filmmuseum potsdam fotonachweis F J Leopold FMP 250Am Samstag, den 26. März 2022, ist um 19.00 Uhr der schwedische Stummfilm "Mädchen im Frack. Eine sommerleichte Filmgeschichte" (1926) im Kino des Filmmuseum Potsdam zu sehen.

Die schwedische Filmkomödie steht nicht nur auf der BFI-Liste von zu Unrecht übersehenen Filmen von Regisseurinnen, sondern rückt auch im Stummfilm selten zu findende Themen wie Solidarität unter Frauen, Gender-Rollen und Ehelosigkeit bei Frauen in den Vordergrund: Katja, die gerade ihren Schulabschluss macht, rebelliert gegen ihren patriarchalen Vater und gegen die provinzielle Moral ihrer Kleinstadt. Humorvoll und gleichzeitig mit Tiefgang erzählt Karin Swanström von Generationenkonflikten, Feminismus und Widerstand. Der Film wurde 2008 vom Svenska Filminstitutet restauriert und war 2021 der Eröffnungsfilm der Internationalen Stummfilmtage in Bonn.

Eine Begrüßung hält Oliver Hanley. Die Aufführung findet in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Filmkultur Bonn e.V. statt. Das Filmmuseum Potsdam empfiehlt eine rechtzeitige Ticketreservierung und bittet um die Einhaltung der gängigen Schutzmaßnahmen. mehr
Textquelle: Filmmuseum Potsdam; Foto: F. J. Leopold/Filmmuseum Potsdam

m cine fotonachweis gregor kaluza 250Am Samstag, den 26. März 2022, wird im Capitol-Kino in Aachen Buster Keatons "Der Kameramann" mit live Musikbegleitung gezeigt.

Regisseur Edward Sedgwick drehte den US-amerikanischen Comedy-Klassiker im Jahr 1928. Der Film war Buster Keatons erste Produktion für das Studio Metro-Goldwyn-Mayer und seine letzte mit weitgehender künstlerischer Freiheit. 2005 wurde "Der Kameramann" in das National Film Registry aufgenommen.

Vertont wird der Stummfilm von dem 2002 gegründeten Duo M-cine: Katharina Stashik am Saxophon und Dorothee Haddenbruch am Klavier. Die zwei Musikerinnen, die sich an der Musikhochschule Köln kennengelernt haben, verbinden klassisches musikalisches Handwerk mit Improvisation. mehr
Foto: Gregor Kaluza

filmstreifen bunt 10 250Der deutsche Schauspieler Rudolf Lettinger starb am 21. März 1937 in Berlin.

Er war unter anderem in Fritz Langs Abenteuer-Zweiteiler Die Spinnen (1919/20), Das Cabinet des Dr. Caligari (1920) von Robert Wiene, Nathan der Weise (1922) von Manfred Noa und Luther – Ein Film der deutschen Reformation (1928) von Hans Kyser zu sehen. Er wurde am 26. Oktober 1865 in Hamburg geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

babylon kino 250Die rekonstruierte Ursprungsfassung von "Das neue Babylon" wird am 20. März 2022 im Berliner Babylon Kino gezeigt.

Das sowjetische Stummfilmdrama von Grigori Kosinzew und Leonid Trauberg kam 1929 in die Kinos. Zur Aufführung kommt die ungekürzten Originalkomposiition von Dmitri Schostakowitsch in einer Neueinrichtung von Hans Brandner. Es spielt das Babylon Orchester Berlin unter Leitung von Miguel Pérez Iñesta. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Konzerthaus Berlin statt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 18. März 1922 wurde "Othello" von Dimitri Buchowetzki uraufgeführt.

