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vlady bystrov 250 5Der Musiker und Komponist Vlady Bystrov widmet sich seit 15 Jahren der Stummfilmmusik und hat schon zu Klassikern wie "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" (D 1926") und "Das Cabinet des Dr. Caligari" (D 1920) musikalisch gearbeitet.

Nun hat er sich Fritz Langs "Der müde Tod" (D 1921) angenommen. Am 11. Juni 2022 wird er in der Magni-Kirche in Braunschweig mit drei weiteren Musiker*innen in der Besetzung Klavier, Geige, Percussion und Blasinstrumente, ergänzt um Live-Elektronik, den Stummfilmklassiker lebendig werden lassen. Vor der Aufführung wird der Kinoexperte Clemens G. Williges, Chefredaktuer von "35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin" und Vorstandsmitglied und Programmer beim "Internationalen Filmfestival Braunschweig", eine Einführung in den Film geben.

Stummfilm Magazin sprach mit Vlady Bystrov über seine Stummfilmmusik: "Beim Filmerbe mag ich besonders außergewöhnliche, meistens avantgardistische Filme, je abstrakter, desto besser. Da ich überwiegend im experimentellen Bereich arbeite, ist mein Instrumentarium entsprechend eher ungewöhnlich, genauso wie die von mit eingeladenen Musiker*innen. [...] Ich benutze gerne elektronische Instrumente, die ich mit ethnischen Instrumenten mische. Es klingt einfach schön, wenn man zu präpariertem Klavier eine Suling Flöte oder, beispielsweise bei einer romantischen Szene, eine chinesische Hulusi erklingen lässt." zum ganzen Interview
Foto: privat