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turksib cover dvd absolut medienIn Kürze veröffentlicht Absolut Medien den russischen Dokumentarfilm Turksib ("Der Stählerne Weg") von Wiktor Turin als "video on demand" und "Download".

Der legendäre Dokumentarfilm aus dem Jahr 1929 handelt vom schwierigen Bau der durch die kasachische Steppe führenden Anschlussstrecke aus Turkestan (damals Sammelbegriff für das sowjetische Mittelasien) zur Transsibirischen Eisenbahn. Die Turk-Sib-Bahn war neben dem Großkraftwerk Dnjeprostroi und dem Wolga-Don‑Kanal eines der drei Großprojekte in den ersten Jahren des Fünfjahrplanes von 1928/29 und ideal geeignet, das Aufbruchspathos und die radikalen Veränderungen auch in den "exotischen Weiten“ der Sowjetunion zu illustrieren. Breiten Raum nimmt die Darstellung der beiden zu verbindenden Räume ein: das an Kirgisien grenzende südliche Kasachstan, als große, noch zu entwickelnde Baumwollregion, und das nördliche Kasachstan, von dem aus durch den Bahnanschluss Getreide, Holz und Wolle aus Sibirien leichter zugänglich werden. Besonders aber rückt der Film die Menschen ins Bild, für die sich durch den Eisenbahnanschluss das Leben und die Arbeitsmöglichkeiten radikal verändern.

Anders als im Film am Ende angegeben, wurde der Bau der Turksibstrecke nicht erst 1931, sondern schon im April 1930 vollendet und als große Errungenschaft gefeiert: „Wir stellen das neue Leben auf die Gleise!“ schrieb die Presse bei der Eröffnung. Diesem für die Region epochalen Ereignis kommt der Film nochmal ein halbes Jahr zuvor: Er zeigt den Erfolg und die Bedeutung der Bahnverbindung und die "Transformation des archaischen zum Neuen Menschen" bereits im Oktober 1929 in den russischen Kinos, Anfang 1930 auch in Deutschland – wo er begeistert aufgenommen wurde

"Turksib" ging weit über die damals üblichen Kulturfilme und ethnografischen Reisefilme hinaus. Er sollte bald darauf in den engagierten sowjetischen Dokumentarfilmen wie "Dschim Schwante" (auch: "Sol Swanetii"; "Das Salz Swanetiens", Regie: Michail Kalatosow 1930), "Drugaja Schisn" "(Das andere Leben", Regie: Juri Scheljabuschski, 1930, über Aserbaidschan) oder "Dwa Okeana" ("Zwei Ozeane", Regie: Wladimir Schnejderow, 1933, zur erstmaligen Befahrung der Nordost-Route durchs Eismeer) seine Fortsetzung finden. "Turksib" erweiterte die von Dsiga Wertows entwickelte Form des emotionalen Dokumentarfilms zu einem „filmischen Statement von neuem sozialem Optimismus“, so Sergej Kapterew im Pordenone-Katalog 2013.

Der Regisseur Wiktor Turin war mit Auslandserfahrung und als Reemigrant ein seltener Fall innerhalb der neuen Generation junger sowjetischer Filmschaffender. Er wurde 1895 in Sankt Petersburg geboren, studierte am M.I.T. in den USA und arbeitete ab 1916 in der Drehbuchabteilung von Vitagraph in Hollywood. 1921 kehrte er zurück und ging in die Ukraine, wo er vor "Turksib" drei Filme realisieren konnte, danach aber nur noch einen weiteren, bis zu seinem frühen Tod 1945. "Turksib" wurde sein experimentellster und bekanntester Film. Gedreht hat Turin ihn für die 1928 gegründete Organisation Wostokkino. Sie sollte das Filmwesen in den südlichen und mittelasiatischen Regionen der Russischen Sowjetrepublik fördern, zu der der Drehort Kasachstan bis 1936 gehörte. Wostokkino wurden 1930 nach der faktischen Liquidierung der ukrainischen Studios WUFKU und Ukrainfilm auch alle ukrainischen Filme ab 1929/30 zugeschrieben.

