lang stern berlin 250Am Donnerstag, den 07.September 2017, eröffnet im Potsdamer Filmmuseum nach Hans Albers - Das Mannsbild der Ufa eine weitere Foyerausstellung zum 100. Jubiläum der Ufa-Gründung: "Die Nibelungen – Mythos, Alltag und Moderne".

Ergänzend zur Schau, die bis zum 03.12.2017 zu sehen ist, werden am Eröffnungsabend der erste und am folgenden Abend der zweite Teil von Fritz Langs Die Nibelungen (1924), live begleitet von Peer Kleinschmidt an der Welte-Kinoorgel, gezeigt. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Fritz Lang auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 01 250Die deutsche Film- und Bühnenschauspielerin Trude Hesterberg starb vor 50 Jahren, am 31. August 1967, in München. Sie wurde am 02. Mai 1892 in Berlin als Gertrud Johanna Dorothea Helene Hesterberg geboren.

Ab 1912 war sie neben ihrer Bühnentätigkeit auch in Filmproduktionen zu sehen. In der Stummfilmära spielte sie unter anderem in Ernst Lubitschs Der Fall Rosentopf (1918), Arzén von Cserépys Fridericus Rex (1922) E. A. Duponts Varieté (1925), Richard Oswalds Vorderhaus und Hinterhaus (1925) und Arthur Robisons Manon Lescaut (1926). 1962 wurde sie mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 bunt ohne soundDer deutscher Filmregisseur Franz Hofer wurde vor 135 Jahren, am 31. August 1882, als Franz Wygand Wüstenhöfer in Saarbrücken geboren.

In der Stummfilmzeit drehte er Komödien und Dramen wie etwa Fräulein Piccolo (1914), Fräulein Hochgemuth (1915), Papa Schlaumeyer (1915) und Seltsame Menschen (1916). Mit Beginn der Stummfilmzeit verabschidete er sich aus der Filmproduktion und kehrte zu seinen beruflichen und künsterlischen Ursprungen zurück, dem Theater. Hofer starb am 05. Mai 1945 bei einem Bombenangriff auf Berlin.

Von seinen ca. 80 Produktion sind vermutlich nur 15 Filme erhalten. Von 2002 bis 2013 vergab das Filmhaus Saarbrücken jährlich den Franz-Hofer-Preis. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Die Schauspielerin Adele Sandrock starb vor 80 Jahren, am 30. August 1937, in Berlin. Sie wurde am 19. August 1863 in Rotterdam geboren.

Ab 1911 war die profilierte Theaterschauspielerin zumeist in Nebenrollen auch auf der Leinwand zu sehen, unter anderem in den Stummfilmen Dr. Mabuse, der Spieler (1922), Lucrezia Borgia (1922), Fräulein Else (1929) und dem Monumentalfim Helena (1924). Auftritte in der frühen Tonfilmära, etwa in Amphitryon – Aus den Wolken kommt das Glück (1935), markieren den Höhepunkt ihrer Kinokarriere. mehr

mob 10 250Vom 21. bis 25. August 2017 fanden die Aufnahmen einer neuen Stummfilmmusik zu Friedrich Wilhelm Murnaus Der Gang in die Nacht (1922) statt.

Unter Leitung von Burkhard Götze spielte das Metropolis Orchester Berlin (MOB) eine Neukomposition des Musikers Richard Siedhoff. Der Komponist hat die Partitur im Stil der 1920er-Jahre als spätromantisches, leitmotivisch geprägtes Werk mit modernen Einflüssen und für die Besetzung mit einem klassischen Kino-Orchester angelegt. Auftraggeber für das Projekt ist das Filmmuseum München, das eine Rekonstruktion des Filmes erstellt hat.

"Der Gang in die Nacht" ist Murnaus frühestes noch erhaltenes Werk, das demnächst mit der aktuellen Musikeinspielung auf DVD erscheinen wird. Zudem sind Livevorführungen vorgesehen. In dem Filmdrama spielen unter anderem Olaf Fønss, Erna Morena und Conrad Veidt.

