filmspule bunt 250 2Der deutsche Kabarettist, Schriftsteller, Radio- und Synchronsprecher Hanns Dieter Hüsch starb am 06. Dezember 2005 im nordrhein-westfälischen Werfen.

Vielen Fernsehzuschauer*innen ist Hüsch auch heute noch als Off-Sprecher der TV-Serie Väter der Klamotte bekannt: Er legte Stummfilmstars wie Stan Laurel, Oliver Hardy, Die kleinen Strolche und Pat & Patachon amüsante Texte in den Mund und machte so aus den Stummfilmen Talkies. Hüsch wurde am 06. Mai 1925 in Moers geboren. mehr

Buchtipp: "Es darf gelacht werden – Von Männern ohne Nerven und Vätern der Klamotte: Lexikon der Slapstick-Serien im deutschen Fernsehen Ost und West" von Norbert Aping. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

lang stern berlin 250"Metropolis", "M - eine Stadt sucht einen Mörder", "Dr. Mabuse, der Spieler" und "Die Nibelungen": Filmregisseur Fritz Lang, der am 05. Dezember 1890 in Wien geboren wurde, gehört zu den Meisterregisseuren des deutschen und internationalen Kinos.

Er war auch als Drehbuchautor (Das indische Grabmal, 1921, Regie: Joe May) und Schauspieler tätig. Sein 1927 mit enormen Aufwand vor allem in Babelsberg gedrehter monumentaler Science-Fiction-Film Metropolis, der wie kaum ein anderer Film für das internationale Stummfilmerbe steht, wurde als erster Film weltweit in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Lang starb am 02. August 1976 in Beverly Hills. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Fritz
Lang auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250Der deutsche Filmregisseur Manfred Noa starb am 05. Dezember 1930 in Berlin. 

Heute ist er vor allem durch die zwei aufwändigen Ausstattungsfilme Nathan der Weise (D 1922), eine Literaturverfilmung nach dem Theaterstück von Gotthold Ephraim Lessing, und Helena (D 1924), ein zweiteiliger Monumentalfilm nach Motiven griechischer Sagen, bekannt. Beide Werke sind als DVD bei der Edition Filmmuseum erschienen. Manfred Noa wurde am 22. März 1893 in Berlin geboren. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Am 03. Dezember 1920 wurde "Anna Boleyn" in Weimar uraufgeführt.

"Anna Boleyn" ist ein üppiger Ausstattungsfilm voller Schauwerte in Bauten und Kostüm. Dennoch gelingt es Regisseur Ernst Lubitsch trotz all der Opulenz, auch die intimen Momente der Handlung gebührend herauszustellen. Die menschliche Komponente ruht vor allem auf den Schultern der zwei profilierten Hauptdarsteller: Emil Jannings spielt nicht, er ist Heinrich VIII, und Henny Porten bietet den nötigen Widerpart. Flankiert wird ihr Spiel von einer Garde bewährter, großartiger Charakterdarsteller.

Autor Arndt Pawelczik stellt für die Stummfilm Magazin-Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik "Anna Boleyn" vor. Hier geht es zur Filmbesprechung.

history 2 2020 cover 250 Der expressionistische Horrorfilm "Das Cabinet des Dr. Caligari" hatte im Februar 1920 im Berliner Kino "Marmorhaus" seine Uraufführung – vor hundert Jahren.

Für die Schauspieler*innen Conrad Veidt, Lil Dagover und Werner Krauß war der Film ein Karriere-Katalysator. Für den jungen, aufstrebenden Schauspieler Hans Heinrich von Twardowski, der in einer prominenten Nebenrolle mit von der Partie war, erfüllte sich nicht der Traum von der großen Leinwandkarriere. Stummfilm Magazin-Herausgeber Frank Hoyer würdigt den fast vergessenen Schauspieler.

Tipp: Viele weiter Infos zu "Das Cabinet des Dr. Caligari", der als ein Schlüsselwerk des deutschen Films gilt und zu den bedeutendsten Kinowerken der Filmgeschichte gehört, findet man hier.
Bild: Stummfilm Magazin

cinefest logo 250Im Nachgang zum diesjährigen cinefest, das am 22. November 2020 seine Pforten schloss, gibt es die Möglichkeit, einige der Festivalfilme, die Eröffnung und die Filmeinführungen zeitlich begrenzt online anzuschauen.

Abrufbar ist unter anderem der letzte niederländische Stummfilm, das Sozialdrama "Zeemansvrouwen" von 1929/30. Als Tonfilm geplant, kam er aufgrund von technischen Schwierigkeiten als Stummfilm in die damaligen Kinos. Online ist nun eine Simulation der Tonfilmfassung.

Alle Filme des Festivals, das komplett online durchgeführt wurde und unter dem Thema "Kino, Krieg und Tulpen. Deutsch-Niederländische Filmbeziehungen" stand, werden im reichbebilderten Festivalkatalog vorgestellt (erhältlich über die cinefest-Website). Im Herbst 2021 erscheint dann bei der edition text+kritik das Buch zum Filmhistorischen Kongress, der parallel zum Cinefest stattfand und das Festivalthema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtete. mehr
Bild: cinefest

filmspule bunt 250 1Der Regisseur, Produzent und Schauspieler Friedrich Zelnik starb am 29. November 1950 in London.

Sein heute wohl bekanntestes Regiewerk aus Stummfilmtagen ist die Verfilmung von Gerhart Hauptmanns gleichnamigen Theaterstück Die Weber (D1927) mit Paul Wegener, Theodor Loos und Wilhelm Dieterle. 1933 emigrierte Friedrich Zelnik mit seiner Frau, der Schauspielerin Lya Mara, aus Nazideutschland und war ab dann vor allem in den Niederlanden und England tätig. Er wurde am 17. Mai 1885 in Czernowitz (Ukraine) geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250Die österreichische Schauspielerin Liane Haid starb am 28. November 2000 in Wabern bei Bern. Sie wurde am 16. August 1895 in Wien geboren.

Ihre Filmkarriere startete 1915 unter dem Regiseur Jakob Fleck. Richard Oswald besetzte sie 1921 für die Titelrolle in "Lady Hamilton" an der Seite von Conrad Veidt, Werner Kraus und Reinhold Schünzel; der Film machte sie zum Star. 1923 brillierte sie in "Schlagende Wetter" von Karl Grune. In der Tonfilmzeit konnte sie ihre Karriere fortsetzen. Mit dem Filmband in Gold wurde sie 1969 geehrt. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250Die österreichische Stummfilmschauspielerin Mia May starb am 28. November 1980 in Hollywood. Sie wurde am 02. Juni 1884 unter dem Namen Hermine Pfleger in Wien geboren.

Unter der Regie und in Filmproduktionen ihres Mannes Joe May wurde sie zur populären Filmdiva aufgebaut. Sie spielte die Hauptrollen in aufwändigen Unterhaltungsfilme wie dem achtteiligen Serial Die Herrin der Welt (D 1919) und dem Zweiteiler Das indische Grabmal (D 1921). 1933 emigrierte sie mit ihrem Mann in die USA. mehr

filmklappe blau 250 bunt ohne soundAm 27. November 1920 wurde in New York City der Mantel-und-Degen-Film "The Mark of Zorro" uraufgeführt.

Die erste Produktion des Filmstudios "United Artists" war ein großer Erfolg an den Kinokassen und machte den Schauspieler Douglas Fairbanks sen. zum Hollywoodstar. An seiner Seite sind Noah Beery, Charles Hill Mailes und Marguerite De La Motte zu sehen. Der Film entstand nach dem Fortsetzungsroman "The Curse of Capistrano" von Johnston McCulley. Regie führte Fred Niblo. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

computer maus 250 11Der Verein "Köln im Film" hat seine Internetseite runderneuert und bietet in modernem Design einen umfassenden Überblick über die Filmgeschichte der Domstadt.