"Turbsib" hatte nach den Experimenten Robert Flahertys, Walter Ruttmanns und Dsiga Wertows in den 1920er Jahren dem künstlerischen Dokumentarfilm mit zum Durchbruch verholfen. John Grierson, der die englische Fassung 1930 in Großbritannien herausbrachte, und Basil Wright etwa haben die große Bedeutung für die britische soziale Dokumentarfilmbewegung und ihren Film Night Mail (1936) betont. Vor allem wegen der dynamischen Kamera und Montage, aber auch wegen seiner klaren politisch-sozialen Botschaft einer neuen Epoche und eines "Neuen Menschen" wird "Turksib" zum Kanon der wichtigsten Dokumentarfilme der Weltkinematografie gerechnet. mehr

Titel/Originaltitel: Turksib (Stalnoi put)
Musik: Richard Siedhoff
Herausgeber: Rainer Rother, Alexander Schwarz
ISBN: 978-3-8488-5616-9
EAN: 978-3-8488-5616-9
FSK: Info
Länge: 71
Bild: S/W
Sprache: Russisch
Untertitel: deutsche Untertitel
Label: absolut MEDIEN
Reihe: absolut on demand

DVD-Tipp: Im Frühjahr 2017 wurde die Doppel-DVD Der Neue Mensch - Aufbruch und Alltag im revolutionären Russland in der Reihe Edition Suhrkamp/Absolut Medien veröffentlicht.

Textquelle und Bild: Absolut Medien GmbH, www.absolutmedien.de

cyankali dvd cover absolut medien 2016 250Der österreichische Schauspieler, Filmregisseur und Filmproduzent Hans Tintner starb vor 75 Jahren, am 28. September 1942, im Konzentrationslager Auschwitz.

Tintner inszenierte unter anderem das seinerzeit umstrittene, an den Kinokassen erfolgreiche Sozialdrama Cyankali (1930). Während der Dreharbeiten wurde der stumm konzipierte Film auf Ton umgestellt. Davon zeugen zwei im Tri-Ergon-Verfahren (Lichtton) aufgenommene Tonfilm-Passagen und die Ausstattung des übrigens Films mit Musik. Tintner wurde am 28. November 1894 in Wien geboren. mehr

DVD-Tipp: Im Herbst 2016 wurde die Doppel-DVD "Cyankali", unter anderem mit der Filmversion von 1930, veröffentlicht (Absolut Medien). mehr

Lesetipp: "Filmhistorisches Fundstück in „Cyankali“ (1930): Frühe Darstellung einer lesbischen Frau und einer Homosexuellenzeitschrift" mehr

Bild: Absolut Medien

filmklappe blau 250 orange ohne soundAnlässlich des 125. Geburtstags von Bergsteiger und Schauspieler Luis Trenker am 04. Oktober 2017 zeigt das Murnau-Filmtheater in Wiesbaden am Mittwoch, den 04.10.2017, und am Samstag, den 07.10.2017, jeweils um 15.30 Uhr den Stummfilm Der grosse Sprung.

Regie bei dem amüsanten Sportfilm aus dem Jahr 1927 führte Arnold Fanck, auf der Leinwand sind neben Luis Trenker Leni Riefenstahl und Hans Schneeberger zu sehen. Die Originalfilmmusik komponierte Werner Richard Heymann, der als Künstler jüdischer Herkunft nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 emigrierte. Da seine Partituren verschollen sind, spielte Neil Brand anlässlich der Restaurierung des Films durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung 2005 eine neue Musik ein.

