filmstreifen 09 250Der deutsche Kameramann und Regisseur Carl Hoffmann  starb vor 70 Jahren, am 13. Juli 1947, in Minden.

Als Kameramann war er unter anderem an den Stummfilmklassikern Dr. Mabuse, der Spieler (1922), Die Nibelungen (1924), Varieté (1925) und Faust – eine deutsche Volkssage (1926) beteiligt. Wie etwa Karl Freund (Metropolis) zählt Hoffmann zu den bedeutensten Kameramännern des Weimarer Kinos. Sein Sohn Kurt Hoffmann war ebenfalls im Filmgeschäft tätig und einer der erfolgreichsten Regisseure des deutschen Nachkriegskinos. Carl Hoffmann wurde am 09. Juni 1885 in Neisse geboren. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin

filmklappe blau 250 orangeDer deutsche Regisseur und Schauspieler Harry Piel wurde vor 125 Jahren, am 12. Juli 1892, als Heinrich Piel in Benrath bei Düsseldorf geboren.

Er gehörte zu den großen Stars des deutschen Stummfilms. Seine Abenteuer- und Kriminalfilme begeisterten mehr als zwei Jahrzehnte Kinogänger aller Altersklassen und waren zumeist Kassenschlager. Das Markenzeichen seiner Streifen waren Actionszenen und waghalsige Stunts, die er selbst ausführte. Mühelos konnte Piel seine Karriere mit Beginn der Tonfilmzeit fortsetzen. Er starb am 27. März 1963 in München. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin

murnau stern berlin 250Am 16. Juli 2017 wird im Rahmen des Open Air Kino Mitte in Berlin Friedrich Wilhem Murnaus Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens aus dem Jahr 1922 gezeigt.

In den Haupstrollen sind Max Schreck, Gustav von Wangenheim und Greta Schröder zu sehen. Der stilsitisch einflussreiche Film ist ein Meisterwerk des Weimarer Kinos. Beim Open Air Kino Mitte wird "Nosferatu" von Hans Brandner live begleitet. Der Musiker greift dabei auf die originale Filmmusik von Hans Erdmann zurück. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Friedrich Wilhelm Murnau auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 06 250Technische Entwicklungen haben seit jeher experimentierfreudige Kreative inspiriert, neue künstlerische Ausdrucksformen und Inhalte zu entwickeln.

Was die heute bekanntesten japanischen Holzschnitt-Künstler Hokusai und Hiroshige für den Betrachter ihrer ausgeklügelten Kompositionen im frühen 19. Jahrhundert bereits bildsprengend – sowohl in ihren Ukiyo-e (Bilder der heiteren, fließenden Welt), als auch in ihren Skizzenbüchern, den Manga (wildgewordener Pinsel) – angelegt hatten, verlangte schon oftmals nach Leben, nach Bewegung. Die technischen Möglichkeiten dazu waren um 1900 gegeben und weckten ehrgeizigen Erfindergeist. In der Wirkungsepoche eines George Méliès (Frankreich) und Windsor McCays (Amerika) hauchten auch japanische Künstler dem zweidimensionalen gezeichneten Bild über das junge Medium Film Leben ein.

Durch die wirtschaftliche und kulturelle Öffnung des Landes waren in Japan bereits ab 1912 französische, US-amerikanische und britische Kurztrickfilme gezeigt worden. Die japanischen Filmgesellschaften reagierten darauf mit Eigenproduktionen. 2008 wurde in Japan ein Film aus dieser Schaffensphase wiederentdeckt, der als der älteste existierende japanische Animationsfilm, und damit als der älteste Anime, definiert wird. Er ist Ausgangspunkt für das derzeit zu begehende Jubiläumsjahr.

Nur wenige Frühwerke haben die Zeiten überdauert. Grund hierfür war etwa das große Kantō-Erdbeben im Jahr 1923, dem nicht nur viele Menschen zum Opfer fielen, sondern es zerstörte auch Kulturschätze, die damit für die Nachwelt unwiederbringlich verloren gegangen sind. Die Katastrophe überstanden hat die oben erwähnte Wiederentdeckung, der Film Namakura Gatana ("The Famous Sword", YouTube). Er orientiert sich dramaturgisch offensichtlich an Slapstick-Elementen westlicher Couleur. Bemerkenswert ist die stilistische Experimentierfreude, die dieses frühe Werk bereits ausstrahlt. Es spielt in einem historisch und kulturell eigenständigen, japanischen Setting und verknüpft auf harmonische Weise klassische Zeichentrick-Animation mit Silhouetten-Animation. Das Werk ist ein würdiger Anlass in 2017 "100 Jahre Anime" zu feiern.

