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filmstreifen 08 250Mit einem herausragend kuratierten Programm lädt das 8. IOIC Stummfilm-Festival in Zürich zu vier Tagen Film- und Kunstgenuss ein.

Unter dem diesjährigen Motto „Marathon der Tiere“ zeigt es vom 30. November bis 03. Dezember 2017 eine Fülle an Stummfilmen mit kleinen und größeren Tieren in Haupt- und Nebenrollen, darunter auch viele Raritäten. Unterschiedliche Musikstile werden das Geschehen auf der Leinwand interpretieren. Programm als PDF

Wer sich vom Ereignis im außergewöhnlichen Ambiente des Walcheturms ein Bild machen will, kann sich auf dem YouTube-Channel von IOIC umschauen, dort gibt es Video-Rückblicke auf die letztjährigen Veranstaltungen. YouTube Facebook Webseite
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

die stadt ohne juden filmarchiv austria 250 01Das Filmarchiv Austria hat für März 2018 die Weltpremiere der rekonstruierten und restaurierten Fassung von Die Stadt ohne Juden angekündigt. Ergänzend dazu wird es eine Ausstellung zum Film geben.

Der bedeutende österreichische Stummfilm aus dem Jahr 1924 kann aufgrund von im Jahr 2015 zufällig in Paris gefundem Filmmaterial und einer weltweit viel beachteten Crowdfunding-Aktion im Jahr 2016, die zur Finanzierung der Restaurierungsarbeiten erfolgreich durchgeführt wurde, seiner Ursprungsfassung angenähert werden. Internetseite des Filmarchiv Austria
Quelle und Foto: Filmarchiv Austria

filmrestaurierung 250 07Am Donnerstag, den 30. November 2017, wird um 20:15 Uhr im Wiesbadener Murnau-Filmtheater Rhapsodie des Satans (Italien 1915) gezeigt.

"Rapsodia Satanica" ist ein im Jahr 1915 gedrehtes Stummfilm-Melodram des italienischen Regisseurs Nino Oxilia. Das Drehbuch basiert auf einem Gedicht des Dichters Fausto Maria Martini (1886-1931) und ist quasi eine feministische Variation des Faust-Stoffes: Alba d’Oltrevita, eine alternde Dame aus dem Hochadel, verpfändet ihre Seele dem Teufel, der ihr dafür ihre Jugend wiedergeben soll. Denn um sie werben zwei Brüder, Tristano und Sergio, wobei Sergio damit droht, sich umzubringen, wenn sie ihn nicht erhört. Sie aber ist an Sergio gar nicht interessiert, sondern bereitet die Hochzeit mit Tristano vor. Erst als sich Sergio tatsächlich das Leben nimmt, kehren Gefühle wie Reue und Liebe zu ihr zurück. Nun ist sie auch bereit, ihre Vergänglichkeit zu akzeptieren. In diesem Augenblick aber zieht Mephisto sein Versprechen, ihr die Jugend wiederzugeben, zurück, da sie den Vertrag gebrochen habe. Sie verfällt zusehends. Im Schleier geht sie als Sergios Braut ihrem Ende entgegen.

Der Film gilt als Meilenstein unter den Melodramen der 1910er Jahre, die in den Salons und Villen der oberen Mittelschicht und der Aristokratie angesiedelt waren. Die Rolle der Alba d’Oltrevita spielt Lyda Borelli, eine der bekanntesten Diven des italienischen Stummfilms. "Rapsodia Satanica" gilt als ihr schauspielerisch größter Erfolg. Die Uraufführungskopie von 1917 war von monochromer Einfärbung, d.h. viragiert, und in Teilen handkoloriert. Die viragierte Fassung galt lange Zeit als verschollen. 1996 wurde eine Nitrokopie in den originalen Farben des Werks wiederentdeckt und unter Zuhilfenahme verschiedener Archivbestände in einem Speziallabor in Bologna restauriert. Von der Originallänge von 905 Metern konnten in der restaurierten Fassung 850 Meter erhalten werden.

