Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 05. September 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" das Sozialdrama "Die Unehelichen".

Regisseur Gerhard Lamprecht drehte den Film im Jahr 1926 und ließ sich während der Produktion von Heinrich Zille beraten. In Haupt- und Nebenrollen sind Paul Bildt, Bernhard Goetzke, Käthe Haack, Margarete Kupfer, Lili Schoenborn, Ralph Ludwig, Fee Wachsmuth, Margot Misch und Alfred Großer zu sehen.

Live begleitet wird Die Unehelichen am 05.09.2015 von Anna Vavilkina an der Kinoorgel. Am 19.09.2015 zeigt das Babylon einen weiteren "Zillefilm" von Gerhard Lamprecht: Die Verrufenen. mehr

Gerhard Lamprechts "Die Verrufenen" wurde vor 90 Jahren, am 28. August 1925, in Berlin uraufgeführt.

Das Sozialdrama ist unter Mitwirkung des Malers und Fotografen Heinrich Zille entstand. In Haupt- und Nebenrollen sind Aud Egede-Nissen, Bernhard Goetzke, Mady Christians, Arthur Bergen und Paul Bildt zu sehen. Die Verrrufenen ist einer von vier sogenannten Berliner „Milljöh“-Filmen von Regisseur Gerhard Lamprecht, die in restaurierter Fassung bei der Edition Filmmusem auf DVD veröffentlicht wurden. mehr

Der US-amerikanische Schauspieler Lon Chaney sen. starb vor 85 Jahren, am 26. August 1930, in Los Angeles. Der am 1. April 1883 in Colorado Springs geborene Filmdarsteller ging als „der Mann mit den 1.000 Gesichtern“ in die Filmgeschichte ein.

Bekannt wurde Lon Chaney sen. durch die Rolle des Quasimodo in "Der Glöckner von Notre Dame" (1923) unter der Regie von Wallace Worsley. Der aufwändige Film wurde vor allem auch durch die schauspielerischer Leistung und die geniale Maske seines Hauptdarstellers ein Kassenschlager. "Das Phantom der Oper" von 1925, ein Film, der teilweise im Zwei-Farben-Technicolor-Verfahren gedreht wurde, markierte einen weiteren Höhepunkt seiner Karriere, die einen Schwerpunkt im Horrorgerne hatte. Lon Chaney drehte insgesamt zehn Filme mit dem legendären Regisseur Tod Browning. mehr

papst stern berlin 250Der österreichische Filmregisseur Georg Wilhelm Pabst, kurz G. W. Pabst genannt, wurde am 25. August 1885 in Raudnitz (Böhmen) geboren. Er drehte einige der bedeutensten deutschen Stummfilmklassiker.

Eines seiner bekanntesten Werke ist der oft zensierte Film Die freudlose Gasse aus dem Jahr 1925 mit Greta Garbo und Asta Nielsen; der einzige Film, in dem beide Stars zusammen zu sehen sind. Mit der amerikanischen Schauspielerin Louise Brooks drehte er Die Büchse der Pandora und Tagebuch einer Verlorenen (beide 1929), zwei meisterhaft inszenierte Melodramen, die auch heute noch durch das erfrischende Spiel der Hauptdarstellerin begeistern. G. W. Pabst starb am 29. Mai 1967 in Wien. mehr

Das Bild zeigt den Stern für G. W. Pabst auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Der amerikanische Schauspieler und Komiker Mack Swain starb vor 80 Jahren, am 25. August 1935, im Alter von 59 Jahren in Tacoma (USA). Er wurde am 16. Februar 1876 in Salt Lake City (USA) geboren.

In vielen Filmen von Charles Chaplin war der schwergewichtige, große Schauspieler der grobschlächtige Sidekick. In Chaplins Goldrausch (1925) hatte er den wohl prominentesten Auftritte seiner Karriere, die insgesamt rund 160 Filme umfasst. Swain war unter anderem auch an der Seite von Mabel Normand und Roscoe Arbuckle auf der Leinwand zu sehen. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 29. August 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" den Stummfilmklassiker "Spione".

