Im Rahmen des Architektursommers Rhein-Main wird die von der Murnau-Stiftung aufwändig restaurierte Fassung von Metropolis am 25. September um 20:45 Uhr gezeigt.

"Metropolis" wurde von Regisseur Fritz Lang in den Jahren 1925 und 1926 in Deutschland gedreht und ist einer der teuersten Filme seiner Zeit. Das herausragende Werk der Filmgeschichte ist ein Klassiker des deutschen Expressionismus. Auch heute noch übt der Film Einfluss auf Filmschaffende aus und ist Gegenstand von filmhistorischen Anlaysen. Als erster Film weltweit wurde "Metropolis" in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Es spielen Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George. Die bislang vollständigste, aufwändig restaurierte Fassung des monumentalen Stummfilms "Metropolis" am 12. Februar im Rahmen der Berlinale 2010 im Friedrichstadtpalast und in der Alten Oper Frankfurt zeitgleich aufgeführt. Die vielbeachtete Neuveröffentlichung ist durch einen spektakulären Kopienfund in Buenos Aires im Jahr 2008 möglich geworden; anhand dieser 16mm-Filmrollen konnte "Metropolis" restauriert und so seiner Uraufführungsfassung angenähert werden.

Sebastian Schnurr von der Murnau-Stiftung gibt am 25.09.2015 eine Einführung in das Werk. Die Vorstellungen beim Architektursommer, der vom 20. bis 26. September 2015 verantaltet wird, finden open-air am Rheinufer auf dem Kies-Menz Gelände (Wiesbaden/Mainz-Kastell) statt. Der Eintritt ist frei. mehr

Greta Garbo wurde vor 110 Jahren, am 18. September 1905, in Stockholm als Greta Lovisa Gustafsson geboren. Die Filmschauspielerin ist eine Ikone des internationalen Films.

Neben ihren legendären Hollywoodklassikern wie "Anna Karenina" (1927), "Mata Hari" (1931) und "Ninotschka" (1939) dreht Garbo in Deutschland an der Seite von Asta Nielsen den berühmten Stummfilm Die freudlose Gasse (1925) unter der Regie von G.W. Pabst. Bei der Oscarverleihung 1955 wurde sie mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet. Greta Garbo starb am 15. April 1990 in New York. mehr

Der Filmpionier Louis Aimé Augustin Le Prince verschwand am 16. September 1890, vor 125 Jahren, auf unerklärliche Weise mutmaßlich vor oder während einer Zugfahrt von Dijon nach Paris.

Er machte im Jahr 1888 mit "Roundhay Garden Scene" den ersten mit einer Filmkamera gedrehten Film der Geschichte. Louis Le Prince wurde am 28. August 1842 in Metz geboren. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 19. September 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" das Sozialdrama "Die Verrufenen".

Regisseur Gerhard Lamprecht, der ab 1963 erster Direktor der Deutschen Kinemathek in Berlin war, drehte den Film im Jahr 1925 und ließ sich während der Produktion von Heinrich Zille beraten. In Haupt- und Nebenrollen sind Aud Egede-Nissen, Bernhard Goetzke, Mady Christians, Arthur Bergen und Frigga Braut zu sehen. Live begleitet wird Die Verrufenen, dessen Handlung auf einen authentischen Fall zurückgeht, am 19.09.2015 von Anna Vavilkina an der Kinoorgel. mehr

Der deutsche Schauspieler Carl de Vogt wurde vor 130 Jahren, am 14. September 1885, in Köln geboren.

Er spielte unter anderem in dem Fritz-Lang-Zweiteiler Die Spinnen (1919/1920), Manfred Noas Nathan der Weise (1922) und Karl Grunes Schlagende Wetter (1923). Aufgrund seiner NSDAP- und SA-Mitgliedschaften erhielt de Vogt nach 1945 zeitweise Berufsverbot. Seine letzte Rolle spiele er in dem Bryon-Edgar-Wallace-Krimi Der Würger von Schloss Blackmoor (1963). Er starb am 16. Februar 1970 in Berlin.  mehr

filmmuseum piv 250Das Filmmuseum Düsseldorf präsentiert in seinem Black-Box-Kino von September bis Dezember 2015 ein hochkarätiges Stummfilmprogramm mit live Musikbegleitetung.