Zum Weiterlesen: Einen guten Überblick über das Thema bieten zum Beispiel zwei Wikipedia-Artikel, mehr und mehr 
Text: Allan Kolb; Foto: Stummfilm Magazin

das fidele gefaengnis filmmuseum frankfurtBislang kannte man Ernst Lubitschs Stummfilmkomödie Das fidele Gefängnis (Deutschland 1917) nur in Schwarzweiß. Kinobesucher haben nun, zum 100-jährigen Jubiläum des Films, erstmals die Möglichkeit, eine farbrestaurierten Version zu erleben.

Im Rahmen der Reihe "Lecture & Film" wird am Samstag, den 08. Juli 2017, um 18:00 Uhr unter dem Titel "100 Jahre Lubitschs Fideles Gefängnis" die neue Farbfassung als Welturaufführung im Kino des Filmmuseum Frankfurt/Main gezeigt. Als Vorfilm ist das Tonbild "Die Feldermaus" von Alfred Duskes aus dem Jahr 1909 zu sehen.

Bis Mitte der 1920er Jahre war die Praxis der szenenweisen Einfärbung von Nitropositivkopien mittels Tinting (Virage) und Toning allgemein akzeptierter Standard. Stummfilme dieser Zeit waren meist mehrfarbig. Ein Nitro-Positiv von Lubitschs "Das fidele Gefängis" mit gut erhaltenen, zeitgenössischen Viragen ist in den Beständen des Deutschen Filminstituts erhalten - allerdings nur als Fragment. Vollständig existiert der Film lediglich auf einer Schwarzweiß-Umkopierung auf Azetat-Trägermaterial. Ziel der vorliegenden Restaurierung war die Rekonstruktion der ursprünglich vollständig viragierten Fassung des Films anhand des Farbschemas des Nitropositivs. Die Digitalisierung beider Kopien in einer Auflösung von 2K erfolgte im EU-geförderten Projekts EFG 1914.

Zum Inhalt von "Das fidele Gefängsnis": Wo ist Alex? Vergeblich sucht Alice von Reizenstein ihren Gatten, bis sie ihn schließlich sturzbetrunken unter seinem Schreibtisch entdeckt. Kurz darauf überbringt der Postbote den Eheleuten eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: Fürst Zsbrschowsky lädt zum Maskenball. Die Schlechte: Alex soll wegen nächtlicher Ruhestörung ins Gefängnis. Alice ist außer sich, doch mit ein paar Geldscheinen für einen neuen Hut stimmt Alex sie wieder versöhnlich. Es entspinnt sich ein Spiel voll aberwitziger Verwechslungen und Verwicklungen. mehr
Textquelle und Foto: Filmmuseum Frankfurt/Main

murnau stern berlin 250Der Stummfilm Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens von 1922 ist eine der Ikonen des internationalen Films. Die Entstehungsgeschichte der fantastischen Bilderwelten im Film durch den Künstler Albin Grau präsentiert Prof. Dr. Stefan Strauss (Köln) im Metzlerschen Badetempel in Offenbach am Main am Dienstag, 11. Juli 2017, um 19 Uhr in der städtischen Reihe „Ariadnes Fäden“.

Während der Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau weltbekannt ist, blieb der Schöpfer von faszinierender Filmarchitektur, Kostümen und Grafik im Schatten. Albin Grau war nicht nur einer der außergewöhnlichen Künstler der 1920er Jahre, für die Verwirklichung seiner Vision „Nosferatu“ gründete er sogar ein eigenes Unternehmen und war nicht zuletzt selbst in der „magischen“ Szene der Zeit aktiv.

Stefan Strauß hat in fünfjähriger Forschungszeit eine der prägnanten Figuren der Stummfilmzeit rekonstruiert. Er studierte Film- und Fernsehwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum (M.A. 2008) und promovierte dort 2011 in Medienwissenschaften zum Dr. phil. Seit dem Jahr 2000 führt er von ihm gegründete Unternehmen, insbesondere die Straussmedia GmbH in Köln. Seit 2006 ist Stefan Strauß als Hochschuldozent u. a. an der Ruhr-Universität Bochum (2006) und der FHM Fachhochschule des Mittelstands (2007 – 2012) tätig. An der FOM Hochschule lehrt er seit 2009 Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Medienwirtschaft.

