filmklappe blau 250 orange ohne soundDie Deutsche Kinemathek in Berlin bietet in den Herbstferien 2017 den Workshop "Auf den Spuren von Prinz Achmed. Animation mit Schere, Licht und Fantasie" an.

Am Samstag, den 28. Oktober 2017, können die Teilnehmer/innen von 12:00 bis 16:00 Uhr einen eigenen kleinen Trickfilm produzieren. Als Inspiration dient der legendäre Silhouetten-Animationsfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed aus dem Jahr 1926. Der Film gilt als weltweit ältester noch erhaltener Trickfilm in Spielfilmlänge. Regisseurin Lotte Reiniger schuf mit dem Werk einen überaus einflussreichen Film, der auch heute noch durch seinen Fantasiereichtum und die poetische Anmutung der Bilder in seinen Bann zieht.

Die Anmeldung zum Workshop, der sich an Interessierte ab 10 Jahren richtet, erfolgt über den Museumsdienst Berlin unter der Telefonnummer 030 24749-888 oder E-Mail museumsinformation (at) kulturprojekte.berlin. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Im Schüren Verlag ist vor Kurzem das Buch "The Great Gun of the Lantern. Lichtbildereinsatz sozialer Organisationen in Großbritannien (1875-1914)" erschienen.

Lichtbildvorträge wurden im ausgehenden 19. Jahrhundert von vielen sozialen Organsiationen – insbesondere in Großbritannien, dem Ursprungsland dieser präfilmischen Projektionsform – zur Aufklärung, aber auch zur Propaganda eingesetzt. Autorin Karen Eifler analysiert diese Präsentationspraxis am Beispiel von sieben in Großbritannien tätigen, teilweise konfessionellen Or­ganisationen. "The Great Gun of the Lantern" ist Band 75 aus der Reihe "Marburger Schriften zur Medienforschung" (ISBN 978-3-89472-955-4). mehr

DVD-Tipp: Auf der von der Edition Filmmuseum herausgegebenen Doppel-DVD "Screening the Poor 1888-1914" ist unter anderem die Rekonstruktion des englischen Lichtbildvortrages "The Magic Wand" aus dem Jahr 1889 über Armut in London enthalten. mehr 
Textquelle: Schüren Verlag GmbH

filmklappe 250Im Casablanca-Kino in Oldenburg werden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Filmklassiker von Friedrich Wilhelm Murnau mit live Musikbegleitung gezeigt.

Am Mittwoch, den 18.10.2017, steht um 19:00 Uhr Tabu (USA 1931) auf dem Programm, Murnaus letzter Film, der kurz nach seinem Tod in die Kinos kam. Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (D 1922) ist dann am Donnerstag, den 19.10.2017, um 19:00 Uhr zu sehen. Beide Filme werden vom rumänischen Ensemble Trio Contraste begleitet. Die Musik stammt von Prof. Violeta Dinescu von der Universität Oldenburg. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

sjoestroem buch 250Filme, Livemusik und einiges mehr hat der Cinefonie-Tag am 14. Oktober 2017 im Programm. 

So wird der Autor Jens Dehn Victor Sjöström – Film Can Be Art, die erste deutschsprachige Monografie über den schwedischen Regisseur Victor Sjöström (1879–1960), vorstellen. Sjöström gehört zu den bedeutensten Filmschaffenden des frühen Kinos. Die Publikation enthält neben verschiedenen Abhandlungen eine kommentierte Filmografie seiner Regiearbeiten. Passend zur Lesung wird am Cinefonie-Tag aus Sjöstroms Œuvre die amerikanische Produktion The Wind (1928) mit Lillian Gish zu sehen sein, live musikalisch begleitet von Günter A. Buchwald.

Mit dem Dänen Carl Theodor Dreyer (1989–1968) ist in Saarbrücken noch ein weiterer, weltweit einflussreicher und geschätzter skandinavischer Filmschaffender vertreten: Gezeigt wird seine deutsch-französische Horrorfilm-Produktion Vampyr – Der Traum des Allan Gray (1932). Das Werk beeindruckt auch heute noch durch seine beklemmende Atmosphäre und wird vor Ort von dem Dark-Ambient-Projekt "Vortex" des Musikers und Filmwissenschaftlers Marcus Stiglegger akkustisch interpretiert.

