das fidele gefaengnis filmmuseum frankfurtBislang kannte man Ernst Lubitschs Stummfilmkomödie Das fidele Gefängnis (Deutschland 1917) nur in Schwarzweiß. Kinobesucher haben nun, zum 100-jährigen Jubiläum des Films, erstmals die Möglichkeit, eine farbrestaurierten Version zu erleben.

Im Rahmen der Reihe "Lecture & Film" wird am Samstag, den 08. Juli 2017, um 18:00 Uhr unter dem Titel "100 Jahre Lubitschs Fideles Gefängnis" die neue Farbfassung als Welturaufführung im Kino des Filmmuseum Frankfurt/Main gezeigt. Als Vorfilm ist das Tonbild "Die Feldermaus" von Alfred Duskes aus dem Jahr 1909 zu sehen.

Bis Mitte der 1920er Jahre war die Praxis der szenenweisen Einfärbung von Nitropositivkopien mittels Tinting (Virage) und Toning allgemein akzeptierter Standard. Stummfilme dieser Zeit waren meist mehrfarbig. Ein Nitro-Positiv von Lubitschs "Das fidele Gefängis" mit gut erhaltenen, zeitgenössischen Viragen ist in den Beständen des Deutschen Filminstituts erhalten - allerdings nur als Fragment. Vollständig existiert der Film lediglich auf einer Schwarzweiß-Umkopierung auf Azetat-Trägermaterial. Ziel der vorliegenden Restaurierung war die Rekonstruktion der ursprünglich vollständig viragierten Fassung des Films anhand des Farbschemas des Nitropositivs. Die Digitalisierung beider Kopien in einer Auflösung von 2K erfolgte im EU-geförderten Projekts EFG 1914.

Zum Inhalt von "Das fidele Gefängsnis": Wo ist Alex? Vergeblich sucht Alice von Reizenstein ihren Gatten, bis sie ihn schließlich sturzbetrunken unter seinem Schreibtisch entdeckt. Kurz darauf überbringt der Postbote den Eheleuten eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: Fürst Zsbrschowsky lädt zum Maskenball. Die Schlechte: Alex soll wegen nächtlicher Ruhestörung ins Gefängnis. Alice ist außer sich, doch mit ein paar Geldscheinen für einen neuen Hut stimmt Alex sie wieder versöhnlich. Es entspinnt sich ein Spiel voll aberwitziger Verwechslungen und Verwicklungen. mehr
Textquelle und Foto: Filmmuseum Frankfurt/Main

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