filmspule bunt 250 1Eines der bedeutensten Daten der Filmgeschichte: Am 28. Dezember 1895 führten Angestellte der Brüder Lumière erstmals eine Filmprojektion mit dem Cinématographen vor einem zahlenden Publikum vor.

Gezeigt wurden zehn Kurzfilme im indischen Salon des Grand Café am Boulevard des Capucine in Paris. Den Lumières gelang es weltweit als ersten, die Aufnahme, Vorführung und Kopierung von Filmen technisch marktreif zu entwickeln.

Die Patentierung ihres Systems erfolgte bereits am 13. Februar 1895. Wenige Jahre später veräußerten die Brüder Lumière das Patent an den französischer Unternehmer und Pionier der Filmindustrie Charles Pathé.
Bild: Stummfilm Magazin

filmspuele lila 250Der schwedische Theater- und Filmschauspieler Gösta Ekman wurde am 28. Dezember 1890 in Stockholm geboren.

Heute ist er vor allem durch seine Mitwirkung an Friedrich Wilhelm Murnaus optisch beeindruckenden Faust – eine deutsche Volkssage (D 1926) bekannt. Er spielte die titelgebende Hauptrolle an der Seite von Emila Jannings (Mephisto) und Camilla Horn (Gretchen). Ekmann starb am 12. Januar 1938 an seinem Geburtsort. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmrestaurierung 250 01Die Initiative "Filmerbe in Gefahr" hat seine alljährliche Übersicht über den Stand der Digitalisierung veröffentlich.

Autor Jeanpaul Goergen konstatiert in seiner ausführlichen Analyse nur geringe Fortschritte: Nur ein Bruchteil des deutschen Filmerbes ist derzeit digital erschlossen und liegt nur in seltenen Fällen in der für eine digitale Kinoaufführung optimalen Form (DCP) vor. Die aktuellen Fortschritte sind vor allem auf das seit Anfang 2019 angelaufene Förderprogramm Filmerbe, getragen von  der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Bundesländern und der Filmförderungsanstalt, zurückzuführen.

Die seit 2013 existierende Initiative "Filmerbe in Gefahr" will die akuten Probleme der deutschen Filmerbeeinrichtungen stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken und über die Debatte zum Erhalt des Filmerbes informieren, die bislang vornehmlich von Expert*innen geführt wird. mehr

dff 250Auf seiner Internetseite bietet das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum Podcasts zu filmhistorischen Themen.

Für Freund*innen des frühen Films sind beispielsweise die Beiträge Filmgeschichte in Objekten: Die Publikumszeitschrift Filmwoche, Filmzensur in der Weimarer Republik und Lichtkünstler und Schattenspieler – Der Bergfilmer Dr. Arnold Fanck interessant.

Letzterer Beitrag wurde nun beim Deutschen Hörfilmpreis 2021 in der Kategorie Filmerbe neben zwei weiteren Filmen nominiert. Wann die Preisverleihung 2021 stattfinden wird, ist derzeit noch unklar. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) verleiht seit 2002 den Deutschen Hörfilmpreis und zeichnet damit herausragende Hörfilme aus sowie Projekte, die diese barrierefreien Filmerlebnisse voranbringen. Ein Hörfilm ist ein Kino- oder Fernsehfilm mit zusätzlichen Bildbeschreibungen. In den Dialogpausen vermitteln knappe Erläuterungen die visuellen Elemente einer Szene.
Textquelle: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Foto: Stummfilm Magazin

filmmuseum potsdam DA Traumfabrik 100 Jahre FMP 04 250Das Jahr 2020 war für das Filmmuseum Potsdam, wie für alle Kulturinstitutionen des Landes, durch besondere Herausforderungen geprägt.

Die Corona-Pandemie stellte einen in der fast vierzigjährigen Museumsgeschichte noch nie da gewesenen Einschnitt dar. Kino und Ausstellungen mussten insgesamt fünf Monate geschlossen bleiben. Insbesondere die Feierlichkeiten zum Jubiläum „125 Jahre Kino“ litten darunter, Veranstaltungen mit internationalen Gästen mussten verschoben werden, die Foyerausstellung „111 Jahre Kino in Potsdam“ konnte aber mit sechsmonatiger Verspätung am 11. September 2020 feierlich eröffnet werden.