Der Stummfilm wird mit Live-Musik von Elvira Plenar am E-Piano begleitet. Elvira Plenar ist Komponistin, Pianistin und Electronic Music Producer. Sie wurde in Zagreb geboren, studierte Klassik und Jazz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Sie arbeitet mit namhaften zeitgenössischen Musikern zusammen und war zehn Jahre lang als Pianistin für die Frankfurt Jazz Big-Band tätig. Plenar hat Gastauftritte in ganz Europa, Kanada und den USA. Sie schreibt Musik für Film sowie Theater und macht Klavierbegleitung für Stummfilme in Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen in Frankfurt am Main. 1993 wurde sie mit dem Jazz Preis des Landes Hessen ausgezeichnet.

Als Vorfilm wird eine Zusammenstellung mit Fragmenten von Filmen Elvira Notaris gezeigt. Von den über 200 Filmen Notaris sind nur drei sowie eine Reihe von Fragmenten erhalten, die einen Eindruck von der Vielfalt und Schönheit ihrer Arbeiten geben. Die Rolle wurde zusammengestellt von Edoardo (Gennariello) Notari, dem Sohn Notaris und Darsteller in fast allen ihren Filmen. Die Vorführung am 30.11.2017 ist eine Kooperation des Murnau-Filmtheaters mit der Kinothek Asta Nielsen e.V. mehr 
Textquelle: Murnau-Stiftung; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 orange ohne soundAm Samstag, den 25. November 2017, werden in Holzgerlingen um 20:00 Uhr vier Kurzfilme aus der Reihe Die kleinen Strolche mit Livemusikbegleitung gezeigt.

Die von den 1920er- bis in die 1940er-Jahre produzierte Comedyserie besticht durch ihren frechen, teilweise anarchischen Witz, unerwartete Wendungen in der Handlung und die eigenwilligen Filmcharaktere, die von den jungen Schauspieler/innen mit viel Können und Freude am Spiel dargestellt werden. Vor allem in den USA ist die Serie auch unter den Namen "Our Gang", "The Little Rascals" und "Hal Roach’s Rascals" bekannt.

Veranstaltet wird die Vorführung im schwäbischen Holzgerlingen vom Arbeitskreis "Kultur in der Burg". Das Geschehen auf der Leinwand vertont das Duo M-cine, bestehend aus Dorothee Haddenbruch (Piano) und Katharina Stashik (Saxophon). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

geige sepia 250Der deutsche Filmkomponist und Musikpublizist Hans Erdmann, geboren als Hans Erdmann Thimotheos Guckel am 07. November 1882 in Breslau, starb vor 75 Jahren, am 21. November 1942, in Berlin.

Erdmann komponierte unter anderem die Filmmusik zu Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmklassiker Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens (D 1922). In Kooperation mit Ludwig Brav und Giuseppe Becce veröffentlichte er im Berliner Verlag Schlesinger mit dem "Allgemeinen Handbuch der Filmmusik" ein Standardwerk der Stummfilmmusik (Literaturtipp). mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Klaus Regel

filmklappe blau 250 neu grnIm Rahmen der Reihe "Potsdamer Gespräche: Historische Zäsuren im Film" wird am Dienstag, den 21. November 2017, im Kino des Filmmuseums Potsdam The Big Parade gezeigt.

Der Film von Regisseur King Vidor gilt als ein Meilenstein der Stummfilm-Ära. Er erzählt davon, wie aus einem Schnösel ein Mann wird. Als 1917 in den USA die ersten Freiwilligen-Regimenter mit großem Pomp verabschiedet werden, steht der verwöhnte Fabrikantensohn Jim noch abseits, doch bald meldet auch er sich zur Armee. Für seine Kameraden gibt er alles. In Frankreich verliebt sich Jim in ein Bauernmädchen. In einer der bewegendsten Szenen der Kinogeschichte wird geschildert, wie die beiden auseinandergerissen werden. Doch berühmt ist »The Big Parade« auch dafür, die Atmosphäre an der Front, den Drill, die Nachtangriffe, das Grauen und Sterben als einer der ersten Filme in realistische, glaubwürdige Bilder übersetzt zu haben.

Auf der Leinwand sind unter anderem John Gilbert und Renée Adorée zu sehen. An der Welte-Kinoorgel spielt Peer Kleinschmidt. Vor dem Film spricht Thomas Wernicke (HBPG) mit Oberstleutnant Dr. Harald Potempa und Katrin Hentschel (ZMSBw) zum Thema "Der Kriegseintritt der USA 1917". Die Veranstaltung am 21.11.2017 findet in Zusammenarbeit mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) und dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) sowie dem Pfarramt der Nagelkreuzkapelle. Die "Potsdamer Gespräche" sind eine Veranstaltungsreihe des Forums Neuer Markt. mehr
Textquelle: Filmmuseum Potsdam; Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmrestaurierung 250 11Am Montag, den 20. November 2017, findet um 18:00 Uhr in den Deutsche-Bank-Türmen in Frankurt/Main der Vortragsabend "Geld und Film - Die Gründung der Ufa vor 100 Jahren" statt.