"Buchowetzkis Film lebt vor allem von dem Zusammenspiel zweier meisterlicher Schauspieler, denen neben grandiosen Bauten auch eine effektive Ausstattung zur Verfügung stehen. Wie sein "Danton" wirkt Buchowetzkis "Othello" oft bühnenhaft, was dem Sujet aber natürlich angemessen ist. Dieser Shakespeare ist nicht akademisch blutleer, sondern steht voll im Saft.", so unser Autor Arndt Pawelczik in seiner Filmwürdigung für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik. Hier geht es zur Filmbesprechung.
Bild: Stummfilm Magazin

kopfhoerer 250Der Podcast "Auf den Tag genau" präsentiert seit Anfang Januar 2020 täglich eine Zeitungsnachricht aus der Welt vor hundert Jahren.

"Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von damals bewegten", so die Macher des Angebots. Auch der Stummfilm ist ein immer wieder aufgegriffenes Thema:

So widmete sich der Podacast am 07. März 2022 F. W. Murnaus "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens". Am 15. März 2022 war dann der Monumentalfilm "Das Weib des Pharao" von Ernst Lubitsch an der Reihe. Beide Klassiker wurden vor hundert Jahren uraufgeführt. zum Podcast "Auf den Tag genau"
Foto: Stummfilm Magazin

stephan graf von bothmer 250 5 birgit meixnerEiner der populärsten Stummfilme ist 2022 hundert Jahre alt: "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens". Friedrich Wilhelm Murnaus Schauerfilm hatte am 04. März 1922 in Berlin seine Uraufführung.

Der große Klassiker des Weimarer Kinos ist nun Headliner des Stummfilmfestivals im Berliner "Theater im Delphi", das vom 18. bis 26. März 2022 stattfindet. Stummfilm Magazin sprach mit dem Stummfilmusiker Stephan Graf von Bothmer über die von ihm organisierten Stummfilmtage und seine Musik zu "Nosferatu":

"Wir haben dieses Jahr drei Festivalschwerpunkte: Zum einen 'Nosferatu' mit insgesamt fünf über die Veranstaltungstage verteilten Aufführungen. Die zweite Sparte ist 'Best Of Comedy' mit Buster Keatons 'The General', einem neuen 'Stan & Olli'-Programm – da ist ein superklasse Stan-Solo-Film dabei – und dem namensgebenden Programm 'Best Of Comedy' mit Charlie Chaplin, Harold Lloyd und Stan & Olli. Bei letzterer Vorführung treten die Komiker quasi als Slam gegeneinander an. Das Publikum wählt dann den 'King Of Comedy'. Es wurde übrigens schon mehrmals Charley Chase Sieger, der ist aber dieses Mal nicht am Start. Und dann gibt es zum Dritten immer den Schwerpunkt 'Berlin', in diesem Jahr mit 'Menschen am Sonntag' und 'Der letzte Mann'". zum ganzen Interview
Bildnachweis: Birgit Meixner

filmstreifen 08 250 buntDer deutsche Schauspieler und Regisseur Paul Bildt starb am 13. März 1957 in Berlin.

In der Stummfilmzeit spielte er unter anderem in Schloss Vögelöd (1921) von Friedrich Wilhelm MurnauLady Hamilton (1921) von Richard Oswald, Friedrich Schiller (1923) von Curt Götz und Die Verrufenen (1925) von Gerhard Lamprecht. Er wurde am 19. Mai 1885 in Berlin geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

vortex portrait stiglegger 250Im Herbst 1922 kam der seinerzeit umstrittene Aufklärungs- und Dokumentarfilm "Häxan" in die Kinos – eines der Hauptwerke des dänischen Regisseurs Benjamin Christensen (1879-1959) und heute ein Meisterwerk des expressionistischen Films.

Für Herbst 2022 hat das deutsche Label Xcess eine Blu-ray mit der restaurierten Fassung des Films und diversen Features angekündigt. Auch der Filmwissenschaftler und Musiker Prof. Dr. Marcus Stiglegger nimmt das Filmjubiläum zum Anlass für eine Veröffentlichung: Mit seiner Musikformation Vortex hat er einen neuen Soundtrack zu "Häxan" eingespielt, der im Juni 2022 bei dem Label Cyclic Law Frankreich als LP/CD-Box erscheinen wird.

Stummfilm Magazin sprach mit Prof. Dr. Stiglegger über "Häxan" und seine neue Musik zum Film. zum Interview
Bildnachweis:
Marcus Stiglegger

filmstreifen gelb 03 250Das Filmmuseum München zeigt vom 18. März bis 29. April 2022 eine Retrospektive mit Werken des Filmautors und -regisseurs Henrik Galeen.

Henrik Galeen (1881-1949) gehört zu den eher unbekannten Filmschaffenden des frühen Films. Dabei war er maßgeblich an einigen der bedeutensten und einflussreichsten Klassikern der Weimarer Kinos beteiligt. Das Filmmuseum München hat sich mit dem Leben und dem Werk Galeens aufgrund neu zugänglicher Dokumente beschäftigt und dessen Lebensweg, der lange nur sehr bruchstückhaft bekannt war, nun nachgezeichnet.

Im Rahmen der Retrospektive werden "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens (D 1922), "Der Golem" (D 1914), "Der Golem, wie er in die Welt kam" (D 1920), "Die beiden Gatten der Frau Ruth" (D 1919), "Stadt in Sicht" (D 1923), "Das Wachsfigurenkabinett" (D 1924), "Der Student von Prag" (D 1926), "Auf gefährlichen Spuren" (D 1924) und "Alraune" (D 1928) gezeigt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

bothmer fluegel birgit meixner 250Vom 18. bis 26. März 2022 findet im Berliner "Theater im Delphi" die Stummfilmkonzertreihe "100 Jahre 'Nosferatu' & Festival 2022" mit dem Stummfilmmusiker Stephan Graf von Bothmer statt.

Gezeigt werden neben dem Jubiläumsfilm "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" auch Kurzfilmprogramme und Stummfilmklassiker wie "Der letzte Mann" (D 1924) von F. W. Murnau und "Der General" (USA 1926) von und mit Buster Keaton.

Festival-Trailer auf YouTube

Stephan Graf von Bothmer gehört seit etwa zwei Jahrzehnten zu den profiliertesten Stummfilmmusikern, auch über Deutschlands Grenzen hinweg. Sein Repertoire reicht von den Klassikern des deutschen Stummfilms bis zu internationalen Produktion aus der Frühzeit des Kinos. Auch seine Kurzfilmprogramme mit amerikanischen Komödien, etwa mit den "Kleinen Strolchen" oder dem kongenialen Duo Stan Laurel und Oliver Hardy, finden ein begeistertes Publikum. mehr
Foto: Birgit Meixner

dff IMG 7316 wundertrommel2 klAus dem Bestand der Sammlung Werner Nekes wurden jetzt sechs Objekte ausgewählt, die künftig im Ausstellungsteil „Filmisches Sehen“ der Dauerausstellung des DFF in Frankfurt am Main zu sehen sind.

Die Objekte ersetzen zum Teil empfindliche Exponate, die aus konservatorischen Gründen ausgetauscht werden müssen, zum Teil setzen sie neue inhaltliche Akzente. So verweist ein trapezförmiger Guckkasten französischer Herkunft aus dem Jahr 1730 den Beginn der Filmgeschichte weit ins 18. Jahrhundert hinein. Er ersetzt ein vergleichbares Objekt, das auf 1880 datiert ist. Die Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln, das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, und das Filmmuseum Potsdam, als In-Institut der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf hatten die Sammlung im Sommer 2020 gemeinsam erworben.