Am 26. September wird um 20.00 Uhr G. W. Pabsts Die Büchse der Pandora mit Louise Brooks in der Hauptrolle gezeigt. Die Vorführung findet im Rahmen des Internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals statt. An der Welte-Kinoorgel spielt Matthias Haarmann.

Am 31. Oktober ist dann ab 20.00 Uhr Robert Wienes Das Cabinet des Dr. Caligari aus dem Jahr 1919 in der Black Box geöffnet. Die zwei französischen Kurzfilme Emak Bakia von Man Ray und Ballet Mecaniqué von Fernand Legér und Dudley Murphy werden am 12. November um 20.00 Uhr auf der Leinwand zu sehen sein. Ein Kurzfilmprogramm unter dem Titel "Staub und Kratzer" steht am 13. November 2015 um 20.00 Uhr auf dem Programm. 1926 entstand der russische Film "Ein Sechstel der Erde" von Dziga Wertow, der einen Tag später, am 14. November 2015, um 20.00 Uhr zur Aufführung kommt. Um 22.15 Uhr ist dann am gleichen Abend und an gleicher Stelle Munraus Nosferatu wieder am Spuken.

Zum Abschluss der Filmreihe im Düsseldorfer Filmmuseum wird Buster Keaton in College am 20. Dezember ab 15.00 Uhr für Unterhaltung sorgen. Das Programm kann hier als PDF angeschaut werden.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

"Tartüff" in der Komischen Oper Berlin: Friedrich Wilhelm Murnaus Klassiker ist am Samstag, den 17. Oktober, um 19:30 Uhr als Stummfilmkonzert zu erleben. Begleitet wird der Film von Giuseppe Becces Originalfilmmusik, neu orchestriert und bearbeitet von Detlev Glanert, einem der meistgespielten zeitgenössischen Komponisten.

Aktuelle Nachrichten aus dem Jahr 1925, kurze Werbe- und Kulturfilme sowie Musik- und Tanznummern aus diversen Offenbach-Operetten stimmen im Vorprogramm auf den Hauptfilm ein. In Tartüff, basierend auf der gleichnamigen Gesellschaftskomödie von Molière, versucht eine gierige Haushälterin, das Erbe ihres alternden Hausherrn zu erschleichen. Dessen Enkel gelingt es, als Betreiber eines Wanderkinos verkleidet, das Intrigenspiel der Haushälterin zu vereiteln.

Die Tartüff"-Vorstellung gehört zu der Reihe „Kino Varieté“, mit der Stummfilm als multimediales Gesamterlebnis präsentiert wird. Am 16. und 17. Oktober präsentiert die Komische Oper Berlin in Kooperation mit ZDF/arte den Stummfilm so, wie er das große Publikum in den 1910er und 20er Jahren in die Kinos zog: als wilden, revueartigen Mix aus Wochenschauen, kurzen Reiseberichten, Werbe-, Kultur- und Spielfilmen und live dargebotenen Tanz-, Gesangs- und Musikeinlagen. Die beiden Abende orientieren sich in ihrer Dramaturgie an den heute mitunter kurios wirkenden Abfolgen der damaligen Kino-Revuen und versetzen sie zugleich durch neukomponierte Filmmusiken und Liveauftritte von Künstlern der Komischen Oper Berlin ins Heute. Im Zentrum steht jeweils ein ca. 70-minütiger Hauptfilm. Stummfilmkino als lebende Juke-Box! Karten für Raoul Walshs Regeneration (1915), einem der ersten abendfüllenden Gangsterstreifen der Filmgeischte, am Freitag, den 16. Oktober, sowie "Tartüff" am Samstag, den 17. Oktober, sind online erhältlich. (Textquelle: Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung) mehr

Am Samstag, den 12. September 2015, um 20 Uhr sind die "Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino" zu Gast beim Beethovenfest Bonn. Seit 2011 kooperieren beide Festivals und präsentieren alljährlich im Rahmenprogramm des Beethovenfests ein Stummfilmkonzert in der Post Tower Lounge.