Neben Informationen zu Filmen, Filmschaffenden und Kinos gibt es in einer Mediathek viele Filmperlen zu entdecken, darunter auch bewegte Bilder von Köln aus der Frühzeit des Films. So kann man "Am Kölner Dom nach dem Hauptgottesdienst" verweilen sowie den "Feierabend in einer Kölner Fabrik" und die "Ankunft eines Eisenbahnzuges" anschauen.

Köln im Film e.V. gibt es seit 2013. Der Verein widmet sich der Erforschung und Präsentation der Kölner Kino- und Filmgeschichte und hat in den letzten Jahren immer wieder Film(ausschnitt)e entdeckt und zugänglich gemacht, die die Geschichte der Stadt weiter erhellen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen bunt 10 250Rudolf Klein-Rogge, geboren als Friedrich Rudolf Klein-Rogge am 24. November 1885 in Köln und gestorben am 29. Mai 1955 im österreichischen Wetzelsdorf, war ein deutscher Schauspieler.

Legendär ist Klein-Rogges Darstellung als Wisschenschaftler Rotwang in Metropolis (D 1927), wie er einen künstlichen Menschen erschafft. Auch als Dr. Mabuse kam er, ebenfalls unter der Regie von Fritz Lang, zum Einsatz. Klein-Rogge war unter anderem mit der Drehbuchautorin Thea von Harbou verheiratet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen bunt 10 250Der deutsche Schauspieler und Schriftsteller Walter Rilla starb am 21. November 1980 in Rosenheim.

In der Stummfilmzeit war er unter anderem in Friedrich Wilhelm Murnaus Die Finanzen des Großherzogs, Paul Czinners Der Geiger von Florenz und Robert Lands Prinzession Olala zu sehen. Zu seinen Filmpartner*innen gehörten Marlene Dietrich, Hans Albers, Elisabeth Bergner, Conrad Veidt und Harry Liedtke.

Nach seiner Emigration aus Nazi-Deutschland konnte er sich auch in England als Darsteller etablieren. Ab den 1950er-Jahren war er erneut in Deutschland aktiv und etwa in "Edgar Wallace"- und "Dr. Mabuse"-Filmen zu sehen. 1966 wurde Rilla mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet. Er wurde am 22. August 1894 in Neunkirchen/Saar geboren. mehr
Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250 buntVom 26. bis 29. November 2020 ist auf dem Vimeo-Channel des Filmmuseums München Geschlecht in Fesseln (D 1928) zu sehen.

Der Sitten- und Aufklärungsfilm hat als Untertitel "Sexualnot der Gefangenen", der programmatisch für die seinerzeit pikante Handlung steht. Wilhelm Dieterle, der sich nach seiner Übersiedlung in die USA William Dieterle nannte und dort einer der profiliertesten Hollywood-Regisseure seiner Zeit wurde, führte nicht nur die Regie bei "Geschlecht in Fesseln", sondern war auch einer der Hauptdarsteller. Neben ihm sind Gunnar Tolnæs, Mary Johnson, Paul Henckels und Hans Heinrich von Twardowski auf der Leinwand bzw. dem Bildschirm zu sehen.

Die Restaurierung des Filmmuseums München wird mit einer eingespielten Musik von Joachim Bärenz präsentiert. Hier geht es zum Vimeo-Channel: https://vimeo.com/filmmuseummuenchen
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Der Berliner Kurier stellt in der Reihe "100 Jahre Weltstadt Berlin" fünf Frauen vor, "die Berlin bewegten". Darunter ist auch die Schauspielerin Brigitte Helm, die als "Maschinenweib" in Fritz Langs "Metropolis" (D 1927) zur Filmikone wurde. mehr

♦ Einen Rückblick auf die Online-Livebegleitung von "Panzerkreuzer Potemkin" am 09.11.2020 durch Stephan Graf von Bothmer findet man hier.

♦ Über "Berlins fast vergessene Filmstadt", die "Johannisthaler Filmanstalten", berichtet das neue deutschland. Foto: Stummfilm Magazin

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