Fritz Lang drehte den rasanten und unterhaltsamen Agententhriller im Jahr 1928. Das Drehbuch stammt von Thea von Harbou. In den Hauptrollen sind Rudolf Klein-Rogge, Gerda Maurus, Willy Fritsch (als Agent "No. 326", einer Art Vorläufer des berühmten "007"), Paul Hörbiger, Fritz Rasp und Lupu Pick zu sehen. Live begleitet wird Spione am 29.08.2015 von Anna Vavilkina an der Kinoorgel. mehr

Jean Darling gehörte zeitweise zum Ensemble von Hal Roachs Die kleinen Strolche (Originaltitel "Our Gang"). Sie war das Mädchen mit den blonden Locken von 1927 bis 1929 .

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über die Schauspielerin, die eine der wenigen noch lebenden Stummfilmstars ist, in einem ausführlichen Feature mit vielen Zitaten und Anekdoten. Jean Darling wurde am 22. August 1922 in Santa Monica (Kalifornien) als Dorothy Jean LeVake geboren. FAZ-Artikel

Das Filmmuseum München beginnt sein Kinoprogramm nach der Sommerpause 2015 wie gehabt mit den "Internationalen Stummfilmtagen im Filmmuseum München".

Gezeigt werden vom 03. bis 09. September Höhepunkte der Bonner Stummfilmtage 2015, unter anderem "The Sheik of Araby" (Regie: Dave Fleischer, USA 1927), "Varieté" (Regie: E. A. Dupont, Deutschland 1925) und "Doktor Satansohn" (Regie: Edmund Edel, Deutschland 1916). Die Filme werden mit live Musikbegleitung vorgeführt. mehr

Insgesamt 24.000 Zuschauer zählten die Veanstalter bei den 31. Internationalen Stummfilmtagen – Bonner Sommerkino im August 2015.

„Wenn 1.500 Zuschauer (bei einer Vorstellung, Red.)  im Arkadenhof so konzentriert das Geschehen auf der Leinwand verfolgen, dass eine umfallende Flasche in dieser Atmosphäre wie ein Donnerschlag klingt, kann es um die Pflege des Filmerbes nicht so schlecht bestellt sein,“ resümierte Festivalleiterin Sigrid Limprecht auf der Internetseite des Festivals. mehr

Das Babylon Kino in Berlin zeigt am Samstag, den 22. August 2015, um 24.00 Uhr in seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" Arthur Robisons "Schatten".

In den Hauptrollen dieses 1923 in Deutschland gedrehten Stummfilmklassikers sind Fritz Kortner, Ruth Weyer, Gustav von Wangenheim, Alexander Granach, Rudolf Klein-Rogge und Fritz Rasp zu sehen. Der Film gilt als ein Meilenstein des deutschen Expressionismus. "Schatten" wurde am 16. Oktober 1923 im U.T.-Kino in Berlin uraufgeführt. Live begleitet wird der Film am 22.08.2015 von Anna Vavilkina an der Kinoorgel. mehr

Der französischer Künstler und Filmregisseur Fernand Léger starb vor 60 Jahren, am 17. August 1955, in Gif-sur-Yvette (Frankreich).

Im Jahr 1924 war er maßgeblich an der Produktion von "Le ballet mécanique", einem Meilenstein des Experimentalfilms, beteiligt. Der Kurzfilm ist inspiriert von "Ballet Mécanique" des amerikanischen Komponisten George Antheil, einem der einflussreichen Musikstücke des frühen 20. Jahrhunderts. Legér wurde am 04. Februar 1881 in Argentan (Frankreich) geboren.

Das Filmforum im Kölner Museum Ludwig zeigt am 21. August 2015 um 20:00 Uhr den Dokumentarfilm "Drifters".

Dokumentarfilmer John Grierson schuf den einflussreichen Film über die Heringsfischerei im Jahr 1929. Der Filmmacher war bei Drifters stark beeinflusst von der Schnitttechnik Sergei Eisensteins (Panzerkreuzer Potemkin, 1925). Die Auffführung am 21.08.2015 erfolgt durch das 1. Deutsche Stromorchester. Im Anschluss an den ca. 50-minütigen Streifen wird noch der kurze Amateurfilm "Cologne: From the diary of Ray and Esther" aus dem Jahr 1939, ebenfalls mit live Musikbegleitung, gezeigt. mehr

skladanowski stern berlin 250Der deutsche Filmregisseur Wim Wenders wurde vor 70 Jahren, am 14. August 1945, in Düsseldorf geboren.

Der international bekannte und mittlerweile drei Mal für den Oscar nominierte Filmemacher (Paris Texas; Der Himmel über Berlin) drehte 1995 mit Studenten der HFF München den Stummfilm Die Gebrüder Skladanowsky als Hommage an die filmhistorische Pionierleistung von Max und Emil Skladanowsky: Am 01. November 1895 führten sie im Wintergarten Berlin erstmalig in Deutschland kurze Filmsequenzen vor einem zahlenden Publikum vor. Das Projektionsgerät, Bioscop genannt, war von den Brüdern selbst entwickelt worden. mehr

Das Bild zeigt den Stern für Max Skladanowsky auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Der österreichische Schauspieler und Sänger Willi Forst, geboren als Wilhelm Anton Frohs, starb am 11. August 1980 in Wien. Dort wurde er auch am 07. April 1903 geboren.

Der seinerzeit beim Publikum sehr beliebte Forst war auch als Regisseur, Produzent und Drehbuchautor aktiv. In der Stummfilmzeit drehte er an der Seite von Marlene Dietrich (Café Elektric, 1927), Gustav Fröhlich (Die elf Teufel, 1927) und unter Michael Curtiz (Sodom und Gomorrha, 1922). Sein heute noch bekanntestes Werk ist der Tonfilm Die Sünderin (1950) mit Hildegard Knef, beim dem er Regie führte und auch am Drehbuch mitwirkte. mehr

Parallel zur Ausstellung „Cocteau trifft Picasso“, die noch bis zum 18. Oktober 2015 gezeigt wird, präsentiert das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster die Schau „Moderne Zeiten – Léger trifft Chaplin“.

Fernand Léger war zeitlebens ein großer Bewunderer Charles Chaplins. In seinem Film „Ballet Mécanique“ – einem der Meilensteine des Experimentalfilms – setzt Léger Chaplin durch die Kreation einer tanzenden Holzpuppe, die er auf den Namen „Charlot cubiste“, also „kubistischer Tramp“ taufte, ein avantgardistisches Denkmal. Insbesondere das Spätwerk von Fernand Léger, der in den 1930er- und 40er-Jahren in New York lebte, scheint immer wieder ein zentrales Thema aus den Filmen Chaplins aufzugreifen: das Leben im modernen Großstadtalltag. So bevölkern Bauarbeiter auf Stahlgerüsten in schwindelerregender Höhe, Nachtschwärmer im Lichte gigantischer Reklametafeln, Menschen im Schwimmbad und modisch gekleidete Radfahrer seine Bildkompositionen. „Die Ausstellung präsentiert neben dem zeitlosen Experimentalfilmklassiker „Ballet Mécanique“ Fernand Légers leuchtend-farbenfrohe Lithografien seines Spätwerks, die in einen spannenden Dialog mit dem filmischen Schaffen Charlie Chaplins treten“, so Museumsmitarbeiter und Kurator Alexander Gaude über die Ausstellung. (Quelle: Pressetext Kunstmuseum Pablo Picasso) mehr

Berlin

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Mit einer Sonderausstellung vom 27. Oktober 2021 bis 02. Mai 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr

Weimarer Republik

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