Der deutsch-französische Kulturkanal ARTE zeigt am Montag, den 23. November 2015, um 23.35 Uhr Sternbergs "The Salvation Hunters".

Josef von Sternberg drehte The Salvation Hunters, seinen Debütfilm, im Jahr 1925. Die Musik bei der Ausstrahlung am 23.11.2015 stammt von dem amerikanischen Jazz-Pianisten Brad Mehldau. mehr

Am 16. November 1925, vor 90 Jahren, wurde Ewald André Dupons "Varieté" in Berlin im UFA Palast am Zoo uraufgeführt.

In dem seinerzeit an den Kinokassen ausgesprochen erfolgreichen Eifersuchtsdrama sind Emil Jannings, Maly Delschaft, Lya de Putti und Kurt Gerron zu sehen. An der "entfesselten Kamera" waren die legendären Kameramänner Karl Freund und Carl Hoffmann. Eine von der Murnau-Stiftung aufwändig rekonstruierte und restaurierte Fassung von Varieté wurde während der Berlinale 2015 erstmalig gezeigt. mehr

Der deutsch-französische Kulturkanal ARTE zeigt am Montag, den 16. November 2015, um 00.40 Uhr Raoul Walshs "Regeneration" aus dem Jahr 1915.

Die Musik, eine Neukomposition von Peter Reiter, wurde live am 16. Oktober 2015 in der Komischen Oper Berlin anlässlich der Veranstaltungsreihe "Kino Varieté" eingespielt. Walsh drehte "Regeration", den vermutlich ersten abendfüllenden Gangsterstreifen der Filmgeschichte, vor genau hundert Jahren in New York. mehr

Der deutsche Schauspieler und Regisseur Valy Arnheim starb vor 65 Jahren, am 11. November 1950, in Berlin. Er wurde als Valentin Appel am 08. Juni 1883 in Waldau (Sachsen-Anhalt) geboren.

Der Bühnenschauspieler und -regisseur war ab 1917 auch in der Filmbranche aktiv. So inszenierte er von 1918 bis 1926 viele Folgen eines Filmserials rund um den Detektiv Harry Hill, bei dem er zugleich auch Produzent und Hauptdarsteller war. In der Tonfilmzeit trat Arnheim zumeist nur noch in Nebenrollen in Erscheinung. mehr

Der deutsche Drehbuchautor und Schauspieler Hanns Kräly starb vor 65 Jahren, am 10. November 1950, in Los Angeles. Er wurde am 16. Juni 1884 in Hamburg geboren.

Kräly war als Drehbuchautor an zahlreichen Stummfilmproduktion des Regisseurs Ernst Lubitsch beteiligt, unter anderem an Carmen (1918), Ich möchte kein Mann sein (1918), Madame Dubarry (1919), Anna Boleyn (1920), Kohlhiesels Töchter (1920), Die Bergkatze (1921) und Das Weib des Pharao (1922).

1923 verließ er Deutschland und arbeitete in Hollywood weiterhin mit dem bereits 1922 ebenfalls in die USA emigrierten Lubitsch bis zum Ende der Stummfilmära zusammen. Kräly schrieb unter anderem auch die Drehbücher für die zwei Greta-Garbo-Filme Wilde Orchideen (Wild Orchids, 1929) und Der Kuß (The Kiss, 1929). Bei der Oscarverleihung 1938 war Kräly in der Kategorie "Beste Originalgeschichte" für den Film 100 Mann und ein Mädchen nominiert, ein letzter Höhepunkt in seiner Filmkarriere. mehr

Der Film "Die große Parade" wurde am 5. November 1925 in Los Angeles uraufgeführt.

Regisseur King Vidor drehte mit Die große Parade einen im Ersten Weltkrieg spielenden Antikriegsfilm. Er war an den Kinokassen einer der erfolgreichsten Stummfilme weltweit und wurde 1992 in das National Film Registry aufgenommen. mehr

Der österreichische Filmregisseur und Drehbuchautor Richard Oswald wurde am 5. November 1880 in Wien geboren. 

Mit seinen Filmen über Geschlechtskrankheiten, Homosexualität und Schwangerschaftsabbruch war Oswald ein Pionier des sogenannten Aufklärungs- bzw. Sittenfilms. Er drehte aber auch Unterhaltungsfilme wie den Gruselstreifen Unheimliche Geschichten (1919). Ab 1925 war er an der Nero-Film AG beteiligt, die unter anderem Georg Wilhelm Pabsts Die Büchse der Pandora (1929) und die Fritz-Lang-Tonfilmklassiker M (1931) und Das Testament des Dr. Mabuse  (1933) veröffentlichte. 1933 emigrierte er mit seiner Familie in die USA. Oswald starb am 11. September 1963 in Düsseldorf. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 07. November 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" den deutschen Stummfilm "Ihr dunkler Punkt".

Johannes Guter drehte den Streifen im Jahr 1928. Das seinerzeit überaus populäre Film-Traumpaar Lilian Harvey und Willy Fritsch stehen im Mittelpunkt der kriminalistisch angehauchten Handlung um gestohlene Juwelen und eine geheimnisvolle Doppelgängerin. An der Kinoorgel im Babylon spielt Anna Vavilkina. mehr

jannings stern berlin 250Der deutsch-französische Kulturkanal ARTE zeigt am Montag, den 09. November 2015, um 23.15 Uhr Murnaus "Tartüff" aus dem Jahr 1925.

Die Musik wurde live am 17. Oktober 2015 in der Komischen Oper Berlin anlässlich der Veranstaltungsreihe "Kino Varieté" eingespielt. Dabei konnte auf Teile der Originalkomposition von Giuseppe Becce zurückgegriffen werden, die von Detlev Glanert, einem der meistgespielten modernen Opernkomponisten, für Orchester adaptierte wurde. In der Komischen Oper dirigierte Stummfilmmusik-Spezialist Frank Strobel. mehr

Friedrich Wilhelm Murnau inszenierte mit Tartüff eine unterhaltsame Mischung aus Kostümfilm, Krimi und Komödie. In den Hauptrollen dieses Stummfilmklassikers des Weimarer Kinos sind Emil Jannings, Lil Dagover und Werner Kraus zu sehen. Der Titel und die Geschichte des Films beziehen sich auf das Theaterstück "Tartuffe" von Molière aus dem Jahr 1664.

Das Bild zeigt den Stern für Emil "Tartüff" Jannings auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

stephan graf von bothmer 250 1 birgit meixnerIm kukuun Club Hamburg wird am 05. November 2015 um 20.00 Uhr Fritz Langs Metropolis gezeigt. Der Film wird von Stephan Graf von Bothmer live am Flügel begleitet.

Der aufwändige Science-Fiction-Film wurde am 10. Januar 1927 in Berlin uraufgeführt und ist einer der teuersten Filme seiner Zeit. Das herausragende Werk der Filmgeschichte ist ein Klassiker des deutschen Expressionismus. Auch heute noch übt der Film Einfluss auf Filmschaffende aus und ist Gegenstand von filmhistorischen Anlaysen.

Als erster Film weltweit wurde "Metropolis" in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. In den Hauptrollen sind Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George zu sehen. mehr

Stephan Graf von Bothmer wird Fritz Langs Meisterwerk am Flügel vertonen. Foto: Birgit Meixner

skladanowski stern berlin 250Am 01. November 1895 führten Max und Emil Skladanowsky im Wintergarten Berlin erstmalig in Deutschland kurze Filmsequenzen vor einem zahlenden Publikum vor. Das Projektionsgerät, Bioscop genannt, war von den Brüdern selbst entwickelt worden.

Die Filme zeigten unter anderem ein boxendes Känguru und einen Serpentinentanz. Wim Wenders drehte 1995 mit Studenten der HFF München den Stummfilm "Die Gebrüder Skladanowsky" als Hommage an die filmhistorische Pionierleistung.

Das Bild zeigt den Stern für Max Skladanowsky auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Der französische Filmkomiker Max Linder, geboren am 16. Dezember 1883 in Saint-Loubès als Gabriel-Maximilien Leuvielle, gilt als erster internationaler Leinwandstar der Kinogeschichte.

Er schuf die Filmfigur des eleganten, mitunter etwas überdrehten Max, der in vielen seiner Filme in grotesk-komische Situationen verwickelt wird. Linder drehte auch in den USA und hatte mit seinen Streifen deutlichen Einfluss auf die künstlerische Arbeit von Charles Chaplin und andere amerikanische Filmkomiker.

Max Linder starb am 31. Oktober 1925 in Paris; nach seinem Tod geriet er rasch in Vergessenheit. Aufgrund von Recherchearbeiten und Filmdokumentationen seiner Tochter Maud Linder in den 1960er-Jahren, und der darauf einsetzenden filmhistorischen Beschäftigung mit Linder, wird sein enormer Einfluss auf die Entwicklung der Filmgeschichte, und hier insbesondere der Filmkomödie, immer augenfälliger. mehr

Die Veranstaltungsreihe „Beat The Silence“ präsentiert auch bei seiner zweiten Ausgabe vom 12. bis 15. November 2015 moderne Stummfilmvertonungen zwischen Pop, Experimentell und Clubkultur.

Veranstaltungsort ist das Black Box Kino im Filmmuseum Düsseldorf. Neben Filmklassikern sind auch aktuelle Formen visueller Kunst angekündigt. Gezeigt werden unter anderem Ballet Mécanique (Regie: Fernand Léger und Dudley Murphy, Frankreich 1924), Ein Sechstel der Erde (Regie: Dziga Vertov, UdSSR 1926) und Nosferatu (Regie: F. W. Murnau, Deutschland 1922). Alle Programminformationen hier

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 31. Oktober 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" Lilian Harvey in "Adieu, Mascotte".

Wilhelm Thiele drehte die unterhaltsame Liebeskomödie im Jahr 1929. Neben dem damaligen Publikumsliebling Lilian Harvey sind Igo Sym, Marietta Millner, Julius Falkenstein, Hubert von Meyerinck, Oskar Sima und Harry Halm auf der Leinwand zu sehen. Adieu, Maskotte wurde am 02. August 1929 in Berlin im Kino "Universum" am Lehniner Platz uraufgeführt und am 28. April 1930 in einer Tonfassung erneut in die Kinos gebracht. An der Kinoorgel im Babylon spielt Anna Vavilkina. mehr

Das Kino in der Brotfabrik Berlin zeigt anlässlich der Ausstellung "Tanz auf dem Vulkan" die Reihe „Berlin im Stummfilm“.

Gezeigt wird am 02. November 2015 das Sozialdrama Menschen untereinander (1926) von Gerhard Lamprecht, am 09. November 2015 Abwege (1928) von G. W. Pabst, am 16. November 2015 Asphalt (1929) von Joe May und am 23. November 2014 Mutter Krausens Fahrt ins Glück (1929) von Phil Jutzi. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. mehr

Die Ausstellung "Tanz auf dem Vulkan - das Berlin der zwanziger Jahre im Spiegel der Künste", die auch Materialien aus der Filmgeschichte dieser Zeit berücksichtigt, ist noch bis zum 31. Januar 2015 im Ephraim-Palais in Berlin zu sehen. mehr

Neuerscheinung

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Am 27. Juni 2022 erscheint "Der Mann, der lacht" (1928) als Collector’s Edition bei Wicked Vision. mehr

Spendenaktion

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Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d

Jubiläum

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Ein "unsterblicher" Horrorfilm ist 100. mehr

Berlin

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Mit einer Sonderausstellung bis 04. Juli 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr