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filmstreifen 08 250Zur Doppelausstellung »Umkämpfte Wege der Moderne« im "Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte" zeigt das Filmmuseum Potsdam eine Reihe von Filmen aus Babelsberg und Berlin, an denen sich die unterschiedlichen filmästhetischen aber auch politischen Lager in der Weimarer Zeit zeigen lassen.

Am Freitag, den 19. Oktober 2018, ist um 19:00 Uhr Die freudlose Gasse von Georg Wilhelm Pabst zu sehen. Der Stummfilmklassiker aus dem Jahr 1925 ist das einzige gemeinsame Werk der Leinwandlegenden Asta Nielsen und Greta Garbo.

Wien 1921, es herrscht Inflation. In der Melchiorgasse treffen Elend und Luxus, Verlierer und Gewinner, Prostituierte und Geschäftemacher aufeinander. Grete Rumfort, gespielt von der damals 20-jährigen Greta Garbo, muss Geld beschaffen, um Vater und Schwester zu ernähren, aber der Modistin, die nebenher einen Klub betreibt und die Grete mit einem Freier verkuppeln möchte, läuft sie davon. Den mit weiteren Stars besetzen Publikumserfolg ordnet der Filmhistoriker Klaus Kreimeier als "expressionistischen Straßenfilm der Weimarer Republik" ein, dem eine "entscheidende realistische Dimension" hinzugefügt wird. Der damals politisch brisante, stark zensierte Stummfilm wird in der 1997 unter Federführung des Filmmuseums München rekonstruierten Fassung gezeigt. An der Welte-Kinoorgel spielt Peer Kleinschmidt. Weitere Spielfilme der Reihe sind:

27.12.2018: Madame Dubarry (Regie: Ernst Lubitsch, D 1919)
22.01.2019: Berlin. Die Sinfonie der Großstadt (Regie: Walter Ruthmann, D 1927)
09.03.2019: Metropolis (Regie: Fritz Lang, D 1924)
13.04.2019: Mutter Krausens Fahrt ins Glück (Regie: Phil Jutzi, D 1929)
18.05.2019: Westfront 1918 (Regie: Georg Wilhelm Pabst, D 1930)
22.06.2019: Das Flötenkonzert von Sanssouci (Regie: Gustav Ucicky, D 1930)

Die Filmreihe ist eine Kooperation des Filmmuseums Postdam mit dem Potsdam Museum. Bei Vorlage einer Eintrittskarte des Filmmuseums Potsdam oder des Potsdam Museums erhalten Besucher*innen in der jeweils anderen Institution ermäßigten Eintritt.
Textquelle: Filmmuseum Postdam; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

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