ernst lubitsch stern berlin"Die Puppe" (D 1919) von Ernst Lubitsch ist am Dienstag, den 17. Januar 2023, um 19:30 Uhr im Berliner Ballhaus Wedding mit live Musikbegleitung zu erleben.

Die Komödie "Die Puppe" beruht auf Motiven von E.T.A. Hoffmann und bezaubert noch heute durch ihren skurrilen Humor und die fanasievolle Ausstattung. Der Film wurde in den Ufa-Studios in Berlin-Tempelhof gedreht und von Lubitsch selbst als einer seiner "einfallsreichsten" Filme aus seiner deutschen Schaffensphase bezeichnet.

Am Flügel spielt die Organistin und Stummfilmpianistin Anna Vavilkina. Im Berliner Kino Babylon ist sie die einzige in Deutschland festangestellte Hausorganistin eines Lichtspieltheaters. Sie studierte am Moskauer Konservatorium sowie den Musikhochschulen Lübeck und Detmold und wurde bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet.

Der Stummfilm-Experte Christopher Scholz führt in den Film und das Schaffen des Regisseurs ein. Veranstaltet wird die Aufführung vom Verein Laufende Bilder e.V., dem Metropolis Orchester Berlin und dem Ballhaus Wedding. mehr
Das Bild zeigt den Stern für Ernst Lubitsch auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin; Textquelle: Veranstalter

dff 250Seit 2013 widmet sich das Filmarchiv des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum der Digitalisierung und Restaurierung analoger Filme aller Genres und Formate.

Mittlerweile sind rund 500 digitale Kopien (DCPs) verfügbar gemacht worden. Sie werden über den Filmverleih des DFF vertrieben. Die Reihe "Filmerbe – Digital. Film Preservation Weekend" gibt im Januar 2023 zum dritten Mal einen umfangreichen Einblick in die digitalisierten Schätze aus dem Filmarchiv des DFF. Von 19. bis 22. Januar führen Archiv- und Projektmitarbeiter*innen in ausgewählte Werke ein und geben Hintergrundinformationen zu den Herausforderungen der Digitalisierungsarbeit. Zu sehen sind unter anderem die Screwball-Komödie "Die keusche Susanne"  (D 1926) von Richard Eichberg und frühe Filme aus Frankfurt am Main (D 1916-1930). mehr
Textquelle: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin

roter vorhang 10 250Am 19. Januar 2023 kommt der neue Film von Oscar-Preisträger Damien Chazelle auch hierzulande in die Kinos. Filmstart in den USA war am 23. Dezember 2022.

Die 188-minütige Produktion spielt schwerpunktmäßig im Hollywood vom Übergang der Stummzeit zur Tonfilmära. Zum Cast gehören Brad Pitt, Margot Robbie, Diego Calva, Olivia Wilde, Tobey Maguire, Max Minghella und der Musiker Flea. Produziert wurde "Babylon" von Paramount Pictures. Damien Chazelle, bekannt für seinen Musicalfilm "La La Land" (USA 2016), hat auch das Drehbuch geschrieben. In Deutschland ist der Film ab 12 Jahren freigegeben. Trailer auf YouTube. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250 bunt 1Die ukrainische Stummfilmkomödie "Jüdisches Glück" ist am Freitag, den 13. Januar 2023, im Kleinen Haus des Theater Freiburg zu sehen.

Die renommierten Stummfilmmusiker Günter A. Buchwald (Klavier) und Helmut Eisel (Klarinette) spielen zum Film. Eine Einführung hält Brigitte van Kann (Hamburg). Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Zwetajewa-Zentrum und dem Kommunalen Kino Freiburg statt.

"Jüdisches Glück", 1925 von Alexander Granowski inszeniert, basiert auf dem Roman "Menachem Mendel" von Scholem Alejchem. Im Zentrum steht der glücklose Geschäftemacher Mendel, gespielt von Solomon Michoels, dem charismatischen Schauspieler und späteren Leiter des ersten Jüdischen Staatstheaters Goset in Moskau. Der Film wurde an den ukrainischen Originalschauplätzen Berditschew und Odessa gedreht. Sergej Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin" wurde zeitgleich in Odessa gedreht. Kameramann beider Filme war Eduard Tissé. Er verhalf der berühmten Odessaer Treppe zu ihrem Kinodebüt in "Jüdisches Glück". mehr
Textquelle: Theater Freiburg, Foto: Stummfilm Magazain

Uwe Oberg by Julia Kneuse 250Auch 2023 wird im Wiesbadener Caligari-Kino monatlich ein Stummfilm mit Livemusik präsentiert.

Am Dienstag, den 10. Januar 2023, um 18:00 Uhr steht "Schatten – eine nächtliche Halluzination" (D 1923) auf dem Programm. Der Film von Arthur Robison zählt zu den beeindruckensten Filmen des deutschen Expressionismus und wird nun 100 Jahre alt: Die Uraufführung war am 16. Oktober 1923 im Berliner U.T. Nollendorfplatz.

Der Film erzählt seine Geschichte gänzlich mit visuellen Mitteln und kommt ohne Zwischentitel aus. Auf der Leinwand sind mit Fritz Kortner, Ruth Weyher, Gustav von Wangenheim, Alexander Granach und Fritz Rasp herausragende Darsteller*innen ihrer Zeit zu erleben. In Wiesbaden wird die aufwendig restaurierte, viragierte Fassung gezeigt, live begleitet von Uwe Oberg (Foto). mehr
Bildnachweis: Julia Kneuse

filmstreifen 03 250Am 09. Januar 1918 starb Emile Reynaud in Ivry-sur-Seine (Frankreich).

Der Fotograf und Zeichner war ein Pionier des bewegten Bildes. Er erfand das Praxinoskop, einen Apparat, mit dem man aufeinanderfolgende Zeichnungen in der Art eines Zeichentrickfilms in Bewegung setzen konnte. In den 1890er- und 1900-Jahren projizierte er seine Trickszenen vor einem zahlendem Publikum.

Mit dem Aufkommen der Filmproduktion stellte Reynaud seine Aktivitäten ein und vernichtete einen Großteil seiner Erfindungen. Heute sind noch zwei Vorführstreifen erhalten, die 2015 von der Unesco zum Weltdokumentenerbe erklärt wurden. Er wurde am 08. Dezember 1844 in Seine-Saint-Denis (damals Montreuil) geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

meer wasser 250Am Sonntag  den 08. Januar 2023, ist um 18:00 Uhr "20.000 Leagues Under The Sea" (USA 1916) mit live Musikbegleitung in Frankfurt am Main zu erleben.

Der aufwändig inszenierte Film von Stuart Paton orientiert sich an den beiden Fantasyromanen "20.000 Meilen unter dem Meer" und "Die geheimnisvolle Insel" von Jules Verne, die vor ca. 150 Jahre veröffentlicht wurden. Die seinerzeit außergewöhnlichen Unterwasseraufnahmen wurden von John Ernest Williamson gedreht und gehören zu den ältesten der Filmgeschichte.

Im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum spielen Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK), Akkordeonistin ist Eva Zöllner. Die Vorstellung findet als Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Im Tiefenrausch. Film unter Wasser" statt, die noch bis 26. Februar 2023 im Filmmuseum zu sehen ist. mehr
Textquelle: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Bild: Stummfilm Magazin

Mit "Lights Of Old Broadway" (USA 1925) am Samstag, den 07. Januar 2023, um 20:45 Uhr startet den Reigen von 24 Filmen in 21 Kinokonzerten. Unter der Regie von Monta Bell entfaltet Marion Davies in ihrem ersten Film für das MGM-Studio ihr komödiantisches Talent. Der Film ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch technisch interessant, denn er beinhaltet zwei frühe Technicolor-Farbsequenzen. Der Weimarer Stummfilmmusiker Richard Siedhoff begleitet das Geschehen auf der Leinwand live am Piano.

Weitere Programmpunkte des Zürcher Stummfilmfestivals sind unter anderem ein Serial-Marathon mit Louis Feuillades "Judex" (F 1916), Clara Bow in "It" (USA 1927), Henrik Galeens "Alraune" (D 1928) mit Brigitte Helm, Buster Keatons "Three Ages" (USA 1923) und Yasujiro Ozus "A Story of Floating Weeds" (Japan 1934). mehr

stummfilm zwischentitel kalender 250Die Redaktion des Stummfilm Magazins hat auch zum Jahresbeginn 2023 wieder viele Termine für Stummfilmfreund*innen zusammengestellt.