Der Cinefonie-Tag findet in 2017 mittlerweile zum dritten Mal statt, in diesem Jahr erstmalig in der Eventlocation Garelly-Haus, um noch mehr außergewöhnliche Formen der Film- und Musikpräsentation zu ermöglichen. So entwickeln einige Künstler für die Veranstaltung spezielle Auftrittskonzepte. Ein Filmsammlermarkt, der am 15.10.2017 ebenfalls im Garelly-Haus stattfindet, rundet das Event ab.

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Pressebericht in der Saabrücker Zeitung

Das Festival wird vom 35 Millimeter-Verlag, Herausgeber des 35mm Retro Filmmagazins, veranstaltet. Stummfilm Magazin ist Medienpartner des Cinefonie-Tag 2017.
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 06 250In Rahmen des Hessischen Filmpreises 2017 am 13. Oktober in der Alten Oper in Frankfurt wurde das Murnau-Filmtheater in Wiesbaden erneut mit dem Hessischen Kinokulturpreis ausgezeichnet.

„Das wir auch in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal die besondere Auszeichnung `Hessischer Kinokulturpreis in der Kategorie kommunale Kinos´ erhalten haben, ist eine tolle Bestätigung unserer Programmarbeit und honoriert unser Engagement für ein kulturell herausragendes und vielseitiges Kinoprogramm. Die Verleihung des begehrten Preises im Rahmen des Hessischen Filmpreises 2017 in der Alten Oper in Frankfurt unterstreicht wie wichtig es ist, die kulturell reiche Film- und Kinolandschaft in Deutschland zu erhalten. Kino als Ort des gemeinschaftlichen Filmerlebens und kulturellen Austausches ist heute aktueller und notwendiger denn je.", so Ernst Szebedits, Vorstand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Sebastian Schnurr und Marie Dudzik, zuständig für die Programmplanung des Murnau-Filmtheaters, nahmen die Auszeichnung in der Alten Oper Frankfurt entgegen.

Das Programm des Murnau-Filmtheaters setzt sich aus aktuellen Spielfilmen und Dokumentationen sowie dem eigenen Filmstock zusammen. Für die Filmauswahl kann aus einem kultur- und filmhistorisch herausragenden Bestand geschöpft werden, der Filme vom Beginn der Laufbilder bis zum Anfang der 1960er Jahre umfasst.
Textquelle: Pressemitteilung Murnau-Stiftung; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250Vor 95 Jahren, am 11. Oktober 1922, starb in Wien Anton Kolm.

Er war einer der ersten Filmregisseure und -produzenten der österreichischen Kinogeschichte: Im Jahr 1910 gründete er zusammen mit Jakob Fleck und seiner Ehefrau, Luise Kolm (geborene Veltée ), die Filmproduktionsfirma Erste österreichische Kinofilms-Industrie. mehr
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 bunt ohne soundDer deutsche Schauspieler Harry Liedtke wurde vor 135 Jahren, am 12. Oktober 1882, in Königsberg geboren.

Der seinerzeit sehr populäre Leinwanddarsteller spielte unter anderem in Stummfilmproduktionen von Oskar Messter, Friedrich Wilhelm Murnau, Joe May, Georg Jakoby und Ernst Lubitsch. Liedtke war in Kinoerfolgen wie Madame Dubarry (1919), Sumurun (1920), Das Weib des Pharao (1921), Der Mann ohne Namen (1921) und Ich küsse Ihre Hand, Madame (1929) zu sehen. Zu seinen Leinwandpartern/innen gehörten Marlene Dietrich, Emil Jannings, Pola Negri und viele andere Kinogrößen. Er starb am 28. April 1945 in Bad Saarow. mehr

Veranstaltungstipp: Am Mittwoch, den 11. Oktober 2017, um 15.30 Uhr und am Sonntag, den 15. Oktober 2017, um 13.30 Uhr zeigt das Murnau-Filmtheater in Wiesbaden anlässlich Liedtkes 135. Geburtstag den Stummfilm Die Finanzen des Grossherzogs (1924), Murnaus einzige Regiearbeit im komödiantischen Fach. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Die Schauspielerin Renate Müller starb vor 80 Jahren, am 07. Oktober 1937, in Berlin. Sie wurde am 26. April 1906 in München geboren.

Bereits in der Stummfilmära war sie auf der Leinwand zu sehen, unter anderem in den Produktionen Teure Heimat/Drei machen ihr Glück (1929), Revolte im Erziehungshaus (1929) und Peter, der Matrose (1929). Mit Beginn der Tonfilmzeit wurde sie eine beliebte Darstellerin im deutschen Film, bis sie beim nationalsozialistischen Regime in Ungnade fiel. mehr

filmklappe blau 250 orange ohne soundAm 06. Oktober 1927 hatte das im Nadeltonverfahren gedrehte Filmdrama The Jazz Singer seine Weltpremiere.

Das Werk wird als erster Tonfilm der Kinogeschichte bezeichnet. Der enorme Erfolg des Films leitete zügig das Ende der Stummfilmära ein, auch wenn sich das Vitaphone genannte Nadeltonverfahren letztendlich nicht gegen das Lichttonverfahren durchsetzen konnte.

In der Hauptrolle von "Der Jazzsänger" ist Al Jolson zu sehen und als Interpret verschiedenener Lieder zu hören. Die Regie führte Alan Crosland. Schon vor "Der Jazzsänger" gab es zahlreiche Tonfilm-Experimente, etwa die Tonbilder von Oskar Meester (ab 1903). mehr Artikel von Deutschlandfunk
Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

leinwand lyrik ralph turnheim 250 1Ralph Turnheim, der wohl einzige professionelle Stummfilmerzähler im deutschen Sprachraum, ist auch im Oktober 2017 mit verschiedenen Programmen unterwegs. Da ist für Stummfilmfans wieder einiges dabei.

So ist sein Programm Sherlock Holmes und die Stimme des Stummfilms am 06. Oktober 2017 in der Stadtbibliothek Schotten im Rahmen des Literaturfestivals “Leseland Hessen” und am 25. Oktober 2017 in der Stadtbücherei Eschweiler im Rahmen des 3. Wiener Kino-Cafés zu sehen und zu hören.

Die Zunge des Zorro hat Ralph Turnheim dann am 12. Oktober 2017 im alten Kinosaal der VHS Ottakring/Wien, am 20. Oktober 2017 im Alten Rathaus Heilbad Heiligenstadt/Thüringen, am 21. Oktober 2017 in der Mediothek Borna/Sachsen (mit Sachertorte!) und am 27. Oktober 2017 in der Bibliothek Lübbenau gespitzt.

Mehr über Ralph Turnheim findet man zum Beispiel hier und alle Termine der Leinwand-Lyrik hier
Fotonachweis: (c) 2013 Clemens Molinari

Luis Trenker, vor allem bekannt geworden als Schauspieler und Bergsteiger, wurde am 04. Oktober 1892 als Alois Franz Trenker in St. Ulrich in Gröden geboren.

Trenker war zum Beispiel an den Stummfilmen Der Berg des Schicksals (1924), Der heilige Berg (1926), Der große Sprung (1927) und Der Kampf ums Matterhorn (1928) beteiligt. Er arbeitete unter anderem mit dem Regisseur Arnold Fanck und der Schauspielerin und Regisseurin Leni Riefenstahl zusammen. Trenker starb am 12. April 1990 in Bozen/Italien. mehr

turksib cover dvd absolut medienIn Kürze veröffentlicht Absolut Medien den russischen Dokumentarfilm Turksib ("Der Stählerne Weg") von Wiktor Turin als "video on demand" und "Download".

Der legendäre Dokumentarfilm aus dem Jahr 1929 handelt vom schwierigen Bau der durch die kasachische Steppe führenden Anschlussstrecke aus Turkestan (damals Sammelbegriff für das sowjetische Mittelasien) zur Transsibirischen Eisenbahn. Die Turk-Sib-Bahn war neben dem Großkraftwerk Dnjeprostroi und dem Wolga-Don‑Kanal eines der drei Großprojekte in den ersten Jahren des Fünfjahrplanes von 1928/29 und ideal geeignet, das Aufbruchspathos und die radikalen Veränderungen auch in den "exotischen Weiten“ der Sowjetunion zu illustrieren. Breiten Raum nimmt die Darstellung der beiden zu verbindenden Räume ein: das an Kirgisien grenzende südliche Kasachstan, als große, noch zu entwickelnde Baumwollregion, und das nördliche Kasachstan, von dem aus durch den Bahnanschluss Getreide, Holz und Wolle aus Sibirien leichter zugänglich werden. Besonders aber rückt der Film die Menschen ins Bild, für die sich durch den Eisenbahnanschluss das Leben und die Arbeitsmöglichkeiten radikal verändern.

Anders als im Film am Ende angegeben, wurde der Bau der Turksibstrecke nicht erst 1931, sondern schon im April 1930 vollendet und als große Errungenschaft gefeiert: „Wir stellen das neue Leben auf die Gleise!“ schrieb die Presse bei der Eröffnung. Diesem für die Region epochalen Ereignis kommt der Film nochmal ein halbes Jahr zuvor: Er zeigt den Erfolg und die Bedeutung der Bahnverbindung und die "Transformation des archaischen zum Neuen Menschen" bereits im Oktober 1929 in den russischen Kinos, Anfang 1930 auch in Deutschland – wo er begeistert aufgenommen wurde

"Turksib" ging weit über die damals üblichen Kulturfilme und ethnografischen Reisefilme hinaus. Er sollte bald darauf in den engagierten sowjetischen Dokumentarfilmen wie "Dschim Schwante" (auch: "Sol Swanetii"; "Das Salz Swanetiens", Regie: Michail Kalatosow 1930), "Drugaja Schisn" "(Das andere Leben", Regie: Juri Scheljabuschski, 1930, über Aserbaidschan) oder "Dwa Okeana" ("Zwei Ozeane", Regie: Wladimir Schnejderow, 1933, zur erstmaligen Befahrung der Nordost-Route durchs Eismeer) seine Fortsetzung finden. "Turksib" erweiterte die von Dsiga Wertows entwickelte Form des emotionalen Dokumentarfilms zu einem „filmischen Statement von neuem sozialem Optimismus“, so Sergej Kapterew im Pordenone-Katalog 2013.

Der Regisseur Wiktor Turin war mit Auslandserfahrung und als Reemigrant ein seltener Fall innerhalb der neuen Generation junger sowjetischer Filmschaffender. Er wurde 1895 in Sankt Petersburg geboren, studierte am M.I.T. in den USA und arbeitete ab 1916 in der Drehbuchabteilung von Vitagraph in Hollywood. 1921 kehrte er zurück und ging in die Ukraine, wo er vor "Turksib" drei Filme realisieren konnte, danach aber nur noch einen weiteren, bis zu seinem frühen Tod 1945. "Turksib" wurde sein experimentellster und bekanntester Film. Gedreht hat Turin ihn für die 1928 gegründete Organisation Wostokkino. Sie sollte das Filmwesen in den südlichen und mittelasiatischen Regionen der Russischen Sowjetrepublik fördern, zu der der Drehort Kasachstan bis 1936 gehörte. Wostokkino wurden 1930 nach der faktischen Liquidierung der ukrainischen Studios WUFKU und Ukrainfilm auch alle ukrainischen Filme ab 1929/30 zugeschrieben.

"Turbsib" hatte nach den Experimenten Robert Flahertys, Walter Ruttmanns und Dsiga Wertows in den 1920er Jahren dem künstlerischen Dokumentarfilm mit zum Durchbruch verholfen. John Grierson, der die englische Fassung 1930 in Großbritannien herausbrachte, und Basil Wright etwa haben die große Bedeutung für die britische soziale Dokumentarfilmbewegung und ihren Film Night Mail (1936) betont. Vor allem wegen der dynamischen Kamera und Montage, aber auch wegen seiner klaren politisch-sozialen Botschaft einer neuen Epoche und eines "Neuen Menschen" wird "Turksib" zum Kanon der wichtigsten Dokumentarfilme der Weltkinematografie gerechnet. mehr

Titel/Originaltitel: Turksib (Stalnoi put)
Musik: Richard Siedhoff
Herausgeber: Rainer Rother, Alexander Schwarz
ISBN: 978-3-8488-5616-9
EAN: 978-3-8488-5616-9
FSK: Info
Länge: 71
Bild: S/W
Sprache: Russisch
Untertitel: deutsche Untertitel
Label: absolut MEDIEN
Reihe: absolut on demand

DVD-Tipp: Im Frühjahr 2017 wurde die Doppel-DVD Der Neue Mensch - Aufbruch und Alltag im revolutionären Russland in der Reihe Edition Suhrkamp/Absolut Medien veröffentlicht.

