filmstreifen 04 250Mit "Altweiber" startet am 23. Februar 2017 die heiße Phase des Karnevals. In Köln, der Hochburg des Frohsinns, wurde vor 90 Jahren der Stummfilm "Der Bettler vom Kölner Dom" gedreht, dessen Handlung in der närrischen Zeit angesiedelt ist.

In dem unterhaltsam inszenierten Krimi sind Originalaufnahmen vom Kölner Karnevalsumzug 1927 eingeschnitten. Unter der Regie von Rolf Randolf spielte Carl de Vogt die titelgebende Hauptrolle. Der Film liegt in einer hervorragenden Veröffentlichung der Edition Filmmuseum vor. mehr

Nosferatu D 1922 011 1 filmarchiv austria1947 veröffentlichte der emigrierte Soziologe und Filmkritiker der Frankfurter Zeitung, Siegfried Kracauer (1889–1966), in Princeton seine Untersuchung "From Caligari to Hitler. A Psychological History of the German Film", die ganz entscheidend unser Verständnis des deutschen Stummfilms geprägt hat.

Für Kracauer spiegelt Film gesellschaftliche Entwicklungen wider, sei es offen oder indirekt und verschlüsselt. Im deutschen Film vor 1933 sieht er „Kollektivdispositionen" einer kulturellen Verunsicherung: Das Chaos nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des Kaiserreichs wird reflektiert in Geschichten von Identitätsverlusten, übermächtigen Tyrannenfiguren und der Betonung des Schicksalhaften. Der Angst vor der Moderne, die mit Althergebrachtem bricht, wird mit einer indifferenten Flucht zurück in die Natur begegnet. Ansätzen zu Realismus und Neuer Sachlichkeit fehlt der Mut zur Hinterfragung politischer Ursachen. Als im deutschen Film zu Beginn der Tonfilmzeit vereinzelt engagierte Filme der politischen Linken entstehen und psychologische Studien gesellschaftliche Strömungen durchleuchten, ist es zu spät: Eskapistische Träume und nationalistische Geschichtsklitterung ebnen den Weg in die Hitler-Diktatur.

Anders als die Andern D 1919 001d filmarchiv austriaSicherlich hat Kracauers einseitige Interpretation, die mit einer Forderung nach politischer Stellungnahme einhergeht, in manchen Fällen die Sicht auf einzelne Filme verengt oder gar verzerrt. Dennoch ist das Gesamtbild, das er zeichnet, für das Verständnis der Zeit sehr erhellend und lässt durchaus auch Rückschlüsse auf heutige Entwicklungen zu. Die Filmreihe versucht, anhand von ausgewählten Filmbeispielen, die nach Themenblöcken gruppiert sind, Kracauers Positionen nachvollziehbar zu machen. Dabei werden eigene Gewichtungen vorgenommen und auch Filme herangezogen, die Kracauer in seinen Schriften nicht erwähnt, die aber seine Argumentationen unterstreichen.

Die von Stefan Drößler vom Filmmuseum München kuratierte Retrospektive "Von Caligari zu Hitler" wird in zwei Teilen gezeigt, der zweite Teil folgt im April 2017. Desweiteren startet im Rahmen der Retrospektive eine Vorlesungsreihe von Klaus Davidowicz und Frank Stern an der Universität Wien. Die Lehrveranstaltung findet im METRO Kinokulturhaus statt.

Die Filmreihe wird am Freitag, den 20. März 2017, um 18:00 im Metro Kinokulturhaus offiziell eröffnet:
• 18:00 Einführungsvorlesung »Von Caligari zu Hitler – Unterhaltung und Propaganda« von Frank Stern und Klaus Davidowicz
• 19:00 DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM (D 1920), Regie: Paul Wegener und Carl Boese, mit Live-Musik von Richard Eigner aka Ritornell
• 20:30 Podiumsdiskussion mit Klaus Davidowicz, Karola Gramann, Drehli Robnik, Heide Schlüpmann und Frank Stern, Moderation: Melanie Letschnig

Alle Filme der Retrospektive in der Übersicht

Motivkomplex TYRANNEN UND CHAOS

DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM
(Paul Wegener, D 1920)
MO 20.3., 19:00 | SO 2.4., 18:30

NOSFERATU. EINE SYMPHONIE DES GRAUENS
(Friedrich Wilhelm Murnau, D 1922)
MO 27.3., 19:00 | DO 30.3., 21:00

HOMUNCULUS
(Otto Rippert, D 1916)
Österreichische Erstaufführung der rekonstruierten Fassung
SA 1.4., 19:00

DAS CABINET DES DR. CALIGARI
(Robert Wiene, D 1920)
SO 26.3., 19:00 | DI 28.3., 21:00

DR. MABUSE, DER SPIELER
(Fritz Lang, D 1922)
Teil 1: FR 24.3., 20:30 | DO 30.3., 18:00 Teil 2: SO 26.3., 20:30 | FR 31.3., 18:00

Motivkomplex SCHICKSAL, STRASSEN- UND TRIEBFILME

DER MÜDE TOD
(Fritz Lang, D 1921)
SA 25.3., 18:30

VON MORGENS BIS MITTERNACHTS
(Karlheinz Martin, D 1921)
zusammen mit DIE FLAMME (Ernst Lubitsch, D 1922)
FR 31.3., 20:45

SCHATTEN – EINE NÄCHTLICHE HALLUZINATION
(Artur Robison, D 1923) FR 31.3., 18:30

DER LETZTE MANN
(Friedrich Wilhelm Murnau, D 1924)
MI 29.3., 18:30 | SO, 2.4., 16:30

Motivkomplex NATURMYSTIFIZIERUNG

NERVEN
(Robert Reinert, D 1919)
DO 23.3., 20:00

ALGOL
(Hans Werckmeister, D 1920) MO 27.3., 18:00

WEGE ZU KRAFT UND SCHÖNHEIT – EIN FILM ÜBER MODERNE KÖRPERKULTUR
(Wilhelm Prager, D 1925)
DI 28.3., 19:00

DER HEILIGE BERG
(Arnold Fanck, D 1925)
SO 26.3., 16:30

Motivkomplex DIE MODERNE

DER TUNNEL
(William Wauer, D 1915)
SA 1.4., 16:30

ICH MÖCHTE KEIN MANN SEIN
(Ernst Lubitsch, D 1918)
zusammen mit ANDERS ALS DIE ANDEREN
(Richard Oswald, D 1919)
Vorführungstermin(e) werden nachgereicht

WUNDER DER SCHÖPFUNG
(Hanns Walter Kornblum, D 1925)
SA 25.3., 18:00

METROPOLIS
(Fritz Lang, D 1926)
SA 25.3., 20:30

Motivkomplex REALISMUS UND NEUE SACHLICHKEIT

DIE VERRUFENEN
(Gerhard Lamprecht, D 1925)
DO 30.3., 18:45

GEHEIMNISSE EINER SEELE
(Georg Wilhelm Pabst, D 1926)
SA 25.3., 16:30

BERLIN. DIE SINFONIE DER GROSSSTADT
(Walther Ruttmann, D 1927)
FR 24.3., 19:00 | FR 31.3., 20:15

MENSCHEN AM SONNTAG
(Robert Siodmak/Edgar G. Ulmer, D 1930)
SA 1.4., 18:00

Text & Fotos (oben "Nosferatu" von 1922, unten "Anders als die Anderen" von 1919): Filmarchiv Austria

fb leuchtreklame 250Der Abend "Ma(i)nhatta – Stummfilm – Musik – Varieté" lädt zu einer Zeitreise ein: jede Menge Film, eine Band, Sänger, Tänzer, Rollkunstläufer ... ein Kinoerlebnis der besonderen Art am Freitag, den 24. Februar 2017, um 19.30 Uhr im Frankfurter Opernhaus.

Neben Frankfurter „Aktualitäten“ aus der Stummfilmzeit werden Charlie Chaplins The Immigrant (1916), das filmische Poem Manhatta (1921) von Charles Sheeler und Paul Strand sowie das Gangsterdrama Regeneration von Raoul Walsh (1915) gezeigt. Während die Musik zum zuletzt genannten Film von Peter Reiter-Schaub (seit 1999 Pianist der hr-Bigband) stammt, hat den Live-Soundtrack zu den übrigen Werken der Komponist Uwe Dierksen geschrieben, der u.a. seit 1983 als Posaunist im Ensemble Modern tätig ist. Seine Musik orientiert sich am Music-Hall-Sound der 1910er Jahre, fusioniert ihn mit modernen Jazz-Elementen und atmet zugleich das swingende Amüsement und den Maschinendampf der Metropolen von einst.

Zu den Mitwirkenden des Abends zählen neben den Musiker der hr-Bigband und des Ensemble Modern unter anderem die Sänger Elizabeth Reiter (Sopran) und Ludwig Mittelhammer (Bariton) aus dem Ensemble bzw. Opernstudio der Oper Frankfurt sowie die Rollkunstläufer Rollʼs Royce Hanau.

Mit "Ma(i)nhatta" wird im Frankfurter Opernhaus, unweit der damaligen Kinosäle rund um die Kaiserstraße, eine versunkene Kinokultur visuell und musikalisch erlebbar. Denn: In vielen Lichtspielhäusern der Stummfilmzeit war der Hauptfilm oftmals in ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm eingebettet.

Am Veranstaltungstag findet um 18 Uhr im Chagallsaal eine Einführung unter dem Titel "Vor`m Film" mit Uwe Dierksen (Komponist), Nina Goslar (arte-Filmredaktion), Christian Setzepfandt (Frankfurter Stadtführer) und Mareike Wink (Oper Frankfurt) statt.

"Ma(i)nhatta" wird in Kooperation mit ZDF/arte und mit freundlicher Unterstützung der Aventis Foundation veranstaltet. Die Dramaturgie des Abends liegt bei Mareike Wink und Nina Goslar (als Gast). Weitere Informationen und einen Videoclip  findet man hier.

Karten sind unter www.oper-frankfurt.de  oder im telefonischen Vorverkauf unter 069–212 49 49 4 erhältlich.
Textquelle: Pressemitteilung Oper Frankfurt. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

murnau stern berlin 250Jazz trifft auf Stummfilmklassiker: Der Pianist Michael Wollny improvisiert mit Eric Schaefer am Schlagzeug und dem ältesten Orchester Norwegens, dem Norske Blåseensemble, am 24. Februar 2017, um 19.30 Uhr, im Foyer der Versicherungskammer Bayern in München zu Nosferatu– Eine Symphonie des Grauens.

Mit der eindrucksvollen Inszenierung seiner gespenstischen Hauptfigur gehört der Film von Friedrich Wilhelm Murnau zu den wichtigsten Werken des Kinos der Weimarer Republik. Der Klassiker ist eine Adaption von Bram Stokers Roman Dracula und erzählt von der Reise eines jungen Maklers nach Transsylvanien im Jahr 1838: Thomas Hutter macht sich auf den Weg, um dem lichtscheuen Grafen Orlok ein Haus in seiner Heimatstadt zu verkaufen. Als der Graf ein Bild von Hutters Frau entdeckt, ist wie gebannt von ihrer Schönheit und macht sich umgehend auf den Weg zu ihr …

Mit dem Filmkonzert der Versicherungskammer Kulturstiftung wird Murnaus Meisterwerk durch eine zeitgenössische Improvisation neu zum Leben erweckt: Michael Wollny, Eric Schaefer und das Norske Blåseensemble treten in einen spontanen Dialog mit den expressionistischen Bildern. Eine Konzerteinführung gibt Prof. Gerd Baumann von der Hochschule für Musik und Theater München. Das Filmkonzert ist eine Veranstaltung der Versicherungskammer Kulturstiftung in Kooperation mit dem Lenbachhaus.

Veranstaltungsort:Foyer der Versicherungskammer Bayern, Warngauer Str. 30, München
Tickets: Wenige Restkarten an der Abendkasse.
Mehr Infos hier

Textquelle: Pressemitteilung Versicherungskammer Kulturstiftung. Das Bild zeigt den Stern für F. W. Murnau auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

lubitsch stern berlin 250In der Reihe Lecture & Film: Schnell wie der Witz – Die Filme von Ernst Lubitsch wird im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main am 19. Februar 2017 um 18:00 Uhr der Stummfilm Die Augen der Mumie Mâ gezeigt.

Ernst Lubitsch drehte das Drama 1918 mit Pola Negri, Emil Jannings und Harry Liedtke. Uwe Oberg begleitet am Klavier das Geschehen auf der Leinwand. Als Vorfilm wird der kurze Wochenschau-Ausschnitt "Ebert bei Anna Boleyn" von 1920 gezeigt. mehr

Zum Inhalt von "Die Augen der Mumie Mâ": Auf einer Reise durch den Orient möchte sich der Maler Alfred Wendland das Grab der Mumie Mâ ansehen. Er sucht vergeblich einen Ortskundigen, der ihn dorthin bringt, macht sich schließlich alleine auf den Weg und trifft in der Grabkammer auf den Wächter Radu, der dort eine schöne Ägypterin versteckt hält. Die junge Frau sieht Mâ täuschend ähnlich. Wendland gelingt es, die junge Frau zu retten und nach Europa zu bringen, wo sie als Tänzerin auftritt. Doch die Rache der Pharaonen lässt nicht lange auf sich warten.

"Lecture & Film: Schnell wie der Witz – Die Filme von Ernst Lubitsch" ist eine Veranstaltungsreihe des Deutschen Filmmuseums, des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe Universität und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie" (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe Universität und des Kulturamts der Stadt Frankfurt.

Mit Material einer Pressemitteilung des Deutschen Filmmuseums
Das Bild zeigt den Stern für Ernst Lubitsch auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto
: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Die freudlose Gasse D 1925 027 1 valeska gert Valeska Gert (1892 – 1978) machte ihren ganzen Leib, einschließlich ihres Gesichts und ihrer Stimme, zum Instrument ihrer kompromisslos expressiven Kunst.

Anhand ausgewählter Fotografien und Filmaufnahmen wirft das Filmarchiv Austria mit der Retrospektive und Ausstellung "Valeska Gert: Gesicht – Körper – Bewegung" vom 10. März bis 02. April 2017 ein Streiflicht auf die Rollen, die sie in den verschiedenen Phasen ihres Schaffens verkörpert hat.

Sie war Tänzerin, Kabarettistin, Schauspielerin und zuweilen auch Nachtklubbesitzerin. "Grotesktanz", "Tanzpantomime", "getanzte Zeitsatire" – schon die Begriffe, die die zeitgenössische Kritik für ihre Kunst fand, zeigen, dass ihre Darbietungen die konventionellen Genregrenzen sprengten. Ihre Nummern, die meist nur wenige Minuten dauerten, waren präzise Konkretionen des von Tempo und Urbanität geprägten Zeitgefühls der Weimarer Republik.

In seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" zeigt das Babylon Kino in Berlin am Samstag, den 18. Februar 2017, The Salvation Hunters.

Regisseur Josef von Sternberg drehte das Filmdrama 1925 in den USA. Es ist seine erste Regiearbeit, die er weitgehend selbst finanzierte. Der Film sollte von Sternbergs Ticket für Hollywood werden. Auf der Leinwand sind George K. Arthur, Georgia Hale, Bruce Guerin, Otto Matieson, Nellie Bly Baker, Olaf Hytten und Stuart Holmes zu sehen. An der Babylon-Kinoorgel spielt Anna Vavilkina. mehr

Das Kino "Black Box" im Filmmuseum Düsseldorf zeigt am Samstag, den 18. Februar 2017, den russischen Stummfilmklassiker Die seltsamen Abenteuer des Mr. West im Lande der Bolschewiki.

Die amüsante Groteske um den amerikanischen Geschäftsmann Mr. West lebt von Gegensätzen und gekonnter Persiflage. Regisseur Lew Wldaimirowitsch Kuleschow stellt den ausländischen Klischeevorstellungen vom Bolschewismus ein gleichermaßen überzogenes Bild eines „Yankee“ gegenüber, der voller Vorurteile und mit „Stars and Stripes“ als Sockenmuster in das Land der Bolschewiki aufbricht. Formal imitiert, variiert und parodiert Kuleschow hier die Stilmittel des amerikanischen Abenteuerfilms. Das Schauspiel lässt zudem an die Helden des amerikanischen Slapstick-Kinos denken: Buster Keaton und Harold Lloyd. Die bravouröse Inszenierung, das überzeugende Spiel der Schauspieler und das actionreiche Tempo sorgten für Lachsalven während der Uraufführung am 27. April 1924.

metropolis ausstellung koeln 250 1Anlässlich der Uraufführung von Metropolis vor 90 Jahren (10. Januar 1927) präsentiert die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB) bis zum 20. Februar 2017 eine Ausstellung über den Filmklassiker.

Im Rahmen eines umfangreiches Begleitprogramms zur Schau hält Dr. Stephanie Tilly (Seminar für Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte an der Universität Köln) am Mittwoch, den 15. Februar 2017, um 19.30 Uhr in der USB den Vortrag "Zur Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte der UFA in den 1920er Jahren". Der Eintritt ist frei. mehr

Internetseite zur Ausstellung
Videotrailer zur Kölner Ausstellung auf YouTube
Infos zum Film bei Wikipedia
Videotrailer zur DVD-Veröffentlichung 2011 auf YouTube

Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

In seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" zeigt das Babylon Kino in Berlin am Samstag, den 11. Februar 2017, das Drama Underworld.

Regisseur Josef von Sternberg drehte den Gangsterfilm 1927 in den USA. Auf der Leinwand sind unter anderem George Bancroft, Evelyn Brent, Clive Brook und Fred Kohler zu sehen. An der Babylon-Kinoorgel spielt Anna Vavilkina. mehr

Das Ensemble InterZone Perceptible vertont das Kammerspiel Hintertreppe (1921) am 10. Februar 2017 im interkulturellen Zentrum Kreuzer in Essen und am 11. Februar 2017 im Knut´s in Witten.