Karten gibt es ausschließlich im OF infocenter: Salzgässchen 1; Telefon 069 840004-170.
Quelle: Pressestelle der Stadt Offenbach am Main. Das Bild zeigt den Stern für Friedrich Wilhelm Murnau auf dem Potsdamer Platz in Berlin; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Am 30. Juni 2017 hat der Deutsche Bundestag fraktionsübergreifend und mit deutlicher Mehrheit beschlossen, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.

Vor 98 Jahren hätten es sich der österreichische Regisseur Richard Oswald und sein Berater, der deutsche Arzt und Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld, bei der gemeinsamen Produktion des Aufklärungsfilms Anders als die Andern (Deutschland 1919) nicht mal im Traum einfallen lassen, dass Schwule und Lesben einmal gleichberechtigt mit heterosexuellen Menschen Einlass in die Standesämter bekommen könnten. Ein drängenderes, oft existenzbedrohendes Problem stand zu jener Zeit im Vordergrund: die rechtliche Kriminalisierung von Homosexuellen aufgrund des Paragrafen 175.

"Anders als die Andern", das weltweit erste Kinowerk gegen die Diskriminierung von Schwulen, erzählt von einem Erpressungdelikt im Zusammenhang mit dem § 175. In Hauptrollen sind unter anderem Conrad Veidt, Fritz Schulz und Reinhold Schünzel zu sehen, in einer Nebenrolle die legendäre Anita Berber. Magnus Hirschfeld persönlich mimte einen Experten und forderte die Abschaffung des Paragrafen. Die Veröffentlichung des umstrittenen, in den Medien kontrovers diskutierten Stummfilms war der Auslöser, die erst 18 Monate zuvor abgeschaffte Filmzensur in der Weimarer Republik wieder einzuführen. Von der filmhistorisch bedeutenden Produktion ist nur noch ein Fragment erhalten.

Der im Film thematisierte § 175 wurde erst im Juni 1994, knapp 80 Jahre nach der Veröffentlichung von "Anders als die Andern" abgeschafft. Knapp 25 Jahre später ist mit der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben nun auch eine der wirkungsmächtigsten rechtlichen Diskriminierungen von gleichgeschlechtlich Liebenden gefallen.

Der Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) erklärte umgehend nach der Beschlussfassung von "Ehe für Alle": "Das ist ein historischer Tag! Nicht nur für Lesben und Schwule, sondern auch für eine gerechtere und demokratischere Gesellschaft. Ob man in Deutschland heiraten darf oder nicht entscheidet, zukünftig nicht mehr das Geschlecht, sondern Liebe, Zusammenhalt und das Versprechen, in guten wie in schlechten Zeiten füreinander da zu sein." Dieser Einschätzung hätte Magnus Hirschfeld, der 1935 nach seiner Flucht aus Nazideutschland im Exil in Frankreich starb, bestimmt mit großer Begeisterung beigepflichtet.
Frank Hoyer, Redaktion Stummfilm Magazin

Literaturtipp: „Anders als die Andern. Ein Film und seine Geschichte" von James Steakley, Männerschwarm-Verlag, Hamburg 2007
DVD-Tipp: Bei Edition Filmmuseum wurde eine Rekonstruktion von "Anders als die Andern" mit zahlreichen ergänzenden Materialien auf DVD veröffentlicht.

filmstreifen 08 250Der Lichtspielplatz-Podcast hat sich mit Dr. Nikolaus Wostry, Geschäftsführer des Filmarchiv Wien, über die Restaurierung des österreichischen Stummfilms Die Stadt ohne Juden (1924) unterhalten.

