stephan graf von bothmer 250 2 birgit meixnerDer Stummfilmmusiker Stephan Graf von Bothmer vertont in einem Livestream am Freitag, den 19. März 2021, ab 19:30 Uhr drei amerikanische Comedy-Klassiker.

Zu sehen sind Sherlock, Jr. (USA 1924), The Play House (USA 1921) und One Week (USA 1920). Die Veranstalter, die den Stream kostenfrei zur Verfügung stellen, freuen sich über Spenden. Das Spendenkonto, den Streamlink und weitere Infos zum Event gibt es unter www.kulturkirche.de.
Foto: Birgit Meisner

filmstreifen 01 250Die Ausstellung "Rembrandts Orient" im Museum Barberini in Potsdam untersucht, wie die Maler des niederländischen Goldenen Zeitalters auf Einflüsse des Nahen, Mittleren und Fernen Ostens reagierten.

Die Kunstwerke Rembrandts und seiner Zeitgenoss*innen sind Zeugnisse der ersten Globalisierung, die in der Malerei zu neuartigen Historienszenen, Portraits und Stillleben inspiriert hat. Die west-östliche Begegnung fand nicht auf Augenhöhe statt, zu einem auf Gleichwertigkeit beruhenden Austausch kam es nicht. Das Fremde war vor allem reizvoller Kontrast zum Eigenen. Turban und Teppich, Säbel und Seidenrock: Die stereotypisierende Motivik der Kunstgeschichte lebt im 20. Jahrhundert u.a. im Hollywood-Film fort und prägt teilweise bis heute die Wahrnehmung östlicher Kultur. Eine Auswahl von Spiel- und Dokumentarfilmen im virtuellen Kino des Filmmuseums Potsdam – so wie die Ausstellung im Museum Barberini – lädt dazu ein, den heute weiterhin andauernden Eurozentrismus zu hinterfragen.

So ist vom 01. bis 30. April 2021 der Stummfilm "Sohn des Scheichs" ("The Son of the Sheik", Regie George Fitzmaurice, USA 1926, englische Zwischentitel) zu sehen. Konventionell, aber nicht ohne ironischen Unterton erzählt, wartet das abenteuerliche Drama mit spannenden Intrigen, einer guten Portion Romantik, furiosen Kampfszenen und Verfolgungsjagden durch die Wüste auf. Mithilfe der Split-Screen-Technik konnte Rudolph Valentino den Scheich und dessen Sohn spielen – seine letzten Rollen. Denn bevor die schließlich kommerziell erfolgreiche Produktion in die Kinos kam, starb Valentino 31-jährig während einer Promotiontour. Zum Streamingangebot "Kino2online" 
Textquelle: Filmmuseum Potsdam; Bild: Stummfilm Magazin

filmstreifen 06 250Der französische Regisseur und Schriftsteller René Clair starb am 15. März 1981 in Neuilly-sur-Seine (Frankreich). Er wurde am 11. November 1898 in Paris als René Lucien Chomette geboren.

In der Stummfilmzeit drehte er in Frankreich Entr’acte (1924), "Le Fantôme du Moulin-Rouge" (1924), Paris qui dort (1925), Le Voyage imaginaire (1925), "La Proie du vent" (1926), Der Florentiner Hut (Un Chapeau de paille d’Italie, 1927), "La Tour" (1928) und Die beiden Schüchternen ("Les Deux timides", 1928). Clair inszenierte zeitweise auch in Hollywood (unter anderem Mein Frau, die Hexe, 1942). Er war ein bedeutender Vertreter der Nouvelle Vague. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

stefanie plappert dff foto sophie schueler 250Erdbeben legen ganze Städte in Schutt und Asche, Schiffe kollidieren mit Eisbergen oder treiben Kiel oben im Meer und winzig kleine Keime bedrohen die ganze Menschheit.

