make more noise suffragetten im film foto foerderverein filmkultur bonn e VOpen Air, bei freiem Eintritt und mit live-musikalischer Begleitung präsentiert der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. vom 10. bis 20. August 2017 überwiegend frisch restaurierte und selten aufgeführte Stummfilme aus der ganzen Welt im Arkadenhof der Universität Bonn.

Neben den Vorführungen in dieser einzigartigen Kulisse, in der dieses Jahr 25 Kurz- und Langfilme zu erleben sind, charakterisiert das größte deutsche Stummfestival auch ein Rahmenprogramm mit Filmen und Vorträgen, das im LVR-LandesMuseum Bonn stattfindet und dem Publikum praxisnahe Einblicke in die Filmgeschichte gewährt. Es vermittelt einen lebendigen Eindruck der Arbeit, die Archive und Kinematheken in der ganzen Welt durch die Rekonstruktion und Aufbereitung von Filmmaterial leisten, um filmisches Erbe zu bewahren und zugänglich zu machen.

So widmet Stefan Drößler sich am Sonntag, 13. August 2017, um 15:00 Uhr Paul Wegeners zwischen 1915 und 1921 entstandenen Filmen um den Golem, diese mystische, zum Leben erweckte Lehmfigur aus dem Prager Ghetto. Er berichtet über die erhaltenen und neu gefundenen Materialien aus den drei Filmen sowie über ihre langwierige Rekonstruktion und zeigt Ausschnitte. Der zweite Teil des Nachmittags nimmt die Suffragetten in den Blick: Frauen, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem in England und den USA für ihre Rechte, u.a. die Einführung des Frauenwahlrechts, einsetzten, wurden in der von Männern dominierten Filmbranche verspottet. Eine Sammlung des British Film Institute mit frühen Filmdokumenten und Komödien, die um 17:00 Uhr präsentiert wird, zeigt die Anfänge des bis heute andauernden Kampfes der Suffragetten um Gleichberechtigung.

Der Nachmittag des 20. August 2017 steht im Zeichen des Schriftstellers Franz Kafka, der ab 1908 regelmäßig ins Kino ging. Der Autor und Publizist Hanns Zischler hat in umfassender Recherche alle Referenzen auf Kinobesuche in Kafkas Schriften, Tagebüchern und Briefen untersucht und zahlreiche Filme identifiziert, die das Filmmuseum München in Zusammenarbeit mit einem Dutzend internationaler Archive aufwändig restaurierte. In einer unterhaltsamen Lesung mit Filmausschnitten, Bildern und Dokumenten stellen Zischler und Drößler ihre Arbeit zu Kafka vor. Dieser besuchte zuweilen auch die zu Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Kaiserpanoramen, in denen bis zu 25 Personen gleichzeitig 3D-Bilderserien sichten konnten. 2015 hat Regisseur Nikolai Vialkowitsch die seinerzeit populären Bilderserien aus dem Ersten Weltkrieg digitalisiert und als Grundlage für einen beeindruckenden 3D-Film verwandt, der um 17 Uhr vorgeführt wird. Für das Rahmenprogramm sind Tageskarten zum Preis von 7€, ermäßigt 5€ erhältlich, die beim Förderverein Filmkultur Bonn e.V. (Telefon 0228/47 85 68) reserviert werden können.

Das gesamte Festivalprogramm finden man unter www.internationale-stummfilmtage.de.

Die 33. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino werden veranstaltet vom Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität​ Bonn, der Bonner Kinemathek und dem LVR-LandesMuseum Bonn, und unterstützt von der Bundesstadt Bonn, der Film- und Medienstiftung NRW und der Bundesbeauftragen für Kultur und Medien (BKM).
Textquelle und Foto: Förderverein Filmkultur Bonn e.V

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