roter vorhang 10 250Von 27. bis 30. Januar 2022 zeigt das Deutsch-Amerikanische Institut Heidelberg (DAI) im Rahmen des 20. Internationalen Festivals für Stummfilm und Livemusik Filme aus der Frühzeit des Kinos, aber auch moderne Produktionen.

Zu sehen sind unter anderem  "Der Vagabund und das Kind" (USA 1921) von und mit Charlie Chaplin, "Shiraz" (Indien, GB, D 1928) von Franz Osten und "Blackmail (GB 1929) von Alfred Hitchcock. Die Filme werden live musikalisch begleitet. mehr
Bild: Stummfilm Magazin

filmstreifen 09 250Die kanadische Schauspielerin Marie Prevost starb am 23. Januar 1937 in Hollywood.

In der Stummfilmzeit wirkte sie unter anderem in Filmen von Ernst Lubitsch mit, etwa in Die Ehe im Kreise (USA 1924), Drei Frauen (USA 1924) und Küß mich noch einmal (USA 1925). In ihrer über zwanzigjährigen Schauspielkarriere war sie an mehr als 120 Kinoproduktionen beteiligt. Marie Prevost wurde am 08. November 1898 in Sarnia (Kanada) als Mary Bickford Dunn geboren. mehr
Foto:Stummfilm Magazin

35MM ausgabe 44 cover 250Seit 2014 widmet sich die Zeitschrift 35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin (35MM) dem Kino von seinen Anfängen bis ins Jahr 1965.

Die aktuelle Ausgabe #44 mit Erscheinungstermin Dezember 2021 hat als Schwerpunkthema "Metro-Goldwyn-Mayer", das weltberühmte Filmstudio mit dem Kürzel MGM und dem brüllenden Löwen im Logo. Stummfilm Magazin nahm das Heft zum Anlass für ein Gespräch mit Chefredakteur Clemens Williges, dem stellvertretenden Chefredakteur Marco Koch und dem Herausgeber Jörg Mathieu.

"Ein Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist das MGM-Kino der frühen 30er Jahre, mit Porträts der Regisseure George W. Hill und Jack Conway sowie einem Beitrag über die unverschämtesten Pre-Code-Filme der MGM. Daneben finden sich Einzelartikel zu den Filmen "Irrwege des Lebens" (1931), "Die Maske des Fu-Manchu" (1932), "Blinde Wut" (1936) und "Die Braut trug Rot" (1937). Ein zweiter Schwerpunkt ist das Kino der späten Jahre, mit Artikeln über Stewart-Granger-Western, Cinerama, Science-Fiction und die Miss-Marple-Filme der MGM British. Außerdem enthält das Heft einen ausführlichen Artikel zum Film Noir bei MGM", so Clemens Williges. Zum ganzen Interview
Bildnachweis: 35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin

filmstreifen 01 250Vom 22. Januar bis 27. März 2022 ist im Käthe-Kollwitz-Museum Berlin die Sonderschau "Zwischen Erfolg und Exil. Lotte Jacobi & Lotte Reiniger" zu sehen.

Das Käthe-Kollwitz-Museum widmet sich im Rahmen seiner letzten Sonderausstellung am derzeitigen Standort dem Werk zweier herausragender Künstlerinnen der Weimarer Republik: Lotte Jacobi (1896-1990), deren Welt sich um die Fotografie drehte, und Lotte Reiniger (1899-1981), die sich dem Scherenschnitt verschrieb.

Mit Neugier, Talent und Geschäftssinn setzten sich die Fotografin und die Trickfilmpionierin in der männerdominierten Kunstszene durch und verkehrten in den gleichen Kreisen wie die Hauskünstlerin Käthe Kollwitz. Die Sonderschau zeigt auf, wie ihre Karrieren in der aufstrebenden, lebendigen Kulturszene des Berlins der 1920er Jahre begannen und bis zu ihrer Emigration im Jahr 1935 aufblühten.

filmspule bunt 250 1Aktuelle und interessante Veröffentlichungen rund um das Thema "früher Film" gibt es im Netz zu entdecken. Hier eine frische Auswahl. Viel Spaß beim Lesen!

♦ Mit dem MuMa-Forum hat in Bielefeld ein neues Museum für Kinogeschichte eröffnet. Die Lippische Landes-Zeitung gibt einen Einblick und auch der WDR berichtet.

♦ Der NDR berichtet in einem Text- und Videobeitrag über das ehemalige Kino Eden in Lübeck, das bereits in der Stummfilmzeit eröffnet wurde und heute eine Eventlocation mit architektonischen und geschichtlichen Bezügen zum ehemaligen Lichtspielhaus ist. mehr

♦ Das Stadtmagazin "Inka" stellt das kommende Karlsruher Stummfilmfestival vor, das von 26. bis 30. Januar 2022 stattfindet. mehr

♦ Über den ARTE-Schwerpunkt zu "Vampire" im März 2022 und die damit verbundene Ausstrahlung von "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" (D 1922) berichtet quotenmeter.de. mehr

♦ kreis-anzeiger.de berichtet über eine Lesung von Peter Prange aus seinem aktuellen Buch "Der Traumpalast – Im Bann der Bilder". mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntDer amerikanische Filmschauspieler Oliver Hardy wurde am 18. Januar 1892 in Harlem (US-Bundesstaat Georgia) geboren.

Weltberühmt wurde er gemeinsam mit Stan Laurel (1890 – 1965) als Komikerduo Laurel und Hardy, das von 1921 bis 1951 in über 100 Filmkomödien zu sehen war. Ihr Kurzfilm The Music Box aus dem Jahr 1932 wurde mit einem Oscar prämiert. Im deutschsprachigen Raum ist das Paar auch unter den Namen "Stan & Ollie" und "Dick" & Doof" bekannt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 08 250 buntAm 17. Januar 1867 wurde in Laupheim der Filmunternehmer Carl Laemmle geboren.

1884 verließ der siebzehn Jahre alte Karl Lämmle das schwäbische Laupheim und wandert in die USA aus. 1912 gründete er als Carl Laemmle die Universal Studios und wurde schnell einer der erfolgreichsten Filmproduzenten Hollywoods. Von seiner Firma hergestellte Filme wie Törichte Frauen (1919), Der Glöckner von Notre Dame (1923) und Das Phantom der Oper (1925) sind herausragende Werke der Stummfilmzeit. Carl Laemmle starb am 24. September 1939 in Beverly Hills. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

geige farbig 250Das VOLTA Ensemble, das Kammerorchester der Hochschule für Musik und Theater München, spielt am Donnerstag, den 20. Januar 2022, um 19:00 Uhr in der Reaktorhalle (Luisenstraße 37a, 80333 München) zu zwei Klassikern des französischen Stummfilms.

Zu "L'Assassinat du duc de Guise" (F 1908) wird die Originalmusik von Camille Saint-Saëns, zu "Entr'acte" (F 1924) die von Erik Satie erklingen. Die Musiker*innen spielen unter der Leitung von Prof. Mark Pogolski. Eine Einführung hält Stefan Drößler, Leiter des Filmmuseum München. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 06 250Die amerikanische Schauspielerin Carole Lombard starb am 16. Januar 1942 bei einem Flugzeugabsturz am Potosi Mountain (US-Bundesstaat Nevada).

In der Stummfilmzeit war sie in Filmen der Produktionsfirmen Fox Film Corporation und Pathé Exchange zu sehen. Ihre heute bekannteste Rolle spiele sie in dem Tonfilm Sein oder Nichtsein (USA 1942) unter der Regie von Ernst Lubitsch. Sie wurde am 06. Oktober 1908 als Jane Alice Peters in Fort Wayne (US-Bundesstaat Indiana) geboren. mehr 
Foto: Stummfilm Magazin

filmstreifen 02 250Der amerikanischer Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor Hal Roach wurde am 14. Januar 1892 in Elmira (US-Bundesstaat New York) geboren.

Die von seinem Studio produzierten Filme mit Harold Lloyd, Stan Laurel und Oliver Hardy und die Serie Die kleinen Strolche schrieben Filmgeschichte. Im Jahr 1984 wurde Roach mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet. Er starb im Alter von hundert Jahren am 02. November 1992 in Los Angeles. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

foederverein filmkultur bonn 250Freund*innen des frühen Films erwarten auch in 2022 wieder viele interessante Stummfilm-Veranstaltungen in Bonn und über die Region hinaus, ausgerichtet und präsentiert vom Förderverein Filmkultur Bonn e.V. Hier ein Überblick:

Die Leinwandkonzerte, die der Förderverein Filmkultur gemeinsam mit dem Beethoven-Haus Bonn veranstaltet, gehen in die nächste Runde. Nach dem erfolgreichen Auftakt, das erste Konzert am 14. November 2021 war ausverkauft, wird am 06. Februar 2022 ein Familienfilmkonzert im Kammermusiksaal stattfinden. Auf der Leinwand werden die drei Märchen-Trickfilme "Kalif Storch", "Aschenputtel" und "Däumelinchen" von Lotte Reiniger zu sehen sein, die mit ihrer außergewöhnlichen Scherenschnitttechnik begeistern und ein tolles Erlebnis für alle Altersgruppen bieten. Sabrina Zimmermann an der Geige und Mark Pogolski am Klavier spielen und moderieren Melodien und Leitmotive der Musik und machen für Jung und Alt spielerisch erlebbar, wie Stummfilmmusik entsteht.

Alle, die das Leinwandkonzert im November 2021 verpasst haben, haben am 11. Mai 2022 eine zweite Chance: Dann wird der amerikanische Stummfilmklassiker "Sunrise – A Song Of Two Humans" erneut mit Begleitung des Duos Cellophon zu sehen sein. Die Cellisten Paul Rittel und Tobias Stutz erhielten bei der ersten Aufführung Szenenapplaus für ihre musikalische Inszenierung des Films. F.W. Murnaus mitreißendes Drama von 1927, das mit drei Oscars ausgezeichnet wurde, können die Besucher*innen dieses Mal auf der Bühne der Brotfabrik Bonn erleben.

Mit dem Filmmuseum Potsdam hat der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. einen neuen Kooperationspartner. Bereits im Dezember 2021 konnten die Besucher*innen in Potsdam mit "Die Jagd nach der Million" die erste Vorstellung der neuen Kooperation erleben. Fortan wird das Filmmuseum Potsdam jedes Jahr eine Auswahl aus dem Programm der Internationalen Stummfilmtage zeigen. Die nächste Veranstaltung findet am 19. Februar 2022 statt: Gezeigt wird die sowjetische Komödie "Die seltsamen Abenteuer des Mr. West im Lande der Bolschewiki", mit Live-Klavierbegleitung von Sabine Zimmer, die bei den Stummfilmtagen 2021 am Divenfilm-Abend ihr Debüt hatte. Am 26. März 2022 wird im Filmmuseum der schwedische Film "Mädchen im Frack. Eine sommerleichte Filmgeschichte" gezeigt. Die Musik stammt von Charlotte Hasselquist Nilsson.

Das 38. Bonner Sommerkino findet dann vom 11. bis 21. August 2022 statt. Wie auch in den letzten beiden Jahren wird das Festival wieder hybrid stattfinden und neben den Vorführungen im Bonner Arkadenhof das erfolgreiche Online-Konzept mit weltweit abrufbaren Streams fortführen. Die ersten Details zu den Stummfilmtagen werden im Frühjahr 2022 bekanntgegeben. mehr
Textquelle und Bild: Förderverein Filmkultur Bonn e.V.

filmstreifen 09 250Die deutsche Tänzerin, Kabarettistin und Schauspielerin Valeska Gert wurde am 11. Januar 1892 als Gertrud Valesca Samosch in Berlin geboren.

In der Stummfilmzeit war sie unter anderem in den deutschen Produktionen Die freudlose Gasse (1925), Alraune (1928), Tagebuch einer Verlorenen (1929) und Menschen am Sonntag (1930) zu sehen. 1939 emigrierte sie aus Nazideutschland. Nach dem zweiten Weltkrieg war sie in Deutschland als Kabarettistin tätig und spielte unter anderem in Rainer Werner Fassbinders TV-Serie Acht Stunden sind kein Tag. Volker Schlöndorff setzte ihr mit der Dokumentation "Nur zum Spaß, nur zum Spiel" ein filmisches Denkmal. Valeska Gert starb 1978 auf der Insel Sylt. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

klavier 1 250Der deutsche Komponist Wolfgang Zeller starb am 11. Januar 1967 in Berlin.

Zeller schrieb unter anderem die Musik für Lotte Reinigers meisterhaften Silhouetten-Animationsfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed (D 1926). Während des Nationalsozialismus lieferte er auch für NS-Propagandafilme Kompositionen. Wolfgang Zeller wurde am 12. September 1893 in Biesenrode geboren. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

Der Science-Fiction-Monumentalfilm wurde von Regisseur Fritz Lang in den Jahren 1925 und 1926 in Deutschland gedreht und ist einer der teuersten Filme seiner Zeit. Auf der Leinwand sind Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Fritz Rasp, Rudolf Klein-Rogge und Heinrich George zu sehen.

Das herausragende Werk der Filmgeschichte ist einer der Klassiker des Weimarer Kinos und des deutschen Expressionismus. Auch heute noch übt der Film Einfluss auf Filmschaffende aus und ist Gegenstand zahlreicher filmhistorischer Anlaysen. Er gehört zu den heute am meisten gezeigten deutschen Stummfilmen in Kinos, Konzertsälen und auf Festivals. Als erster Film weltweit wurde "Metropolis" in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.

Die bislang vollständigste, aufwändig restaurierte Fassung wurde am 12. Februar im Rahmen der Berlinale 2010 im Friedrichstadtpalast und in der Alten Oper Frankfurt zeitgleich aufgeführt. Die vielbeachtete Neuveröffentlichung ist durch einen spektakulären Kopienfund in Buenos Aires im Jahr 2008 möglich geworden; anhand dieser 16mm-Filmrollen konnte "Metropolis" restauriert und so seiner Uraufführungsfassung angenähert werden. mehr
Foto: Stummfilm Magazin

burkhard goetze foto daniel wandtke 250Am Donnerstag, den 27. Januar 2022, ist um 19:30 Uhr im Braunschweiger Westand Kultur- und Eventzentrum "Die Stadt ohne Juden" (AT 1924) mit Livemusikbegleitung zu erleben.

Die Aufführung findet anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Es spielt das Staatsorchester Braunschweig unter Leitung von Burkhard Götze, Preisträger des Deutschen Stummfilmpreises 2021. Aufgeführt wird eine Komposition von Olga Neuwirth.

"Die Stadt ohne Juden" betitelte Hugo Bettauer 1922 seinen Roman, der eine Vertreibung der Juden aus Wien beschreibt. Zwei Jahre später kam die Verfilmung in die Kinos. Der Film gilt heute weltweit als erstes explizites filmkünstlerisches Statement gegen den Antisemitismus.

Die anlässlich der international vielbeachteten Restaurierung von "Die Stadt ohne Juden" veröffentlichte Musik von Olga Neuwirth wurde mit dem "Opus Klassik" ausgezeichnet und ist ein Auftragswerk von Konzerthaus Wien, The Barbican London, Ensemble intercontemporain Paris, Elbphilharmonie Hamburg und Sinfonieorchester Basel. mehr
Foto: Daniel Wandke

Neuerscheinung

der mann der lacht wicked vision cover a 250

Am 27. Juni 2022 erscheint "Der Mann, der lacht" (1928) als Collector’s Edition bei Wicked Vision. mehr

Spendenaktion

filmspule 250 4

Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d

Jubiläum

deutscher stummfilmpreis auszeichnung 1 250

Ein "unsterblicher" Horrorfilm ist 100. mehr

Berlin

stummfilmtage bonn 250a

Mit einer Sonderausstellung bis 04. Juli 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr