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Abwege Copyright Foerderverein Filmkultur Bonn ev 250Der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. verwandelt ab Donnerstag, den 16. August 2018, den Arkadenhof der Universität Bonn in einen stilvollen Open-air-Kinosaal.

Bis 26. August 2018 sind bei den "34. Internationalen Stummfilmtagen – Bonner Sommerkino" Klassiker und Raritäten aus der Frühzeit des Kinos unter freiem Himmel mit Live-Musik zu erleben. Zum Auftakt zeigt das größte deutsche Stummfilmfestival um 21:00 Uhr Buster Keatons Flitterwochen (USA 1920), sein erstes großes Meisterwerk über ein frisch vermähltes Paar, das versucht, ein Fertighaus zusammenzusetzen. Im Anschluss läuft Abwege (Deutschland 1928), G. W. Pabsts flirrendes Gesellschaftsportrait, in dem die vernachlässigte Ehefrau eines reichen Anwalts sich ins Berliner Nachtleben stürzt, eine Affäre mit einem Künstler beginnt und in einen Rausch aus Luxus und Laster gerät.

Das Programm versammelt dieses Jahr besonders viele Ikonen des Stummfilms – so geben sich Greta Garbo, Mary Pickford und Louise Brooks, Charles Chaplin, Conrad Veidt und Emil Jannings im Arkadenhof die Klinke in die Hand. Superproduktionen wie Robert Reinerts Opium (D 1919) oder Fred Niblos Ben Hur (USA 1925) – als teuerster Stummfilm aller Zeiten – stehen neben wenig bekannten Werken wie dem japanischen Melodram Die Tänzerin von Izu (Japan 1933), Friedrich Ermlers Der Mann, der das Gedächtnis verlor (UdSSR 1929) oder avantgardistischen Experimenten wie Interplanetarische Revolution (UdSSR 1924) und dem tschechischen Kurzfilm Spaziergang ins Blaue. Zahlreiche Filme sind in neuen Restaurierungen zu sehen, F. W. Murnaus Faust – eine deutsche Volkssage (D 1926) und Antoines Die Schwalbe und die Meise sogar in neuen Fassungen, die seinerzeit nicht ins Kino gelangten.

Mit dem Programm "Lebende Bilder", das Filme aus der Anfangszeit des Kinos populären Gemälden gegenüberstellt, dem indischen Stummfilm "Das Grabmal einer großen Liebe" und Vorträgen zu Faust – eine deutsche Volkssage und der erschreckend aktuellen Verfilmung von Hugo Bettauers Roman "Die Stadt ohne Juden" verspricht auch das sonntägliche Rahmenprogramm im LVR-LandesMuseum Bonn außergewöhnliche Einblicke in die Arbeit der Filmarchive und -restaurierung.

Das gesamte Programm findet man auf www.internationale-stummfilmtage.de (PDF-Download des Programmheftes hier). Bei den Vorführungen im Arkadenhof, Einlass dort jeden Abend ab 19 Uhr, ist der Eintritt frei; um Spenden wird gebeten. Für die Veranstaltungen des Rahmenprogramms können Karten zum Preis von 7 €, ermäßigt 5 €, bis spätestens zwei Tage vor dem jeweiligen Termin unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! reserviert werden.

Die "34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino" werden veranstaltet vom Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, dem AStA Bonn, der Bonner Kinemathek und dem LVR-LandesMuseum Bonn, und unterstützt von der Bundesstadt Bonn, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Film- und Medienstiftung NRW und der Bundesbeauftragen für Kultur und Medien (BKM).
Textquelle und Foto: Förderverein Filmkultur Bonn e.V.

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