Das Museum war mit seinen Ausstellungen und Veranstaltungen während der Öffnungsmonate erfreulicherweise sehr stark von Gästen aus der ganzen Welt frequentiert. Entsprechend der aktuell gültigen Hygienebestimmungen wurden Konzepte entwickelt und umgesetzt. Insgesamt kamen 2020 ca. 49.000 Besucher*innen ins Filmmuseum Potsdam. Im Vorjahr waren es 71.000. ganzen Rückblick 2020 und Ausblick 2021 als PDF lesen
Textquelle und Foto: Filmmuseum Potsdam

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "Früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Über die Verleihung des Deutschen Stummfilmpreises 2020, der von Stummfilm Magazin erstmals verliehen wurde, berichteten zahlreiche Online- und Print-Medien, beispielsweise ZDF, WDR, Deutschlandfunk Kultur, Deutschlandradio, Berliner Morgenpost, Aachener Zeitung und Salzburger Nachrichten, zudem die Nachrichtenagenturen Deutsche Presse-Agentur (dpa) und die Austria Presse Agentur (APA).

wiener-zeitung.at stellt Herbert Wilfingers Buch "Kino zum Mitnehmen" über österreichische Filmprogramme von 1896 bis 2020 vor.

film.at würdigt die erste öffentliche Filmvorführung der Brüder Lumieres am 28. Dezember 1895 in Paris und fragt: "125 Jahre Kino: Jubiläum mit düsteren Aussichten?"

♦ Der Mannheimer Morgen schreibt über das Stummfilmprojekt einer Siebten Klasse an der Mittelpunktschule Gadernheim. mehr

♦ Filmecho/Filmwoche berichtet über eine weitere Filmerbe-Förderung von 2,8 Millionen Euro. mehr

♦ Die Frankfurter Rundschau würdigt die Blu-ray/DVD-Veröffentlichung "Beethoven" (D 1927) von absolut Medien. mehr

♦ tageblatt.de stellt das Buch "Es darf gelacht werden" über die Slapstick-Serien im Vorabendprogramm vor, wie "Väter der Klamotte" und "Die kleinen Strolche" (Bezahlschranke). mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntDie deutsche Schauspielerin Margarete Schön starb am 26. Dezember 1985 in Berlin. Sie wurde am 07. April 1895 in Magdeburg als Margarethe Schippang geboren.

Ihre Filmkarriere begann 1918. Zu den Höhepunkten ihres Wirkens in der Stummfilmzeit gehört die Rolle der Kriemhild in Fritz Langs monumentalen Zweiteiler Die Nibelungen, der 1924 in die Kinos kam. 1968 wurde Margarete Schön mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet. mehr
Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

stephan graf von bothmer 250 1 birgit meixnerAm Sonntag, den 27. Dezember 2020, wird um 19:30 Uhr der Stummfilmmusiker Stephan Graf von Bothmer den Klassiker "Der Dieb von Bagdad" vertonen, live übertragen aus der Pumpe Berlin.

Der Fantasyfilm von Regisseur Raoul Walsh mit Hollywood-Legende Douglas Fairbanks sen. kam 1924 in die Kinos. Der effekt- und actionreiche Streifen nach Motiven aus "1001 und einer Nacht" wurde 1996 in das amerikanische National Film Registry aufgenommen.

Der Stream ist auf stummfilmkonzerte.de, YouTube und Vimeo zu sehen. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Jugendkulturzentrum Pumpe Berlin in Trägerschaft des AWO Landesverbandes Berlin, dem Kino Lumière Göttingen, Aberle Media, Absolut Medien und dem RBB-KulturRadio statt. mehr
Foto: Birgit Meixner

cinefest logo 250Das cinefest mit dem angeschlossenen Filmhistorischen Kongress gehört zu den ältesten Filmerbe-Veranstaltungen in Deutschland.

In diesem Jahr hat die Corona-Pandemie auch dort die Durchführung vor besondere Herausforderungen gestellt. Stummfilm Magazin sprach darüber mit Festivalleiter Hans-Michael Bock.

Das cinefest musste sich innerhalb kürzester Zeit von einem Live- zu einem Online-Event verwandeln. Was waren die größten Herausforderungen bei diesem Prozess?

In der "heißen" Vorbereitungsphase ab ca. August 2020 waren wir wegen der dann schon in Innenräumen geltenden Hygieneregeln bereits gezwungen, uns auf eine hybride Veranstaltung einzustellen. So hätten wir beim Kongress in den traditionellen Räumlichkeiten im Gästehaus der Universität statt der sonst üblichen ca. 50 Teilnehmer nur 20 bis 25 unterbringen dürfen. Deshalb hatten wir schon mit dem Kino vereinbart, in diesem Jahr auch den Kongress dort stattfinden zu lassen. Im Kino wäre Platz für 45 bis 70 Personen gewesen. So war beispielsweise für Prof. Jan Distelmeyer und seine Studentengruppe aus Potsdam der Balkon reserviert, damit sie von dort aus hätten zuschauen und diskutieren können. ganzes Interview lesen
Foto: María José Rosales Robles

kuespert kollegen 250 1Augrund der Coronapandemie konnte in 2020 das Jazzfestival Baku am Kaspischen Meer nicht live stattfinden, sondern wird jetzt in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut vom aserbaidschanischen Staatsfernsehen ausgestrahlt.

Am 26. Dezember 2020 ist im Rahmen des Festivals auch das deutsche Ensemble Küspert & Kollegen mit einer Vertonung von "Das Cabinet des Dr. Caligari" von 1920 zu sehen, passend zu dessen hundertjährigen Uraufführung.

Die Musiker haben den Soundtrack in einer Konzerthalle bei Würzburg live, aber ohne Publikum aufgezeichnet. Küspert und Kollegen sind: Till Martin an Saxofon und Klarinetten, Schlagzeuger Bastian Jütte, Kontrabassist Dietmar Fuhr und Gitarrist und Komponist Werner Küspert.

Ausstrahlungstermin: Samstag, 26. Dezember 2020, Beginn ca. 18.00 Uhr (Ortszeit Baku ca. 21.00 Uhr) unter www.bakujazzfestival.com (Stream). Medientipps: BR24 berichtet unter Jazz-Ensemble vertont Stummfilm für Online-Festival in Baku, ein Video dazu gibt es auf YouTube.
Foto: Konstantin Fischer

filmstreifen 02 250Der amerikanischer Schriftsteller F. Scott Fitzgerald starb am 21. Dezember 1940 in Hollywood. Er wurde am 24. September 1896 in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota geboren.

Sein Roman "The Great Gatsby" aus dem Jahr 1925 wurde unter der Regie von Herbert Brenon mit Warner Baxter und William Powell schon 1926 verfilmt; das Buch gilt als einer der bedeutensten amerikanischen Romane. Zudem war er in der Stummfilmzeit an den Produktionen "A Chorus Girl’s Romance" (1920), "The Husband Hunter" (1920) und "The Beautiful and the Damned" (1922) beteiligt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntSergei Eisensteins Meisterwerk "Panzerkreuzer Potemkin" wurde am 21. Dezember 1925 im Bolschoi-Theater Moskau als offizieller Jubiläumsfilm zur Feier der Russischen Revolution (1905) uraufgeführt.

Der Propagandafilm wird bei Umfragen unter Filmkritikern immer wieder unter die bedeutensten zehn Filme der Kinogeschichte gewählt. Legendär ist die Szene eines Massakers auf der Treppe zum Hafen von Odessa, die durch ihren virtuosen, rythmischen Schnitt beeindruckt. Der Stummfilmklassiker hat Generationen von Filmemachern beeinflusst und ist Gegenstand ungezählter filmwissenschaftlicher Abhandlungen. mehr und mehr 
Foto: Stummfilm Magazin

deutscher stummfilmpreis 2020 preistraeger 1 250ZDF/ARTE-Redakteurin Nina Goslar und der Stummfilmmusiker Richard Siedhoff sind die Preisträger in 2020.

Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Präsentation, Wertschätzung, Förderung, Erforschung oder Bewahrung des frühen Films verdient gemacht haben. Das Online-Magazin „Stummfilm Magazin“ verleiht im Jahr 2020 zum ersten Mal den Deutschen Stummfilmpreis, der ab dann jährlich vergeben wird.

Den Deutschen Stummfilmpreis für besondere Verdienste um die Stummfilmkultur erhält Nina Goslar. Sie ist seit vielen Jahren in der ARTE-Filmredaktion des ZDF für historische Filmreihen und Filmkonzerte verantwortlich. Sie prägt mit ihrer Leidenschaft für den frühen Film und dessen Aufführungskontext die Stummfilmkultur – nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Mit Nina Goslar hat der Stummfilm eine engagierte Fürsprecherin, die sich mit Fachkompetenz und musikalischem Anspruch für ein lebendiges Filmerbe einsetzt.

dsp 1 250 nRichard Siedhoff erhält den Deutschen Stummfilmpreis 2020 für die Rekonstruktion der originalen Filmmusik von „Der Golem, wie er in die Welt kam“ (D 1920). Dem Stummfilmmusiker, der seit 2008 deutschlandweit und international Stummfilme vertont, ist es zu verdanken, dass einer der bedeutendsten Stummfilmklassiker der Weimarer Republik hundert Jahre nach der Uraufführung wieder als Augen und Ohren betörendes Gesamtkunstwerk aufgeführt werden und sein Publikum begeistern kann.

Ausführliche Informationen zum Deutschen Stummfilmpreis

Coronabedingt konnte die offizielle Übergabe in 2020 nicht in einem feierlichen Rahmen stattfinden. Die Bekanntgabe der diesjährigen Preistäger erfolgte am 20. Dezember 2020 über die verschiedenen Online-Kanäle von Stummfilm Magazin. mehr
Fotos: Stummfilm Magazin; privat

leinwand lyrik ralph turnheim 250 1Die Deutsche Sherlock-Holmes-Gesellschaft hat das Liveprogramm "Sherlock Holmes und die Stumme des Stummfilms" des Leinwand-Lyrikers Ralph Turnheim mit dem "Blauen Karfunkel" ausgezeichnet.

Der eloquente Kinoerzähler vertont mit viel Humor den amerikanischen Stummfilm "Der Mann mit dem schiefen Mund", in dem der Schauspieler Eille Norwood in die Rolle des Meisterdetektives schlüpfte. Die Dankesrede von Ralph Turnheim auf die Auszeichnung findet man hier auf YouTube, einen Ausschnitt aus dem Programm gibt es hier.
Bild: Leinwand-Lyrik/Clemens Molinari 

arte logo 250Nach der Corona-bedingten Schließung im Sommer 2020 soll das Pariser Musée de la Cinémathèque am 13. Januar 2021 wieder seine Türen öffnen, unter dem neuen Namen Musée Méliès.

Aus diesem Anlass zeigt Arte am Samstag, den 09. Januar 2020, um 23:50 Uhr “Das Geheimnis Georges Méliès“, die erste umfassende Dokumentation über Leben, Werk und Wiederentdeckung des Filmpioniers, gefolgt von sechs seiner Kurzfilme. In der Arte-Mediathek ist der Film bereits ab 02. Januar 2020 abrufbar.

Das Musée Méliès ist dem berühmten Erfinder des narrativen Films gewidmet und gibt nicht nur einen Einblick in das Leben des Illusionisten, sondern auch in die Geschichte des Films. Georges Méliès, geboren 1861 in Paris, drehte mit seiner Produktionsgesellschaft Star Film über 500 Filme, die durch aufwendige Szenografien und innovative Spezialeffekte die Zuschauer begeisterten. Dieses einzigartige Werk galt jedoch als in großem Maße zerstört, nachdem Méliès 1923 nach dem Konkurs seiner Firma alle Negative verbrannt hatte.

Das Auffinden von Negativen in der Library of Congress im Jahr 2006 lädt dazu ein, das Werk von Méliès neu zu entdecken. Arte zeigt “Das Geheimnis Georges Méliès“ in der Regie von Serge Bromberg und Eric Lange. Anschließend sind Kurzfilme zu sehen, darunter “Die Reise zum Mond“, “Die Reise durch das Unmögliche“ und “Die Meerjungfrau“. mehr und mehr
Textquelle: Presse Arte TV; Bild: Stummfilm Magazin

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Der Deutsche Stummfilmpreis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Stummfilmkultur verdient gemacht haben. Alle Infos zur Verleihung

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