So präsentiert das einzige Stummfilmfestival der Schweiz im Januar und Februar 2023 wieder Filmperlen mit ausgesuchter Livemusik. Spielort ist wie gehabt das Filmpodium. Gezeigt werden 24 Filme in 21 Kinokonzerten.

Und am Sonntag  den 08. Januar 2023, ist um 18:00 Uhr "20.000 Leagues Under The Sea" (USA 1916) mit live Musikbegleitung in Frankfurt am Main zu erleben. Im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum spielen Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK), Akkordeonistin ist Eva Zöllner. Die Vorstellung findet als Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Im Tiefenrausch. Film unter Wasser" statt

Gute und inspirierende Unterhaltung bei diesen und vielen weiteren Highlights wünscht Stummfilm Magazin! zum Terminkalender

100 jahre stummfilm klassiker logo 250

Am 29. Dezember 1922 fand im Berliner Alhambra die Uraufführung von "Nathan der Weise" statt.

Noch heute beeindruckt an dem Monumentalfilm der unbedingte Gestaltungswille seiner Macher*innen: Jede Einstellung ist visuell durchkomponiert und zielt auf optischen und dramaturgischen Effekt. Die opulenten Filmsets rahmen die Spielszenen und verleihen der Produktion einen edlen Touch.

Lange Zeit war der Großfilm aus dem öffentlichen und filmhistorischen Bewusstsein verschwunden und galt als verschollen. In den 1990er-Jahren wurde dann im staatlichen russischen Filmarchiv in Moskau eine nahezu vollständige Kopie entdeckt, die Grundlage für eine aufwändige Restaurierung durch das Filmmuseum München war. Stummfilm Magazin stellt "Nathan der Weise" im Rahmen seiner Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik vor. Hier geht es zur Filmbesprechung.
Bild: Stummfilm Magazin

bubikopf 1920 er jahre 250Für sein nächstes Ausstellungsprojekt lädt das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main dazu ein, Erinnerungsstücke aus den Jahren 1918 bis 1933 einzureichen.

Im Fokus dieses Aufrufs steht der Zeitabschnitt „zwischen den Kriegen“, die Jahre 1918 bis 1933. Gesucht werden Fotos und Anekdoten vom Leben der Frauen im Rhein-Main-Gebiet: Szenen im Sportverein, beim Spazierengehen, im Kreise der Familie oder Freundinnen, bei der Arbeit, aber auch Porträtaufnahmen, oder (auch nicht bebilderte) Geschichten, die über Generationen weitergetragen wurden. Entstehen soll dabei eine kleine Schau mit Lokalkolorit im Foyer der Sonderausstellung "Weimar weiblich. Frauen und Geschlechtervielfalt im Kino der Moderne (1918 – 1933)", die von März 2023 an im DFF zu sehen ist.

Die Ausstellung widmet sich der Geschlechtervielfalt und den Frauen im Kino der Weimarer Republik. Im Film waren Geschlechtertausch, Selbstbestimmung und Homosexualität Themen, das beliebteste aber war die „Neue Frau“: Bis heute steht ihr Typus für Modernität und den Ausbruch aus Konventionen, er lebt auf in Serien wie Babylon Berlin oder Eldorado KaDeWe. Aber wer waren die echten Neuen Frauen? Nach dem Ersten Weltkrieg nutzten sie selbstbewusst die beruflichen Möglichkeiten, auch in der aufstrebenden Filmindustrie. Mit zahlreichen Exponaten und Filmbeispielen werden ihre Geschichten erzählt. mehr
Textquelle: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Bild: Stummfilm Magazin

filmspule bunt 250 2Charlie Chaplin starb am 25. Dezember 1977 in Vevey (Schweiz). Er hat mit Filmen wie "Goldrausch" (USA 1925), "Moderne Zeiten" (USA 1936) und "The Kid" (USA 1921) Filmgeschichte geschrieben und unzählige Kinomacher und Komödianten beeinflusst.