Der junge hypochondrische Berliner Millionär Michael Treuherz fährt auf Anraten seines Arztes ins Hochgebirge. Dort trifft er auf die Ziegenhirtin Gita und verliebt sich sofort in sie. Doch da gibt es noch den jungen Bauernburschen Toni, der ebenfalls Gitas Herz erobern will. mehr 
Textquelle: Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Am Mittwoch, den 30. September 2017, wird im Kino des Filmmuseum Postdam Salomé gezeigt. Die Livevertonung erfolgt am Mixtur-Trautonium.

Regisseur Charles Bryants Stummfilm hatte am 31. Dezember 1922 in New York seine Premiere. Das nach dem Theaterstück von Oscar Wilde produzierte Werk beeindruckt auch heute noch durch seine artifizielle Ausstattung und Inszenierungsweise. In der titelgebenden Hauptrolle ist Alla Nazimova zu sehen. Nazimova, wie sie in der Stummfilmzeit verkürzt genannt wurde, war russischer Herkunft und gehört zu den ersten großen Stars des frühen Hollywoodkinos. mehr

Außergewöhnlich ist die musikalische Livevertonung im Filmmuseum Potsdam. Mit dem Einsatz für die Filmmusik zu Die Vögel (1963) erlangte das Trautonium, ein Vorläufer des Synthesizers, Bekanntheit über die Musikszene hinaus. Der Musiker und Komponist Peter Pichler ist ein Kenner des komplexen Instruments und wird es am 30.09.2017 zum Leben erwecken. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

die wuerghand filmarchiv austria 250Vom 20. bis 30. Oktober 2017 zeigt das METRO Kinokulturhaus die Retrospektive "Carmen Cartellieri - eine österreichische Filmpionierin". Die Filmreihe wurde vom Filmarchiv Austria zur Viennale 2017 zusammengestellt.

Carmen Cartellieri, 1891 als Franziska Ottilia Cartellieri in Mähren geboren, dreht mit 26 Jahren – ohne jede schauspielerische Erfahrung – ihren ersten Film. Naheliegend ist, dass sie bei den Betreibern der Wiener Regent-Film Schauspielunterricht genommen hat, dort ihr Talent erkannt worden ist und sie so die Titelrolle in "Anjula, das Zigeunermädchen" (1921) erhalten hat. Wenngleich es bis zum nächsten Film noch rund ein Jahr dauern sollte, ist dies doch der Startschuss zu einer ungewöhnlichen, aber auch disparat verlaufenden Karriere. Innerhalb von elf Jahren dreht Cartellieri rund 40 Spielfilme und gehört damit zu den am häufigsten beschäftigten österreichischen Schauspielerinnen der 1920er-Jahre. Einen Namen macht sie sich an der Seite des Regisseurs Cornelius Hintner (1875–1922) bei den Budapester Filmgesellschaften Star und Astra.

anjula die Liebe vom zigeunerstamm filmarchiv austria 250Nach dem Ende der Räterepublik übersiedeln die beiden nach Wien, wo Cartellieri im Zuge einer beispiellosen Medienkampagne zum Star wird. Es folgen zwei vielbeachtete Eigenproduktionen, die schließlich in der Gründung der Cartellierifilm GmbH münden. Die Jahre des Aufschwungs der heimischen Filmindustrie während der Inflationszeit von 1920 bis 1923 markieren den Höhepunkt ihrer Karriere. Sie gehört zu Wiens bekanntesten Schauspielerinnen, wird als »schönste« ver- und geehrt. Wenngleich Cartellieris Produktionsgesellschaft nur drei Filme herausbringt, um dann an internen Differenzen mit einem italienischen Finanzier und den Mechanismen der Hyperinflation zu scheitern, bleibt sie auch die Jahre danach noch hoch im Kurs. Auch in Nebenrollen überrascht sie die Kritiker mit ihrer starken Präsenz und schauspielerischen Natürlichkeit. 1928 spielt sie ihre letzte Rolle, ihre Karriere endet unmittelbar vor Beginn der Tonfilm-Ära. 1953, im Alter von 62 Jahren, stirbt Cartellieri in Wien.

Für die Retrospektive hat das Filmarchiv Austria einen Großteil der Filme digital restauriert bzw. auch rekonstruiert; Kurator ist Armin Loacker vom Filmarchiv Austria. Anlässlich der Schau erscheint in der neuen Filmarchiv-Austria-Edition "Film Geschichte Österreich" eine umfassende Publikation zu Carmen Cartellieri.

Filme der Retrospektive

Freitag, 20.10.2017, 19:00 Uhr
Spielfilmfragmente 1: ANJULA, DAS ZIGEUNERMÄDCHEN (Cornelius Hintner, A 1919), DIE VERSCHWÖRUNG (Emil Justitz, H/A 1919)
Live-Musik von Stefan Fraunberger

Smstag, 21.10.2017, 16:00 Uhr
DIE WÜRGHAND (Cornelius Hintner, A 1920)
Live-Musik von Juergen Berlakovich & Ulrich Troyer

Snntag, 22.10.2017, 16:00 Uhr
DIE FRAUEN DES HARRY BRICOURT (Richard Arvay, A 1922)
Live-Musik von Haskii

Montag, 23.10.2017, 19:00 Uhr
Spielfilmfragmente 2: DIE SPORTLADY (Cornelius Hintner, A 1922), DIE PUPPE DES MAHARADSCHA (Hans Homma, A 1924), DAS GEHEIMNIS DER SCHRIFT (J.W. Bayer, A 1924)
Live-Musik von Shilla Strelka

Dienstag, 24.10.2017, 19:00 Uhr
WAS IST LIEBE (Leopold Niernberger, A 1924)
Live-Musik von Battle-ax

Mittwoch, 25.10.2017, 19:00 Uhr
ORLAC’S HÄNDE (Robert Wiene, A 1925)
Live-Musik von Raumschiff Engelmayr

Donnerstag 26.10.2017, 16:00 Uhr
DER ROSENKAVALIER (Robert Wiene, A 1926)
Live-Musik von Cordula Boesze & Wolfgang Fuchs

Freitag, 27.10.2017, 19:00 Uhr
DER BALLETTERZHERZOG. EIN WIENER SPIEL VON TANZ UND LIEBE (Max Neufeld, A 1927)
Live-Musik von The Closing

Samstag 28.10.2017, 16:00 Uhr
DIE STRECKE (Max Neufeld, A 1927)
Live-Musik von Wien Diesel

Sonntag, 29.10.2017, 16:00 Uhr
DIE EHE EINER NACHT (Robert Wohlmuth, A 1927)
Live-Musik von Asfast & Idklang

Textquelle und Fotos: Filmarchiv Austria

fb leuchtreklame 250Walther Ruttmanns "Berlin – Die Sinfonie der Großstadt" wurde am 23. September 1927 in Berlin uraufgeführt.

Der Dokumentar- und Montagefilm zeigt chronologisch einen Tag in Berlin in dynamisch zusammengeschnittenen Aufnahmen und Bildkompositionen. Regisseur Ruttmann war einer der einflussreichsten deutschen Experimentalfilmer. Beteiligt am Drehbuch und an der Kameraarbeit war unter anderem Karl Freund. "Berlin – Die Sinfonie der Großstadt"  ist heute einer der populärsten, meistgezeigten Werke der Stummfilmära. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Am 23. September 1927, vor 90 Jahren, wurde der Film "Sunrise – A Song Of Two Humans" uraufgeführt.

Friedrich Wilhelm Murnau drehte mit "Sonnenaufgang – Lied von zwei Menschens", so der deutsche Titel, seinen ersten Film in den USA. George O’Brien und Janet Gaynor spielten die Hauptrollen in diesem künstlerisch herausragenden Meisterwerk voller optischer Raffinesse. Bei der ersten Oscar-Verleihung im Jahr 1929 erhielt der Film drei Trophäen. In Hitlisten zu den besten Werken der Filmgeschichte rangiert  "Sunrise" regelmäßig auf den vorderen Plätzen. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

murnau stern berlin 250Die Friedrich Wilhelm Murnau-Gesellschaft Bielefeld zeigt bei ihrem 28. Film+MusikFest vom 27. Oktober bis 12. November 2017 Stummfilme mit Livemusik unter dem Motto „Das gewisse Etwas“.