Im Dezember 1917 gegründet, ist die Geschichte der Universum Film AG (Ufa) eng mit der deutschen Filmhistorie verbunden. Die bedeutendste Ufa-Phase der 1920er bis 40er Jahre brachte ein breites Spektrum an Produktionen, von Stummfilm-Klassikern über experimentierfreudige frühe Tonfilme und zahlreiche Unterhaltungsfilme bis hin zu NS-Propagandawerken hervor. Eine Auswahl ist im November und Dezember 2017 im Kino des Deutschen Filmmuseums zu sehen.

Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Ufa, an deren Gründung die Deutsche Bank wesentlichen Anteil hatte, lädt die Historische Gesellschaft der Deutschen Bank zu einer Vortragsveranstaltung und Gesprächsrunde zur Geschichte der Ufa sowie zu den Themen Filmfinanzierung und Strukturwandel der Filmindustrie ein. Als Redner sind die Filmwissenschaftler Professor Thomas Elsässer und Michael Töteberg, zudem Hans Joachim Mendig von der HessenFilm & Medien GmbH und Dr. Günter Winands von der BKM angekündigt. Es moderiert Claudia Dillmann.

Eine Anmeldung ist erforderlich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Textquelle: Deutsches Filminstitut - DIF e.V./Deutsches Filmmuseum; Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 04 250Am Montag, den 20. November 2017, vertont SilentFilmDj D´Dread den Stummfilm Die Wittenberger Nachtigall in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB).

Anlass für die Vorstellung ist das Lutherjahr 2017, das von der SLUB mit verschiedenen Aktivitäten begangen wird, unter anderem mit der Online-Ausstellung 95 Autographe der Reformationszeit.

"Die Wittenberger Nachtigall" ist nach Doktor Martinus Luther (1911) die zweite deutsche Luther-Verfilmung. Erwin Baron dreht den 1913 entstandenen Historienstreifen mit Rudolf Essek in der titelgebenden Hauptrolle. Die Livemusikvertonung von SilentFilmDj D´Dread päsentiert den Film mit einem frischen und modernen Sound. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 06 250Vom 18. bis 26. November 2017 findet in Hamburg das cinefest 2017 – XIV. Internationales Festival des deutschen Film-Erbes statt. Es behandelt in diesem Jahr das Thema "Zwischen Revolution und Restauration Kultur und Politik 1789 – 1848 im Spiegel des Films".

Die Epoche zwischen der Französischen Revolution 1789 und der Wiederherstellung der »guten alten Ordnung« nach dem Scheitern der demokratischen Revolution in Deutschland 1848 bewegte Zeitgenossen sowie Künstler und Literaten späterer Jahre. Das zeigt sich in den Werken revolutionärer Autoren wie Georg Forster und Georg Büchner. Während Heinrich Heine im revolutionären Paris an der deutschen Gegenwart verzagte, entwickelten Schiller und Goethe sich vom Sturm und Drang zum höfischen Establishment. In der Romantik fand sich die Verklärung der Vergangenheit ebenso wie düstere Brechungen der damaligen Gegenwart (E.T.A. Hoffmann). Ähnliche Entwicklungen traten auch in anderen europäischen Ländern auf (Percy & Mary Shelley).

Werke und Biografien dieser Künstler wurden oft von Filmschaffenden aufgegriffen, um ihre Realität unter den unterschiedlichsten Regimen zu behandeln. Die »Klassische Literatur« diente ihnen dabei auch als Verkleidung, um akute gesellschaftliche Probleme darzustellen. So spiegeln die Filme häufig die Zerrissenheit zwischen Kultur und Politik. cinefest und Kongress reflektieren damit in doppelter Brechung die filmischen Bearbeitungen künstlerischer und literarischer Werke einer politisch bewegten Zeit.

Auch in 2017 zeigt das cinefest Raritäten aus der Stummfilmzeit, zum Teil mit Live-Musikbegleitung:

Samstag, 25.11.2017, 17:00 Uhr
Hoffmanns Erzählungen (Deutschland 1916)
Regie: Richard Oswald
Darsteller: Kurt von Wolowski, Max Ruhbeck, Paula Ronay, Werner Krauß, Friedrich Kühne, Lupu Pick
Musikbegleitung: Marie-Luise Bolte

Sonntag, 26.11.2017, 17:00 Uhr
Juwelen. Sensation im Diamantenclub (Österreich 1929)
Regie: Hans Brückner
Darsteller: Oscar Beregi, Manja Sorell, Alexander Critico, Renate Tyroff
Musikbegleitung: Duo WeberWendt

Montag, 20.11.2017, 17:00 Uhr
Die Jugendgeliebte. Goethes Frühlingstraum (Deutschland 1929/30)
Regie: Hans Tintner
Darsteller: Elga Brink, Anita Dorris, Hans Stüwe, Jakob Tiedtke
Der Film wurde stumm gedreht und später mit Musik und Geräuschen vertont.

Donnerstag, 23.11.2017, 17:00 Uhr
Nathan der Weise (Deutschland 1922)
Regie: Manfred Noa
Darsteller: Werner Krauß, Carl de Vogt, Fritz Greiner, Lia Elbenschütz, Max Schreck
Musik (nicht live): Joachim Bärenz

Teil der Veranstaltung ist der 30. Internationale Filmhistorische Kongress (23. – 25. November 2017, Gästehaus der Universität Hamburg), bei dem die Themen des Festivals in Vorträgen und Diskussionen vertieft werden. mehr

In der Zentralbibliothek der Öffentlichen Bücherhallen Hamburg wird vom 13. November bis 13. Dezember 2017 ergänzend zum cinefest die Begleitausstellung "Zwischen Revolution und Restauration" gezeigt. mehr

Im Anschluss an die Hamburger cinefest-Veranstaltung gehen Teile des Filmprogramms auf Tournee nach Berlin, Wiesbaden, Prag, Wien und Zürich. cinefest und der 30. Internationale Filmhistorische Kongress werden veranstaltet von CineGraph Hamburg und dem Bundesarchiv in Zusammenarbeit mit zahlreichen nationalen und internationalen Institutionen. mehr
Mit Textmaterial des Veranstalters; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 01 250Am 09. November 2017 findet um 19:00 Uhr im Filmmuseum Potsdam die Veranstaltung "Kino im Kopf. Ein Abend mit Filmgeschichten aus der Ufa" statt.  Anlass ist die Gründung der Ufa, die sich in 2017 zum hundersten Mal jährt.

Fritz Lang kommandiert die Komparsen herum, Erich Pommer ist ständig im Stress, die Vorstandssekretärin überlastet, Heinz Rühmann duckt sich vor Goebbels weg, Hans Albers hat mit einigen Münchhausen-Dialogzeilen so seine Schwierigkeiten – und warum eigentlich ist die Feuerzangenbowle heute noch so beliebt bei Studenten? Studierende aus den Masterstudiengängen Drehbuch und Filmkulturerbe der Filmuniversität haben Kurzfilmstoffe zur Geschichte des größten deutschen Filmkonzerns entwickelt. In komischen, traurigen und nachdenklichen Szenen setzen sie sich mit Filmen, Personen und Ereignissen aus dem Studiobetrieb von Anfang der 1920er Jahre bis 1945 auseinander und geben ihren ganz eigenen Blick auf die Firma zwischen Demokratie und Diktatur wieder. Einige Autorinnen und Autoren stellen ihre Bücher in einer Lesung im Filmmuseum vor und laden das Publikum ein, »Kino im Kopf« zu machen. Die musikalische Begleitung der Veranstaltung hat Peter Gotthardt übernommen, die Gesamtleitung liegt bei Ursula von Keitz.

