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filmstreifen 01 250Christian Sommer ist in seinem Amt als Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung bestätigt worden.

Bei der Kuratoriumssitzung am 01. März 2018 in Wiesbaden wurde er einstimmig für drei Jahre wiedergewählt. Als Stellvertreterin wurde Ulrike Schauz, Referatsleiterin bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, ebenfalls einstimmig bestätigt.

„Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zählt innerhalb der Medienwirtschaft zu den zentralen Institutionen zur Wahrung des Kulturgutes Film. Sie bei dieser Arbeit, insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden digitalen Herausforderungen, zu unterstützen ist mir ein großes Anliegen.“, so Kuratoriumsvorsitzender Christian Sommer, der sich seit 2015 in diesem Amt für den Erhalt des deutschen Filmerbes engagiert.

Geleitet wird die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung von Vorstand Ernst Szebedits. Im Kuratorium, dem obersten Gremium der Murnau-Stiftung, sind der Verband Deutscher Filmproduzenten e.V., der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen e.V., der Verband der Filmverleiher e.V., der HDF Kino e.V. und die German Films Service + Marketing GmbH sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst für die Kultusministerkonferenz der Länder vertreten. Als Gast wohnt die Spitzenorganisation der deutschen Filmwirtschaft (SPIO) dem Kuratorium bei.
Textquelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250Der sowjetische Filmregisseur und Filmtheoretiker Wsewolod Illarionowitsch Pudowkin wurde vor 125 Jahren, am 28. Februar 1893, in Pensa (Russland) geboren. Er starb am 30. Juni 1953 in Moskau.

Pudowkin war einer der profiliertesten und einflussreichsten Regisseure des russischen Kinos. Zu seinen bekanntesten Werken gehören Die Mutter (UdSSR 1926), Das Ende von Sankt Petersburg (UdSSR 1927) und Sturm über Asien (UdSSR 1928). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Anlässlich des 135. Todestages des Komponisten Richard Wagner und des 65. Todestages des Filmschaffenden Carl Froelich wird am 28. Februar 2018 um 20:15 Uhr im Filmtheater der Murnau-Stiftung in Wiesbaden der deutsche Stummfilmm Richard Wagner gezeigt.

Mit Liebe zum Detail und einer überbordenden Ausstattung schildert der Film das bewegte Leben und Werk Richard Wagners, dem großen Komponist von Opern wie "Tristan und Isolde" oder dem Opernzyklus "Der Ring des Nibelungen". Bereits mit 17 Jahren konnte Richard Wagner als Musikstudent seinem Professor bei so manchem musikalischen Problem helfen. Seine erste Stelle als Kapellmeister nimmt er aus Liebe zu einer schönen Schauspielerin an, die er 1936 heiratet. Doch Wagners verschwenderisches Wesen stürzt die beiden schon bald in tiefe Schulden. In Wagners Karriere geht es auf und ab, seine Stücke werden mal gefeiert, mal zerrissen. Er fällt beim König in Ungnade, lässt sich in Intrigen des Adels verwickeln und wird mit seiner Popularität von Politikern missbraucht.

Die wohl erste Filmbiografie im Langspielfilmformat entstand anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten und war Carl Froelichs Regie-Debüt, der bislang nur als Kameramann tätig gewesen war. Interessanterweise wurden für die Filmmusik keine Werke von Richard Wagner verwendet, weil die Produzenten die damals noch gültigen, hohen Verlagsrechte nicht zahlen wollten. Giuseppe Becce, der aufgrund seiner Ähnlichkeit mit Wagner als Schauspieler verpflichtet worden war, schlug vor, eine Musik zu komponieren, die eine eindeutige Verbindung zum Werk von Wagner herstellt, ohne dass juristische Konsequenzen zu befürchten seien. Dabei verarbeitete er Musik von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Gioacchino Rossini. Somit war Richard Wagner sowohl der Auftakt zu Becces Schauspiel- als auch Komponistenkarriere. Richard Wagner ist damit der erste Spielfilm, zu dem eine Filmmusik geschrieben wurde.

Anlässlich des 200. Geburtstags von Richard Wagner im Jahr 2013 machte die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Zusammenarbeit mit ZDF/ARTE das 100 Jahre alte Filmwerk in einer rekonstruierten Fassung wieder zugänglich.
Textquelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Seit dem 23. Februar 2018 ist eine von der Universum Film herausgegebene Fritz-Lang-Spielfilm-Zusammenstellung sowohl als DVD- als auch Blu-ray-Ausgabe erhältlich.

Die Box enthält die Filme "Der müde Tod" (D 1921), "Dr. Mabuse – Teil 1 & 2" (D 1922), "Die Nibelungen – Teil 1 & 2" (D 1924), "Metropolis" (D 1927), "Spione" (D 1928) und "Frau im Mond" (D 1929). Ergänzt wird die Zusammenstellung durch reichlich Bonusmaterial und verschiedene Booklets. Die DVD-Version umfasst neun Discs mit einer Spieldauer von insgesamt 1.042 Minuten, die Blu-ray-Box beinhaltet sieben Scheiben mit insgesamt 1.117 Minuten. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmrestaurierung 250 05Das Österreichische Filmmuseum zeigt am Freitag, den 23. Februar 2018, um 18:30 Uhr den Stummfilm Der Mandarin.

Fritz Freisler dreht das Filmdrama im Jahr 1918 mit Harry Walden und Karl Götzin den Hauptrollen. "Der Mandarin" ist eine erst 2004 wiederentdeckte Großproduktion der österreichischen Sascha-Film.

Gezeigt wird eine vom George Eastman Museum und dem Österreichischen Filmmuseum restaurierte 35mm-Farbkopie mit italienischen Zwischentiteln und deutscher Untertitelung. Als Vorfilm werden Aussschnitte aus "Wien 1920" gezeigt. Eine Einführung in die Vorführung hält der Filmwissenschaftler Nicolai S. Gütermann, am Klavier spielt Elaine Loebenstein. mehr
Textquelle: Österreichisches Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

der kleine muck filmmuseum potsdam 250Schon lange vor dem `Großfilm´ Münchhausen (D 1942) wurde der Orient in vielfältigen Produktionen – oftmals mittels stereotyper Darstellungsweisen – zum exotischen Schauplatz stilisiert.

Zum Abschluss der Foyerausstellung "Münchhausen. Lügen in Agfacolor", die anlässlich des 100-jährigen Jubiläum der Ufa entstand, präsentiert das Kino im Filmmuseum Postdam am Sonntag, den 25. Februar 2018, zwei Ufa-Stummfilme mit Livemusik, in denen die Handlung in orientalischen Welten spielt.

Um 17:00 Uhr wird Der kleine Muck (D 1920/21) von Wilhelm Prager gezeigt. Die auf dem Märchen von Wilhelm Hauff basierende Produktion der Ufa-Kulturabteilung ist der erste abendfüllende Märchenfilm Deutschlands. Für "Der kleine Muck", der voller phantastischer Tricks steckt und den die Ufa damals als Familienunterhaltung bewarb, wurden die Studiokulissen aus Ernst Lubitschs opulentem Historienfilm "Sumurun" (1920) wiederverwendet, um das orientalische Milieu zu kreieren. Als Vorfilm läuft "Die Alpträume des Münchhausen" (F 1911) von Georges Méliès. Beide Filme werden von Peter Gotthardt live am Klavier begleitet, eine Einführung hält Esther Riese von der Filmuniversität Babelsberg.

Um 19:00 Uhr ist dann Geheimnisse des Orients (D/F 1928) von Alexander Wolkoff zu sehen. Die Filme des russischen Emigranten Wolkoff waren Garanten für Kassenerfolge im In- und Ausland. Als sich am Ende der Stummfilmzeit die namhaften deutschen Regisseure längst zeitgenössischen Themen zugewendet hatten, setzte Wolkoff auf die Ingredienzien, die dem deutschen Film unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg zur Weltgeltung verholfen hatten: phantasievolle Dekors, reiche Ausstattung, verspielte Tricks, Massenszenen und märchenhafte Romantik. Die Babelsberger Studios waren bestens für die Produktion solcher Monumentalfilme geeignet. Die malerischen Landschaftsaufnahmen entstanden in Nizza. Der Film wird von Peter Gotthardt live am Klavier begleitet, eine Einführung hält Ursula von Keitz vom Filmmuseum Potsdam.

Kartenreservierung unter Telefon 0331-27181-12 und E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Textquelle und Bild: Filmmuseum Potsdam

filmstreifen 10 250Im Museumskino „Ernemann VII B“ der Technischen Sammlungen Dresden finden vom 01. bis 03. März 2018 die 3. Dresdner Stummfilmtage statt.

Eröffnet wird die Veranstaltung mit Fritz Langs Spione aus dem Jahr 1929. Matthias Hirth (Klavier) und Thomasz Skulski (Klavier, synth & electronics) werden den insgesamt ca. 150 Minuten langen Agentenfilm live musikalisch vertonen.

Am Freitag, den 2. März 2018, stehen dann Max Obals Der Unüberwindliche (D 1928, Livemusik: Peter Gotthardt/Klavier) und Robert Wienes Orlac’s Hände (Ö 1924, Livemusik: Richard Siedhoff/Klavier) auf dem Programm.

Der letzte Festivaltag bietet vormittags ein Kinderprogramm mit musikalischer Begleitung von Matthias Hirth und am Abend Die Mutter (UdSSR 1926, Livemusik: Tobias Rank/Violine und Gunthard Stephan/Piano vom Wanderkino "Laster der Nacht") und Go West (USA 1925, Livemusik: Frank Fröhlich/Gitarre) mit Buster Keaton.

Mehr Informationen über die Filmtage und den Ticket-VVK hier und hier
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Der deutsche Filmregisseur Max Mack starb vor 45 Jahren, am 18. Februar 1973, in London. Er wurde als Moritz Myrthenzweig am 21. Oktober 1884 in Halberstadt geboren.

Max Mack gehört zu den produktivsten Filmschaffenden des frühen deutschen Kinos, er war an über 130 Produktionen beteiligt. Eine seiner bekanntesten Regiearbeiten ist der 1913 entstandene Spielfilm Der Andere mit dem damals überaus angesehenen Theaterschauspieler Albert Bassermann in dessen erster Filmrolle (eine restaurierte Fassung des Film ist in der DVD-Box Kafka geht ins Kino der Edition Filmmuseum berücksichtigt). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

babylon kino 250Das Babylon Kino in Berlin zeigt in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" am 17. Februar 2018 Menschen am Sonntag aus dem Jahr 1930.

Robert Siodmak und Edgar Georg Ulmer führten gemeinsam die Regie bei diesem überaus populären Klassiker des deutschen Stummfilms. Das Drehbuch zu "Menschen am Sonntag" schrieb Billie "Billy" Wilder. Live begleitet wird der Film von DJ Raphaël Marionneau. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

das alte gesetz cover dvd absolut medien 250In der Reihe "Berlinale Classics" präsentieren die 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin (15. – 25.02.2018) mit Ewald André Duponts Das alte Gesetz (Deutschland 1923) eines der herausragenden Stummfilm- und Konzert-Highlights des Jahres.

Die digitale Restaurierung der Deutschen Kinemathek erlebt mit einer neuen Musik des französischen Komponisten Philippe Schoeller am 16. Februar 2018 im Friedrichstadt-Palast ihre Weltpremiere. "Das alte Gesetz", ein wichtiges Werk der deutsch-jüdischen Filmgeschichte, kontrastiert die in sich gekehrte Welt eines osteuropäischen Schtetls mit dem liberalen Wien der 1860er-Jahre und thematisiert die Assimilation der Juden im Europa des 19. Jahrhunderts.

Eine erste Rekonstruktion dieses Films hatte die Deutsche Kinemathek bereits 1984 unternommen und dabei versucht, sich der Originalfassung so weit anzunähern, wie die damalige Quellenlage das zuließ. Als später auch die verschollen geglaubte Zensurkarte zur Verfügung stand, wurde dies der Auslöser für eine erneute weltweite Recherche und schließlich für eine neue, digitale Bearbeitung.

„Mit seiner authentischen Ausstattung und einem exzellenten Schauspielerensemble, großartig in Szene gesetzt von Kameramann Theodor Sparkuhl, ist `Das alte Gesetz´ ein herausragendes Beispiel für die Kreativität jüdischer Filmschaffender im Deutschland der 1920er-Jahre", so Rainer Rother, Leiter der Retrospektive und Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen.

Die neue Musik von Philippe Schoeller entstand im Auftrag von ZDF/ARTE. Schoeller nähert sich dem Film mit einer minutiös durchgearbeiteten Ensemblemusik, die sich moderner Techniken der Filmmusik bedient. Sie macht die historische Distanz zum Film bewusst und unterstreicht in ihrem transparenten Klangbild seine besondere visuelle Qualität. Aufgeführt wird diese Komposition vom Orchester Jakobsplatz München unter der Leitung von Daniel Grossmann. Der 2005 gegründete Klangkörper, der sich inhaltlich stark auf Werke jüdischer Komponisten und die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts konzentriert und mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag zur deutsch-jüdischen Gegenwartskultur leistet, war bei der Berlinale zuletzt 2013 zu Gast.

Für die digitale Neubearbeitung standen zeitgenössische Nitrokopien in fünf verschiedenen Sprachen aus Archiven in Europa und den USA zur Verfügung. Erst anhand der Zensurkarte jedoch konnte das Restauratorenteam der Deutschen Kinemathek die bisher verloren geglaubten originalen Zwischentitel wiederherstellen sowie die Montage vervollständigen und korrigieren. Das Konzept für die Rekonstruktion einer farbigen Fassung orientierte sich vor allem an zwei hinsichtlich des Farbschnitts und der Farbwerte identischen Kopien. Erstmals wird jetzt die verschollene deutsche Premierenfassung in ihrer ursprünglichen Länge und in einer zeitgenössischen Einfärbung wieder zugänglich.

Die Aufführung des Films bei der Berlinale ist der Auftakt einer Tournee durch einstmals bedeutende Zentren jüdischen Lebens vor allem in Osteuropa. Zu den Stationen dieser von den Goethe-Instituten vor Ort engagiert unterstützten Tour gehören Vilnius, Budapest, Warschau und Wien. In San Francisco wird "Das alte Gesetz" beim Silent Film Festival vorgestellt. Ihre TV-Premiere erlebt die restaurierte Fassung am 19. Februar 2018 auf ARTE (Trailer und Programmhinweis). Parallel erscheint der Film, ergänzt mit reichhaltigem Bonusmaterial zur Restaurierung, als DVD in der Arte Edition von Absolut Medien.

Die digitale Neubearbeitung von "Das alte Gesetz" durch die Deutsche Kinemathek wurde ermöglicht durch das persönliche Engagement von Prof. Cynthia Walk (University of California, San Diego) und die großzügige Unterstützung der Sunrise Foundation for Education and the Arts. Die Weltpremiere der digital restaurierten Fassung in Berlin ist eine Kooperation der Internationalen Filmfestspiele Berlin mit der Deutschen Kinemathek und dem ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE.
Text: Pressematerial Berlinale; Bild: Absolut Medien GmbH, www.absolutmedien.de

filmstreifen g 1 250Seit 2014 vergibt der Bund der Frauenvereine Bielefeld und die Neue Westfälische Zeitung den Bielefelder Frauenpreis.

Nominiert und ausgezeichnet werden Frauen, die sich um die Stadt und ihre Menschen verdient gemacht haben. Der Preis wurde anlässlich des 800-jährigem Stadtjubiläums erstmalig ausgelobt. Die Bekanntagbe der Gewinnerin, die den von der Goldschmiedin Ingrid Holtmann kreierten Bielefeld-Ring erhält, erfolgt am 03. März 2018.

In diesem Jahr ist auch Christiane Heuwinkel, langjähriges Vorstandsmitglied der Murnau-Gesellschaft mit Sitz in Bielefeld, nominiert. Seit 1988 pflegt die Organisation das filmische Erbe des Meisteregisseurs Friedrich Wilhelm Murnau, der am 28. Dezember 1888 als Friedrich Wilhelm Plumpe in Bielefeld geboren wurde.

Die Nominierte ist eine der treibenden Kräfte des seit 1989 von der Murnau-Gesellschaft organisierten Film+Musik Fests, das jährlich 4.000 Besucher zählt und Stummfilme mit ausgewählter Livemusikbegleitung präsentiert. Außerdem ist Christiane Heuwinkel Autorin des Murnau-Alphabets (ISBN 978-3-00-057851-9), das faktenreich über F. W. Murnau informiert. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Seit 1977 gestaltet die Deutsche Kinemathek die filmhistorischen Retrospektiven der Internationalen Filmfestspiele Berlin. In diesem Jahr steht das Weimarer Kino im Zentrum des Rückblicks.

28 Programme mit Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen aus den Jahren 1918 bis 1933 werden bei Weimarer Kino – neu gesehen auf der Leinwand mit Livemusikvertonung zu sehen sein. Begleitet wird die Filmreihe von einem Rahmenprogramm und verschiedenen Programmhighlights. Hier eine Auswahl für Stummfilmfreundinnen und -freunde:

♦ Noch bis zum 05. April 2018 ist im Filmmuseum (Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin) die Ausstellung "Die Ufa – Geschichte einer Marke" zu sehen. mehr

♦ Am 18. Februar 2018 findet um 18:00 Uhr in der Deutschen Kinemathek (Veranstaltungsraum 4. Obergeschoß, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin) ein Gespräch der Autoren der begleitenden Publikation über die Filmauswahl von "Weimarer Kino – neu gesehen" statt. Sie stellen einige Filme vor und regen zu einer Neubetrachtung des Weimarer Kinos an. Modereriert wird die Veranstaltung von Kristina Jaspers.

♦ Am 19. Februar 2018 um 11:00 stellt Uhr Dr. Michael Hollmann, Präsident des Bundesarchivs, in der Deutschen Kinemathek (Veranstaltungsraum 4. Obergeschoß, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin) das Projekt "Weimar – Die erste deutsche Demokratie" des Bundesarchivs vor. Es handelt sich dabei um die Digitalisierung unterschiedlichster Quellen zur Geschichte der Weimarer Republik. Ab Ende März 2018 ist das Material in einem Internetportal zugänglich. Die Begrüßung erfolgt durch Dr. Rainer Rother, künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek.

♦Am 19. Februar 2018 um 18:00 Uhr präsentieren Restauratoren in der Deutschen Kinemathek (Veranstaltungsraum 4. Obergeschoß, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin) Ausschnitte ihrer Arbeiten für die aktuelle Berlinale-Retrospektive und diskutieren sie in einem Podiumsgespräch. Moderatiert wird die Veranstaltung von Prof. Martin Koerber.
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Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Der deutsche Komiker und Filmproduzent Karl Valentin starb vor 70 Jahren, am 09. Februar 1948, in Planegg. Er wurde am 04. Juni 1882 in München als Valentin Ludwig Fey geboren.

Zusammen mit Liesl Karlstadt (1892–1960) bildete er eines der prominentesten und beliebtesten deutschen Komikerduos des 20. Jahrhunderts, das sowohl auf der Bühne als auch in zahlreichen Filmproduktionen zu sehen war. Zu ihren bekanntesten Werken gehört der Stummfilm Der Sonderling aus dem Jahr 1929. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

die stadt ohne juden filmarchiv austria 250 02Mit einem umfangreichen Programm würdigt das Filmarchiv Austria die Restaurierung des österreichischen Stummfilms Die Stadt ohne Juden.

"Die Stadt ohne Juden" nannte Hugo Bettauer seinen 1922 erschienenen Roman, der die damals noch utopische Vorstellung einer Vertreibung der Juden aus Wien beschreibt. Die Aufführungen der gleichnamigen Verfilmung (Österreich 1924) von Regisseur Hans Karl Breslauer waren bereits von Störaktionen der Nationalsozialisten begleitet, 1925 wurde Bettauer von einem Nationalsozialisten erschossen. Der Aufstieg der NSDAP in Österreich mit Mitteln des Terrors mündete im sogenannten "Anschluss" von Österreich an Nazi-Deutschland im Jahr 1938. Was folgte, war die Vertreibung und Ermordung der mitteleuropäischen Jüdinnen und Juden im Holocaust.

Durch einen Fund auf einem Pariser Flohmarkt sind verloren geglaubte, inhaltlich bedeutsame Filmteile von "Die Stadt ohne Juden" in den Bestand des Filmarchiv Austria gelangt, das den Stummfilm nun erstmals seit vielen Jahrzehnten in voller Länge wiederhergestellt hat.

das cabinet des dr Caligari filmmuseum potsdam barbara flueckinger 250Das Kino im Filmmuseum Potsdam zeigt am Donnerstag, den 08. Februar 2018, um 19:00 Uhr Robert Wienes Das Cabinet des Dr. Caligari (Deutschland 1920) mit live Musikbegleitung.

Die vor gemalten Kulissen inszenierte fantastische Geschichte vom dämonischen Wanderschausteller Caligari und seinem somnambulen Gefolgsmann Cesare, die Terror in einem kleinen Dorf verbreiten, gilt als Schlüsselwerk des deutschen Kinos. Lange Zeit war "Das Cabinet des Dr. Caligari" nur in Form von qualitativ minderwertigen Kopien und Fassungen zu sehen. Erst 2014 konnte eine Restaurierung bewerkstelligt werden, die durch die Verwendung besseren Ausgangsmaterials und moderner, digitaler Technik dem ursprünglichen Glanz des expressionistischen Filmklassikers sehr nahekommt.

Als Vorfilm wird ein fünfminütiges Fragment des Spielfilms Das Rätsel von Bangalor (Deutschland 1917/18, Regie: Alexander von Antalffy und Paul Leni) gezeigt. An der Welte-Kinoorgel spielt Peer Kleinschmidt, eine Einführung halten Oliver Hanley (Filmuniversität Babelsberg) und Ulrich Ruedel (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin). Eine Kartenreservierung ist möglich unter Telefon 0331-27181-12 und E-Mail ticket (at) filmmuseum-potsdam.de. mehr

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Masterstudiengang "Filmkulturerbe" der Filmuniversität Babelsberg, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) und mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen statt.
Textquelle: Filmmuseum Potsdam; Foto: Nitrokopie des Filmmuseums Düsseldorf, Barbara Flückiger

Bonn 2018

 Abwege Copyright Foerderverein Filmkultur Bonn ev 250

Vom 16. bis 26. August 2018 finden die 34. Internationalen Stummfilmtage im Arkadenhof der Bonner Universität statt. mehr

UFA Filmnächte 2018

Vom 22. bis 24. August 2018 finden zum achten Mal die UFA Filmnächte in Berlin statt. mehr

Tonbilder online

"Singende, sprechende und musizierende Films": filmportal.de macht digitalisierte Tonbilder aus der Frühzeit des Kinos online zugänglich. mehr

Regensburg 2018

Vom 14. bis 19. August 2018 findet die 36. Regensburger Stummfilmwoche statt. mehr