Unter der Regie von Leopold Jessner und Paul Leni ist eine prominente Riege an Filmstars auf der Leinwand zu sehen: Henny Porten, Wilhelm Dieterle und Fritz Kortner. Leni war auch für die Ausstattung des Films verantwortlich. Das Drehbuch stammt von Carl Mayermehr

Der deutsche Komponist Gottfried Huppertz starb vor 80 Jahren, am 07. Februar 1937, in Berlin. Er wurde am 11. März 1887 in Köln geboren.

Huppertz schrieb die Musik für den Stummfilm Zur Chronik von Grieshuus (1925) von Arthur von Gerlach. Zuvor hatte er schon für Fritz Langs Zweiteiler Die Nibelungen (1924) den "Soundtrack" komponiert. Seine heute bekannteste Filmmusik schuf er für den Science-Fiction Monumentalstreifen Metropolis (1927), ebenfalls von Lang inszeniert. mehr

filmstreifen 09 250Gleich drei Stummfilmvorführungen mit Livemusik zeigt das Nürnberger Filmhaus im KunstKulturQuatier im Februar 2017. Alle Produktionen stammen von Georg Wilhelm Papst, einem der herausragenden Regisseure der Weimarer Republik.

Am Sonntag, den 12. Februar 2017, wird um 18:00 Uhr Geheimnisse einer Seele aus dem Jahr 1925 präsentiert. Live vertont wird das Psychodrama von Dr. Dieter Meyer am Flügel. Als Vorprogramm wird eine Emelka-Deulig-Wochenschau aus dem 1925 gezeigt.

Die Liebe der Jeanne Ney (1927) steht eine Woche später, am 19.02.2017 um 18:00 Uhr, auf dem Programm. Hannes Selig steuert die Musik zu diesem Film als auch zu Abwege (1927), der dann am Sonntag, den 26.02.2017, ebenfalls um 18:00 Uhr zu sehen ist, bei.

Im März (Sonntag, 19.03.2017, 18:00 Uhr) wird noch in Papsts Tagebuch einer Verlorenen (1929) bei Livemusik von Wilhelm Höges geblättert. mehr

In seiner Reihe "Stummfilm um Mitternacht" zeigt das Babylon Kino in Berlin am Samstag, den 04. Februar 2017, das Drama The Docks Of New York.

Regisseur Josef von Sternberg drehte den Film 1928 in den USA. Auf der Leinwand sind unter anderem George Bancroft, Betty Compson, Clyde Cook, Mitchell Lewis, Olga Baclanova und Gustav von Seyffertitz zu sehen. An der Babylon-Kinoorgel spielt Anna Vavilkina. mehr

filmstreifen 08 250Der Filmemacher und Maler Oskar Fischinger starb vor 50 Jahren, am 31. Januar 1967, in Los Angeles. Er wurde am 22. Juni 1900 in Gelnhausen (Hessen) geboren.

Berühmt wurde er als Pionier des abstrakten Films, etwa mit seinen Werken "Silhouetten" (1920), "Stäbe" (1920), "Studien 1" bis "Studien 4" (1921–1925) und "Spiralen" (1925). Fischinger arbeitete auch für einige (Werbe-)Filme als Trickspezialist. Ab Mitte der 1930er Jahre emigierte er in die USA und widmete sich dann dort auch der Malerei. Sein Bruder Hans Fischinger war ebenfalls in der Filmproduktion tätig. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Tanz und Kino

filmmuseum potsdam tanzausstellung 2017 2018 foto julietta l wehr 250

Das Filmmuseum Potsdam zeigt bis zum 22. April 2018 die Sonderausstellung „Alles dreht sich … und bewegt sich. Der Tanz und das Kino“. mehr

Virtuelle Ausstellung

filzinger foto dif

Die Online-Ausstellung "Das Kino des Ersten Weltkriegs: Einsichten in eine transnationale Mediengeschichte" zeigt mit historischem Film- und Fotomaterial, wie Filmausschnitte, Fotografien und Plakate, ein umfassendes Bild der Filmgeschichte des Ersten Weltkriegs zeichneten. mehr

Pordenone 2017

Das international bedeutendste Stummfilmfestival "Le Giornate del Cinema Muto" wird jedes Jahr in Pordenone/Italien veranstaltet. Es findet in 2017 vom 30. September bis 07. Oktober statt. mehr ...

Newsletter