Textquelle und Bild: Absolut Medien GmbH, www.absolutmedien.de

cyankali dvd cover absolut medien 2016 250Der österreichische Schauspieler, Filmregisseur und Filmproduzent Hans Tintner starb vor 75 Jahren, am 28. September 1942, im Konzentrationslager Auschwitz.

Tintner inszenierte unter anderem das seinerzeit umstrittene, an den Kinokassen erfolgreiche Sozialdrama Cyankali (1930). Während der Dreharbeiten wurde der stumm konzipierte Film auf Ton umgestellt. Davon zeugen zwei im Tri-Ergon-Verfahren (Lichtton) aufgenommene Tonfilm-Passagen und die Ausstattung des übrigens Films mit Musik. Tintner wurde am 28. November 1894 in Wien geboren. mehr

DVD-Tipp: Im Herbst 2016 wurde die Doppel-DVD "Cyankali", unter anderem mit der Filmversion von 1930, veröffentlicht (Absolut Medien). mehr

Lesetipp: "Filmhistorisches Fundstück in „Cyankali“ (1930): Frühe Darstellung einer lesbischen Frau und einer Homosexuellenzeitschrift" mehr

Bild: Absolut Medien

filmklappe blau 250 orange ohne soundAnlässlich des 125. Geburtstags von Bergsteiger und Schauspieler Luis Trenker am 04. Oktober 2017 zeigt das Murnau-Filmtheater in Wiesbaden am Mittwoch, den 04.10.2017, und am Samstag, den 07.10.2017, jeweils um 15.30 Uhr den Stummfilm Der grosse Sprung.

Regie bei dem amüsanten Sportfilm aus dem Jahr 1927 führte Arnold Fanck, auf der Leinwand sind neben Luis Trenker Leni Riefenstahl und Hans Schneeberger zu sehen. Die Originalfilmmusik komponierte Werner Richard Heymann, der als Künstler jüdischer Herkunft nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 emigrierte. Da seine Partituren verschollen sind, spielte Neil Brand anlässlich der Restaurierung des Films durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung 2005 eine neue Musik ein.

Der junge hypochondrische Berliner Millionär Michael Treuherz fährt auf Anraten seines Arztes ins Hochgebirge. Dort trifft er auf die Ziegenhirtin Gita und verliebt sich sofort in sie. Doch da gibt es noch den jungen Bauernburschen Toni, der ebenfalls Gitas Herz erobern will. mehr 
Textquelle: Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Am Mittwoch, den 30. September 2017, wird im Kino des Filmmuseum Postdam Salomé gezeigt. Die Livevertonung erfolgt am Mixtur-Trautonium.

Regisseur Charles Bryants Stummfilm hatte am 31. Dezember 1922 in New York seine Premiere. Das nach dem Theaterstück von Oscar Wilde produzierte Werk beeindruckt auch heute noch durch seine artifizielle Ausstattung und Inszenierungsweise. In der titelgebenden Hauptrolle ist Alla Nazimova zu sehen. Nazimova, wie sie in der Stummfilmzeit verkürzt genannt wurde, war russischer Herkunft und gehört zu den ersten großen Stars des frühen Hollywoodkinos. mehr

Außergewöhnlich ist die musikalische Livevertonung im Filmmuseum Potsdam. Mit dem Einsatz für die Filmmusik zu Die Vögel (1963) erlangte das Trautonium, ein Vorläufer des Synthesizers, Bekanntheit über die Musikszene hinaus. Der Musiker und Komponist Peter Pichler ist ein Kenner des komplexen Instruments und wird es am 30.09.2017 zum Leben erwecken. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Blu-ray-Neuerscheinung

cover prinz achmed blue ray 2018 absolut medien

Am 09. März 2018 erscheint "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" von Lotte Reiniger als Blu-ray. mehr

Tanz und Kino

filmmuseum potsdam tanzausstellung 2017 2018 foto julietta l wehr 250

Das Filmmuseum Potsdam zeigt bis zum 22. April 2018 die Sonderausstellung „Alles dreht sich … und bewegt sich. Der Tanz und das Kino“. mehr

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