"Wer hat es? Wer nicht? Und was ist es überhaupt?": Schauspielerin Clara Bow hat es als „It-Girl“ unsterblich gemacht. Erstmals beschrieben wurde das gewisse Etwas von Elinor Glyn – amerikanischer Bestseller- und Drehbuchautorin, Exzentrikerin, Mätresse zweier englischer Politiker – in ihrem Zeitungsroman "It". Glyn tritt in einer Szene in dem nach ihrem Roman gedrehten Film "It" auf, der Auftakt und Leitmotiv des 28. Film+MusikFests ist. Clara Bow, die als „Männerfalle“ in dem Film „Mantrap“ erstmals beim Film+MusikFest auf der Leinwand zu sehen war, brilliert jetzt in der Komödie, die zeigt, was spätere It-Girls sich abschaut haben.

Neben Clara Bow in "It" hat auch die unverwechselbare Greta Garbo einen glanzvollen Auftritt als "Woman of Affairs". Und dass auch ein Mann das gewisse Etwas haben kann, macht Ernst Lubitsch als einer der berühmtesten Regisseure des frühen Kinos mit seinem so benannten „Lubitsch Touch“ deutlich, der schon in der frühen "Bergkatze" spürbar ist.

Die Friedrich Wilhelm-Murnau Gesellschaft Bielefeld e.V. zeigt anlässlich des 28. Film+Musik Fest sechs Stummfilme und lädt dazu in die Rudolf-Oetker-Halle und das Lichtwerk ein. mehr

Programm

• Freitag, 27.10.2017, 20.00 Uhr, Das gewisse Etwas (USA 1927), Regie: Clarence G. Badger, Livemusik: Staatsorchester Braunschweig 
• Sonntag, 29.10.2017, 17.00 Uhr, Die Liebe der Jeanne Ney (D 1927), Regie: Georg Wilhelm Pabst, Livemusik: Live-Filmmusik-Orchestra unter Leitung von Stephan Graf von Bothmer
• Donnerstag, 02.11.2017, 20.00 Uhr, Nachtgestalten (D 1929), Regie: Hans Steinhoff, Livemusik: Duo WeberWendt
• Donnerstag, 09.11.2017, 20.00 Uhr, Der Gang in die Nacht (D 1921), Regie: Friedrich Wilhelm Murnau. Livemusik: Eunice Martins
• Freitag, 10.11.2017, 20.00 Uhr, A Woman of Affairs (USA 1928), Regie: Clarence Brown, Livemusik: Bielefelder Philharmonikerunter der Leitung von Bernd Wilden
• Sonntag, 12.11.2017, 17.00 Uhr, Die Bergkatze (D 1921), Regie: Ernst Lubitsch, Livemusik: Cinematografisches Orchester unter der Leitung von Axel Goldbeck

Textquelle: Friedrich Wilhelm Murnau-Gesellschaft Bielefeld; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer (das Bild zeigt den Stern für F. W. Murnau auf dem Potsdamer Platz in Berlin)

filmstreifen 01 250Im Kino der Technischen Sammlungen Dresden werden am Freitag, den 22. September 2017, um 20:00 Uhr Kinamo-Kurzfilme von 1924 bis 1937 gezeigt.

Eine Einführung hält Dr. Ralf Forster vom Filmmuseum Potsdam, am Klavier spielt Matthias Hirth. Die Vorstellung ist der Abschluss der Filmreihe "Emanuel Goldbergs Kinamo und der Dokumentarfilm", die seit April 2017 läuft. Die von Emanuel Goldberg, einem Begründer der Firma Zeiss Ikon, im Jahr 1921 in Dresden entwickelte Filmkamera Kinamo revolutionierte den Dokumentarfilm. Mit dem neuen kompakten Aufnahmegerät war das Filmen "aus der freien Hand" möglich geworden. Viele bedeutende Dokumentarfilme wurden mit Goldbergs Erfindung gedreht. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 08 250100 Jahre Russische Revolution und 60 Jahre Städtepartnerschaft Hamburg–Sankt Petersburg sind für das Kommunale Kino Metropolis in Hamburg gleich zwei Anlässe, die Stummfilmtage "Imagining October" vom 21. bis 28. September 2017 durchführen.

Fast alle Aufführungen werden mit Livemusik, einige zudem mit Vorfilm präsentiert. Zu sehen sind unter anderem Aelita (SU 1924), Das Ende von von St. Petersburg (SU 1927), Die seltsamen Abenteuer des Mr. West im Lande der Bolschewiki (SU 1924), Oktober (SU 1928) und Panzerkreuzer Potemkin (SU 1925/30). Kuratiert wurde die Veranstaltung von Thomas Tode. Die Filmreihe wird mit Unterstützung der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

ihr dunkler punkt murnau stiftung 250Am Mittwoch, den 20. September 2017, zeigt das Murnau-Filmtheater in Wiesbaden um 20:15 Uhr den Stummfilm Ihr dunkler Punkt.

Lilian Harveys erster Ufa-Film und dann gleich eine Doppelrolle! Die Baronesse Lilian von Trucks wird in einem Luxus-Hotel als Juwelendiebin verhaftet. Doch auf der Polizeistation wird das Missverständnis schnell aufgeklärt: Es gibt eine Hochstaplerin die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Als Lilian jedoch den charmanten Verehrer (Willy Fritsch) ihrer Doppelgängerin kennenlernt, nimmt sie die Rolle der Diebin Yvette nur zu gerne an …

Die Regie bei der deutschen Komödie aus dem Jahr 1928 führte Johannes Guter. Uwe Oberg wird den Film live am E-Piano begleiten. Eine Einführung in das Werk gibt die Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik.
Textquelle und Foto: Murnau-Stiftung (Das Bild zeigt Willy Fritsch und Lilian Harvey in einer Filmszene.)

ellen m harrington deutsches filminstitut 250Ellen M. Harrington, derzeit Leiterin der Sammlungen am Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles, wird Direktorin des Deutschen Filminstituts in Frankfurt am Main.

Die studierte Film- und Literaturwissenschaftlerin wird die Leitung des Instituts, zu dem auch das Deutsche Filmmuseum gehört, in Nachfolge von Claudia Dillmann zum 01. Januar 2018 übernehmen.

Harrington arbeitet seit 1993 für die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Beverly Hills. Zuvor war sie für gemeinnützige Filminitiativen sowie in der Filmproduktion tätig. Sie war Direktorin für Ausstellungen und Filmveranstaltungen sowie Gründungsdirektorin des International Outreach Program der Academy, die auch die Oscars® verleiht. Mit der Gründung des akademieeigenen Filmmuseums im Jahr 2013 wechselte sie als Direktorin für Ausstellungen und Sammlungen in den Planungsstab des Großprojektes und ist seit 2015 für Aufbau und Konzeption der Museumssammlung zuständig.