Durch einen zufälligen Fund auf einem Pariser Flohmarkt kamen verloren geglaubte Passagen des ös­terreichischen Meisterwerks in den Bestand des Filmarchiv Austria. Der Film wurde nach einer Romanvorlage des jüdischen Schriftstellers und Journalisten Hugo Bettauer in Wien gedreht und zeigt mit unheimlicher Voraussicht die kulturelle und wirtschaftliche Verarmung einer Stadt nach der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung. Es ist der weltweit erste Film, der wie eine Vorahnung die Vertrei­bung der Juden, die nur wenige Jahre später Realität wurde, sowie die damit verbundenen politischen und ge­sellschaftlichen Konsequenzen darstellt. Mit den neu aufgefundenen Passagen kann der Film nun erstmals seit vielen Jahrzehnten in voller Länge wiederhergestellt werden.

Im Gespräch mit Dr. Wostry geht es zudem um einen allgemeinen Einblick in die Filmrestaurierung und den Erhalt des Filmerbes. Lichtspielplatz-Podcast anhören
Mit Textmaterial des Filmarchiv Austria; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 orange ohne soundDer amerikanische Schauspieler Elmo Lincoln starb vor 65 Jahren, am 27. Juni 1952, in Los Angeles.

Er wurde als Otto Elmo Linkenhelt am 06. Februar 1889 in Rochester (US-Bundesstaat Indiana) geboren. Berümhtheit erlangte er als erster Filmdarsteller von Edgar Rice Burroughs Romanfigur Tarzan, die er in der Stummfilmära in drei Produktionen spielte: Tarzan of the Apes (1918), Romance of Tarzan (1918) und Adventure of Tarzan (1921). An diesen Erfolg konnte er in seiner weiteren Schauspielkarriere nicht mehr anschließen. Vor seinem Einsatz als Dschungelheld war er schon in verschiedenen Filmen von D. W. Griffith in Nebenrollen zu sehen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Am Donnerstag, den 29. Juni 2017, startet in Wien die Filmreihe „Kino wie noch nie“ mit dem Eröffnungsfilm "Die kleine Veronika".

Die erst kürzlich wiederendeckte österreichisch-deutsche Stummfilmproduktion entstand 1930 unter der Regie von Robert Land. Die Musiker Ernst Molden und Walther Soyka werden das Geschehen auf Leinwand live vertonen. Vor dem Film begrüßen Uschi Lichtenegger (Bezirksvorsteherin Leopoldstadt), Hans Hurch (Viennale) und Ernst Kieninger (Filmarchiv Austria) die Filmfreund/innen. mehr

lubitsch stern berlin 250In der Reihe "Lecture & Film" mit Filmvorführungen und Expertenvorträgen über den Regisseur Ernst Lubitsch und seine Werke werden am 22. Juni 2017 Ich möchte kein Mann sein (1918, Regie: Ernst Lubitsch), Zapatas Bande (1914, Regie: Urban Gad) und Das Liebes-ABC (1916, Regie: Magnus Stifter) im Kino des Filmmuseum Frankfurt/Main gezeigt.

Ergänzend zu den Komödien hält Laura Horak, Assistant Professor für Filmwissenschaft an der Carleton University (Ottawa), den Vortrag " Girls Will Be Boys im frühen deutschen Kino". Die Filme werden live musikalisch begleitet von Jeruza Miller. mehr

"Lecture & Film" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Kulturamts der Stadt Frankfurt am Main. mehr zur Veranstaltungsreihe

Lubitschs Œuvre, insgesamt über 70 Kinowerke, verbindet oftmals turbulent Komödiantisches mit einer genauen Beobachtung gesellschaftlicher und zwischenmenschlicher Befindlichkeiten. Nach einer intensiven und erfolgreichen Schaffensphase in Deutschland emigrierte Lubitsch 1922 in die USA und gehörte auch dort zu den profiliertesten Regisseuren seiner Zeit. Vor allem in seinen US-amerikanischen Produktionen kultivierte er seine Erzählweise und filmischen Ausdrucksmittel zum sogenannten "Lubitsch Touch". Kurz vor seinem Tod erhielt er einen Ehrenoscar für sein herausragendes Wirken in der Filmbranche.
Das Bild zeigt den Stern für Ernst Lubitsch auf dem Potsdamer Platz in Berlin; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Am Samstag, den 24. Juni 2017, um 20:00 Uhr wird in der Stadthalle am Nollen in Gengenbach Der Sonderling gezeigt.

Walter Jerven drehte den Stummfilm 1929 mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt in den Hauptrollen. 1930 zeichnete die Lichtbildstelle München das Werk mit dem Prädikat "künstlerisch“ aus. Live musikalisch vertont wird "Der Sonderling" von Jogi Nestel. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

leuchtreklame gute unterhaltung 250Am Wochenende vom 17. bis 18. Juni 2017 stehen in den Breitenseer Lichtspielen in Wien wieder Stummfilme mit live Musikbegleitung auf dem Program.

Am Samstag wird The Cheat von Cecil B. DeMille aus dem Jahr 1915 gezeigt. Musikalisch begleitet wird das Eifersuchtsdrama von Heidelinde Gratzl auf dem Akkordeon. Am Sonntag ist dann die legendäre Josephine Baker in dem französischen Film Siren Of The Tropics aus dem Jahr 1927, begleitet von Heidelinde Gratzl auf dem Akkordeon und Melissa Colemann am Cello, zu sehen.

Übrigens: Die Breitenseer Lichtspiele gehören zu den ältesten durchgängig bespielten Kinos der Welt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Am Freitag, den 16. Juni 2017, wird um 20:00 Uhr in der Kirche Karow (Alt-Karow 14, 13125 Berlin) das Stummfilmprogramm "Kino der Attraktionen – Das kuriose Kino um die Jahrhundertwende" gezeigt.

Mit dem Begriff Kino der Attraktionen wird die Anfangsphase der Kinematografie bezeichnet. Eine Einführung in die Materie hält die Filmhistorikerin Dr. Katrin Sell. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Frankreich im Jahr 1927: Der verträumte Célestin ist aus der Provinz nach Paris geflüchtet um dort, schon von Jugend an von den bewegten Bildern auf dem Jahrmarkt und im Kino fasziniert, seiner wahren Leidenschaft zu folgen: Kinofilme drehen!

Schnell findet Célestin in der französischen Metropole Verbündete um ein eigenes Filmprojekt zu realisieren. Und auch eine Hauptdarstellerin hat er im Auge, die berückende und geheimnisvolle Constanze, die in verbotenen erotischen Filmen zu sehen ist.

Dies ist der Plot der französischen Graphic Novel "Die Traumfabrik" ("La parole du muet"), deren erster Teil "Der Riese und die Nackttänzerin" aktuelle im Panini-Verlag erschienen ist.

Autor Laurent Galandon und Zeichner Fréderic Blier ist mit dem Band eine wunderbar nostalgische Zeitreise in die Stummfilmära gelungen. Die intensive Colorierung von Sébastien Bouet trägt dazu ihren Teil bei. Kleine, hier und da in die Geschichte eingestreute historische Verweise machen den Band gerade für Stummfilmfreunde besonders interessant. Als Bonbon zur Erzählung werden als Anhang auf acht schön bebilderten Seiten die Anfänge der Filmgeschichte angerissen. mehr

Einen Einblick in den ersten Band gibt die 10. Ausgabe von "Panini Comics TV" auf Youtube (ab Minute 31:45). Mittlerweile ist in Frankreich der zweite Teil unter dem Titel La bergère et le malfrat und zudem eine Doppelausgabe, die beide Bände vereint, erschienen.

Erstveröffentlichung 24.04.2017
Format: Hardcover (ca. 22 cm x 32 cm)
Seiten: 48 plus 8 Seiten filmhistorischer Anhang
Autor: Laurent Galandon
Zeichner: Fréderic Blier
Verlag: Panini
Originaltitel: La Parole du Muet 1

Tanz und Kino

filmmuseum potsdam tanzausstellung 2017 2018 foto julietta l wehr 250

Das Filmmuseum Potsdam zeigt bis zum 22. April 2018 die Sonderausstellung „Alles dreht sich … und bewegt sich. Der Tanz und das Kino“. mehr

Virtuelle Ausstellung

filzinger foto dif

Die Online-Ausstellung "Das Kino des Ersten Weltkriegs: Einsichten in eine transnationale Mediengeschichte" zeigt mit historischem Film- und Fotomaterial, wie Filmausschnitte, Fotografien und Plakate, ein umfassendes Bild der Filmgeschichte des Ersten Weltkriegs zeichneten. mehr

Pordenone 2017

Das international bedeutendste Stummfilmfestival "Le Giornate del Cinema Muto" wird jedes Jahr in Pordenone/Italien veranstaltet. Es findet in 2017 vom 30. September bis 07. Oktober statt. mehr ...

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