Der Katastrophenfilm sorgt oftmals für ein großes Spektakel auf der Leinwand. Und das Publikum kann aus der sicheren Warte des Kinosessels, versorgt mit Popcorn und Cola, dem Geschehen lustvoll zuschauen. Nun nimmt sich das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt mit der derzeit in Vorbereitung befindlichen Ausstellung "Katastrophe. Was kommt nach dem Ende?" dem Genre des Katastrophenfilms an.

Die Planungen für die Schau begannen bereits vor der Coronakrise, durch die Pandemie erhält die Ausstellung nun eine besondere Aktualität. Stummfilm Magazin sprach mit Stefanie Plappert, Kuratorin der Ausstellung, über das Genre des Katastrophensfilms und dessen ungebrochene Faszination seit der Frühzeit des Kinos. Zum Interview
Foto: DFF/Sophie Schüler

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Der Deutschlandfunk erinnert an die Uraufführung des Rudolph Valentino-Vehikels "Die vier Reiter der Apokalypse" vor hundert Jahren.

♦ Das Filmmuseum München hat Friedrich Wilhelm Murnaus "Faust"-Verfilmung (D 1926) mit den von der Ufa verworfenen Zwischentiteln des Schriftstellers Gerhard Hauptmann rekonstruiert und auf DVD veröffentlicht. Die Berliner Zeitung berichtet (Bezahlschranke).

♦ Die Filmjournalistin und Kuratorin der Cinémathèque française Lotte Eisner (1896–1983) hat eine Gedenktafel in Berlin erhalten. Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht.

♦ Der Stummfilmmusiker Burhard Götze gibt auf seiner Internetseite einen ersten musikalischen Einblick in die Rekonstruktionsarbeiten der von ihm wiederentdeckten Musik zu "Sumurun" (D 1920). mehr

♦ Der Bayerische Rundfunk zeigt in seiner Reihe "BR Retro" einen Film über die Ankunft von Buster Keaton am Hauptbahnhof München im Jahr 1962. Mit dabei: eine Militärkapelle, jede Menge Konfetti und ein Maßkrug. mehr

♦ Anlässlich des 50. Todestages von Harold Lloyd veröffentlicht der Deutschlandfunk eine Würdigung des legendären Filmkomikers.
Foto: Stummfilm Magazin

dff 250Nach mehrmonatiger Schließung aufgrund der Covid-19-Pandemie öffnet das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum am Samstag, den 20. März 2021, wieder seine Ausstellungen.

Unter Einhaltung der empfohlenen Abstands- und Hygieneregeln können die Besucher*innen dann wieder die beiden Teile der Dauerausstellung, "Filmisches Sehen" und "Filmisches Erzählen" erkunden.

Um zehn Wochen verlängert ist die Sonderausstellung "The Sound Of Disney. 1928-1967". Termine für den Besuch der Disney-Ausstellung werden via Online-Ticketverkauf organisiert. An der Museumskasse müssen die Kontaktdaten hinterlegt werden. Der Besuch der Dauerausstellung ist im Preis mit enthalten. Im Foyer des Museums kann auch die Ausstellung "Durch die Augen von Magnum" besucht werden, die in der Reihe "Viewfinder - Fotografie und Film im Diaolg" der Deutsche Börse Photography Foundation in Kooperation mit dem DFF zu sehen ist.

filmspule bunt 250 1Am 20. März 1896 findet in Wien die erste Filmvorführung statt.

Ratternd werfen imposante Apparaturen die ersten Laufbilder auf die Leinwand – lebendige Manifeste purer Schaulust und einer neuen Sehkultur, die in ihrer ungebremsten Kreativität und Fantastik den Pionier- und Erfindergeist dieser Zeit reflektieren. Sie rücken die Welt unmittelbar ins Gesichtsfeld, Reisen zu den Niagarafällen oder gar zum Mond – nichts scheint unmöglich im "Kino der Attraktionen". Selbst moralische Grenzen werden aufgesprengt, denn am Anfang ist natürlich auch: die Erotik.