Im Lauf ihrer Karriere hat Ellen Harrington für die Academy und für Partnerinstitutionen rund 50 Filmausstellungen kuratiert sowie weitere 30 Ausstellungsübernahmen verantwortet. Sie hat außerdem für die Academy, für internationale Filminstitutionen und Festivals mehr als 500 Filmvorführungen realisiert, darunter Retrospektiven, Hommagen und Bildungsveranstaltungen. Mit dem Deutschen Filmmuseum arbeitete sie mehrfach zusammen, besonders intensiv im Rahmen der Ausstellung "„And the Oscar® goes to... 85 Jahre ‚Bester Film'", welche das Deutsche Filmmuseum 2012 in Frankfurt realisierte. Derzeit schließt Ellen M. Harrington in Zusammenarbeit mit dem Getty Museum ein großes Ausstellungsprojekt über lateinamerikanische Filmkultur der 1960er Jahre bis in die Gegenwart ab.
Textquelle und Foto: Deutsches Filminstitut - DIF e.V./Deutsches Filmmuseum

filmstreifen 06 250"Zehn Tage, die die Welt erschütterten" nannte John Reed sein Buch, in dem er die Geschehnisse rund um die russische Oktoberrevolution, die er vor Ort persönlich miterlebte, beschrieb.

Das Filmarchiv Austria in Wien widmet vom 14. bis 25. Oktober 2017 dem Ereignis eine Filmschau unter dem Titel "Oktober 1917. Die Russische Revolution im Sowetkino". Die Reihe versucht den Weg zur Oktoberrevolution und ihren Folgen in Form von Spielfilmen, die in der Sowjetunion entstanden sind, nachzuzeichnen. Es wurden Werke ausgewählt, die das reale Leben der Menschen vor dem jeweiligen historischen Hintergrund reflektieren. Der erste, im September 2017 zu sehende Teil der Schau endet mit dem 1918 einsetzenden Bürgerkrieg. Der zweite Teil, der im November 2017 gezeigt wird, schildert den Weg vom Bürgerkrieg zum Sowjetstaat von dessen Anfängen bis zu seinem Ende. Kurator der Reihe ist Helmut Pflügl vom Filmarchiv Austria.

Dem Jahrhundertereignis Oktoberrevolution und der Filmgeschichte der Sowjetunion widmet sich auch die gemeinsame Retrospektive von Österreichischem Filmmuseum und Viennale im Oktober/November 2017. mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 orange ohne soundAm 12. September 1917, vor hundert Jahren, gründeten August Arnold und Robert Richter in München die Firma Arnold & Richter, heute Arnold & Richter Cine Technik (ARRI).

Bereits zur Stummfilmzeit etablierte sich die Firma durch Innovationen im Bereich der Filmherstellung, insbesondere bei der Konstruktion von Filmkameras. Bis heute setzt ARRI immer wieder Maßstäbe im Segment der professionellen Filmproduktion und wurde dafür schon vielfach ausgezeichnet, unter anderem mehrmals mit dem Academy Award ("Oscar"). Wikipedia Firmenwebseite
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 09 250Passend zum Luther Jahr vom 31. Oktober 2016 bis 31. Oktober 2017 wird am Samstag, den 16. September 2017, um 20:30 Uhr im Dom zu Halle der Stummfilm Luther – Ein Film der deutschen Reformation  gezeigt.

Hans Kyser dreht den deutschen Historienfilm im Jahr 1927 mit Eugen Klöpfer als Reformator. Der Werk wurde vor Kurzem vom Bundesarchiv aufwändig restauriert. Die Musik zum Film wird live von Domkantor Gerhard Noetzel an der Orgel des imposanten Renaissance-Gebäudes gespielt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind am Ausgang erbeten. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Bonn 2018

 Abwege Copyright Foerderverein Filmkultur Bonn ev 250

Vom 16. bis 26. August 2018 finden die 34. Internationalen Stummfilmtage im Arkadenhof der Bonner Universität statt. mehr

UFA Filmnächte 2018

Vom 22. bis 24. August 2018 finden zum achten Mal die UFA Filmnächte in Berlin statt. mehr

Tonbilder online

"Singende, sprechende und musizierende Films": filmportal.de macht digitalisierte Tonbilder aus der Frühzeit des Kinos online zugänglich. mehr

Regensburg 2018

Vom 14. bis 19. August 2018 findet die 36. Regensburger Stummfilmwoche statt. mehr