Bereits um 18:00 Uhr wird im Foyer des Museums die Projektpräsentation "Geliebt, vertrieben – erinnert" über die von der Ufa ab 1933 entlassenen jüdischen Filmschaffenden stattfinden. So würdigt das Filmmuseum Potsdam mit einer Hommage im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals Berlin-Brandenburg das Schaffen des Drehbuchautors und Regisseurs Emeric Pressburger. Schon wenige Monate nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten beschloss der Ufa-Vorstand am 29. März 1933, einen Großteil ihres jüdischen Personals zu entlassen, das in den 1920er und frühen 1930er Jahren zur kreativen Blüte des Konzerns beigetragen hatte – Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Drehbuchautoren, Filmkomponisten, Schauspielerinnen und Schauspieler. Doch nicht alle konnten, wie Emeric Pressburger, im Exil weiterarbeiten und überlebten den Holocaust. Einige von ihnen wurden, wie Kurt Gerron, im KZ ermordet. Das Filmmuseum erinnert mit einer digitalen Präsentation an die Biographien der entlassenen Filmschaffenden, prominenten wie heute vergessenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und lädt dazu ein, sich mit ihnen und ihrer Arbeit auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung findet unter Beteiligung des Filmhistoriker und Kurators Friedemann Beyer statt.

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Eine Kartenreservierung ist unter Telefon 0331-27181-12 und per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.
Eintritt: 5,00 €

Textquelle: Filmmuseum Potsdam; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

frau dorothys bekenntnis 1921 filmarchiv austria 250Im Metro Kinokulturhaus in Wien ist vom 03. bis 26. November 2017 die Retrospektive "Come And Shoot In Austria – Österreichisches Krimi-Kino" zu sehen.

Die Schaulust ist groß, wenn es darum geht, auf der Leinwand juristische und moralische Grenzen zu überschreiten und die Ordnung wiederherzustellen. Dabei hat das Krimi-Kino Österreichs mit seinen unterschiedlichen Subgenres – vom Eifersuchtsdrama zum Revuekrimi, vom Agententhriller bis zum klassischen Whodunit – den Ordnungshüter immer wieder den gesellschaftlichen Befindlichkeiten angepasst. Das Casting kennt den unbestechlichen Polizisten mit guten Manieren, es erzählt von biederen Kriminalräten und charmanten Agenten und führt schließlich in den 1960er-Jahren einen neuen Typ ein: den urbanen Grantler, der Rebell, Spießer und Schmerzensmann gleichermaßen ist.

Die Retrospektive "Come And Shoot In Austria" ist eine Kooperation von Synema und Filmarchiv Austria. Bei Synema ist das Buch "Recht und Ordnung oder »Come And Shoot In Austria. Österreichische KriminalFilmGeschichte(n)" von Christoph Fuchs schienen, das in die Genrewelt des Verbrechens einführt.

Im Rahmen der von Autor Christoph Fuchs kuratierten Filmreihe sind auch drei Stummfilmproduktionen zu sehen:

Freitag, 10. November 2017, 19:00 Uhr
"Die Tat des Andreas Harmer" (Regie: Alfred Deutsch-German, A 1930)
Einführung von Christoph Fuchs; Livemusikbegleitung von Florian C. Reithner

 Samstag, 11. November 2017, 17:00 Uhr
"Eine Dirne ist ermordet worden" (Regie: Conrad Wiene, A 1930)
"Frau Dorothys Bekenntnis" (Regie: Michael Kertész, A 1921)
Livemusikbegleitung von Florian C. Reithner

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Text und Bild: Pressematerial Filmarchiv Austria. Das Foto zeigt eine Szene aus "Frau Dorothys Bekenntis" (A 1921).

filmklappe blau 250 orange ohne soundDer amerikanische Regisseur King Vidor starb vor 35 Jahren, am 01. November 1982, in El Paso de Robles (Kalifornien). Er wurde am 08. Februar 1894 in Galveston (Texas) geboren.

Zu seinen Werken aus der Stummfilmzeit gehören The Crowd (1928), Show People (1928), Hallelujah! (1929) und vor allem sein Meisterwerk, der Antikriegsfilm The Big Parade aus dem Jahr 1925. Vidor wurde 1979 mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmstreifen 02 250Im November 2017 gibt es, nach der erfolgreichen Premiere im Oktober 2015, eine Neuauflage des Stummfilmfestivals "Kino Varieté" in der Komischen Oper in Berlin.

Am Samstag, den 11.11.2017, widmet sich die zweitägige Veranstaltung ab 19:30 Uhr dem Thema "Voyage Oriental". Gezeigt wird der Silhouetten-Trickfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed (1926, Regie: Lotte Reiniger). Eingebettet ist das poetisch-märchenhafte Meisterwerk in ein buntes Rahmenprogramm aus Musik und Show, so wie es vor allem in den 1920er Jahren in vielen größeren Kinos üblich war.

Die Eintrittskarte für den Film am 11.11.2017 beinhaltet auch die anschließende Party mit DJ Yuriy Gurzhy ab 22:30 Uhr am gleichen Ort sowie das Symposium "Roter Rummel" am Sonntag, den 12.11.2017, um 14:00 Uhr. Das Symposium beleuchtet die Russische Revolution und ihre Folgen in Kunst und Gesellschaft; es wird gemeinsam vom Deutschen Historischen Museum und der Komischen Oper Berlin durchgeführt (für das Symposium gibt es auch ein Kombi-Ticket ausschließlich für das Rahmenprogramm). Am Abend des 12.11.2017 steht dann um 19:30 Uhr der Spielfilm Arsenal (1929, Regie: Oleksandr Dowschenko) im Zentrum der zweiten "Kino Varieté"-Show. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmklappe blau 250 neuDer amerikanische Filmproduzent Louis B. Mayer starb vor 60 Jahren, am 29. Oktober 1957, in Los Angeles. Er wurde am 12. Juli 1884 in Minsk (damals Russisches Kaiserreich, heute Weißrussland) geboren.

Sein von ihm geleitetes Filmunternehmen, das ab 1924 unter dem Namen Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) firmierte, vertrieb und produzierte bereits in der Stummfilmzeit vielbeachtete und oftmals überaus finanziell erfolgreiche Filme wie The Birth Of A Nation (1915) Greed (1924), Die große Parade (1925) und Ben Hur (1925). Mayer gehörte zu den Initiatoren der 1927 gegründeten Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die seit 1929 den Filmpreis Academy Award ("Oscar") vergibt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmrestaurierung 250 03Der 27. Oktober ist "Welttag des audiovisuellen Erbes". Die Unesco hat den Tag im Jahr 2005 ausgerufen, in Deutschland wird er seit 2007 begangen.

Die Unesco will mit dem Welttag auf die Notwendigkeit zum Erhalt von analogen und digitalen Medien, wie zum Beispiel Fotos, Filme und Tonaufnahmen, aufmerksam machen. Deutschland ist mit über zwanzig Beiträgen im "Memory of the World"-Register der UNESCO berücksichtigt, darunter die Gutenberg-Bibel, Goethes literarischer Nachlass und – als erster Film weltweit – Fritz Langs monumentaler Science-Fiction-Film Metropolis aus dem Jahr 1927. mehr

Veranstaltungshinweise zum "Welttag des audiovisuellen Erbes" (Auswahl):

• 27.10.2017, Hamburg, 17:00 Uhr, Vortrag in die Zentralbiliothek der Bücherhallen Hamburg: Annika Souhr-Könighaus vom Bundesarchiv stellt das Internetportal www.filmothek.bundesarchiv.de vor mehr (PDF)

• 27.10.2017, Berlin, Verleihung des Kinopreises des Kinematheksverbundes im Rahmen der Veranstaltung "Film:ReStored" (26. bis 29. Oktober 2017) und anlässlich des "Welttag des audiovisuellen Erbes" mehr

• 27.10.2017, Potsdam, 19:00 Uhr, Programm unter dem Titel "Licht und ratternde Projektoren? Materialität im Kino": Gezeigt werden die Kurzfilme "Black" (Belgien 2015)  und "Camera Threat" (Indien/D 2017), anschließend findet ein Gespräch mit den Filmemacher/-innen Anouk de Clercq und Bernd Lützeler statt (Moderation: Sophia Wetzke vom rbb) mehr

• 27. 10.2017, Frankfurt/Main, 18:00 Uhr, Filmvorführung von "Kirmes" (D 1960, Regie Wolfgang Staudte) im Kino des Deutschen Filmmuseums mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

Bonn 2018

 Abwege Copyright Foerderverein Filmkultur Bonn ev 250

Vom 16. bis 26. August 2018 finden die 34. Internationalen Stummfilmtage im Arkadenhof der Bonner Universität statt. mehr

UFA Filmnächte 2018

Vom 22. bis 24. August 2018 finden zum achten Mal die UFA Filmnächte in Berlin statt. mehr

Tonbilder online

"Singende, sprechende und musizierende Films": filmportal.de macht digitalisierte Tonbilder aus der Frühzeit des Kinos online zugänglich. mehr

Regensburg 2018

Vom 14. bis 19. August 2018 findet die 36. Regensburger Stummfilmwoche statt. mehr