Die Wundertrommel „Les Images Vivantes“, ebenfalls französischer Herkunft und um 1900 ein beliebtes Spielzeug, ist aus Papier gefertigt und daher besonders anfällig für Licht- und Klimaeinflüsse. Der konservatorisch begründete Austausch der Wundertrommel durch ein modellgleiches Exemplar aus der Sammlung Werner Nekes ermöglicht die erforderliche Ruhepause. Mit dem neuen Exponat kann in Zukunft ein regelmäßiger Austausch der beiden Objekte gewährleistet und damit kulturelles Erbe geschützt und erhalten werden, ohne den Zugang der Öffentlichkeit zu dem Objekttyp zu beschränken. mehr
Das Bild zeigt Kuratorin Stefanie Plappert beim Austausch der Wundertrommel, Fotonachweis: DFF/Frauke Haß; Textquelle: DFF

filmstreifen 04 250Die amerikanische Filmschauspielerin und Opernsängerin Geraldine Farrar starb am 11. März 1967 in Ridgefield (US-Bundesstaat Connecticut).

Ab Mitte der 1910er Jahren trat Farrer in Stummfilmen auf, zumeist unter der Regie von Cecil B. DeMille. Er drehte auch ihren heute wohl noch bekanntesten Film, die Kinoadaption von Prosper Mérimées Roman Carmen (USA 1915); das Buch war auch Grundlage für Georges Bizets gleichnamiger Oper. Geraldine Farrer wurde am 28. Februar 1882 in Melrose im US-Bundestaat Massachusetts geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen bunt 10 250Louis Feuillades anarchische Kinoserie "Fantômas" aus den Jahren 1913/14 ist in zwei Tranchen im Zürcher Filmpodium mit Livemusik zu sehen.

Am 12. März 2022 sind Teil 1 und Teil 2 der fünfteiligen französischen Serie, am 19. März 2022 die Teile 3 bis 5 zu sehen. Zum morbiden Geschehen auf der Leinwand spielen live Paula Sánchez (Cello), Steve Buchanan (Altsaxofon, Elektronik), Dadaglobal (Elektronik, Piano) und Simon Berz (Schlagzeug, Elektronik). Eine Einführung hält Pablo Assandri.

Die Filme beziehen sich auf die berühmten Bücher von Pierre Souvestre und Marcel Allain um den mysteriösen und brutalen Verbrecher, der in wechselnden Verkleidungen sein Unwesen treibt. Louis Feuillade (1873-1925) war neben "Fantômas" auch für die ebenfalls düsteren Filmreihen "Die Vampire" (F 1915/16) und "Judex" (F 1916) verantwortlich. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 09. März 1922 wurde "Der brennende Acker" von Friedrich Wilhelm Murnau im Berliner Marmorhaus uraufgeführt.

"In Handlung und Botschaft ist 'Der brennende Acker' holzschnittartig. Der positiv dargestellten bäuerlichen Welt wird eine moralisch korrupte Welt des Adels und des Kommerzes gegenübergestellt, nirgendwo deutlicher als in der Einstellung, in der Johannes aus einem Fenster auf den Teufelsacker blickt, der sich plötzlich vor seinem inneren Auge in eine Industrielandschaft voller rauchender Schlote verwandelt. Es ist bezeichnend, dass es ausgerechnet Erdöl, ein Motor der Industrialisierung ist, das als Schatz unter dem unfruchtbaren Stück Land liegt. Nicht minder bezeichnend ist, dass dieses Stück Land ‚Teufelsacker‘ genannt wird, denn es ist das Versprechen auf Gewinn, dass die Menschen in 'Der brennende Acker' ins Verderben treibt.", so unser Autor Arndt Pawelczik für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik. Hier geht es zur ganzen Filmbesprechung.
Bild: Stummfilm Magazin

Neuerscheinung

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Am 27. Juni 2022 erscheint "Der Mann, der lacht" (1928) als Collector’s Edition bei Wicked Vision. mehr

Spendenaktion

filmspule 250 4

Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d

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deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm ist 100. mehr

Berlin

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Mit einer Sonderausstellung bis 04. Juli 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr