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Vom 25. bis 28. Januar 2018 findet in Heidelberg das "Internationale Festival für Stummfilm und Livemusik" statt, mittlerweile zum 17. Mal.

Veranstaltungsort ist das "DAI Heidelberg. Das Haus der Kultur" (Deutsch-Amerikanisches Institut Heidelberg). Das Programm der viertägigen Veranstaltung, das neben Klassikern aus der Stummfilmzeit auch moderne Produktionen mit Live-Musikbegleitung bietet, in der Übersicht:

• Donnerstag, 25. Januar 2018, 20:00 Uhr: "Siren of the Tropic" (Frankreich 1927), Regie: Mario Nalpas, Henri Étiévant
• Freitag, 26. Januar 2018, 20:00 Uhr: "Metropolis" (Deutschland 1927), Regie: Fritz Lang
• Samstag, 27. Januar 2018, 15:00 Uhr: "Ein Uhr nachts" (USA 1926) und "Die Rollschuhbahn" (USA 1926), Regie: Charlie Chaplin
• Samstag, 27. Januar 2018 ,17:00 Uhr: "Der Golem, wie er in die Welt kam" (Deutschland 1920), Regie: Paul Wegener,
• Samstag, 27. Januar 2018, 20:00 Uhr: "¡Vivan las Antipodas!" (D/AR/NL/CL 2011), Regie: Victor Kossakovsky
• Sonntag, 28. Januar 2018, 14:00 Uhr: "Der Zirkus" (USA 1928) und "Eine Nacht im Varieté" (USA 1915), Regie: Charlie Chaplin
• Sonntag, 28. Januar 2018, 17:00 Uhr: "The Gate of Departure" (Ägypten 2014), Regie: Karim Hanafy

Mehr Informationen und Ticketvorverkauf hier

Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

werner kuespert 250Im Rahmen des 44. Internationalen Filmwochenendes Würzburg wird am Sonntag, den 28. Januar 2018, um 11.00 Uhr im Central-Kino im Bürgerbräu "Das Mädchen mit der Hutschachtel" gezeigt.

Der sowjetische Filmregisseur und Schauspieler Boris Barnet drehte das vom amerikanischen Slapstick inspirierte Werk voller Situationskomik im Jahr 1927 in der UdSSR. Vertont wird der Film von Küspert & Kollegen in der Besetzung mit Till Martin (Saxophone und Klarinetten), Dietmar Fuhr (Kontrabass), Jonas Burgwinkel (Schlagzeug) und Werner Küspert (Gitarre und Komposition).

Das Internationale Filmwochenende Würzburg hat Werner Küspert (Foto) nun bereits zum dritten Mal in Folge eingeladen, für einen Stummfilm eine neue Musik zu komponieren und diese mit seinem hochkarätig besetzten Jazz-Ensemble live zum Geschen auf der Leinwand aufzuführen. Bereits beim International Film Festival in Tiflis im Dezember 2017 begeisterten die Musiker das Publikum mit einer Neukompositionen zu Robert Wienes Das Cabinet des Dr. Caligari (D 1920).

Vorverkauf und weitere Informationen zur Stummfilmvorführung beim Internationalen Filmwochenende Würzburg unter www.filmwochenende.de und www.wernerkuespert.de.
Textquelle und Bild: Veranstalter/Küspert & Kollegen

filmstreifen 01 250Das Cinefest in Hamburg widmet sich in 2018 einem "Meister des Weimarer Kinos – Joe May und das wandernde Bild" (Arbeitstitel).

Begleitet wird das Festival, das vom 17. bis 25. November 2018 stattfindet, erneut von einem filmhistorischen Kongress, der vom 22. bis 24. November 2018 angesetzt ist. Das vorbereitende interne Sichtungskolloquium terminiert vom 26. bis 29. April 2018.

Der hunderste Jahrestag der Gründung der Weimarer Republik ist für das Cinefest Anlass, Werk und Wirkung eines der bedeutendsten Filmschaffenden des Weimarer Kinos neu zu betrachten. Der in Wien geborene Regisseur und Produzent Joe May (1880-1954) kam 1911 mit einem Filmteil für die Revue "Rund um die Alster" im Neuen Operetten-Theater in Hamburg zum Kino. Später betrieb er ein eigenes Filmatelier in Berlin-Weißensee und ein Außengelände in Woltersdorf.

