filmstreifen 01 250Vom 15. bis 28. Februar 2022 wird im Metro Kinokulturhaus die Filmreihe "Faszination Verbrechen – Krimis made in Austria" gezeigt. Ab 04. Februar 2022 ist ein Teil der Filme auch auf www.filmarchiv.at abrufbar.

Ergänzend zu einer Retrospektive anlässlich des 90. Todestages von Edgar Wallace präsentiert das Filmarchiv Austria im Februar 2022 eine von Florian Widegger kuratierte Auswahl an in Österreich gedrehten Krimis aus den Anfängen der Filmgeschichte.

Die Entwicklung des Kriminalfilms findet zeitnah mit jener der Kriminalliteratur statt. Zwar etabliert sich diese als Gattung bereits ab dem frühen 19. Jahrhundert, einen richtigen Run erlebt sie allerdings erst rund 100 Jahre später, als AutorInnen wie Arthur Conan Doyle, Agatha Christie – und Edgar Wallace – mit ihren Romanen nicht nur die Bedürfnisse unzähliger Leser*innen nach Schuld und Sühne befriedigen, sondern auch an Bedeutung als Unterhaltungsmedium für die Industriegesellschaft gewinnen. Es mag kein Zufall sein, dass sich das Genre gerade in den 1920er Jahren, in denen große Not und politische Unsicherheit herrschen, ausformuliert und damit auch die Probleme der Zeit, soziale Fragen und unter der gesellschaftlichen Oberfläche schwelende Tendenzen abarbeitet – im Buch wie im Film.

Die Spannbreite an Krimimotiven in den gezeigten Filmen ist vielfältig: Vom "gemeinen" Mordverdacht, mit dem sich ein unschuldiger Herr aus besseren Kreisen konfrontiert sieht und den es zu entkräften gilt, über eine groß angelegte Kunstfälschungsaktion bis hin zu betrügerischen Machenschaften im Ölgeschäft reicht die Palette. Inhaltlich wie formal sind die Filme häufig beflügelt von neuen Stil- und Denkrichtungen, dem Expressionismus auf der einen Seite und der Psychoanalyse auf der anderen – exemplarisch und meisterhaft: Robert Wienes Klassiker "Orlac´s Hände" (AT 1924). Aber auch die Neue Sachlichkeit hinterlässt ihre Spuren, indem sich die Geschichten, die die Filme erzählen, zunehmend an die Lebensrealität des Publikums anpassen und sie an jene Orte führen – in Vorstädte und Nachtlokale –, an denen Sehnsüchte und Wünsche (vermeintlich) wahr werden. Verbrechen mag sich im richtigen Leben nicht auszahlen, im Kino ist es seit jeher eine unversiegbare Quelle der Inspiration. mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria; Foto: Stummfilm Magazin

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