Sergei Eisensteins Meisterwerk "Panzerkreuzer Potemkin" wurde am 21. Dezember 1925 (anderen Quellen berichten vom 24.12.2015) im Bolschoi-Theater Moskau als offizieller Jubiläumsfilm zur Feier der Russischen Revolution (1905) uraufgeführt.

"Panzerkreuzer Potemkin" wird bei Umfragen unter Filmkritikern immer wieder unter die bedeutensten zehn Filme der Kinogeschichte gewählt. Legendär ist die Szene eines Massakers auf der Treppe zum Hafen von Odessa, die durch ihren virtuosen, rythmischen Schnitt beeindruckt. Der Stummfilmklassiker hat Generationen von Filmemachern beeinflusst hat und ist Gegenstand ungezählter filmwissenschaftlicher Abhandlungen. mehr mehr

Der amerikanischer Schriftsteller F. Scott Fitzgerald starb vor 75 Jahren, am 21. Dezember 1940, in Hollywood. Er wurde am 24. September 1896 in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota geboren.

Sein Roman "The Great Gatsby" (Der große Gatsby) aus dem Jahr 1925 wurde unter der Regie von Herbert Brenon mit Warner Baxter und William Powell schon 1926 verfilmt; das Buch gilt als einer der bedeutensten amerikanischen Romane. Zudem war er in der Stummfilmzeit an den Produktionen "A Chorus Girl’s Romance" (1920), "The Husband Hunter" (1920) und "The Beautiful and the Damned" (1922) beteiligt. mehr

filmmuseum piv 250Das Black-Box-Kino im Filmmuseum Düsseldorf zeigt am Sonntag, den 20. Dezember 2015, um 15 Uhr Filmkomiker Buster Keaton in College.

Regisseur James W. Horne drehte die Sportparodie mit dem deutschen Verleihtitel Der Musterschüler im Jahr 1927. An der Welte-Kinoorgel in der Black Box spielt Otto Maria Krämer.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Sonntag, den 20. Dezember 2015, um 16.00 Uhr den Scherenschnittfilm "Die Abenteuer des Prinzen Achmed".

Animationsfilmerin Reiniger schuf im Jahr 1926 mit Die Abenteuer des Prinzen Achmed den weltweit ältesten noch erhaltenen Trickfilm in Spielfilmlänge. Der fantasie- und liebevoll gestaltete Märchengeschichte in Silhouettentechnik entstand unter Mitwirkung von Walter Ruttmann, Berthold Bartosch, Alexander Kardan und Carl Koch. Das Filmmuseum Düsseldorf zeigt in seiner ständigen Ausstellung Exponate aus dem Nachlass Reinigers. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 19. Dezember 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" Frank Lloyds "Oliver Twist".

Die atmosphärisch dichte Verfilmung von Charles Dickens Gesellschaftsroman stammt aus dem Jahr 1922. In der Titelrolle ist Jackie Coogan zu sehen. Fagin, der "Boss der Diebe",  wird von Lon Chaney sen. gespielt. Anna Vavilkina begleitet Oliver Twist live an der Philips-Kinoorgel. mehr

Zwei Stummfilme aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung sind vor Kurzem auf DVD erschienen.

Es handelt sich dabei um die fast vollständig wiederhergestellte Ufa-Großproduktion Zur Chronik von Grieshuus aus dem Jahr 1925 (Regie: Arthur von Gerlach) und Die Frau nach der man sich sehnt von 1929 (Regie: Kurt Bernhardt) mit der damals 28-jährigen Marlene Dietrich. Zu beiden Filmen gibt es Bonusmaterial. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 12. Dezember 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" Lilian Harvey in Die tolle Lola.

Richard Eichberg drehte die unterhaltsame Liebeskomödie im Jahr 1927. Neben Publikumsliebling Lilian Harvey sind Harry Halm, Hans Junkermann, und Julia Serda auf der Leinwand zu sehen. An der Kinoorgel im Babylon spielt Anna Vavilkina. mehr

Der deutsche Kabarettist, Schriftsteller, Radio- und Synchronsprecher Hanns Dieter Hüsch starb vor 10 Jahren, am 06. Dezember 2005, in Werfen (Nordrhein-Westfalen).

Vielen Fernsehzuschauern ist Hüsch auch heute noch als Off-Sprecher der TV-Serie Väter der Klamotte bekannt: Er legte Stummfilmstars wie Stan Laurel, Oliver Hardy, Die kleinen Strolche und Pat & Patachon amüsante Texte in den Mund und machte so aus den Stummfilmen Talkies. Hüsch wurde am 06. Mai 1925 in Moers (Nordrhein-Westfalen) geboren. mehr

lang stern berlin 250"Metropolis", "M - eine Stadt sucht einen Mörder", "Dr. Mabuse, der Spieler" und "Die Nibelungen": Filmregisseur Fritz Lang, der am 05. Dezember 1890 in Wien geboren wurde, gehört zu den Meisterregisseuren des deutschen und internationalen Kinos.

Er war auch als Drehbuchautor (Das indische Grabmal, 1921, Regie: Joe May) und Schauspieler tätig. Sein 1927 mit enormen Aufwand vor allem in Babelsberg gedrehter monumentaler Science-Fiction-Film Metropolis, der wie kaum ein anderer Film für das internationale Stummfilmerbe steht, wurde als erster Film weltweit in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Lang starb am 02. August 1976 in Beverly Hills. mehr

Das Bild zeigt den Stern für Fritz Lang auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Das Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main zeigt am Sonntag, den 06. Dezember 2015, um 17.00 Uhr "Cainà – Die Insel und der Kontinent".

Der Italienische Stummfilm "Cainà – Die Insel und der Kontinent" wurde 1922 von Gennaro Righelli auf Sardinien gedreht. Es spielen Maria Jacobini, Carlo Benedetti, Ida Carloni Talli und Eugenio Duse. Der Film galt lange als verschollen bis im Jahr 1992 in Prag eine Kopie gefunden wurde. Es wird eine 35mm-Kopie des mittlerweile restaurierten Films mit Untertiteln gezeigt. Am Klavier spielt Uwe Oberg. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 05. Dezember 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" den deutschen Stummfilm "Die keusche Susanne".

Richard Eichberg drehte den amüsanten Streifen im Jahr 1926. Neben den Publikumslieblingen Lilian Harvey und Willy Fritsch spielen unter anderem Hans Junkermann, Lydia Pontechina, Werner Fuetterer und Otto Wallburg. Anna Vavilkina begleitet Die keusche Susanne live an der Kinoorgel. mehr

filmstreifen 04 250Die österreichische Stummfilmschauspielerin Mia May starb vor 35 Jahre, am 28. November 1980, in Hollywood. Sie wurde am 02. Juni 1884 unter dem Namen Hermine Pfleger in Wien geboren.

Unter der Regie und in Filmproduktionen ihres Mannes Joe May wurde sie zur populären Filmdiva aufgebaut. Sie spielte die Hauptrollen in aufwändigen Unterhaltungsfilme wie dem achtteilige Serial Die Herrin der Welt (D 1919) und dem Zweiteiler Das indische Grabmal (D 1921). 1933 emigrierte sie mit ihrem Mann in die USA. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

Die österreichische Schauspielerin Liane Haid starb am 28. November 2000, mit 105 Jahren, in Wabern bei Bern. Sie wurde am 16. August 1895 in Wien geboren.

Ihre Filmkarriere startete 1915 unter dem Regiseur Jakob Fleck. Richard Oswald besetzte sie 1921 für die Titelrolle in "Lady Hamilton" an der Seite von Conrad Veidt, Werner Kraus und Reinhold Schünzel; der Film machte sie zum Star. 1923 brillierte sie in "Schlagende Wetter" von Karl Grune. Mit dem Filmband in Gold wurde sie 1969 geehrt. mehr

Phonograph, Grammophon und Kinematograph: Stummfilme waren nur selten wirklich stumm. Bereits seit den Anfängen des Films gab es Bemühungen um eine akustische Begleitkulisse. Anlässlich der Biennale für Moderne Musik präsentiert das Musikarchiv des Deutschen Filminstituts einige seiner Schätze aus der Stummfilmzeit als Projektion.

Vom 26. bis 29. November 2015 macht diese in der Goldhalle des Hessischen Rundfunk sowie im Foyer der Alten Oper die Ära anhand von Originalpartituren, historischen Kinoprogrammen sowie zahlreichen Hörbeispielen audiovisuell lebendig. Ergänzend werden restaurierte Tonbilder aus dem Filmarchiv des Deutschen Filminstituts gezeigt. Die Projektion kann von den Besuchern über ein Tablet gestartet werden. Die Praktiken der Stummfilmmusik variierten abhängig von den finanziellen Kapazitäten und dem Interesse des jeweiligen Kinobesitzers sowie dem Können und Repertoire der Musiker. Ebenso variabel war das Instrumentarium im Stummfilmkino: neben Pianisten, Harmoniumspielern und Orchestern kamen auch mechanische Instrumente wie Orchestrien, selbstspielende Klaviere und Grammophone zum Einsatz.

Apparaturen wie das Kinetophon ermöglichten bereits 1895 das synchrone Erklingen von Ton zu Bildern. Aufgrund ihres rhythmischen Charakters wurden vielfach Marsch- oder Tanzszenen mit Musik unterlegt. Weitere Synchronisationsmechanismen zielten auf die Verbindung von Film und Oper ab. Einer der frühesten Versuche hierzu sind die Tonbilder: abgefilmte Musikdarbietungen und synchron dazu erklingender Ton vom Phonographen oder Grammophon. Die Termine:
Donnerstag, 26. November, 18.30 – 22:30 Uhr (Foyer der Alten Oper Frankfurt)
Freitag, 27. November, 14 – 21:30 Uhr (Goldhalle im Hessischen Rundfunk, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt)
Samstag, 28. November, 10 – 13:30 Uhr (Goldhalle im Hessischen Rundfunk, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt)
Sonntag, 29. November, 15 – 18 Uhr (Goldhalle im Hessischen Rundfunk, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt)
mehr (Quelle: Pressemitteilung Deutsches Filminstitut/Deutsches Filmmuseum)

Rudolf Klein-Rogge, geboren als Friedrich Rudolf Klein-Rogge am 24. November 1885 in Köln und gestorben am 29. Mai 1955 im österreichischen Wetzelsdorf, war ein deutscher Schauspieler der 1920er- und 1930er-Jahre.

Legendär ist Klein-Rogges Darstellung als Wisschenschaftler Rotwang in "Metropolis", wie er das sogenannte Maschinenweib erschafft. Auch als Dr. Mabuse kam er, ebenfalls unter der Regie von Fritz Lang, zum Einsatz. Klein-Rogge war mit der Drehbuchautorin Thea von Harbou verheiratet. mehr

Neuerscheinung

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Am 27. Juni 2022 erscheint "Der Mann, der lacht" (1928) als Collector’s Edition bei Wicked Vision. mehr

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Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d

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Mit einer Sonderausstellung bis 04. Juli 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr