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gute unterhaltung roter vorhang 250Erstmals in Deutschland präsentiert das Humboldt Forum in Kooperation mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin am Samstag, dem 22. September 2018, um 20 Uhr im Haus des Rundfunks Berlin die Festivalproduktion "Setan Jawa".

Das javanische Gamelan-Ensemble Garasi Seni Benawa sowie das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin begleiten live den modernen Stummfilm "Setan Jawa" des Regisseurs Garin Nugroho. Die Musik zum Film wurde von Rahayu Supanggah und Iain Grandage komponiert. Das Filmkonzert ist zugleich der Abschluss der Ausstellung und des Programms von "[laut] Die Welt hören".

Die Idee von "Setan Jawa" ist einzigartig: Ein schwarz-weißer Stummfilm mit indonesischem Schattenspiel und modernem Tanz, ein traditionelles Gamelan-Orchester mit fünf Sängerinnen und Sängern, erweitert um ein europäisches Orchester, formen ein faszinierendes Gesamtkunstwerk.

Erzählt wird eine Liebesgeschichte: Setio, ein armer Dorfbewohner, verliebt sich tragisch in die schöne Asih, eine javanische Prinzessin. Um ihre Liebe zu erringen, setzt er auf ein Geschäft mit dem Teufel. Die Geschichte spielt in Indonesien zur Kolonialzeit und ist vom lebendigen Mystizismus des Inselreiches ebenso inspiriert, wie vom deutschen Stummfilm der 1920er-Jahre.

Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (D 1922) von Friedrich Wilhelm Murnau war Ausgangspunkt für den bekannten indonesischen Avantgarde-Regisseur Garin Nugroho, die Welt der Schatten neu zu erfinden. Die Begegnung von Tradition und Moderne kulminiert in der zeitgenössischen Musikkomposition des einflussreichen indonesischen Komponisten Rahayu Supanggah – der als Erneuerer der Gamelan-Musik gilt und unter anderem mit Robert Wilson zusammenarbeitete – und des preisgekrönten Australiers Iain Grandage. Das javanische Gamelan-Ensemble Garasi Seni Benawa und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin spielen die eigens für diesen Film entstandene Komposition, dirigiert von Iain Grandage.

Das Filmkonzert, das 2017 im Arts Center Melbourne uraufgeführt wurde, feiert in Berlin seine Deutschlandpremiere und wird in dieser Konstellation erstmalig realisiert. Das Gemeinschaftsprojekt mit dem neunzehnköpfigen javanischen Gamelan-Ensemble und den zwanzig Berliner Musikern steht beispielhaft für die ab Ende 2019 zu erlebende Programmatik des Humboldt Forums. Seit März 2018 macht die Veranstaltungsserie und Ausstellung "[laut] Die Welt hören" mit Klängen, Liedern und Sprachen eindrucksvoll deutlich, dass das Humboldt eindrucksvoll deutlich, dass das Humboldt eindrucksvoll deutlich, dass das Humboldt eindrucksvoll deutlich, dass das Humboldt eindrucksvoll deutlich, dass das Humboldt eindrucksvoll deutlich, dass das Humboldt Forum auch ein Haus der Töne sein wird. Mit der faszinierenden, großen Festivalproduktion "Setan Jawa" endet "[laut] Die Welt hören" am 22. September 2018 mit seinem Veranstaltungshöhepunkt.

Die Ausstellung "[laut] Die Welt hören" in der Humboldt-Box lässt noch bis zum 16. September 2018 anhand des Berliner Phonogramm-Archivs des Ethnologischen Museums, des Lautarchivs der Humboldt-Universität zu Berlin und der Amar Foundation in Beirut die Faszination von Klängen in einem breiten Frequenzbereich hör- und erlebbar werden. Die beiden Berliner Sammlungen, berühmt für ihre Tonaufnahmen aus aller Welt, kommen Ende 2019 im Humboldt Forum zusammen und bereichern dieses um eine klangliche Dimension und um die Vielfalt der Sprachen – ein entscheidender Beitrag zu dessen Einzigartigkeit, die in der Ausstellung bereits jetzt zu erleben ist. Zur Erforschung unterschiedlicher Klangwelten und Klangkulturen lädt bis zum Ende der Ausstellung auch ein breites Vermittlungsprogramm ein.

Mit dem Humboldt Forum entsteht Ende 2019 ein neues kulturelles Stadtquartier in der Mitte Berlins. Durch das Zusammenführen herausragender Sammlungen mit bedeutenden Exponaten, darunter spirituelle Objekte und Kunstwerke aus Asien, Afrika, Amerika, sowie in vielfältigen Veranstaltungen regt das Humboldt Forum zu neuen Erkenntnissen über die Welt von gestern, heute und morgen an. Akteure im Humboldt Forum sind federführend die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, die Kulturprojekte Berlin und das Stadtmuseum Berlin und die Humboldt-Universität zu Berlin. Bereits jetzt ist das Humboldt Forum mit einem breiten Programm an Ausstellungen, Diskussionen, Performances, Workshops, Filmen und künstlerischen Interventionen in der ganzen Stadt präsent.
Textquelle: Pressemitteilung Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss; Foto: Stumfilm Magazin/Frank Hoyer

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