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filmstreifen 01 250Am 09. November 2017 findet um 19:00 Uhr im Filmmuseum Potsdam die Veranstaltung "Kino im Kopf. Ein Abend mit Filmgeschichten aus der Ufa" statt.  Anlass ist die Gründung der Ufa, die sich in 2017 zum hundersten Mal jährt.

Fritz Lang kommandiert die Komparsen herum, Erich Pommer ist ständig im Stress, die Vorstandssekretärin überlastet, Heinz Rühmann duckt sich vor Goebbels weg, Hans Albers hat mit einigen Münchhausen-Dialogzeilen so seine Schwierigkeiten – und warum eigentlich ist die Feuerzangenbowle heute noch so beliebt bei Studenten? Studierende aus den Masterstudiengängen Drehbuch und Filmkulturerbe der Filmuniversität haben Kurzfilmstoffe zur Geschichte des größten deutschen Filmkonzerns entwickelt. In komischen, traurigen und nachdenklichen Szenen setzen sie sich mit Filmen, Personen und Ereignissen aus dem Studiobetrieb von Anfang der 1920er Jahre bis 1945 auseinander und geben ihren ganz eigenen Blick auf die Firma zwischen Demokratie und Diktatur wieder. Einige Autorinnen und Autoren stellen ihre Bücher in einer Lesung im Filmmuseum vor und laden das Publikum ein, »Kino im Kopf« zu machen. Die musikalische Begleitung der Veranstaltung hat Peter Gotthardt übernommen, die Gesamtleitung liegt bei Ursula von Keitz.

Bereits um 18:00 Uhr wird im Foyer des Museums die Projektpräsentation "Geliebt, vertrieben – erinnert" über die von der Ufa ab 1933 entlassenen jüdischen Filmschaffenden stattfinden. So würdigt das Filmmuseum Potsdam mit einer Hommage im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals Berlin-Brandenburg das Schaffen des Drehbuchautors und Regisseurs Emeric Pressburger. Schon wenige Monate nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten beschloss der Ufa-Vorstand am 29. März 1933, einen Großteil ihres jüdischen Personals zu entlassen, das in den 1920er und frühen 1930er Jahren zur kreativen Blüte des Konzerns beigetragen hatte – Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Drehbuchautoren, Filmkomponisten, Schauspielerinnen und Schauspieler. Doch nicht alle konnten, wie Emeric Pressburger, im Exil weiterarbeiten und überlebten den Holocaust. Einige von ihnen wurden, wie Kurt Gerron, im KZ ermordet. Das Filmmuseum erinnert mit einer digitalen Präsentation an die Biographien der entlassenen Filmschaffenden, prominenten wie heute vergessenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und lädt dazu ein, sich mit ihnen und ihrer Arbeit auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung findet unter Beteiligung des Filmhistoriker und Kurators Friedemann Beyer statt.

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Eine Kartenreservierung ist unter Telefon 0331-27181-12 und per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.
Eintritt: 5,00 €

Textquelle: Filmmuseum Potsdam; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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