Das Filmarchiv Austria blickt vom 18. März bis 21. April 2021 auf die ersten Jahre zurück und lädt mit ausgewählten Sammlungsstücken zu einem Fest der Schaulust ein. Mit wöchentlich wechselnden Programm im digitalen Heimkino sowie dem Digitorial "125 Jahre Kino" lassen sich die faszinierenden Anfänge des Kinos digital neu entdecken. Der Jubiläums-Schwerpunkt umfasst fünf Online-Kanäle mit 112 Filmen, die im digitalen Heimkino kostenlos auf www.filmarchiv.at präsentiert werden.

Der ganze Spielplan hier als PDF

Textquelle: Filmarchiv Austria; Foto:Stummfilm Magazin

computer maus 250 11Rhizom Filmgeschichte heißt das neue digitale Vermittlungsprojekt des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, das seit 11. März 2021 online zugänglich ist unter www.rhizom.film.

Als sinnlich gestaltete, intuitiv bedienbare Erweiterung von filmportal.de präsentiert Rhizom Filmgeschichte die ersten Minuten zahlreicher deutscher Filme und lädt zum Entdecken der Filmgeschichte ein. Themenpfade vermitteln gezielt Hintergrundwissen zu filmischen Stilmitteln und zur Faszination des Filmanfangs als besondere filmische Form.

Das Projekt lädt dazu ein, sich spielerisch über Themenpfade oder durch Schlagworte verknüpfte Werke in die deutsche Filmgeschichte zu versenken. In wenigen Klicks gelangen die Nutzer:innen von Stumm- zu Tonfilmen, von Schwarz-Weiß- zu Farbfilmen, von Slatan Dudow über Wolfgang Staudte und Helke Sander zu Wim Wenders und lernen wie nebenbei, was die Filme miteinander verbindet.

Rhizom Filmgeschichte ist für die Nutzung mit Notebooks und Desktop-PCs optimiert. Auch für Smartphones ist das Angebot verfügbar, wenn auch mit eingeschränktem Funktionsumfang. Die Verwendung des Chrome-Browsers in der jeweils aktuellen Version wird empfohlen. mehr
Textquelle: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin

filmmuseum potsdam fotonachweis F J Leopold FMP 250Das Filmmuseum Potsdam beendet den Lockdown und öffnet seine Ausstellungen ab Mittwoch, den 17. März 2021. Das Kino im Marstall startet voraussichtlich ab Donnerstag, den 01. April 2021.

Der Besuch der Dauerausstellung "Traumfabrik – 100 Jahre Film in Babelsberg" und der Familienausstellung "Mit dem Sandmann auf Zeitreise" (verlängert bis 8. August 2021) wird unter geregelten Auflagen ab Mittwoch, 17. März, möglich sein. Besucher*innen haben folgende Zeitfenster zur Wahl, um die Ausstellungen zu sehen: 10:00 bis 11:30 Uhr, 12:00 bis 13:30 Uhr, 14:00 bis 15:30 Uhr und 16:00 bis 17:30 Uhr. Das Anmeldetelefon ist zu den Öffnungszeiten des Filmmuseums (täglich außer Montag) in der Zeit von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr erreichbar.

filmstreifen 01 250Der deutsche Schauspieler Eugen Klöpfer wurde am 10. März 1886 in Talheim geboren. Er starb am 03. März 1950 in Wiesbaden.

Er war unter anderem in den Stummfilmproduktionen Sehnsucht (D 1921) und Der brennende Acker (D 1922) von Friedrich Wilhelm Murnau zu sehen. In Schlagende Wetter aus dem Jahr 1923 spielte er neben Liane Haidt. Er wirkte auch an Die Straße (D 1923) mit, der wie "Schlagende Wetter" von Karl Grune inszeniert wurde. Er war ein Sympathisant der Nationalsozialisten und an dem antisemitischen Propagandafilm "Jud Süss" (Regie: Veit Harlan, D 1940) beteiligt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmmuseum duesseldorf 250 1Ab Mittwoch, den 10. März 2021, hat das Filmmuseum Düsseldorf wieder geöffnet.

Dies geschieht aufgrund der Corona-Pandemie mit Einschränkungen und einem entsprechenden Hygienekonzept. Das Black Box-Kino bleibt weiterhin geschlossen.

Ein Besuch des Museums ist nur mit telefonischer Voranmeldung unter 0211/8992232 möglich; die Telefonzentrale ist zwischen 11:00 und 18:00 Uhr besetzt. mehr
Textquelle: Filmmuseum Düsseldorf; Foto: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 2Die Filmkomiker Harold Lloyd starb am 8. März 1971 in Beverly Hills (Kalifornien). Er wurde am 20. April 1893 in Burchard (Nebraska) geboren.

Lloyd gilt neben Charlie Chaplin und Buster Keaton als bedeutendster Komiker des amerikanischen Stummfilms. Sein bekanntester Streifen ist Ausgerechnet Wolkenkratzer! ("Safety Last") aus dem Jahr 1923. Lloyd war Gründungsmitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Er erhielt 1953 einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmblatt 73 74 cover 250Bei edition text + kritik ist im Februar 2021 der Sammelband "Ufa international. Ein deutscher Filmkonzern mit globalen Ambitionen"erschienen.

Die 454 Seiten starke Veröffentlichung geht auf eine gemeinsame Tagung von CineGraph Babelsberg e.V. und dem Berliner Zeughauskino zurück und wirft einen Blick auf die internationalen Aktivitäten des legendären deutschen Filmkonzerns.

Inhaltsverzeichnis als PDF lesen (Verlagsseite)
Vorwort als PDF lesen (Verlagsseite)

Das Buch stellt die internationalen Strategien und Aktivitäten der Ufa von ihrer Gründung 1917 bis in das Jahr 1962 in den Mittelpunkt und zeichnet ein neues, kritisches Bild des längst zu einem Mythos gewordenen Großkonzerns. Von den ausländischen Stars und den Geschäften in Lateinamerika und Asien schlägt "Ufa international" einen Bogen zur Vertreibung jüdischer Filmkünstler im Jahr 1933 bis zum "Nachleben" der Ufa nach 1945. (Preis € 39,00; ISBN 978-3-86916-873-9). mehr
Textquelle und Bild: CineGraph Babelsberg e.V./edition text + kritik

arte logo 250Lotte Eisner wurde am 05. März 1896 als Lotte Henriette Regina Eisner geboren. Sie starb am 25. November 1983 in Paris.

Lotte Eisner ist eine der interessantesten Frauenfiguren der deutsch-französischen Kulturgeschichte: Geboren in Berlin, hat sie als deutsch-jüdische Exilantin Pionierarbeit in der Cinémathèque française geleistet und die Entwicklung der Nouvelle Vague und des Neuen Deutschen Films bis zu ihrem Tod publizistisch begleitet. 

stephan graf von bothmer 250 2 birgit meixnerDer Stummfilmmusiker Stephan Graf von Bothmer vertont in einem Livestream am Samstag, den 06. März 2021, um 19:30 Uhr den amerikanischen Stummfilm "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" aus dem Jahr 1920.

John Barrymore ist in der ersten abendfüllenden Spielfilmadaption von Robert Louis Stevensons Erzählung (1886) in der Doppelrolle des Dr. Jekyll und Mr. Hyde zu sehen. An seiner Seite spielte die Stummfilmdiva Nita Naldi. Regie führte John S. Robertson.

Die Veranstalter, die den Stream kostenfrei zur Verfügung stellen, freuen sich über Spenden. Das Spendenkonto, die Zugangslinks und weitere Infos zum Event gibt es unter www.stummfilmkonzerte.de.
Foto: Birgit Meisner

Jetzt anmelden

dsp presse pic 250

Immer aktuell mit dem Newsletter von Stummfilm Magazin. mehr

Aktuelle Preisträger

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. Alle Infos zur Verleihung

Homemovie-Zeit

bauhaus film pic 250