schauspieler Erich Kaiser-Titz, geboren als Heinrich Felix Erich Kaiser-Titz am 07. Oktober 1875 in Berlin, starb am 22. November 1928 an seinem Geburtsort.

Er wirkte in 300 Stummfilme mit, unter anderem in Richard Oswalds Episodenfilm Hoffmanns Erzählungen (D 1916) und in Rudolf Meinerts Filmbiografie Ferdinand Lassalle – Des Volkstribunen Glück und Ende (D 1918). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen gelb 03 250Am 29. November 2018 wird um 20:00 Uhr im Foyer der Versicherungskammer Bayernin München-Giesing der Stummfilm Menschen am Sonntag (D 1930) gezeigt.

Das "herausragende Werk der deutschen Stummfilm-Avantgarde" (Lexikon des internationalen Films) ist ein zeitgenössisches Portrait der Metropole Berlin und ihrer jungen Bewohner Ende der 20er-Jahre. Das frühe Werk der späteren Hollywood-Regisseure Robert Siodmak, Edgar Ulmer und Billy Wilder wird live vertont von múm, "der vielleicht originellsten Band Islands" (ByteFM).

múm-Gründer Gunnar Tynes und Örvar Smárason vertonen "Menschen am Sonntag" mit einem reduzierten, elektronisch-rhythmischen Score. Eine Einführung in den Film hält der Regisseur Heiner Stadler. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250Am 17. November 2018 wurde das XV. cinefest im Hamburger Kino Metropolis feierlich eröffnet. Im Rahmen der Veranstaltung fand traditionell die Verleihung des Reinhold Schünzel-Preises statt.

Diese Würdigung für langjährige Verdienste um die Pflege, Bewahrung und Verbreitung des deutschen und europäischen Film-Erbes wird seit fünfzehn Jahren verliehen. 2018 zeichnete die internationale Jury, der Michal Bregant (Direktor des Nationalen Filmarchivs, Prag, Tschechische Republik), Barton Byg (University of Massachusetts Amherst, USA, Reinhold Schünzel-Preisträger 2011) und Heike Klapdor (Filmhistorikerin, Berlin, Reinhold Schünzel-Preisträgerin 2016) angehörten, Jan-Christopher Horak mit dem Preis aus.

Geiger von Florenz 02 Quelle Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung 250Im Rahmen seiner Reihe Weimarer Kino – neu aufgelegt zeigt das Murnau-Filmtheater am Sonntag, den 25. November 2018, um 15:30 Uhr und am Mittwoch, den 28. November 2018, um 20:15 Uhr die Tragikomödie Der Geiger von Florenz.

Regisseur Paul Czinner drehte die Produktion in den Jahren 1925/26 mit Elisabeth Bergner, Conrad Veidt, Walter Rilla und Nora Gregor. Gezeigt wird die frisch von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung rekonstruierte Version mit eingespielter Musik des Ensemble "I solisti di Francoforte" (Komposition: Uwe Dierksen). Bei der Vorführung am 28.11.2018 hält Restauratorin Anke Wilkening eine Einführung.

filmklappe blau 250 neuDer russisch-schwedische Regisseur und Drehbuchautor Mauritz Stiller starb vor neunzig Jahren, am 18. November 1928, in Stockholm. Er wurde am 17. Juli 1883 in Helsinki geboren.

Er drehte unter anderem die Filme Erotikon (Schweden 1919), Hotel Stadt Lemberg (USA 1927) und Stacheldraht (USA 1927). In Gösta Berling (Schweden 1924) besetzte er eine der Hauptrollen mit der damals noch unbekannten Greta Garbo. Der Erfolg des Films war der Karrierestart der Schauspielerin. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Die tschechische Schauspielerin Lyda Salmonova starb vor 50 Jahren, am 18. November 1968, in Prag.

Sie war Ensemblemitglied des Deutschen Theaters unter Leitung von Max Reinhardt. Salmonova, die bis 1924 mit Paul Wegener verheiratet war, spielte unter anderem in den Stummfilmklassikern Der Student von Prag (1913), Der Golem (1915), Der Golem, wie er in die Welt kam (1920) und Das Weib des Pharao (1921). Sie wurde am 14. Juli 1889 in Prag geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 orange ohne soundDer deutsch-amerikanische Schauspieler Fritz Feld starb am 18. November 1993 in Los Angeles.

In seiner 72-jährigen Berufstätigkeit spielte er unter anderem in den Stummfilmen Der Golem und die Tänzerin (D 1927), Der Golem, wie er in die Welt kam (D 1920), Weltbrand (D 1920) und Der letzte Befehl (USA 1928). Feld wurde als Fritz Feilchenfeld am 15. Oktober 1900 in Berlin geboren. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntVom 07. Dezember 2018 bis 09. Januar 2019 wird im Wiener Metro Kinokulturhaus die Filmreihe "Österreich: Eine Komödie – Von der Stummfilmzeit bis heute" gezeigt.

Wie schon der Volksmund sagt: Lachen ist gesund, und so unternimmt das Filmarchiv Austria zum Abschluss des Jahres 2018 eine Reise in die Geschichte der Königsdisziplin des Kinos: der Komödie. Knapp 40 Werke – vom Anbeginn der Kinematografie bis heute – geben einen Überblick darüber, wie die österreichische Filmlandschaft bereits seit über hundert Jahren ihr Publikum zum Lachen bringt.

Die Suffragette 01 Quelle Deutsches Filminstitut DIF 250Am Sonntag, den 25. November 2018, um 18:00 Uhr und am Donnerstag, den  29. November 2018, um 20.15 Uhr wird im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden im Rahmen der Reihe "100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland" der Stummfilm Die Suffragette gezeigt.

Regisseur Urban Gad drehte den deutschen Film im Jahr 1913 mit Asta Nielsen, Max Landa und Mary Scheller. Die Vorführung des 60-minütigen Fragments erfolgt mit eingespielter Musik von Maud Nelissen. Am 29.11.2018 halt die Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik eine Einführung in den Film. Die Aufführungen finden in Kooperation mit Amnesty International und "Remake. Frankfurter Frauen Film Tage" statt.

Carmen Lubitsch filmmuseum potsdam 250Vom 17. November 2018 bis 09. Februar 2019 zeigt das Filmmuseum Potsdam die Filmreihe "Weimar International – Stummfilm ohne Grenzen aus Berlin und Babelsberg (1918 – 1929)".

Das Weimarer Kino war das "Goldene Zeitalter" des deutschen Films. Nie wieder war der deutsche Film so international wie in den 1920-er-Jahren, nie wieder hatte er eine solche Ausstrahlung. Nach Berlin und Babelsberg kamen Filmkünstler*innen aus aller Welt. Die künstlerische Vision und das Können entschieden über Chancen und Karrieren der Filmschaffenden, nicht die Muttersprache oder der Akzent. Denn die Sprache der Augen, die Mimik und Gestik der Schauspieler*innen brauchte in der Zeit des Stummfilms keine Übersetzung.

Die von Philipp Stiasny und Frederik Lang kuratierte Filmreihe »Weimar International« im Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum und im Filmmuseum Potsdam ergänzt die Spielfilme um kurze Vorfilme: Reise- und Kulturfilme, die das Publikum in ferne Länder führen, und lustige Animationsfilme. Dem damals weit verbreiteten Nationalismus sagen die Filme adieu und umarmen stattdessen die Welt. Stummfilmmusiker aus der ganzen Welt begleiten die Filme live. Eine Kartenreservierung für die Aufführungen im Potsdamer Filmmuseum ist möglich unter Telefon 0331-27181-12 und E-Mail ticket (at) filmmuseum-potsdam.de. mehr

Das Programm im Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum in Berlin findet man hier.

Textquelle und Bild: Filmmuseum Potsdam

Weimarer Republik

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Bonn 2019

Vom 15. bis 25. August 2019 finden die 35. Internationalen Stummfilmtage im Arkadenhof der Bonner Universität statt. mehr