Er war Entdecker von Talenten (Regisseure Harry Piel und Fritz Lang, Autorin Thea von Harbou, Filmarchitekt Erich Kettelhut etc.) und Pionier zahlreicher Filmgenres wie Detektivfilm, Melodram und Rätselfilm. Vor allem wurde er durch Monumentalfilme wie den der Dreiteiler Veritas vincit (D 1918/19), die achtteilige Abenteuerserie Die Herrscherin der Welt (D 1919) und der Zweiteiler Das indische Grabmal (D 1921) bekannt. Nach Meisterwerken wie Asphalt (D 1928/29) und der Tonfilmkomödie Ihre Majestät die Liebe (D 1930) wurde er von den Nazis ins Exil gezwungen.

Neben seinen Filmen und denen seiner Frau Mia May (1884-1980) und Tochter Eva May (1902-22) stehen im Fokus von Festival und Kongress auch Werke seiner "Schüler", solche seiner internationalen Zeitgenossen sowie Pre-/Remakes.

Das Cinefest 2018 steht auch in Zusammenhang mit einem Online-Portal zur Weimarer Republik, das der Mitveranstalter Bundesarchiv mit Bildern, Plakaten und Dokumenten aus seinen Beständen aufbaut. mehr
Textquelle: Veranstalter Cinefest 2018; Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

fb leuchtreklame 250Die Retrospektive der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin, die vom 15. bis 25. Februar 2018 stattfinden, stellt die Vielfalt des Weimarer Kinos ins Zentrum.

Vor rund 100 Jahren, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und mit der Ausrufung der Weimarer Republik, entwickelte sich eine der produktivsten und einflussreichsten Phasen des deutschen Filmschaffens, die dessen internationale Wahrnehmung bis heute prägt. 28 Programme mit Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen aus den Jahren 1918 bis 1933 werden bei „Weimarer Kino – neu gesehen“ auf der großen Leinwand zu erleben sein.

"Quer durch die Genres dokumentiert die Retrospektive den Zeitgeist der Weimarer Republik und reflektiert Identitätsfragen. Das Spektrum reicht von der schwungvollen Tonfilmoperette über wortwitzige Komödien bis hin zu sozial und politisch engagierten Filmen. Die Filme sind von enormer Frische und Aktualität", kommentiert Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.

filmklappe blau 250 orange ohne soundAnlässlich des 125. Geburtstags des Schauspielers Conrad Veidt zeigt das Filmarchiv Austria eine umfassenden Retrospektive unter dem Titel: "Conrad Veidt - Dämon, Teufel, Held, Genie".

Die Filmreihe vom 11. Januar bis 28. Februar 2018 im Wiener Metro Kinokulturhaus umspannt eine Auswahl von ca. 40 Spielfilmen, die Veidts Karriere exemplarisch abbilden und anhand derer sich seine Entwicklung vom Stummfilm zum Tonfilm, vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit, vom Schurken hin zum stets auch an politische Ideale festhaltenden Charakterdarsteller ablesen lässt.

Veidt wurde am 22. Januar 1893 in Berlin geboren. Die künstlerische Karriere des Schulabbrechers begann bereits vor den Wirren des Ersten Weltkriegs, als er unter Max Reinhardt am Deutschen Theater in Kleinrollen auftrat. Nach 1918 wandte er sich, zunächst aus finanziellen Gründen, dem Kino zu, spielte unter Richard Oswald und Robert Reinert in populären Sitten- und Aufklärungsfilmen. Nach seinem Erfolg in Robert Wienes Caligari-Film gab es kein Halten mehr. Veidt wurde auf unheimliche Rollen festgelegt, gab den rachsüchtigen Maharadscha von Eschnapur in Das indische Grabmal oder in Orlacs Hände einen von Wahnvorstellungen getriebenen Pianisten.

Bald schon rief Hollywood nach dem privat alles andere als dämonischen Schauspieler, doch in Folge des beginnenden Tonfilmzeitalters und seines Akzents kehrte er wieder nach Deutschland zurück – bis er nach der Machtübernahme der Nazis gezwungen war, das Land gemeinsam mit seiner dritten Ehefrau Richtung England und später USA zu verlassen. Er spielte den Jew Süss in Lothar Mendes' Verfilmung von Lion Feuchtwangers Roman als Gentleman, brachte als geheimnisvoller Fremder das Leben in einer schäbigen Familienpension in The Passing Of The Third Floor Back wieder ins Lot und landete schließlich als sinistrer Großvesier Jaffar in einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht (Der Dieb von Bagdad). In Michael Curtiz' Casablanca brillierte er als deutscher Agent an der Seite von Hollywood-Traumpaar Bergman & Bogart – und erhielt dabei mehr Gage als die beiden. Veidt verstarb am 03. April 1943 während eines Golfspiels an einem Gehirnschlag. Erich Pommer über Veidt: „Schwer zu entscheiden, was an ihm mehr zu bewundern war: sein Künstlertum oder seine Menschlichkeit!“

Gezeigt werden im Metro Kinokulturhaus neben vielen Tonfilmen unter anderem auch die Stummfilme Anders als die Andern (D 1919), Unheimliche Geschichten (D 1919), Das Cabinet des Dr. Caligari (D 1919), Der Reigen (D 1920), Der Gang in die Nacht (D 1920), Das indische Grabmal (D 1921), Lucrezia Borgia (D 1922), Orlacs Hände (A 1925), Die Brüder Schellenberg (D 1926), Der Student von Prag (D 1926) und The Man Who Laughs (USA 1928). mehr
Textquelle: Filmarchiv Austria; Bild: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

papst stern berlin 250Vom 05. Januar bis 28. Februar 2018 zeigt das Filmmuseum München eine Retrospektive mit Filmen des österreichischen Filmregisseurs Georg Wilhelm Pabst.

Papst, meist als G. W. Pabst bezeichnet, gehört zu den prägensten und erfolgreichsten Regisseuren des Weimarer Kinos. Zu seinen stummen Werken, die auch im Rahmen der Münchner Filmreihe gezeigt werden, zählen Die freudlose Gasse (1925, der einzige gemeinsame Film von Greta Garbo und Asta Nielsen), Geheimnisse einer Seele (1926), Die Liebe der Jeanne Ney (1927), Abwege (1928), Die Büchse der Pandora und Tagebuch einer Verlorenen. Die beiden letzten Filmen drehte er 1929 mit der amerikanischen Schauspielerin Louise Brooks, die durch die Werke zu einer Stilikone der 1920er-Jahre wurde.

Auch zu Beginn der Tonfilmära konnte Papst mit Westfront 1918 (1930), Die Dreigroschenoper (1931) und Kameradschaft (1931) vielbeachtete Produktionen vorlegen. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten arbeitete er einige Zeit in Frankreich und den USA, drehte nach seiner Rückkehr ins Nazi-Deutschland dann aber auch dort Filme. mehr 
Das Bild zeigt den Stern für Georg Wilhelm Papst auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Stummfilm Magazin/Frank Hoyer

filmmuseum potsdam tanzausstellung 2017 2018 foto julietta l wehr 250Das Filmmuseum Potsdam zeigt bis zum 22. April 2018 die Sonderausstellung „Alles dreht sich … und bewegt sich. Der Tanz und das Kino“.

Besucher/innen jeden Alters sind eingeladen, in die vielschichtige Welt des Tanzens einzutauchen. Historisch begibt sich die Ausstellung auch zurück bis in die Kindertage des Films: Hier findet sich unter anderem der Reformtanz als frühe feministische Ausdrucksform im Spannungsfeld von gesellschaftlichem Fortschritt und willkürlich wütender Zensur, die die frühe Verbindung von Tanz und Kamera in die Schmuddelecke zu verbannen sucht. Zudem zelebriert die Stummfilmikone Asta Nielsen ihren abgründigen Apachen-Tanz auf großer Leinwand und durch ein Guckloch können aufgrund ihres erotischen Inhalts zensierte Tanzeinlagen beobachtet werden.

Partys und Tanzstunden ergänzen die Ausstellung und laden zum Mitmmachen ein. Ein umfangreiches Programm an Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen stellt den Tanz in Beziehung zu Politik und Hochkultur, zu Glamour, Kitsch und Undergroundbewegungen. Neben vielen Tonfilmvorführungen, darunter Silhouetten (Österreich 1936) unter Mitwirkung von Lotte Reiniger, gibt es auch drei Stummfilmpräsentationen:
05.08.2017 Abgründe (Schweden 1910) mit Asta Nielsen in ihrer ersten Filmrolle
30.09.2017 Salome (USA 1922) mit Alla Nazimova in der Titelrolle
10.01.2018 Der Gang in die Nacht (Deutschland 1921) von Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau
Mehr zur Ausstellung hier

tanz und kino potsdam 2017 2018 katalog schueren 250Begleitend zur Schau ist im Schüren Verlag das Buch "Alles dreht sich ... und bewegt sich – Der Tanz und das Kino" erschienen. Die reichhaltig und farbig bebilderte Publikation greift unterschiedlichstes Material aus Europa und den USA auf. Neben Spielfilmen werden Dokumentarfilme, Kurzfilme, Zensurausschnitte und frühe Projektionsformen dokumentiert. Aus dem Inhalt:
• Die tanzende Gesellschaft: Kino im Dreivierteltakt. Die dramaturgische Funktion des Walzers im Spielfilm
• Filmchoreographien und Geschlechterordnungen im Tango-Tanzfilm
• Tanz der Jugend im Film – von der Disco zur Clubkultur
• Verhüllte Ekstase. Kleidung und Tanz im Film
• Solistinnen und Rebellinnen. Tanz und Frühes Kino dies- und jenseits der Bühne: Frühe Filmbeispiele und Tanz auf Youtube
• Tänzerische Filmperspektiven in den 1920er Jahren in Deutschland
• Gebieten über Körper – Tanz und Macht: Der Tanz der ‚minderwertigen Frau’ im deutschen Film der 1930er Jahre
• Studio Spektakel. Der Tanz im klassischen Hollywood-Musical
• Backstage. Tanz als Arbeit Tanz als Arbeit im Filmmusical
• Der Gigolo im Film u.v.m.

"Alles dreht sich ... und bewegt sich – Der Tanz und das Kino"
Herausgegeben von Ursula von Keitz und Philipp Stiasny
Schüren Verlag
240 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen
ISBN 978-3-89472-617-1
24,90 € 

Verlagsinformation 

Buchkritik von Hans Helmut Prinzler

Textquellen: Filmmuseum Potsdam, Schüren Verlag; Fotos: Julietta L. Wehr (im Vordergrund ist Brigitte Helm in Fritz Langs "Metropolis" von 1927 zu sehen), Schüren Verlag (Buchcover)

Wer am Wochenende zufällig in der Nähe des Genfer Sees weilt, kann dem "Tramp" einen Besuch abstatten.

Das ehemalige, idyllisch gelegene Domizil von Kinolegende Charlie Chaplin wurde mehrere Jahre lang aufwändig in ein Museum umgebaut und ist seit dem 16. April 2016 für alle Interessierten geöffnet. In zwei Themenwelten werden interessante Einblicke in das private Leben und künstlerische Schaffen des Ausnahmekünstlers gegeben. 30 naturalistisch gestaltete Wachsfiguren von Chaplin und seinen Weggefährt/innen zeichnen ein lebensechtes Bild von seinem Werdegang. Ein Café und ein Museumsshop ergänzen den Ausstellungsbereich. Webseite Facebook

Zürich 2018

Das Filmpodium in Zürich zeigt anlässlich seines 15. Stummfilmfestivals vom 01. Januar bis 15. Februar 2018 Kostbarkeiten aus den ersten Jahrzehnten des Kinos. mehr

DVD-Neuerscheinung

das alte gesetz cover dvd absolut medien 250

Im Frühjahr 2018 erscheint E. A. Duponts "Das alte Gesetz" als DVD. Der Film zählt zu den Klassikern des Weimarer Kinos. mehr

Leinwand-Lyrik

leinwand lyrik ralph turnheim 250 4

Er ist der wohl einzige professionelle Stummfilmerzähler im deutschensprachigen Raum. Stummfilm Magazin hat sich mit Ralph Turnheim unterhalten. mehr

Stummfilm-Quiz

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Testen Sie Ihr Stummfilmwissen mit dem Quiz rund um Stummfilmregisseure. 15 Fragen warten hier auf Sie.

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