Im Mittelpunkt vieler seiner Werke steht die von ihm gespielte Figur des "Tramps" (Vagabund). Oftmals verband er in seinen Filmen komödiantische und tragisch Handlungselemente zu einem bewegenden, sentimentalen Ganzen. Chaplin wurde vom American Film Institute auf Platz 10 der größten amerikanischen Filmlegenden gewählt.

Noch zur Tonfilmzeit produzierte Chaplin mit "Lichter der Großstadt (1931) und "Moderne Zeiten" (1936) Stummfilme, für die er auch die Musik schrieb. Charlie Chaplin wurde am 16. April 1889 (vermutlich) in London geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

dff 250Am Donnerstag, den 22. Dezember, ist um 18:00 Uhr in Frankfurt am Main "Unheimliche Geschichten" (D 1919) mit musikalischer Livebegleitung zu sehen.

Eine Filmreihe im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum erkundet anlässlich der Ausstellung "Unheimlich Fantastisch – E.T.A. Hoffmann 2022" im Deutschen Romantik-Museum in Frankfurt die Beziehungen zwischen E.T.A Hoffmanns Werk und dem Kino. Im Rahmen der Filmschau ist "Unheimliche Geschichten" (D 1919), ein Episodenfilm des Kinopioniers Richard Oswald, mit Klavierbegleitung von Uwe Oberg zu erleben. mehr
Textquelle: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250 bunt 1Am kürzesten Tag des Jahres, dem 21. Dezember, feiert das Hamburger Kommunale Kino Metropolis traditionell die kurze Form mit Kurzfilmprogrammen. So ist am 21.12.2022 um 17:00 Uhr ein Stummfilm-Liveprogramm für die ganze Familie unter dem Titel "Väter der Klamotte" zu erleben.

Der Hamburger Schauspieler Monty Arnold leiht den Filmstars Stan Laurel und Oliver Hardy seine Stimme frei nach der beliebten Fernsehreihe "Väter der Klamotte" mit dem Kabarettisten Hanns-Dieter Hüsch. Gemeinsam mit Sören Sieg am Klavier erweckt er die beiden Meisterchaoten in komischen Situationen wieder zum Leben. Zu sehen sind die Streifen "Should Married Men Go Home?", "Their Purple Moment", "Double Whoopee" und "Big Business". Das Programm geht ca. 90 Minuten und ist ab 6 Jahren empfohlen. mehr
Textquelle: Metropolis Kino: Foto: Stummfilm Magazin

filmklappe blau 250 orangeDer schottische Schauspieler Eric Campbell starb am 20. Dezember 1917 bei einem Autounfall in Hollywood

Berühmt wurde Campbell an der Seite von Charlie Chaplin. In insgesamt elf Filmen, von der Mutual-Film-Corporation in den Jahren 1916 und 1917 produziert, spielte er einen streitsüchtigen und stämmigen Widersacher des von Chaplin dargestellten Tramps, etwa in Das Pfandhaus (The Pawnshop, 1916), Die Rollschuhbahn (The Rink, 1916), Leichte Straße (Easy Street, 1917), Die Kur (The Cure, 1917) und Der Einwanderer (The Immigrant, 1917). Eric Campbell wurde am 26. April 1878 in Dunoon (Schottland) geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

Zürich

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Das Stummfilmfestival im Zürcher Filmpodium zeigt im Januar und Februar 2023 wieder Filmperlen mit ausgesuchter Livemusik. mehr

Karlsruhe

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Das 20. Stummfilmfestival Karlsruhe findet vom 07. bis 12. Februar 2023 statt. mehr

Mediathek

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In der ARTE-Mediathek sind aktuell wieder einige Perlen für Freund*innen des frühen Filmerbes zu entdecken. mehr

Sammlung Werner Nekes

Bis Sommer 2023 wird im Filmmuseum Potsdam die Präsentation "Ich sehe was, was Du nicht siehst – Aus der Sammlung Werner Nekes" gezeigt. Ergänzend findet eine Vermittlungswerkstatt statt. mehr

Spendenaktion

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Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d