Auf der Internetseite von Richard Siedhoff kann man eine Hörprobe abspielen (Varieté-Szene aus "Der Gang in die Nacht"), zudem gibt es auf YouTube einen Einblick in die Musikaufnahmen mit dem Metropolis Orchester Berlin. Das Ensemble hat unter www.metropolis-orchester-berlin.eu jetzt auch eine eigene Internetseite.
Foto: Metropolis Orchester Berlin

babylon kino 250Vom 31. August 2017 bis 04. Oktober 2017 zeigt das Babylon Kino in Berlin die Filmreihe "100 Jahre UFA 100 Filme".

Neben vielen Tonfilmklassikern, etwa Josef von Sternbergs Der blaue Engel (1930) und Josef von Bákys Münchhausen (1943), werden auch Stummfilme auf der Leinwand zu sehen sein. Angekündigt sind Friedrich Wilhelm Murnaus Der letzte Mann (1924), Georg Wilhelm Papsts Geheimnisse einer Seele (1925/26) und Fritz Langs Metropolis (1927). Alle Stummfilme der Filmreihe werden live musikalisch begleitet, unter anderem vom Metropolis Orchester Berlin. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Der deutsche Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent Carl Boese wurde am 26. August 1887 in Berlin geboren.

In der Stummfilmzeit führte unter anderem Regie bei Die Tänzerin Barberina (D 1920) und Co-Regie bei Der Golem, wie er in die Welt kam (D 1920). Mit Die elf Teufel (D 1927) produzierte er einen der ersten Fußballfilme der Kinogeschichte. Während der Zeit des Nationalsozialismus dreht Boese Unterhaltungsware wie am Fließband, etwa Hallo Janine (D 1939) mit Marika Rökk. Er starb am 06. Juli 1958 in Berlin. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe 250Die Vielfalt der Frankfurter Museumslandschaft lässt sich wie jedes Jahr am letzten Augustwochenende beim Museumsuferfest erleben.

Wer 7,- Euro investiert, um einen Museumsuferfest-Button zu erwerben, hat von 25. bis 27. August 2017 freien Eintritt in fast alle Frankfurter Museen. Das Deutsche Filmmuseum bietet an diesem Wochenende einen Filmsammlermarkt im Foyer, eine Bluebox-Aktion im Filmstudio mit Fotos zum Mitnehmen, ein Quiz und Filmvorführungen im Kino sowie Führungen durch die Dauerausstellung des Hauses. In einem Kreativzelt vor dem Museum animiert "Lucas – Internationales Festival für junge Filmfans" die Gäste zum Mitmachen. mehr
Textquelle: Deutsches Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250Vom 31. August bis 06. September 2017 werden bei den "Internationalen Stummfilmtagen im Filmmuseum München" Höhepunkte der Bonner Stummfilmtage gezeigt.

Zu sehen sind unter anderem Der Untergang des Hauses Usher (Frankreich 1928) von Jean Epstein, Pfirsichhaut (Frankreich 1929) von Jean Benoit-Lévy und Marie Epstein, "Die kleine Veronika" (Österreich 1930) von Robert Land und die frisch restaurierte Fassung der ersten Frankenstein-Verfilmung aus dem Jahr 1910 von James Searle Dawley. Fast alle Filme werden mit Livemusik präsentiert. Kurator der Stummfilmtage ist Stefan Drößler. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 orange ohne soundDie Theater- und Filmschauspielerin Elisabeth Bergner wurde vor 120 Jahren, am 22. August 1897, in Drohobycz (damals Österreich-Ungarn, heute Ukraine) als Elisabeth Ettel geboren.

In der Stummfilmzeit spielte sie unter anderem in Nju (1924), Der Geiger von Florenz (1926), Liebe (1926), Doña Juana (1927) und Fräulein Else (1929). Zu ihren Leinwandpartner/innen gehörten Conrad Veidt, Emil Jannings, Albert Bassermann und Adele Sandrock. Ihr Ehemann, der Regiseur Paul Czinner, inszenierte viele ihrer Filme. Bergner starb am 12. Mai 1986 in London. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Am Dienstag, den 22. August 2017, wird ab 21.00 Uhr die frisch restaurierte Fassung von Die Liebe der Jeanne Ney als Livestream von den UFA Filmnächten in Berlin übertragen.

Georg Wilhelm Papst drehte den gleichermaßen vom russischen Kino und deutschen expressionistischen Film beeinflussten Klassiker der Weimarer Zeit vor 90 Jahren. Die Dreharbeiten fanden von Mai bis August 1927 unter anderem in Paris statt, am 06. Dezember 1927 hatte der Film dann seine Uraufführung in Berlin. Er beruht auf dem gleichnamigen Buch von Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg. Auf der Leinwand sind unter anderem Édith Jéhanne, Eugen Jensen, Fritz Rasp und Brigitte Helm zu sehen.

Eine Einführung in den Film hält die Schauspielerin Maria Furtwängler. Die originale Filmmusik von Hans May hat Komponist Bernd Thewes nach einem Klavierauszug rekonstruiert. Es spielt das WDR Funkhausorchester Köln unter der Leitung von Frank Strobel. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

buchruecken 250"Edition Film Geschichte Österreich" ist ein neues Format für die intensive Begleitung und Vertiefung von Retrospektiven und Restaurierungsprojekten, die das Filmarchiv Austria vor allem im Metro Kinokulturhaus in Wien präsentiert.

Die Publikationsreihe positioniert sich dabei als Texte und Laufbilder vernetzendes kinematographisches Geschichtslabor, das Diskurse über Verdecktes und Verschüttetes, Vergessenes und allzu Bekanntes, Über- und Unterschätztes, Verlorenes und Wiederntdecktes führt. Als eine der ersten Veröffentlichungen ist ein Band über die österreichische Schauspielerin und Filmproduzentin Carmen Cartellieri (1891–1953) für Oktober 2017 angekündigt.

Schon im August 2017 erscheint der Filmarchiv-Kalender 2018 des Filmarchiv Austria. Unter dem Titel "Monumentalfilme" widmet er sich sich den großen historischen Kinowerken der Stummfilmzeit. Der Kalender wird eine Auswahl an Bilder beinhalten, die Massenszenen österreichischer Monumentalfilme, aufwendige Studiobauten und beliebte Schauspieler/innen der Zeit in den historischen Rollenkostümen zeigen (13 Fotos, 34 x 60 cm, Spiralbindung, ISBN 978-3-902781-62-8, EUR 19,90). Verlagsprogramm als PDF
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

der golem wie er in die welt kam foto dif frankfurt 250Am Sonntag, den 20. August 2017, wird um 11:00 Uhr Paul Wegeners Der Golem, wie er in die Welt kam (1920) im Kino des Filmmuseum Frankfurt/Main gezeigt.

Das einflussreiche Werk ist ein Klassiker des Weimarer Kinos. Der im Prag des ausgehenden 16. Jahrhunderts spielende Film handelt von Rabbi Löw, der eine mächtige Lehmfigur, den Golem, erschafft und sie zum Leben erweckt, um drohendes Unheil von der jüdischen Gemeinde abzuwenden.

Regisseur Paul Wegener, ein Pionier des phantastischen Films, gewann den Architekten Hans Poelzig zur Mitarbeit, weil das junge Medium Film in den 1910-Jahren zunehmend eine enorme Faszination auf Künstler/innen aller Gattungen ausübte. Poelzig, der gerade durch die spektakuläre Neugestaltung des Großen Schauspielhauses Berlin (1918/19) für Aufsehen gesorgt hatte, war der erste "echte" Architekt, der für den Film arbeitete. Seine für Paul Wegeners "Der Golem, wie er in die Welt kam" entworfene expressive Architektur schafft einen im Kino zuvor nichtgekannten plastischen Raum, dessen starke Aufladung zum Handlungsträger wird: Nicht zuletzt wegen seiner beeindruckenden Ausstattung wurde "Der Golem, wie er in die Welt kam" zu einer Ikone der Filmgeschichte.

