Um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwendet das Stummfilm Magazin Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

100 jahre stummfilm klassiker logo 250Special: "100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik"

In diesem und in den kommenden Jahren feiern einige der bedeutendsten Filme, entstanden in der Zeit der Weimarer Republik, ihr hundertstes Entstehungsjahr.

Mit der Initiative "100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik" möchte Stummfilm Magazin das Interesse für den frühen Film wecken und zu einer kritischen Auseinandersetzung mit ihm anregen. In jedem Kampagnenjahr rückt Stummfilm Magazin mehrere bemerkenswerte deutsche Stummfilme in den Mittelpunkt seiner Berichterstattung. mehr

filmstreifen 04 250Der deutsche Schauspieler Erich Kaiser-Titz, geboren als Heinrich Felix Erich Kaiser-Titz am 07. Oktober 1875 in Berlin, starb am 22. November 1928 an seinem Geburtsort.

Er wirkte in 300 Stummfilme mit, unter anderem in Richard Oswalds Episodenfilm Hoffmanns Erzählungen (D 1916) und in Rudolf Meinerts Filmbiografie Ferdinand Lassalle – Des Volkstribunen Glück und Ende (D 1918). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen gelb 03 250Am 29. November 2018 wird um 20:00 Uhr im Foyer der Versicherungskammer Bayernin München-Giesing der Stummfilm Menschen am Sonntag (D 1930) gezeigt.

Das "herausragende Werk der deutschen Stummfilm-Avantgarde" (Lexikon des internationalen Films) ist ein zeitgenössisches Portrait der Metropole Berlin und ihrer jungen Bewohner Ende der 20er-Jahre. Das frühe Werk der späteren Hollywood-Regisseure Robert Siodmak, Edgar Ulmer und Billy Wilder wird live vertont von múm, "der vielleicht originellsten Band Islands" (ByteFM).

múm-Gründer Gunnar Tynes und Örvar Smárason vertonen "Menschen am Sonntag" mit einem reduzierten, elektronisch-rhythmischen Score. Eine Einführung in den Film hält der Regisseur Heiner Stadler. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250Am 17. November 2018 wurde das XV. cinefest im Hamburger Kino Metropolis feierlich eröffnet. Im Rahmen der Veranstaltung fand traditionell die Verleihung des Reinhold Schünzel-Preises statt.

Diese Würdigung für langjährige Verdienste um die Pflege, Bewahrung und Verbreitung des deutschen und europäischen Film-Erbes wird seit fünfzehn Jahren verliehen. 2018 zeichnete die internationale Jury, der Michal Bregant (Direktor des Nationalen Filmarchivs, Prag, Tschechische Republik), Barton Byg (University of Massachusetts Amherst, USA, Reinhold Schünzel-Preisträger 2011) und Heike Klapdor (Filmhistorikerin, Berlin, Reinhold Schünzel-Preisträgerin 2016) angehörten, Jan-Christopher Horak mit dem Preis aus.

Geiger von Florenz 02 Quelle Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung 250Im Rahmen seiner Reihe Weimarer Kino – neu aufgelegt zeigt das Murnau-Filmtheater am Sonntag, den 25. November 2018, um 15:30 Uhr und am Mittwoch, den 28. November 2018, um 20:15 Uhr die Tragikomödie Der Geiger von Florenz.

Regisseur Paul Czinner drehte die Produktion in den Jahren 1925/26 mit Elisabeth Bergner, Conrad Veidt, Walter Rilla und Nora Gregor. Gezeigt wird die frisch von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung rekonstruierte Version mit eingespielter Musik des Ensemble "I solisti di Francoforte" (Komposition: Uwe Dierksen). Bei der Vorführung am 28.11.2018 hält Restauratorin Anke Wilkening eine Einführung.

filmklappe blau 250 neuDer russisch-schwedische Regisseur und Drehbuchautor Mauritz Stiller starb vor neunzig Jahren, am 18. November 1928, in Stockholm. Er wurde am 17. Juli 1883 in Helsinki geboren.

