oesterreichisches filmmuseum logo 250In den vergangenen zehn Jahren hat das Österreichische Filmmuseum an die 350 Filme restauriert bzw. durch Umkopierung gesichert – in Zusammenarbeit mit anderen Filmarchiven, mit in- und ausländischen Labors und oft auch mit den Künstlern selbst.

Die Schau "Der zweite Atem" vom 26. Februar bis 11. März 2015 versammelt 35 Beispiele für diese Arbeit: Werke aller Gattungen und Formate, entstanden zwischen 1907 und 2001. Darunter Großklassiker und anonyme Artefakte, kunstgeschichtliche Höhepunkte des Films und zeithistorische Dokumente, die bislang unzugänglich waren.

Sichtbar werden dabei auch die Sammlungsschwerpunkte – bestimmte Kino-Ideen, die von der Kollektion Filmmuseum in besonderer Weise vertreten werden. Dies sind vor allem jene Richtungen in der Filmgeschichte, die sich nicht in „kommerzieller Hand“ befinden, deren Restaurierung also nicht von wirtschaftlich potenten Rechtsinhabern zu erwarten ist. Künstlerfilme von Dušan Makavejev, Apichatpong Weerasethakul, Heinz Emigholz oder James Benning fallen ebenso darunter wie das frühe Kino, dessen Reichtum hier von Max Linder-Komödien über faszinierende, schablonenkolorierte "Tourismusfilme" der frühen 1910er Jahre bis zum Werk einer der ersten Spielfilmregisseurinnen reicht: "Das Teufelchen" (1917) von Rosa Porten. Die sowjetische Avantgarde der 1920 Jahre (Restaurierungen von Dziga Vertovs "Der Mann mit der Kamera" oder Fedor Oceps "Der lebende Leichnam") und das unabhängige Kino Österreichs (vertreten u.a. durch Werke von Ulrich Seidl und Ernst Schmidt jr.) sind weitere Arbeitsgebiete des Filmmuseums, wie auch die sogenannten „ephemeren“ Gattungen des Mediums: Werbefilme, Kinotrailer, Amateurfilme – oder überlieferte Outtakes (mit Douglas Fairbanks) und Screen tests (mit Oskar Werner). Und nicht zuletzt jenes "Weltkino", dessen lückenhafte Überlieferung sehr oft eine verzerrte oder verspätete Rezeption im Westen zur Folge hatte. Mit Forugh Farrokhzads "Das Haus ist schwarz" (1963) und Lav Diaz' "Batang West Side" (2001), der zur Eröffnung gezeigt wird, sind hier zwei rare Meisterwerke des asiatischen Films zu bestaunen. mehr
(Quelle: Pressemitteilung Österreichisches Filmmuseum)

Neuerscheinung

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Am 27. Juni 2022 erscheint "Der Mann, der lacht" (1928) als Collector’s Edition bei Wicked Vision. mehr

Spendenaktion

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Das bedeutende ukrainische Filmarchiv Dovzhenko Centre in Kiew ist in seiner Existenz bedroht. Spenden zur Unterstützung sind möglich unter https://gofund.me/a6d1f28d

Jubiläum

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Ein "unsterblicher" Horrorfilm ist 100. mehr

Berlin

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Mit einer Sonderausstellung bis 04. Juli 2022 würdigt die Deutsche Kinemathek das komplexe Handwerk der Filmrestaurierung. mehr