In Kooperation mit dem Kuratorium Kulturelles Frankfurt (KKF), das in diesem Jahr sein 60. Jubiläum feiert, zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums Wegeners Film in einer Matinée. Direktorin Claudia Dillmann widmet sich in einer Einführung der Filmarchitektur von Hans Poelzig. Die Musikbegleitung erfolgt durch Uwe Oberg.
Textquelle und Foto: DIF/Filmmuseum Frankfurt/Main

dreams rewired dvd cover absolutmedien 250Ende des vorletzten Jahrhunderts nahmen Film, Telefon und Fernsehen ihren Anfang.

Schon diese frühen Medien entfachten utopische Vorstellungen von grenzenloser Kommunikation, Demokratisierung von Wissen oder gar dem Beginn ewigen Friedens durch besseres gegenseitiges Verständnis. Die mediale und technische Überwindung von Zeit und Distanz löste aber auch Besorgnis um die Privatsphäre, die Sicherheit und die Moral aus.

Unter Verwendung von vielfach noch nie gezeigtem Archivmaterial aus mehr als 200, zumeist aus der Frühzeit der Kinogeschichte stammenden Filmen entwirft die jetzt auf DVD veröffentlichte Dokumentation "Dreams Rewired – Mobilisierung der Träume" ein Mosaik von Hoffnungen und Ängsten auf dem Weg in die (Medien-)Zukunft. Daneben rückt der Film auch nebenbei die Rolle der Frauen in der Geschichte der modernen Kommunikation ins rechte Licht.

Durch den Brückenschlag, den „Dreams Rewired – Mobilisierung der Träume “ zwischen der heutigen medialen Welt und ihren idealistischen Ursprüngen macht, wird das Konzept einer medialen Öffnung für das 21. Jahrhundert als positive Lehre aus der Vergangenheit vorgeschlagen. Kurzum: Die Geschichte der modernen Massenkommunikation kann helfen, die heutige vernetzte Welt besser zu verstehen.  mehr

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl):
Österreichischer Kritikerpreis 2017: Bester Dokumentarfilm
Österreichischer Filmpreis 2017: Nominierung Beste Musik
Moscow International Film Festival 2016: Gewinner Bester Dokumentarfilm
DOK.fest München 2016: Gewinner Beste Dokumentarfilm-Musik

ISBN: 978-3-8488-3011-4
EAN: 978-3-8488-3011-4
FSK: Infoprogramm
Länge: 85
Sprecherinnen: Tilda Swinton (englische Stimme), Dörte Lyssewski (deutsche Stimme), Judith Henry (französische Stimme) 
Untertitel: Spanisch, Hebräisch
Bild: PAL, S/W & Farbe, 16:9
Ton: Dolby Stereo
Regionalcode: codefree
Label: ARTE Edition/Absolut Medien GmbH 

Text und Bild unter Verwendung von Pressematerial der Absolut Medien GmbH

babylon schriftzug 250Nach seinem vielbeachteten Debüt im Januar 2017, spielt das im Herbst 2016 gegründete Metropolis Orchester Berlin erneut im Berliner Kino Babylon live zu Fritz Langs Stummfilmklassiker Metropolis.

Die Aufführungen finden im Rahmen der Filmreihe 100 Jahre Ufa 100 Filme statt. Insgesamt sind drei Termine vorgesehen: Am 31. August 2017 um 19:30 Uhr, am 03. September 2017 um 15:00 Uhr und am 09. September 2017 um 19:30 Uhr. Zudem wird Anna Vavilkina, Hausorganistin des Babylons, am 15. September 2017 um 19:30 Uhr und am 01. Oktober 2017 um 17:30 Uhr den einflussreichen Science-Fiction-Monumentalfim auf der Kinoorgel vertonen. mehr

Infos über das Metropolis Orchester Berlin findet man auf dessen Internet- und Facebook-Seite.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Blu-ray-Neuerscheinung

cover prinz achmed blue ray 2018 absolut medien

Am 09. März 2018 erscheint "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" von Lotte Reiniger als Blu-ray. mehr

Tanz und Kino

filmmuseum potsdam tanzausstellung 2017 2018 foto julietta l wehr 250

Das Filmmuseum Potsdam zeigt bis zum 22. April 2018 die Sonderausstellung „Alles dreht sich … und bewegt sich. Der Tanz und das Kino“. mehr

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