Er drehte unter anderem die Filme Erotikon (Schweden 1919), Hotel Stadt Lemberg (USA 1927) und Stacheldraht (USA 1927). In Gösta Berling (Schweden 1924) besetzte er eine der Hauptrollen mit der damals noch unbekannten Greta Garbo. Der Erfolg des Films war der Karrierestart der Schauspielerin. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Die tschechische Schauspielerin Lyda Salmonova starb vor 50 Jahren, am 18. November 1968, in Prag.

Sie war Ensemblemitglied des Deutschen Theaters unter Leitung von Max Reinhardt. Salmonova, die bis 1924 mit Paul Wegener verheiratet war, spielte unter anderem in den Stummfilmklassikern Der Student von Prag (1913), Der Golem (1915), Der Golem, wie er in die Welt kam (1920) und Das Weib des Pharao (1921). Sie wurde am 14. Juli 1889 in Prag geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 orange ohne soundDer deutsch-amerikanische Schauspieler Fritz Feld starb am 18. November 1993 in Los Angeles.

In seiner 72-jährigen Berufstätigkeit spielte er unter anderem in den Stummfilmen Der Golem und die Tänzerin (D 1927), Der Golem, wie er in die Welt kam (D 1920), Weltbrand (D 1920) und Der letzte Befehl (USA 1928). Feld wurde als Fritz Feilchenfeld am 15. Oktober 1900 in Berlin geboren. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Die Suffragette 01 Quelle Deutsches Filminstitut DIF 250Am Sonntag, den 25. November 2018, um 18:00 Uhr und am Donnerstag, den  29. November 2018, um 20.15 Uhr wird im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden im Rahmen der Reihe "100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland" der Stummfilm Die Suffragette gezeigt.

Regisseur Urban Gad drehte den deutschen Film im Jahr 1913 mit Asta Nielsen, Max Landa und Mary Scheller. Die Vorführung des 60-minütigen Fragments erfolgt mit eingespielter Musik von Maud Nelissen. Am 29.11.2018 halt die Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik eine Einführung in den Film. Die Aufführungen finden in Kooperation mit Amnesty International und "Remake. Frankfurter Frauen Film Tage" statt.

Carmen Lubitsch filmmuseum potsdam 250Vom 17. November 2018 bis 09. Februar 2019 zeigt das Filmmuseum Potsdam die Filmreihe "Weimar International – Stummfilm ohne Grenzen aus Berlin und Babelsberg (1918 – 1929)".

Das Weimarer Kino war das "Goldene Zeitalter" des deutschen Films. Nie wieder war der deutsche Film so international wie in den 1920-er-Jahren, nie wieder hatte er eine solche Ausstrahlung. Nach Berlin und Babelsberg kamen Filmkünstler*innen aus aller Welt. Die künstlerische Vision und das Können entschieden über Chancen und Karrieren der Filmschaffenden, nicht die Muttersprache oder der Akzent. Denn die Sprache der Augen, die Mimik und Gestik der Schauspieler*innen brauchte in der Zeit des Stummfilms keine Übersetzung.

Die von Philipp Stiasny und Frederik Lang kuratierte Filmreihe »Weimar International« im Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum und im Filmmuseum Potsdam ergänzt die Spielfilme um kurze Vorfilme: Reise- und Kulturfilme, die das Publikum in ferne Länder führen, und lustige Animationsfilme. Dem damals weit verbreiteten Nationalismus sagen die Filme adieu und umarmen stattdessen die Welt. Stummfilmmusiker aus der ganzen Welt begleiten die Filme live. Eine Kartenreservierung für die Aufführungen im Potsdamer Filmmuseum ist möglich unter Telefon 0331-27181-12 und E-Mail ticket (at) filmmuseum-potsdam.de. mehr

Das Programm im Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum in Berlin findet man hier.

Textquelle und Bild: Filmmuseum Potsdam

filmstreifen 09 250Der für den 23. Februar 2019 angekündigte "Cinefonie-Tag" in Saarbrücken findet nicht statt.

Wie der Veranstalter auf Facebook mitteilte, konnten keine ausreichenden Förder- und Sponsorenmittel eingeworben werden um die Veranstaltung durchzuführen. Der Cinefonie-Tag ist ein ambitioniertes (Stumm-)Film-/Musik-Festival und hat bereits drei Mal in den vergangenen Jahren stattgefunden. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

geige sepia 250Im Rahmen des Filmfestivals cinefest 2018, das vom 17. bis 25. November in Hamburg stattfindet, wird am Mittwoch, den 21. November 2018, von 14:00 bis 16:00 Uhr die Podiumsdiskussion "Film-Klänge – Stummfilmmusik heute" durchgeführt.

Stummfilme werden heute vor allem in ausgewählten Kinos, als Event und auf Festivals gezeigt – oftmals mit Livemusikbegleitung. Bei der Podiumsdiskussion in der Reihe "cinefest-Foren" wird thematisiert, was Stummfilmvertonung aktuell bedeutet. Auf dem Podium werden Marie-Luise Bolte (Pianistin, Komponistin, Stummfilmmusikerin), Hans-Christoph Hartmann (Saxophonist, Jazzmusiker, Stummfilmmusiker) und Fabio Quade (Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung) miteinander ins Gespräch kommen. Es moderiert Hans-Michael Bock von CineGraph. Veranstaltungsort ist die Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg (Arno-Schmidt-Platz, 20097 Hamburg). Der Eintritt ist frei.

Die cinefest-Foren werden veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen und der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein mit Unterstützung von Bild-Kunst. Das cinefest 2018 hat den Schwerpunkt "Meister des Weimarer Kinos – Joe May und das wandernde Bild". mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Klaus Regel

BlackPiratePoetry cTurnheim 250Im Repertoire von Ralph Turnheims Leinwand-Lyrik gibt es seit September 2018 ein neues Programm: "Black Pirate Poetry".

Der Sprachakrobat hat sich den amerikanischen Abenteuerfilm The Black Pirate aus dem Jahr 1926 vorgenommen und vertont ihn live – wie gewohnt mit spitzer Zunge und jeder Menge Reime. Turnheim ist wohl der einzige professionelle Stummfilmerzähler im deutschen Sprachraum.

Nach der Deutschlandpremiere von "Black Pirate Poetry" im Oktober 2018 in Offenbach findet nun die österreichische Premiere am 23. November 2018, mit tatkräftiger Unterstützung von Gerhard Gruber am Klavier, in den Wiener Breitenseer Lichtspielen statt. Folgevorstellungen sind dort am 24. und 25.11.2018 angesetzt (Kartenvorverkauf ist zum Beispiel hier möglich).

In Mittelpunkt des unterhaltsamen, in Zwei-Farben-Technicolor gedrehten Films (deutscher Verleihtitel "Der Seeräuber") steht Douglas Fairbanks senior, der in der titelgebenden Hauptrolle ein edles Fräulein vor lüsternen Piraten rettet. mehr

Lesetipps: Interviews von Stummfilm Magazin mit Ralph Turnheim über seine Arbeit und die Premiere von "Black Pirate Poetry"
Bildachweis: Ralph Turnheim/Leinwand-Lyrik

werner kuespert 250Im Rahmen einer Sonderveranstaltung zum hundertjährigen Ende des Ersten Weltkriegs wird im Café Hofgut Kieselberg am Samstag, den 24. November 2018, um 19:30 Uhr der deutsche Stummfilm Der müde Tod gezeigt.

Fritz Lang drehte den Klassiker des Weimarer Kinos, eine Parabel auf die Schicksalshaftigkeit des Lebens, im Jahr 1921. Auf der Leinwand sind Lil Dagover, Walter Janssen und Bernhard Goetzke zu sehen. Gezeigt wird eine neu restaurierte Fassung, die bei der Berlinale 2016 erstmalig gezeigt wurde.

Live zum Film spielt das Jazz-Ensemble Küspert & Kollegen: Till Martin (Saxophone und Klarinetten), Andreas Kurz (Kontrabass), Bastian Jütte (Schlagzeug) und Bandleader Werner Küspert (Gitarre und Komposition; Foto). "Unsere Musik klingt nicht wie traditionelle Stummfilm-Musik, sondern zeitgenössisch und unvorhersehbar", so Werner Küspert. Die international renommierten und kino-erfahrenen Musiker verbinden hohe Kunstfertigkeit mit viel Gefühl für die Filmsituationen. Werner Küspert schreibt für das Ensemble zeitgemäß-jazzige Musik – teilweise auf punktgenauen Einsatz komponiert, während andere Passagen viel Raum für Improvisation lassen.

Karten gibt es an der Abendkasse; Reservierung sind via Mail oder Telefon möglich unter www.hofgut-kieselberg.de, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Telefon 0175 99 653 78 oder 0176 44 235 947 (H. Mück).
Foto: Küspert & Kollegen

filmrestaurierung 250 10Am 12. November 1918, einen Tag nach dem Ende des ersten Weltkriegs und drei Tage nach der Ausrufung der Weimarer Republik, wurde durch den Rat der Volksbeauftragten die staatliche Zensur abgeschafft.

Unter anderem die Veröffentlichung von sogenannten Aufklärungs- und Sittenfilmen – wie etwa Richard Oswalds Die Prostitution (1919) und Anders als die Andern (1919) – war der (äußere) Anlass, die Filmzensur achtzehn Monate später wieder einzuführen. Rechtlicher Rahmen dafür war das Lichtspielgesetz vom 12. Mai 1920. mehr
Foto:Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

augen s w 250Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg mit dem Waffenstillstand von Compiègne. 17 Millionen Menschen, zehn Millionen Soldaten und sieben Millionen zivile Opfer, verloren ihr Leben. Mit der Kriegserklärung von Österreich-Ungarn an Serbien am 28. Juli 1914 nahm er seinen Anfang.

Nach dem Kriegsende und der fast zeitgleichen Ausrufung der Weimarer Republik (09.11.1918) begann das Ringen um neue Gesellschaftsmodelle und Lebensentwürfe. In dieser dynamischen und spannungsreichen, von Inflation, Armut, Streiks und Aufständen, aber auch von Innovationen und kreativer Energie geprägten Zeit wurden in den deutschen Filmateliers einige der bedeutendsten Werke der Kinogeschichte gedreht. Stummfilm Magazin würdigt mit der Initiative 100 Jahre Stummfilm-Klassiker der Weimarer Republik diese einzigartige Schaffensphase.

Onlinetipps
• Das European Film Gateway (EFG) hält auf seiner Internetseite eine vielzahl an historischen Filmen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs bereit. mehr
• Die virtuelle Ausstellung "Das Kino des Ersten Weltkriegs: Einsichten in eine transnationale Mediengeschichte" der Deutschen Digitalen Bibliothek zeigt mit historischem Film- und Fotomaterial, wie Filmausschnitte, Fotografien und Plakate ein Bild der Filmgeschichte des Ersten Weltkriegs zeichnen. Kuratiert wurde die Ausstellung vom Deutschen Filminstitut. mehr
Foto:Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Kalender

zwischentitel dezember 2018

Kinotipps, Festivals, Filmreihen und mehr ... den Stummfilm-Kalender für Dezember 2018 findet man hier

"Kino-Pravda" online

filmrestaurierung 250 03

Das Österreichische Filmmuseum hat die erhaltenen "Kino-Pravda"-Arbeiten von Dziga Vertov im Netz veröffentlicht. mehr

Tonbilder online

"Singende, sprechende und musizierende Films": filmportal.de macht digitalisierte Tonbilder aus der Frühzeit des Kinos online zugänglich. mehr