In diesem Jahr ist mit Joachim Bärenz einer der dienstältesten Stummfilmpianisten Deutschlands beim Beethovenfest zu erleben. Seit über 45 Jahren begleitet er Stummfilme und trat auf zahlreichen Stummfilmfestivals in der ganzen Welt auf. Joachim Bärenz gilt als brillanter Improvisator, bearbeitet aber auch Originalkompositionen und setzt zeitgenössische Motivkompilationen ein. Zudem war er lange Zeit Pianist in der Tanzabteilung der Folkwang Hochschule, wo er unter anderem mit Pina Bausch zusammenarbeitete. Für seine Verdienste um die Stummfilmvertonung erhielt er 2003 den Preis der Filmkritik. 2013 wurde er bei den Internationalen Stummfilmtagen für seine Begleitung des Films Ehegeschichten, in der er laut Jury „Zitate aus allen Bereichen der Musikgeschichte integriert, die er in einem lebendigen musikalischen und improvisatorischen Prozess bestechend vielseitig variiert“ hatte, mit dem 2. Preis des vom Beethovenfest gestifteten Ad-Hoc-Livemusikpreis ausgezeichnet.

In der Post Tower Lounge wird Joachim Bärenz den Eröffnungsfilm des diesjährigen Bonner Sommerkinos, Varieté von Ewald André Dupont, am Flügel begleiten. Das digital restaurierte Drama aus dem Jahr 1925 über einen Trapezartisten, der wegen einer verführerischen jungen Tänzerin Frau und Kind verlässt, fesselte das Publikum der Stummfilmtage sowohl mit seinen spektakulären Kamerafahrten wie auch mit dem differenzierten Spiel der Darsteller, allen voran des Protagonisten Emil Jannings, der als einziger deutscher Schauspieler jemals den Oscar als bester Hauptdarsteller gewann.

Durch die Aufführung von "Varieté" mit der Musik von Joachim Bärenz setzen das Beethovenfest Bonn und die "Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino" ihre mit dem Ziel, die Virtuosität der Stummfilmmusiker gebührend zu würdigen, begründete Kooperation fort. Die Veranstaltung ist ausreserviert; wenige Restkarten sind am Samstag um 19.45 Uhr in der Post Tower Lounge erhältlich. (Textquelle: www.internationale-stummfilmtage.de)

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 12. September 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" Carl Theodor Dreyers "Die Pastorenwitwe".

In den Hauptrollen dieses 1920 in Dänemark gedrehten, frühen Meisterwerk des skandinavischen Films sind Hildur Carlberg, Einar Röd, Greta Almroth und Matilde Nielsenzu sehen. Die Regie bei Die Pastorenwitwe (auch "Die Pfarrerswitwe") führte der Däne Carl Theodor Dreyer, der mit Die Passion der Jungfrau von Orleans (1928) und Vampyr (1932) Meilensteine der Filmgeschichte schuf. Live an der Kinoorgel im Berliner Babylon-Kino spielt Anna Vavilkina. mehr

Am Dienstag, den 08. September 2015, findet um 18 Uhr im Filmmuseum Frankfurt die Buchpräsentation „Wie der Film unsterblich wurde. Vorakademische Filmwissenschaft in Deutschland“ statt.

Die Filmhistoriker Rolf Aurich und Ralf Forster beleuchten in dem bei der "edition text+kritik" erschienenen Sammelband wie in den Anfangsjahren des Films, als es noch keine Filmmuseen und -wissenschaft gab, sich dessen physische Bewahrung und inhaltliche Reflexion entwickelten. Im Rahmen der Buchvorstellung werden Kurzfilme gezeigt, unter anderem "Film" (Film zur Kino- und Photoausstellung "KIPHO" in Berlin aus dem Jahr 1925) von Guido Seeber und "Aus den Kindertagen der Kinematographie" (1928) von Max Skladanowsky. mehr

Der amerikanische Filmschauspieler Max Davidson starb vor 65 Jahren, am 04. September 1950, in Woodland Hills (Kalifornien). Er wurde am 23. Mai 1875 in Berlin geboren.

In den Jahren 1927 und 1928 war er Star einer Comedy-Filmreihe der Hal-Roach-Studios. Er spielte in ca. 200 Filmen mit, unter anderem in Intolerance (Regie: G. W. Griffith, 1916), Der große Diktator (Regie: Charles Chaplin, 1940) und Auch Henker sterben (Regie: Fritz Lang, 1943). Die Edition Filmmuseum würdigt Davidson mit einer sorgfältig kuratierten DVD-Edition.

Der derzeit in Produktion befindliche Film "Gutterdämmerung" wird als „der lauteste Stummfilm aller Zeiten" angekündigt.

Regie führt der belgische Künstler Björn Tagemos. Als Darsteller sind Iggy Pop, Grace Jones, Lemmy Kilmister, Tom Araya, Henry Rollins und Jesse Hughes angekündigt. Ein Veröffentlichungsdatum für "Gutterdämmerung" ist noch nicht bekannt. mehr

In der St. Albertus Magnus-Pfarrkirche in Bruckhausen wird am Sonntag, den 06. September 2015, um 19.00 Uhr "Die zehn Gebote" aus dem Jahr 1923 gezeigt.

Der aufwändige Monumentalstreifen The Ten Commandments wurde von Meisterregisseur Cecil B. deMille mit beeindruckenden optischen Effekten und reichlich Pathos gedreht. Theodore Roberts ist als Moses zu sehen, Charles de Rochefort stellte Pharao Ramses dar. Live an der Kirchenorgel in der St. Albertus Magnus-Pfarrkirche spielt Tobias Terhardt. mehr

filmmuseum berlin 250Im September 2000 öffnete das von der Deutschen Kinemathek getragene Filmmuseum Berlin zum ersten Mal seine Pforten.

Anlässlich seines 15-jährigen Bestehens lädt das im Sony-Center am Potsdamer Platz gelegene Museum, dass sich mittlerweile Museum für Film und Fernsehen nennt, am 20. September 2015 zum Feiern und Verweilen ein:

Um 12 Uhr wird der Stummfilm "Das Liebes-ABC" aus dem Jahr 1916 mit Asta Nielsen in der Hauptrolle präsentiert. Als Vorfilm läuft der Dokumentarfilm "Eine große Künstlerin, Asta Nielsen" (1943). Der Hintergrund für die Filmauswahl: Das Museum verwahrt den Nachlass des ersten weiblichen Stars der Kinogeschichte, der lange Jahre in Berlin wohnte und drehte.

Zudem gibt es von 12 bis 16 Uhr einen Trickfilm-Workshop, um 14 Uhr eine Themenführung durch die ständige Ausstellung mit dem Schwerpunkt "Filmstadt Berlin" und um 16 Uhr eine Themenführung, ebenfalls durch die ständige Ausstellung, über Marlene "die fesche Lola" Dietrich. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 05. September 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" das Sozialdrama "Die Unehelichen".

Regisseur Gerhard Lamprecht drehte den Film im Jahr 1926 und ließ sich während der Produktion von Heinrich Zille beraten. In Haupt- und Nebenrollen sind Paul Bildt, Bernhard Goetzke, Käthe Haack, Margarete Kupfer, Lili Schoenborn, Ralph Ludwig, Fee Wachsmuth, Margot Misch und Alfred Großer zu sehen.

Live begleitet wird Die Unehelichen am 05.09.2015 von Anna Vavilkina an der Kinoorgel. Am 19.09.2015 zeigt das Babylon einen weiteren "Zillefilm" von Gerhard Lamprecht: Die Verrufenen. mehr

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm wird 100. mehr

Aktuelle Preisträger

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. mehr

Berlin

stummfilmtage bonn 250a

Mit einer Sonderausstellung bis 02. Mai 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr