fb leuchtreklame 250Walther Ruttmanns "Berlin – Die Sinfonie der Großstadt" wurde am 23. September 1927 in Berlin uraufgeführt.

Der Dokumentar- und Montagefilm zeigt chronologisch einen Tag in Berlin in dynamisch zusammengeschnittenen Aufnahmen und Bildkompositionen. Regisseur Ruttmann war einer der einflussreichsten deutschen Experimentalfilmer. Beteiligt am Drehbuch und an der Kameraarbeit war unter anderem Karl Freund. "Berlin – Die Sinfonie der Großstadt"  ist heute einer der populärsten, meistgezeigten Werke der Stummfilmära. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Am 23. September 1927, vor 90 Jahren, wurde der Film "Sunrise – A Song Of Two Humans" uraufgeführt.

Friedrich Wilhelm Murnau drehte mit "Sonnenaufgang – Lied von zwei Menschens", so der deutsche Titel, seinen ersten Film in den USA. George O’Brien und Janet Gaynor spielten die Hauptrollen in diesem künstlerisch herausragenden Meisterwerk voller optischer Raffinesse. Bei der ersten Oscar-Verleihung im Jahr 1929 erhielt der Film drei Trophäen. In Hitlisten zu den besten Werken der Filmgeschichte rangiert  "Sunrise" regelmäßig auf den vorderen Plätzen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 01 250Im Kino der Technischen Sammlungen Dresden werden am Freitag, den 22. September 2017, um 20:00 Uhr Kinamo-Kurzfilme von 1924 bis 1937 gezeigt.

Eine Einführung hält Dr. Ralf Forster vom Filmmuseum Potsdam, am Klavier spielt Matthias Hirth. Die Vorstellung ist der Abschluss der Filmreihe "Emanuel Goldbergs Kinamo und der Dokumentarfilm", die seit April 2017 läuft. Die von Emanuel Goldberg, einem Begründer der Firma Zeiss Ikon, im Jahr 1921 in Dresden entwickelte Filmkamera Kinamo revolutionierte den Dokumentarfilm. Mit dem neuen kompakten Aufnahmegerät war das Filmen "aus der freien Hand" möglich geworden. Viele bedeutende Dokumentarfilme wurden mit Goldbergs Erfindung gedreht. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250100 Jahre Russische Revolution und 60 Jahre Städtepartnerschaft Hamburg–Sankt Petersburg sind für das Kommunale Kino Metropolis in Hamburg gleich zwei Anlässe, die Stummfilmtage "Imagining October" vom 21. bis 28. September 2017 durchführen.

Fast alle Aufführungen werden mit Livemusik, einige zudem mit Vorfilm präsentiert. Zu sehen sind unter anderem Aelita (SU 1924), Das Ende von von St. Petersburg (SU 1927), Die seltsamen Abenteuer des Mr. West im Lande der Bolschewiki (SU 1924), Oktober (SU 1928) und Panzerkreuzer Potemkin (SU 1925/30). Kuratiert wurde die Veranstaltung von Thomas Tode. Die Filmreihe wird mit Unterstützung der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

ihr dunkler punkt murnau stiftung 250Am Mittwoch, den 20. September 2017, zeigt das Murnau-Filmtheater in Wiesbaden um 20:15 Uhr den Stummfilm Ihr dunkler Punkt.

Lilian Harveys erster Ufa-Film und dann gleich eine Doppelrolle! Die Baronesse Lilian von Trucks wird in einem Luxus-Hotel als Juwelendiebin verhaftet. Doch auf der Polizeistation wird das Missverständnis schnell aufgeklärt: Es gibt eine Hochstaplerin die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Als Lilian jedoch den charmanten Verehrer (Willy Fritsch) ihrer Doppelgängerin kennenlernt, nimmt sie die Rolle der Diebin Yvette nur zu gerne an …

Die Regie bei der deutschen Komödie aus dem Jahr 1928 führte Johannes Guter. Uwe Oberg wird den Film live am E-Piano begleiten. Eine Einführung in das Werk gibt die Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik.
Textquelle und Foto: Murnau-Stiftung (Das Bild zeigt Willy Fritsch und Lilian Harvey in einer Filmszene.)

ellen m harrington deutsches filminstitut 250Ellen M. Harrington, derzeit Leiterin der Sammlungen am Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles, wird Direktorin des Deutschen Filminstituts in Frankfurt am Main.

Die studierte Film- und Literaturwissenschaftlerin wird die Leitung des Instituts, zu dem auch das Deutsche Filmmuseum gehört, in Nachfolge von Claudia Dillmann zum 01. Januar 2018 übernehmen.

Harrington arbeitet seit 1993 für die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Beverly Hills. Zuvor war sie für gemeinnützige Filminitiativen sowie in der Filmproduktion tätig. Sie war Direktorin für Ausstellungen und Filmveranstaltungen sowie Gründungsdirektorin des International Outreach Program der Academy, die auch die Oscars® verleiht. Mit der Gründung des akademieeigenen Filmmuseums im Jahr 2013 wechselte sie als Direktorin für Ausstellungen und Sammlungen in den Planungsstab des Großprojektes und ist seit 2015 für Aufbau und Konzeption der Museumssammlung zuständig.

Im Lauf ihrer Karriere hat Ellen Harrington für die Academy und für Partnerinstitutionen rund 50 Filmausstellungen kuratiert sowie weitere 30 Ausstellungsübernahmen verantwortet. Sie hat außerdem für die Academy, für internationale Filminstitutionen und Festivals mehr als 500 Filmvorführungen realisiert, darunter Retrospektiven, Hommagen und Bildungsveranstaltungen. Mit dem Deutschen Filmmuseum arbeitete sie mehrfach zusammen, besonders intensiv im Rahmen der Ausstellung "„And the Oscar® goes to... 85 Jahre ‚Bester Film'", welche das Deutsche Filmmuseum 2012 in Frankfurt realisierte. Derzeit schließt Ellen M. Harrington in Zusammenarbeit mit dem Getty Museum ein großes Ausstellungsprojekt über lateinamerikanische Filmkultur der 1960er Jahre bis in die Gegenwart ab.
Textquelle und Foto: Deutsches Filminstitut - DIF e.V./Deutsches Filmmuseum

filmstreifen 06 250"Zehn Tage, die die Welt erschütterten" nannte John Reed sein Buch, in dem er die Geschehnisse rund um die russische Oktoberrevolution, die er vor Ort persönlich miterlebte, beschrieb.

Das Filmarchiv Austria in Wien widmet vom 14. bis 25. Oktober 2017 dem Ereignis eine Filmschau unter dem Titel "Oktober 1917. Die Russische Revolution im Sowetkino". Die Reihe versucht den Weg zur Oktoberrevolution und ihren Folgen in Form von Spielfilmen, die in der Sowjetunion entstanden sind, nachzuzeichnen. Es wurden Werke ausgewählt, die das reale Leben der Menschen vor dem jeweiligen historischen Hintergrund reflektieren. Der erste, im September 2017 zu sehende Teil der Schau endet mit dem 1918 einsetzenden Bürgerkrieg. Der zweite Teil, der im November 2017 gezeigt wird, schildert den Weg vom Bürgerkrieg zum Sowjetstaat von dessen Anfängen bis zu seinem Ende. Kurator der Reihe ist Helmut Pflügl vom Filmarchiv Austria.

Dem Jahrhundertereignis Oktoberrevolution und der Filmgeschichte der Sowjetunion widmet sich auch die gemeinsame Retrospektive von Österreichischem Filmmuseum und Viennale im Oktober/November 2017. mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 orange ohne soundAm 12. September 1917, vor hundert Jahren, gründeten August Arnold und Robert Richter in München die Firma Arnold & Richter, heute Arnold & Richter Cine Technik (ARRI).

Bereits zur Stummfilmzeit etablierte sich die Firma durch Innovationen im Bereich der Filmherstellung, insbesondere bei der Konstruktion von Filmkameras. Bis heute setzt ARRI immer wieder Maßstäbe im Segment der professionellen Filmproduktion und wurde dafür schon vielfach ausgezeichnet, unter anderem mehrmals mit dem Academy Award ("Oscar"). Wikipedia Firmenwebseite
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Passend zum Luther Jahr vom 31. Oktober 2016 bis 31. Oktober 2017 wird am Samstag, den 16. September 2017, um 20:30 Uhr im Dom zu Halle der Stummfilm Luther – Ein Film der deutschen Reformation  gezeigt.

Hans Kyser dreht den deutschen Historienfilm im Jahr 1927 mit Eugen Klöpfer als Reformator. Der Werk wurde vor Kurzem vom Bundesarchiv aufwändig restauriert. Die Musik zum Film wird live von Domkantor Gerhard Noetzel an der Orgel des imposanten Renaissance-Gebäudes gespielt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind am Ausgang erbeten. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

zur chronik von grieshuus murnau stiftung 250Am Mittwoch, den 13.9.2017, um 20:15 Uhr und am Sonntag, den 17.9.2017, um 15:30 Uhr zeigt das Murnau-Filmtheater in Wiesbaden in seiner Reihe "200. Geburtstag Theodor StormArthur von Gerlachs Zur Chronik von Grieshuus.

Der als „Theodor-Storm-Film der Ufa“ angekündigte Großfilm (1924) wurde nach der gleichnamigen Novelle von 1884  wurde unter anderem mit Lil Dagover, Paul Hartmann und Rudolf Forster in tragenden Rollen inszeniert. Obwohl er zu den Großproduktionen und Klassikern der Babelsberger Studioästhetik zählt, hat "Zur Chronik von Grieshuus" immer ein Schattendasein neben anderen Meisterwerken der Periode, wie Die Nibelungen (1924) oder Der letzte Mann (1924), geführt. Das mag daran liegen, dass Regisseur Arthur von Gerlach selbst in Vergessenheit geraten ist. Als er im Premierenjahr des Films im Alter von nur 49 Jahren starb, hinterließ er das schmale Oeuvre von zwei Filmen. Nach seiner Uraufführung 1925 wurde der Film stark gekürzt.

Bei der Vorführung am 13.09.2017 gibt Restauratorin Anke Wilkening von der Murnau-Stiftung eine Einführung in das Werk. Die restaurierte Fassung zeigt von Gerlachs Stummfilm wieder annähernd vollständig. Die Schnittrekonstruktion erfolgte auf Basis eines Kameranegativs sowie mit Hilfe der Originalpartitur von Gottfried Huppertz. Die restaurierte Fassung entstand in Koproduktion mit dem HR-Sinfonieorchester (Dirigent: Frank Strobel), ZDF und Arte.

Holstein im 17. Jahrhundert: Der alte Burgherr hat seinen Sohn Hinrich zum Erben bestimmt, doch als er von der Liebe seines Sohns zu Bärbe, der Tochter eines Leibeigenen, erfährt, enterbt er seinen Hinrich. Er will aber auch nicht seinen ungeliebten Sohn Detlev zum Burgherren machen. So entbrennt nach dem Tod des Vaters ein erbitterter Kampf um das Erbe. mehr
Textquelle und Foto: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Yael Acher KAT Modiano by Supramod VD 250Die Musikerin und Komponistin Yael Acher „KAT“ Modiano ist fasziniert von den expressionistischen Stummfilmen, die während der Weimarer Republik entstanden.

Mit ihrer Querflöte, einem eklektisch komponierten elektronischen Soundtrack, reichlich Kreativität und musikalischer Intuition kreiert sie atemberaubende Vertonungen zu Stummfilmen. Für die internationale Gruppenausstellung Vineta Pavilion No. 1 wird sie während der Berlin Art Week zur Projektion des Stummfilms Anders als die Andern (Deutschland 1919) einen zeitgenössischen Soundtrack live entwickeln und präsentieren.

Der von Regisseur Richard Oswald und dem Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld konzipierte Film gilt als erstes Kinowerk, das sich mit dem Thema Homosexualität befasst. Der Film entstand zu Beginn der Weimarer Republik, in einer recht kurzen Zeitspanne, in der es keine Zensur gab. Doch schon kurz nach seiner Veröffentlichung fiel "Anders als die Andern" der Zensur durch das neu eingeführte 1. Reichslichtspielgesetz zum Opfer, wurde größtenteils vernichtet und erst Jahrzehnte später vom Filmmuseum München rekonstruiert.

Heute erinnert der Film daran, dass eine tolerante Gesellschaft, die auf Gleichberechtigung und der sozialen Achtsamkeit füreinander beruht, noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. Modianos Performance führt dies auf musikalisch-poetische Weise einmal mehr vor Augen. Die in Tel Aviv geborene Flötistin und Komponistin hat klassische Flöte, Jazz und Komposition an der Rubin Academy in Jerusalem studiert. Nachdem sie mehrere Jahre in Kopenhagen gelebt und gearbeitet hat, zog sie 2005 nach New York, um an der New York University zu studieren. In New York ist Modiano als Komponistin, Performancekünstlerin und Lehrerin in unterschiedlichsten musikalischen Genres tätig: Contemporary, Klassik, Jazz, freie Improvisation, Tango und elektro-akustische Musik. Ihre Auftritte waren bereits in Europa, den USA, Kanada, Israel und Japan zu sehen.

Die Performance zu „Anders als die Andern“, die von der Botschaft des Staates Israel unterstützt wird, findet am 14. September um 21 Uhr in der Galerie Kuchling in Berlin statt. Zwei weitere Termine sind zur Eröffnung der Ausstellung in Venedig am 7./8. Oktober geplant.  mehr
Textquelle und Foto: Veranstalter

fb leuchtreklame 250Der deutsche Schauspieler Albert Bassermann wurde vor 150 Jahren, am 07. September 1867, in Mannheim geboren.

Mit Der Andere (Deutschland 1913) von Max Mack hatte er seinen Einstand ins Kinofach. Er war damit einer der ersten renommierten deutschen Theaterdarsteller (ausgezeichnet mit dem Iffland-Ring im Jahr 1911), die sich auch dem Medium Film zuwandten. In der Folgezeit hatte er weitere Auftritte in den Stummfilmproduktionen Das Weib des Pharao (D 1922), Lucrezia Borgia (D 1922), Helena (D 1924), Fräulein Else (D 1929) und vielen anderen.

1934 emigrierte Bassermann aus Deutschland. Für seine Nebenrolle in Alfred Hitchcocks Der Auslandskorrespondent (USA 1940) wurde er für den Oscar nominiert. Er starb am 15. Mai 1952 in Zürich. mehr

DVD-Tipp: Albert Bassermanns erste Leinwandarbeit ist, neben vielen weiteren sehenswerten Filmen aus den Frühtagen des Kinos, in der aktuell erschienenen DVD-4er-Box "Kafka geht ins Kino“ von Edition Filmmuseum enthalten. mehr

filmstreifen 02 250Der Kameramann und Filmtrickexperte Eugen Schüfftan starb vor 40 Jahren, am 06. September 1977, in New York. Er wurde am 21. Juli 1893 in Breslau geboren.

Er war an einigen der bedeutendsten Stummfilmproduktionen beteilt, etwa Die Nibelungen (Deutschland 1924), Napoleon (Frankreich 1927) und Menschen am Sonntag (Deutschland 1930).

Heute ist er vor allem aufgrund des nach ihm benannten Schüfftan-Verfahrens bekannt, das zum Beispiel in Fritz Langs Metropolis (Deutschland 1927) zum Einsatz kam. 1962 wurde er mit einem Oscar für seine Kameraarbeit bei dem amerikanischen Tonfilm Haie der Großstadt ausgezeichnet. mehr  
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

deutsches filmmuseum museumsguide 250Elektronische Ausstellungsführer sind in vielen Museen im Kommen. Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt/Main hat dabei einen außergewöhnlichen Weg eingeschlagen.

Für die Produktion seines Multimediaguides hat es in einem Zeitfenster von drei Jahren rund 50 Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Frankfurter Stadtteilen einbezogen. Die Jugendlichen bestimmten bei dem Modellprojekt wesentliche Inhalte des Guides und entwickelten für dessen Hauptzielgruppe – Kinder, Jugendliche und Familien – Beiträge zu den von ihnen ausgewählten Exponaten.

In Workshops wurden die jungen Menschen auf ihre Aufgaben vorbereitet und arbeiteten sich so spielerisch in filmgeschichtliche wie filmanalytische Themen und Techniken ein. Dieser Perspektivwechsel war nicht nur für die Entwicklung des Guides selbst essentiell, auch für zukünftige Filmbildungsformate konnte das Museum daraus wichtige Schlussfolgerungen ziehen. Was interessiert Kinder und Jugendliche am Filmmuseum, besonders an seiner Dauerausstellung? Dafür erschlossen sich die Heranwachsenden in drei Altersgruppen jeweils über sechs Monate das Museum und recherchierten zu verschiedenen Themen.

Eines der drei Teams, 13 Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren, tauchte in die Vor- und Frühgeschichte des Films ein. Die Jugendlichen nahmen sich an Wochenenden und Projekttagen im ersten Teil der Dauerausstellung einzelne Exponate vor, zu denen sie vertiefende Informationen sammelten. Die von ihnen ausgewählten Stücke, ob Laterna magica, Camera obscura, Kinetoskop oder Wundertrommel, porträtierten sie dann in selbstverfassten Texten, die sie selbst im Tonstudio vortrugen. Und kamen dabei zu verblüffenden Vergleichen, wie der 15-jährige Rufus: „Für mich ist das Kinetoskop interessant, denn es erinnert mich an die heutigen Virtual-Reality-Brillen, da man auch durch ein brillenartiges Guckloch guckt und in eine andere Welt eintaucht.“ Lara hat zu ihrem Lieblingsexponat, dem Frankfurter Panorama, herausgefunden: „Wusstet Ihr, dass wenn im Panorama Kriegsschlachten gezeigt wurden, Bauern oft mehrtägige Reisen antraten, damit sie die Heldentaten ihrer verstorbenen Söhne sehen konnten?“

deutsches filmmuseum museumsguide 2 250Auf dem Guide, der seit dem 02. September 2017 im Einsatz ist, können die Besucher/innen mit vielen Interviews, Audiobeiträgen, Filmausschnitten, Fotos und spielerischen Zugängen das Thema Film, seine Geschichte und sprachlichen Mittel erkunden. „Den Besucher/innen mithilfe eines Multimediaguides noch einmal ganz neue Zugänge zu den Inhalten, Themen und Ausstellungsstücken des Filmmuseums zu erschließen sowie das Museum für andere Zielgruppen zu öffnen, war ein ganz wichtiges Ziel des prozesshaft angelegten Projekts“, erläutert Christine Kopf, Leiterin der Abteilung Filmbildung und -vermittlung des Deutschen Filminstituts. Darüber hinaus sei auch darum gegangen, zu erfahren, wie Kinder und Jugendliche auf die Angebote des Hauses reagieren und welche Objekte sie besonders ansprechen.

„Und das ist mit durchaus überraschenden Ergebnissen ganz hervorragend gelungen“, versichert Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filmmuseums: „Dass unser Darth-Vader-Helm viele junge Menschen begeistert, bestätigte sich auch bei den Multimediaguide-Teilnehmer/innen. Aber dass viele sich sehr für die Blechtrommel aus dem gleichnamigen Film von Volker Schlöndorff aus dem Jahr 1979 interessierten, den nur einer der Teilnehmer je gesehen hatte: Das freute uns doch besonders.“ Andere, wie der 16-jährige Rafi, entdeckten nach und nach ihre Faszination für Schwarzweiß-Filme aus der Frühphase der Filmgeschichte, die etwa im Kleinen Kino in der Dauerausstellung I zu sehen sind.
Textquelle und Bilder: Deutsches Filminstitut/Deutsches Filmmuseum

35mm cover ausgabe 22 2017 250 1Schon in den ersten Jahrzehnten des Kinos übten kreative und geschäftstüchtige Frauen wie Alice Guy-Blaché und Mary Pickford deutlichen Einfluss auf die Entwicklung der Filmsprache und des Filmbusiness aus.

Das 35mm Retro Filmmagazin stellt in seiner aktuellen Ausgabe #22 beispielhaft Filmpionierinnen vor, die als Regisseurinnen und Produzentinnen mitunter auch heute noch nicht die ihnen zustehende Aufmerksamkeit für ihr Engagement und Lebenswerk erfahren haben. Das lesenwerte Magazin, das sich dem Kino bis in die 1960-Jahre verschrieben hat und alle zwei Monate erscheint, kann hier online bestellt werden.

Tipp: Viele Werke von Filmpionierinnen sind auf der hervorragend editierten Blu-ray/DVD-Edition „Early Women Filmmakers: An International Anthology“ von Flicker Alley vereint. mehr
Foto: Verlag

Blu-ray-Neuerscheinung

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Am 09. März 2018 erscheint "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" von Lotte Reiniger als Blu-ray. mehr

Tanz und Kino

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Das Filmmuseum Potsdam zeigt bis zum 22. April 2018 die Sonderausstellung „Alles dreht sich … und bewegt sich. Der Tanz und das Kino“. mehr

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